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Sonntag, 30. Mai 2021

Demnächst auf diesem Kanal

 

Das Uhrwerkuniversum! 

So wie es die Wissenschaft von Isaac Newton und den anderen Eingeweihten des Unsichtbaren Kollegiums sah: Vielschichtig und detailiert zusammengebaut, wie eine Schweizer Uhr, oder die wundervollen Maschinen, die Thomas Tompion erbaute. Als perfekte Maschine tickt sie weiter, ihr Getriebe unterliegt den Gesetzen der Physik und macht jeden Aspekt der Maschine vorhersehbar.

Wer ist der Uhrmacher?

Freitag, 22. Mai 2020

Werkstattbericht 2020-05-21



Herzliche Grüße von der Nordseeküste, aus den mythischen Gefilden von Zollern am Meer, in strahlendem Sonnenschein und strahlender Laune. Es sind jetzt fast drei Wochen her seit dem Tag der Arbeit und somit dem Tag, an dem wir hier unser alltägliches Geschäft wieder aufgenommen haben. Lohnt sich nicht für einen Newsletter, reicht aber für einen Blogeintrag. Versprochen, sobald ich die ganzen Preise abgesahnt habe und wieder vom Schreiben alleine leben kann, mache ich auch einen coolen Newsletter wie Warren Ellis, damit wenigstens einmal pro Woche was Spannendes in der InBox landet.


Datencheck:
Momentan in der Bearbeitung (Dinge, die aktuell ganz oben auf dem Stapel liegen, die anderen sachen ignorieren wir bis zum nächsten Check)
  1. Projekt ROADHOUSE - Rock'n'Roll Novelle, basierend auf Cut-Ups, der Biographie von Jim Morrison und den Werken von J.G.Ballard, vor allem The Atrocity Exhibition.
  2. Projekt ZAUBERFLÖTE - SF-Stück, basierend auf Cut-Ups wie HIER
  3. Projekt THUNDERSTRUCK - Wahrscheinlich das haarsträubenste Projekt, das ich trotz wieder besseres Wissen angenommen habe - eine Novelle in englischer Sprache für einen amerikanischen Kleinverlag, den ich sehr schätze. Über einen halbvergessenen Pulphelden der 40er Jahre! Fanboy Madness! (Ich bin mir nicht sicher, ob ich momentan schon etwas darüber erzählen darf, aber wenn, dann. Momentan bin ich vor allem noch dabei, gründlichst alle Aspekte der Figur zu recherchieren, damit er unverkennbar bleibt. Woof!)
Realitätscheck:
Eine Woche sind vergangen, hier bei uns sind immer noch keine marsianischen Tripods oder andere Anzeichen der Neuen Weltordnung zu sehen. Enttäuschend. Wieder Beschiss, so wie die letzten elf Mal.
Moment... elf? 11? Elf zu Elf? Fabelwesenficken?
Oder sind es schon wieder die Smegma-Sammler vom Sirius?

Wie gesagt, es ist ein strahlend schöner Tag.
Am besten einfach wieder hinlegen...



Dienstag, 5. Mai 2020

Fanboy :: Neue Welten



Als Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts die ersten Ausgaben von Schwert & Stab – damals noch in Heftform – erschienen, gab es in der esoterischen oder magischen (Deutschlands) Szene wenig Vergleichbares. Statt mystischer Diagramme verzierten die blassen Seiten durch mehrfaches Vergrößern undeutbar gemachte Fotokopien, Collagen, Details aus Comicbuchkatalogen, experimentelle Typographie: Symbole einer neuen Magie. Keine Nostalgie, kein Fankult, keine Wiederholung viktorianischer Werte, stattdessen eine mutige Auswahl von modernen Artikeln, Essays, Gedichten, Kurzgeschichten und experimenteller Texte.

