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Samstag, 18. Juli 2020

Flash Fiction :: Ka, der Vogel der Schöpfung

Die Alte Rasse, die über den Kontinent Thuria herrschte, als es die schattenhaften ersten Königreiche der Menschen noch nicht gab, erzählt sich folgende Legende:
„Im Anbeginn der Zeit flog Ka, der Vogel der Schöpfung, aus dem Osten über die Länder der Menschen, seine ebenholzschwarzen Schwingen verdeckten die Sterne des Anbeginns der Zeit, und wir werden ihn nach Osten zurückkehren sehen am Ende der Zeit, wenn alle Dinge zu Ende gehen.“
Dies mag sein oder nicht sein. Von der Alten Rasse leben nur noch wenige, nicht mehr als eine Handvoll. Es sind hagere alte Männer mit affenartigen Armen und seltsamen Augen; Hexer, die den Menschen späterer Rassen mit unauslöschlichem Hass gegenüberstehen. Am liebsten würden sie uns allen den schwarzen Göttern opfern, die unter den Schatten der ebenholzschwarzen Schwingen geschlüpft waren: Dem Schatten, dem Skorpion, der Großen Schlange. Aber sie sind nur eine Handvoll, und wir sind viele.
Und mit jedem Jahrtausend werden es weniger.

* Thuria und Ka stammen aus den Geschichten von Robert E. Howard über "Kull den Eroberer", König von Valusien

Sonntag, 11. Juni 2017

Mythos :: Der unbekannte Mr. Kirowan


Einige Notizen zu einer Nicht-Serie von Robert E. Howard

(Zu seinem 81. Todestag)

Robert E. Howard (1906 – 1936), der dunkle Kelte aus Texas, hat neben vielen interessanten und fesselnden Abenteuergeschichten in historischem und pseudo-historischem Milieu auch mehr als eine Weird Fiction-Geschichte hinterlassen. Viele davon eher konventionell, nicht seine besten, und einige, die – wohl seiner Brieffreundschaft mit H.P.Lovecraft geschuldet – Anklänge an den Mythos haben, oder diesem direkt zuzuordnen sind. Auch diese sind nicht unbedingt seine besten, aber Howard war ein so erstklassiger Erzähler, dass es ihm unmöglich war, eine langweilige Geschichte zu verfassen.

Von diesen Geschichten werden einige in der Literatur oft zu einer "Serie" zusammengefasst, da in ihnen die gleichen Personen vorkommen – manchmal werden diese sogar dem Genre der "okkulten Detektive" zugeordnet. Gewöhnlich wird diese "Serie" – und wir werden gleich sehen, dass es eine "Nicht-Serie" ist – nach den Protagonisten "Conrad" und "Kirowan" benannt. Es sind folgende Geschichten, von denen nur die ersten vier zu Howards Lebzeiten publiziert oder verkauft wurden. Nicht alle der Geschichten werden in jeder Auflistung berücksichtigt, auch dies ein Indiz, dass man sich wohl doch nicht so sicher ist:

  • 1. "The Children of the Night" – zuerst veröffentlicht in "Weird Tales", Ausgabe April-Mai 1931
  • 2. "The Thing on the Roof"– zuerst veröffentlicht in "Weird Tales", Ausgabe Februar 1932
  • 3. "The Haunter of the Ring" – zuerst veröffentlicht in "Weird Tales", Ausgabe Juni 1934
  • 4. "Dig Me No Grave" – zuerst veröffentlicht in "Weird Tales", Ausgabe Februar 1937, auch veröffentlicht unter dem Titel "John Grimlan's Debt".
  • 5. "Dermods Bane" – zuerst veröffentlicht in "Magazine of Horror", Ausgabe Herbst 1967.
  • 6. "The Dwellers under The Tombs"– zuerst veröffentlicht in "Lost Fantasies 4", 1976
  • 7. "The House" (Fragment) – eine von August Derleth abgeschlossene Fassung erschien unter dem Titel "The House in the Oaks" in "Dark Things", 1971


Sonntag, 28. Dezember 2014

Buch :: The Horror of Hyperborea

Gerade gelesen, als Teil meiner weihnachtlichen Liste von Büchern, die ich dieses Jahr unbedingt noch beenden wollte: The New Adventures of Thunder Jim Wade, Volume Two: The Horror of Hyperborea von Frank Schildiner.
Nachdem ich bereits dieses Jahr den ersten Band der neuen Abenteuer um "Thunder" Jim Wade, einen angenehm unprätentiösen Supermann der Pulps gelesen hatte - zu seiner Zeit nicht so erfolgreich wie Doc Savage, sein großes Vorbild - habe ich als schnelles, schmutziges Vergnügen für die Weihnachtstage auch den zweiten Band ergattert.
In den Fanforen und bei den Fachleuten war die Vorfreude groß, allerdings auch das Rätselraten. Welches Hyperborea ist es wohl, dass sich da so horribel ankündigt? Das der antiken Sagen? Das aus den märchenhaften, lakonischen Geschichten von Clark Ashton Smith? Oder doch...

...es ist, soviel sei gesagt, tatsächlich ein Hyperborea, das mit dem Umweg über die Abenteuer eines gewissen cimmerischen Schlagetots, mit dem originalen Crossoveruniversum vom Lovecraft, Smith & Howard verbunden ist. Bereits bei der Erwähnung einer Hexenkönigin von Hyperborea stellten sich meinem inneren Fanboy die Nackenhaare auf, und er wurde nicht enttäuscht.

Alles in allem, ein schnelles, schmutziges Vergnügen - auf gute Weise - und wer an schnellen Abenteuergeschichten seinen Spaß hat, an solchen bei denen man nicht zuviel nachdenken sollte oder braucht, wer Freude hat an Doc Savage oder Indiana Jones, hat hier genau das richtige gefunden. Ein gewisser Retro-Chic ist vorhanden, die Typos sind in vertretbarem Maße (hier spricht der Fachmann), und die Bösewichter sind richtig böse, ohne allzu albern zu wirken.

Sonntag, 7. September 2014

Poseidonis:: Ein erstes Update

oder: Das Atlantis-Problem, weitere Studien zum pseudohistorischen Hintergrund der Weird Tales

...womit eiegntlich schon afst alles gesagt wäre. In einem vorhergehenden eintrag in diesem Blog hatte ich erste Versuche zu unternommen, die Pseudohistorie, die den Erzählungen von H.P. Lovecraft, Robert E. Howard und Clark Ashton Smith zugrundeliegt, auszuarbeiten und scheinbare Widersprüche auszugleichen. Lakonisch wies ich dabei darauf hin, dass die Grundideen für diese Historie des Originaluniversums den phantastischen Spekulationen der Theosophen entlehnt wurden. Das ist auch richtig, allerdings bedienten sich die Herren Autoren mit beiden Händen recht freigiebig bei verschiedenen Autoren, und das scheint auch der Grund zu sein, weswegen die Widersprüche auftauchen, die leider doch nicht so einfach aufzulösen sind. (Etwas, was an anderen Orten schon seit längerem hitzig diskutiert wird.)

Eine vollständige Historie etc. werde ich wohl dann gleich als Anhang zu den Poseidonisgeschichten mit veröffentlichen, kleinere Abschnitte wie immer an diesem Ort.

Andererseits habe ich dadurch auch mal Gelegenheit gehabt, ein paar der besonders phantastischen Traktate theosophischer Phantasterei zu studieren - selten so gut unterhalten, seit ich die "Geheimnisse von Mu" an einen ähnlich verwirrten Bekannten weitergegeben habe.

Sagen wir mal so: Vernünftige Menschen machen einen weiten Bogen um das "inspirierte" Gewäsch so genannter Mahatmas um versunkene Kontinente, oder die okkulte Genealogie so genannter Wurzelrassen etc. (Achtung Cthulhu!) Aber wer ist schon immer vernünftig, und ausserdem, jede Art von Kunst erfordert einen kleinen Schuß sublimen Irrsinns. Wären wir sonst überhaupt von den Bäumen runtergeklettert?
Landkarte von Poseidonis, wiederhergestellt nach einer Karte in
"The Story of Atlantis: A Geographical, Historical and Ethnological Sketch" von W. Scott-Elliot [1896]

Dienstag, 26. August 2014

Das Zeitalter von Poseidonis [2]