Im Nachhinein scheint es, als ob die ersten Ausgaben von Schwert & Stab sich am ehesten mit dem legendären SF-Magazin New Worlds vergleichen lassen, das in den 60er Jahren unter neuer Redaktion auf seinen Titelbildern statt Roboter und Raketen plötzlich die Bilder surrealistischer Maler oder Collagen zeigte und auf experimentellere Texte setzte, die statt dem „OUTER SPACE“ des Weltalls den „INNER SPACE“ des Menschen erforschten. (Bekannte Stories aus dieser Zeit sind z.B."The Atrocity Exhibition", "Behold the Man" etc.)

Herausgeber dieser neuen Form von Magazin war einige Zeitlang Michael Moorcock, der auch durch die Produktion von Texten, die den hehren eigenen Ansprüchen nicht genügten, das Projekt finanzierte. New Worlds wurde als das Forum einer New Wave der SF wahrgenommen, Kompilationen in Buchform zieren auch heute noch das Buchregal eines jeden an der Geschichte dieses Genres Interessierten. Ein großes Experiment in Revolution – oder Evolution! „Und Universum und Individuum spiegeln sich ineinander wider, und das eine enthält das andere.“

Das ist keine schlechte Beschreibung der magischen Philosophie, die allem zugrunde liegt.
Es ist deswegen auch der Grund, weswegen die nächste Ausgabe von Schwert & Stab, die im Buchformat erscheinen wird, das Motto „Neue Welten der Magie“ tragen wird. Wer weiß, vielleicht bekommen wir so ja doch noch mal einen bevorzugten Platz im Bücherregal der Interessierten.

Dienstag, 5. März 2019

Unmögliche Helden :: Unterirdisch unter dem Neptun

Helden, die mehr als nur ein Stirnrunzeln hervorrufen: Erfindungslust, die Amok läuft.
Eine lose Serie von Kurzartikeln.



Die Geburtsstunde einer Idee ist hart umlagert. Wir haben nur sechs Stunden, um die Welt zu retten, und jede Geschichte ist schon einmal erzählt worden. Schlimmer: es gibt für alles ein großes, unübertreffbares Vorbild, und egal was man sich ausdenken wird, du wirst immer an deinem Vorbild gemessen werden: Deine Geschichte ist eine Kopie. Deine Idee ist eine Kopie. Du bist die Kopie.

"Schwert & Planet" oder "Interplanetare Romanze" nennt sich eine Version der Spekulativen Fiktion, ein Seitenarm der ScienceFiction, der früher einmal enorm beliebt war: Die Abenteuer eines Erdenmenschen auf einem fremden Planeten, in den meisten Fällen nur durch eine phallische Weltraumrakete und eine Photonenpistole von schierer "Schwert & Zauberei"-Fantasy getrennt. Populär gemacht wurde diese Art vergnüglichen Eskapismus vor allem durch Edgar Rice Burroughs und seine Serien um John Carter auf dem Mars und Carson Napier auf der Venus.

Die bekannteste Kopie ist Flash Gordon, aber auch viele andere Gestalten bedienten sich recht freizügig bei ERBs SF-Konzepten, genauso wie bei seinen Tarzan-Romanen oder den Geschichten aus Pellucidar, der Welt im Inneren der Erde. Du bist die Kopie: diese Art der Story war eine zeitlang so beliebt, dass es ganze Magazine gab, die sich darauf spezialisiert hatten, die größtenteils ähnlichen Abenteuer von größtenteils ähnlichen Helden auf Planet X, Y oder Z zu veröffentlichen. Planetenstories. Es gab sogar Planetencomics.


Montag, 29. Oktober 2018

Pulp :: Die Verlorene Welt der Zeit! [2]



CRADLE OF THE WORLD


Fighting the power-drag of the time-warp Capt. Ames’ space ship Discoverer is again smashed back to Earth – this time into the dangerous days of the hard-clouting Cave Men.