Zweiter Teil, erster Teil unter diesem Link

Howard hat nie erklärt, woher die Wilden kamen, die zur Zeit des Kataklysmus in den Norden flohen und sich zu einem neuen Menschengeschlecht entwickelten – den Protohyboriern, hochgewachsen, mit hellbraunen Haaren und grauen Augen, an das kühle Klima des Nordens angepasst. Da der thurische (später eurasische) Kontinent relativ dicht besiedelt war, handelt es sich bei diesem Volk sicherlich nicht um eine bisher nicht dokumentierte Parallelentwicklung, sondern in Wirklichkeit um Flüchtlinge aus den unter Vulkanausbrüchen und Erdbeben untergegangen Sieben Königreichen, vielleicht sogar Valusien selbst – ein Mischmasch verzweifelter Menschen aus allen Völkern, die im höchsten Norden Rettung suchten.

Tausend Jahre später sollten ihre Nachkommen im Laufe einer der ersten Völkerwanderungen der Geschichte sich bedächtig Richtung Süden und Westen ausbreiten und die Hyborische Welt erschaffen.


Montag, 25. August 2014

Das Zeitalter von Poseidonis [1]



Von den Geschichten der phantastischen Literatur, die sich mit der untergegangenen Insel Atlantis und ihrem Erbe befassen, sind wenige so eigenwillig und widersprüchlich wie jene, die der unvergessene Weird Tales-Star Clark Ashton Smith (CAS) in seinem Minizyklus von vier Geschichten um "Poseidonis" verfasste. Ich habe mich hier bereits mehrere Male aus Spass damit befasst, und jetzt die Gelegenheit ergriffen, das bereits gesammelte Material als Hintergrundmaterial einiger eigener Kurzgeschichten zu benutzen. Hierbei einige Sätze zur Historie, die auch Fans der anderen Weird Tales-Autoren Freude machen könnten.

*  *  *

„Poseidonis“, wie es in den Geschichten von Clark Ashton Smith beschrieben wird, ist schwieriger zu verorten als andere fiktive Welten. Sie ist vage historisch, aber ebenso schon vom Verfall und Untergang gezeichnet wie der letzte aller Kontinente, Zothique, dessen Existenz wir nicht abstreiten können, da wir sie nie erleben werden.

„Poseidonis“, oder wie der Name jenes mikroskopischen Inselkontinentes auch immer gewesen sein mag, ist aber auch Teil eines größeren Originaluniversums, an dem nicht nur Smith, sondern auch seine Freunde und Kollegen Robert E. Howard und H.P.Lovecraft als fleißige Mythographen gearbeitet haben. Nicht nur, dass Ideen des einen in den Werken des anderen auftauchen, wir wissen auch, dass allem eine vage Pseudohistorie zugrunde liegt, die in weiten Teilen von den phantastischen Spekulationen der Theosophie inspiriert wurde. Da sind die vormenschlichen Bewohner der Erde, wie sie Lovecraft beschrieb, das urzeitliche Hyperborea von Smith, die Thurische Welt des Kull von Atlantis, die sich durch eine globale Katastrophe, den so genannten Kataklysmus, in die Hyborische Welt Conans wandelt. Wo und wann jedoch finden wir den Platz für den Aufstieg und Untergang von „Poseidonis“?


Dienstag, 4. September 2012

Shortcuts 2012-09-04


There came to me a Man one summer night,
When all the world lay silent in the stars,
And moonlight crossed my room with ghostly bars.
He whispered hints of weird, unhallowed sight;
I followed – then in waves of spectral light
Mounted the shimmery ladders of my soul
Where moon-pale spiders, huge as dragons, stole –
Great forms like moths, with wings of wispy white.

Around the world the sighing of the loon
Shook misty lakes beneath the false-dawn’s gleams;
Rose tinted shone the sky-line’s minaret;
I rose in fear, and then with blood and sweat
Beat out the iron fabrics of my dreams,
And shaped of them a web to snare the moon.

------------ 
Nochmal ein Gedicht von Robert E. Howard, Autor von Conan und Solomon Kane. Ich werde in den kommenden Wochen jeden Dienstag eines veröffentlichen - sie sind inzwischen alle public domain.


Singles...
Ich muss immer wieder an Singles denken.
Eine Handvoll Unterhaltung, in sich abgeschlossen, ohne unausgesprochene Verpflichtung, sich noch mehr und mehr von etwas besorgen zu müssen...
Früher gab es abgeschlossene Romane oder Novellen für 2,80... und ich rede nicht von Heftchen, sondern normal gebundenen Taschenbüchern in den SF- und Fantasyreihen von Heyne (schwarzer Rücken) oder Bastei-Lübbe (dunkelblauer Rücken).
Oder Terra Fantasy...
Abgeschlossene Romane, die Klassiker des Genres.... ich ziehe immer noch den Hut vor den damaligen Herausgebern. Innerhalb des letzten Monats habe ich das hiesige Antiquariat und einen Flohmarkt geplündert und einige Lücken in meiner Sammlung geschlossen.*
Alter Scheiß? Vielleicht.
Aber Singles, Mann. Wo gibt es das heute noch, wenn selbst die aufgeblähteste Non-Action Teil einer Serie ist und jeder Band für den deutschen Markt noch einmal aufgeteilt wird, um einen weiteren gleichlautenden Titel mit 1 1/2 Zeilen Abstand zu ergeben?

* Fundstücke der letzten Zeit schließen Werke vergessener Meister wie Tanith Lee, Hugh Walker oder Lin Carter ein. Und da es keine Singles mehr gibt, werden diese wohl auch nie nachgedruckt werden. Genau wie die Klassiker der 30er oder 60er, die Terra Fantasy dem deutschen Leser vorstellte...

Gehässigkeit via Fontblog:
Zur Beschreibung der plötzlichen Popularität männlicher Vornamen führten deutsche Soziologen und Psychologen im Februar 2007 den Begriff Kevinismus ein; die weibliche Form dieses Phänomens tauften sie Chantalismus. Beide beschreiben "die krankhafte Unfähigkeit, menschlichem Nachwuchs sozialverträgliche Namen zu geben." Die renommierte Namensforscherin Gabriele Rodriguez hat dazu festgestellt, dass bildungsferne Schichten sich bei der Namensfindung sehr stark an den Medien orientieren würden und daher häufiger zu Namen wie Kevin oder Justin griffen. In gebildeten Kreisen hörten die Kleinen heute eher auf Alexander oder Konstantin.

Um noch einmal auf Singles zurückzukommen...
Ich räume momentan ein wenig die interne und externe Festplatte auf. Die in diesen Tagen veröffentlichten Textstücke zur Heldenreise oder dem Monomythos liegen zwar schon seit Jahren hier rum, haben aber an Anreiz nicht verloren.
Sie dienen als Grundkonzept zum Plotten einer Reihe in sich abgeschlossener Novellen (Singles!) der Stammautoren von Nemed House. Wir nennen sie liebevoll (an  manchen Abenden) unsere "Tarotromane". An manchen Abenden nennen manche sie auch "noch eine verdammte Masche, mit denen der alte Mann uns in den Wahnsinn treiben will..."
Eine kleine Herausforderung... bevor es einem langweilig wird, macht man die Spielregeln härter.
Ja, das stimmt, wir mögen es hier ein bisschen härter...

Dienstag, 24. Juli 2012

Reading Robert :: The Sands of Time


Slow sift the sands of Time; the yellowed leaves
Go drifting down an old and bitter wind;
Across the frozen moors the hedges stand
In tattered garments that the frost have thinned.

A thousand phantoms pluck my ragged sleeve,
Wan ghosts of souls long into darkness thrust.
Their pale lips tell lost dreams I thought mine own,
And old sick longings smite my heart to dust.

I may not even dream of jeweled dawns,
Nor sing with lips that have forgot to laugh.
I fling aside the cloak of Youth and limp
A withered man upon a broken staff..

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Nochmal ein Gedicht von Robert E. Howard, Autor von Conan und Solomon Kane. Ich werde in den kommenden Wochen jeden Dienstag eines veröffentlichen - sie sind inzwischen alle public domain.

Sonntag, 15. Juli 2012

Shortcuts 2012-07-15

Die beste Ehefrau von allen hat mir bei einem kritischen Blick auf meinen Schreibtisch versichert, dass dies keine Ordnung sei. Wahrscheinlich hat sie recht, aber ich wollte sowieso mal ein wenig aufräumen, vor allem in meinem Kopf. Und alles, was ich sehe, ist sowieso nur die Widerspiegelung eines inneren Zustandes. (Ein anderes Foto vom kompletten Schreibtisch hatte ich gestern auf meiner Facebookseite veröffentlicht. Sie wissen schon... sozial und so, und Netzwerk...)


Mit großem Vergnügen bin ich dieser Tage bei der Endkorrektur verschiedener Manuskripte für die nächsten Veröffentlichungen bei Nemed House. ich hoffe, das lange Warten hat sich endlich ausgezahlt. Man hatte mich darauf hingewiesen, dass das von mir gewählte Titelbild für Redmask #3 zwar vielleicht gemeinfrei sei, aber bereits von einem anderen Verlag verwendet wurde, weswegen ich noch einmal meine wahnwitzigen Photoshop-Skills hochfahren musste, um das Bild ein wenig zu individualisieren. (Ich suche immer noch einen Art Director oder Maler für Nemed House...)

Die oben im Bild zu sehenden Titel der alten Terra Fantasy-Serie sind Referenzliteratur.
Auch wenn man es nicht sehen kann, liegen da vier Bände mit Geschichten von Robert E. Howard, die ich zur Inspiration und Prüfung für die Geschichten um John Cullen herangezogen habe.
Yeah, Geschichten.
Neben der Novelle "Nacht in den Dagoth Hills" habe ich noch eine weitere Story in Arbeit - en passant, ohne innezuhalten - nämlich eine Neufassung einer von Robert E. Howard nicht überarbeiteten und deswegen ein wenig unhandlichen Short Story.
Doch da zu später mehr.


Ein weiteres großes Thema momentan hier sind nicht nur die Nemed House Singles (siehe unten), sondern auch die vorgeschlagenen Titel. Momentan tragen wir uns mit dem schönen, herwärmenden Gedanken, soetwas wie GermanPulp hochzuschalten, in der Tradition von Helden wie Doc Savage und The Shadow etc.
Als Titelheld bietet sich der von Martin Jung "in jungen Tagen" (kicher) erschaffene Klabautermann an, dessen Charakter somit zum Thema erhitzter Diskussionen geworden ist. Denn die ursprünglichen Geschichten um ihn deuten auf eine andere Art von Held hin, eher unberechenbar und gefährlich - aber witzig.
Wir sind noch am Knobeln, wie wir alle Aspekte dieser Figur in eine mögliche Neuauflage herüber retten können.


Der geneigte Leser täuscht sich nicht. Auf dem beigefügten Foto kann man tatsächlich alle Titel sehen, die bislang unter Nemed House und Mirkruna Press veröffentlicht worden sind.
Wie man sieht, links im Bild, die schönen Royalformate von Nemed House, daneben die DinA5-Formate.
Und hierin liegt die Tragik unserer Tage.
Ich kämpfe seit ein paar Wochen mit dem Customer Support von Lulu und Amazon, weil anscheinend Bücher, die in einem "undeutschen" Format angelegt wurden, nicht automatisch beim deutschen Amazon in den Verkauf gelangen.
Das betrifft also vor allem alle Bücher von Nemed House, außer der "Single" Die Elektrische Kreuzigung
Diese ist tatsächlich als einzige auch in Deutschland per Amazon erhältlich und erfreut sich großer Beliebtheit.
(Anklagend schwenkt er die Faust gen Himmel: Barum, oh Herr???!!!)

Freitag, 13. Juli 2012

Reading Robert :: Red Thunder

Thunder in the black skies beating down the rain,
Thunder in the black cliffs, looming o’er the main,
Thunder on the black sea and thunder in my brain.

God’s on the night wind, Satan’s on his throne
By the red lake lurid and great grim stone–
Still through the roofs of Hell the brooding thunders drone.

Trident for a rapier, Satan thrusts and foins
Crouching on his throne with his great goat loins–
Souls are his footstools and hearts are his coins.

Slave of all the ages, though lord of the air;
Solomon o’ercame him, set him roaring there,
Crouching on the coals where the great flames flare.

Thunder from the grim gulfs, out of cosmic deep
Where the red eyes glimmer and the black wings sweep,
Thunder down to Satan, wake him from his sleep!

Thunder on the shores of Hell, scattering the coal,
Riding down the mountain on the moon-mare’s foal,
Blasting out the caves of the gnome and the troll.

Satan, brother Satan, rise and break your chain!
Solomon is dust and his spells grow vain–
Rise through the world in the thunder and the rain.

Rush upon the cities, roaring in your might,
Break down the towers in the moon’s pale light,
Build a wall of corpses for God’s great sight,
Quench the red thunder in my brain this night.

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Beim Abschliessen von "Nacht in den Dagoth Hills" bin ich noch einmal über die hervorragenden Gedichte gestolpert, die Robert E. Howard, Autor von Conan und Solomon Kane, verfasst hat. Ich werde in den kommenden Wochen einige noch mal aus dem Vergessen (und Wikicommons) hervorziehen - sie sind inzwischen alle public domain.

Montag, 18. Juli 2011

Jungconan im Schnee



Der neue Trailer des kommenden Conanfilmes ist auf jeden Fall vielversprechender als manches, was man bisher gehört hat. Ron Perlman als cimmerischer Häuptling? Gekauft. Jungcimmerier, die piktische (?) Köpfe sammeln? Ja. Wird sicherlich nicht als Familienfilm durchgehen. Sehr gut, bei Crom.

Sonntag, 20. März 2011

Fanboy :: Conan?

Erste Werbung für den neuen Conanfilm tauchen hier und dort im Internet auf. Werden wir wieder enttäuscht werden, wie bei Solomon Kane, oder werden wir uns wieder angewidert auf die andere Seite drehen wie bei jeder Wiederholung von Red Sonja?


Sonntag, 7. November 2010

Mythos :: Verdammte Bücher [2]



Seien wir doch ehrlich: Wie glaubwürdig kann der Cthulhu-Mythos sein, wenn es so wenige Beweise für seine Richtigkeit gibt? In der unlängst veröffentlichten Übersicht über die in den Sekundärquellen (Lovecraft, Smith, Howard) genannten Primärquellen seiht man, dass es nur eine Handvoll Belege gibt. Hier liegt glaube ich auch eine interessante Geschichte verborgen. Wenn man einmal nachdenkt, ist es doch verblüffend, dass so wenig Wissen aus den Tagen, als "Mythos" allgemeines Wissen war, überliefert worden ist.

Bestenfalls aus zweiter Hand erfahren wir von der Vorgeschichte unserer Welt, den Zivilisationen, die früher bestanden (Hyperborea, die Thurischen und Hyborischen Reiche). (Und ja, dies muss man miteinbeziehen - da Lovecraft direkt auf die Geschichten von Smith und Howard hinwies, gehören sie zum Mythos. In die Geschichtsschreibung unserer Welt im Schattend es Mythos sind also auch die "Nemedischen Chroniken" nicht fortzudenken...) In meinem Artikel "Die Religion von Atlantis" hatte ich bereits einige recht interessante Querverweise ausgegraben...

Wo sind sie also alle hin, die Dokumente und Schriften der Zeiten, die da waren - ignorieren wir einmal alle vorzeitlichen Scherben und Zeichen, die erst später wieder ausgegraben wurden (und auch das sind wirklich wneige). Wie authentisch kann der "Mythos" sein, oder handelt es sich nur um einen vier Jahrtausende andauernden literarischen Scherz einiges geistesgestörter Mystiker? Wie wahrscheinlich ist, es, dass es sowenig gibt, wo es doch eigentlich mehr sein sollte?

Tatsächlich sehr wahrscheinlich. Wir wissen z.B. dass ein wichtiges Dokument wie das "Vermächtnis des Carnamagos" nur erhalten geblieben ist, weil es einem ungenannten graeco-baktrischen Beamten ins Grab mitgegeben wurde und Jahrhunderte später erst wieder entdeckt wurde. Bücher waren in der Antike nicht nur wertvoll, sondern auch ein gutes Geschäft, mächtige Telesmata und Symbole für Prestige und Wissen. Sicherlich wird es von Büchern, die den Mythos betrafen, mehr als eine Abschrift gegeben haben. Nur haben uns diese Schriften nie erreicht. Und das ist nicht einmal verwunderlich. Erst mit der Karolingischen Renaissance gab es nämlich wieder eine ernstzunehmende europäische Literatur. Davor: Finsterste Barbarei (das christliche Abendland), beginnend mit einem Erlass des Kaisers Theodosius von 391, die heidnsichen Tempel und Bauwerke im Namen der neuen Staatsreligion zu stürzen. Die bedeutenden Bibliotheken der damaligen Zeit gehörten auch dazu. Nach Schätzungen von Experten umfasste allein die Bibliothek im Museion von Alexandria etwa eine Million Titel. Bis zum Jahr 400 stand keines dieser Gebäude mehr, und die Literatur der Antike war fast vollständig ausgelöscht worden.

Vielleicht macht die ganze Sache doch mehr Sinn, als uns lieb sein könnte...

Freitag, 11. Dezember 2009

Dienstag, 1. September 2009

Fanboy :: Solomon Kane

Mann... damit hätte man nun nicht gerechnet. Erinnert sich noch jemand an Robert E. Howards düsteren Puritanerhelden, Mr. Solomon Kane?

Freitag, 31. Oktober 2008

Weird Tales Covers

Rechtzeitig zu Halloween erreicht uns ein Verweis auf eine neue Web-Veröffentlichung der Titelbilder von Weird Tales in recht guter Qualität und Auflösung. Ein gefundener Mitternachssnack für Freunde der Retro-Typography und der Kunst von C.C. Senf, Hugh Rankin, J Allen St John, Margaret Brundage, Virgil Finlay, Hannes Bok, Boris Dolgov, John Guinta, Matt Fox, Lee Brown Coye etc.

Via Golden Age Comic Book Stories von Mr. Door Tree

Dienstag, 9. September 2008

Von Unaussprechlichen Kulten


Literaturempfehlung am Rande, gerade für den mitteleuropäischen Fan von Lovecraft und dem Mythos: Die ePaper-Ausgabe einer gelungenen kleinen Broschüre zur Geschichte des von Robert E. Howard ersonnenen Okkultisten Von Junzt und seines Magnum Opus, der Unaussprechlichen Kulten. (Ja, Virginia, wir haben uns alle schon über diese Art von deutsch gefreut... lies weiter!) Fesselnde Lektüre - der Mythos ist wohl eines der wenigen Themen, bei der selbst fiktive Sekundärliteratur amüsant oder packend sein kann. Und überhaupt, wollte man nicht immer schon wissen, warum ein Deutscher das zweitwichtigste Grimoire nach dem Nekronomicon verfassen konnte?

Thanx to Steven Harris for writing, and Dan Harms for re-publishing

Dienstag, 8. Juli 2008

Ich oute mich [2]

Als mich das letzte Mal an diese Tastatur setzte, um über das Projekt rechenschaft abzulegen, das mir momentan am meisten am Herzen liegt, für das ich aber leider zu wenig Zeit habe*, als dass es mehr als nur schleppend vorangeht, war ich gerade mal so weit gekommen, über den Titel zu berichten, dem ich mich gerade angenähert hatte. "Was haben wir denn noch so für mögliche Titel?" Das war natürlich gelogen, denn einen Titel hatte ich bereits und natürlich auch schon das dazu passende Logo. Dasss ich selbst verschiedene Titelbilder schon zusammengebaut hatte, wird hier wohl niemanden überraschen...

Seltsamerweise war es Edgar Allan Poe, von dem ich die relevante Idee klauen konnte, soviel habe ich schon verraten. Ironischerweise, so dagt man, sei auch der Titel "Weird Tales" (unser großes Vorbild, Baby) eine Anspielung auf ein Werk von Poe, das Gedicht "Dream-land" (Originalversion).

I have reached these lands but newly
From an ultimate dim Thule —
From a wild weird clime, that lieth, sublime,
Out of SPACE — out of TIME.
Faszinierend, nicht? In späteren Versionen wird das Adjektiv "weird" gerne unetrschlagen, und irgendwie klingt es auch ein wenig nach den Abschlusstakten der Rocky Horror Show. Aber wenn Strapse und Reisregen auch durchaus seinen reiz haben, mir ging es beim Beginn des Projektes ja darum, leicht verdauliche (?) Genreliteratur unters Volk zu bringen - das Leben ist ja hart genug - in der Tradition der grossen Pulps der 40er, Schmutz und Schund und Rock'n'Roll, in dem der eine oder andere ungeschliffene Diamant aufblitzen soll** - der original German Pulp, ein hartes und ungeschöntes Magazin wie Weird Tales, Startling Stories oder Black Mask. Klar, irgendwas mit Nemed House oder so wäre sicherlich als Eigenwerbung sinnvoll, aber vom Hocker reisst es nun auch keinen. Greenmask? Nach meinem Familiennamen? Klingt irgendwie nach Robin Hood oder einem unerfahrenen Serienhelden, das Greenhorn mit der Maske oder so (hmm... okay, bitte notieren!). Aber so ist die Spannung? Wo ist der Horror? Wo ist das Drama, Baby?

Dabei ist es doch so einfach. Alle treuen Leser dieser Seiten wissen ja, was die beste Farbe von allen ist, die größte Signalwirkung, das Signal, das sich ohne Umwege sofort in unsere Retina ätzt. Meine Damen und Herren, ich spreche von Scharlach. All die Wochen, in denen ich mich mit dieser Krankheit, dieser Farbe und seinen semiotischen Bezügen auseinandergesetzt habe, sollen doch nicht unnutz durchs Land gestrichen sein. Wenn wir schon von einer Maske reden, dann doch bitte gleich von einer scharlachroten...

Und ja - auch auf diesem Umweg kommen wir wieder zu einem Werk von Edgar Allan Poe.

The Masque of the Red Death.

THE "Red Death" had long devastated the country. No pestilence had ever been so fatal, or so hideous. Blood was its Avator [[Avatar]] and its seal — the redness and the horror of blood.

Muss ich da noch mehr sagen?
Also, demnächst von NEMED BOOKS:

REDMASK #1.
Das Magazin für unheimliche und phantastische Geschichten.


Und nun zurück an den Schreibtisch...



* Weil ich neben Arbeit und Familie anstelle das Buch zu beenden, noch Zeit damit vertrödele, neue Serien und Hintergrundmaterialien zusammenzustellen. Lasst mich euch demnächst mal erzählen, warum meine Liebe zu Robert E. Howard mich gezwungen hat, in den letzten Wochen einen Mindestwortschatz an Etruskisch zu lernen...
** Die ungeschliffenen Diamanten werden wahrscheinlich die Geschichten von Gastautoren und Kollegen sein, die Interesse daran haben, in diesem Medium zu veröffentlichen.

Mittwoch, 28. Mai 2008

Der Moorgeist

Robert E. Howard
THE MOOR-GHOST

They hauled him to the crossroads
As day was at its close;
They hung him to the gallows
And left him for the crows.

His hands in life were bloody,
His ghost will not be still
He haunts the naked moorlands
About the gibbet hill.

And oft a lonely traveler
Is found upon the fen
Whose dead eyes hold a horror
Beyond the world of men.

The villagers then whisper,
With accents grim and dour:
"This man has met at midnight
The phantom of the moor."



P.S. Demnächst auch als neuer Smash-Hit vom Baltimore Gun-Club erhältlich... Hier werden Ressourcen sinnvoll genutzt und mehrfach angewandt... NEMED HOUSE HAMBURG... seit Jahrzehnten führend in künstlerischer Recycling-Technologie...

Mittwoch, 21. Mai 2008

Der Gesang der Fledermäuse

Robert E. Howard
THE SONG OF THE BATS

The dusk was on the mountain
And the stars were dim and frail
When the bats came flying, flying
From the river and the vale
To wheel against the twilight
And sing their witchy tale.

"We were kings of old!" they chanted,
"Rulers of a world enchanted;
"Every nation of creation
"Owned our lordship over men.
"Diadems of power crowned us,
"Then rose Solomon to confound us,
"In the form of beasts he bound us,
"So our rule was broken then."

Whirling, wheeling into westward,
Fled they in their phantom flight;
Was it but a wing-beat music
Murmured through the star-gemmed night?
Or the singing of a ghost clan
Whispering of forgotten might?