By LIN DAVIES

THE space ship Discoverer hummed and groaned from the force of the shock. Half stunned, Captain Dexter Ames picked himself off the deck of the control cabin. Sprawled in the corner, Doctor Phillips, his second in command, was rising with a face distorted by alarm.
„It can’t be a meteor!“ cried Ames.
Phillips shook his head, as much as to clear his thoughts as to answer the captain’s question. „We weren’t able to break out of the time-warp,“ he muttered gloomily.
Ames set his teeth. „Let’s see what the damage is.“ He leaned against the speaking aperture. „Morgan! Are the motors dead?“ „As a door-nail, sir.“ came the muffled voice of Morgan. „We’re dropping, but slow – the gravity-resistors are still working.”
„That’s luck!“ breathed Ames, and hurried to the great telescope. He peered down steadily and gave a cry. „Doctor! It’s Earth again or am I wrong?“
The little scientist took his place and peered through the great quartzite lenses. He blinked. „Yes, that’s Europe and yet the land outlines don’t seem just right! Do you know, Dexter, I have a feeling that we’re journeying back into an older age!“
„Not the Ice Age, I hope,“ grinned Arnes with a dubious grin.
„Decidedly not the Ice Age,“ reproved the scientist. „You should remember that in those times no such land configuration was possible.“
Ames nodded. „Well, whatever it is, we’re stuck with it.“

THE Discoverer, battered and bent, sank into a long, narrow valley hedged in by snow-capped mountains. Engineer Morgan and his experts began their work at once.
Ames told off a scouting party, hoping to replenish the ship’s dwindling food supply. „Remember,“ he warned. „Keep together, and each man in communication by space phone with the ship.“ The twenty, led by Gunner Hatch, trooped out of the great door.
They climbed a gentle slope above a winding river. No man or beast appeared, and the scouts disappeared from Ames’ view.
Two hours later a lookout cried out. Men of the scouting party had appeared on the brow of the hill. They were moving fast, as if in retreat. Another appeared, and then two who were helping an injured man. Hatch ran up as Ames stepped from the ship.
„We were attacked,“ he gasped. „By giants! Cavemen!“
Ames and Phillips exchanged a glance. „Centuries!“ cried the scientist. „We’ve slipped past centuries of time.“
Ames had been counting heads. „You’re two men short,“ he rapped.
Hatch nodded. „And one man hurt. He was hit by a great rock thrown by a giant. The others are dead.“
„How were they killed? Hit by rocks?”
Hatch’s face bore a strange look as he spread his hands. „Nothing hit them. They just dropped after we shot one of the giants. Nothing hit them!“
„Nonsense!“ cried Ames, but as he saw the stubborn lines in the Chief Gunner’s face he wondered. „Come on, Doctor, you and I will do a scout.“
He picked six men of proved daring and discretion, and the eight followed the tracks of the food hunters. One man sighted a goat, but Ames shook his head. He wanted to see those bodies – the two slain shipmates and the giant – if they had not been dragged away.

FIRST they found the airmen. Doctor Phillips studied the unmarked still faces with pursed lips, then bade the men strip both. There was not a mark on them. The doctor, shuttling his hand through his thinning hair, said not a word.
A little farther away lay the giant. His death was no mystery. The ray of a ship man’s pistol had caught him fairly in the face.
„We’ll pick up our men on our way back,“ decided Ames. „Now for food.“
They had caught four goats before the giants appeared. One, the nearest, seemed to be a sort of leader: He carried a great club, swung on his shoulder above a craggy. scowling face framed with a mat of long hair. His only garment was a bear hide hung off one shoulder and caught at the loins with a piece of bone. He came on slowly, teeth bared, club balanced for a crushing blow.
Ames gripped his pistol. At that instant another giant leaped from underbrush to make a flank attack on the party. The menaced ship man fired his ray pistol. The giant’s arms fell, the great body slumped.
And then a stratling thing happened. The ship-man beside Ames gave a little sigh and sank to the ground. Ames and Phillips knelt by him and saw that he was dead.
„Ah!“ cried the doctor, his face working. his eyes gleaming. „Captain. I –“

THE leading giant had paused, astonished by the sudden death of two men. His scowl had left his face, and a thrill coursed through Ames’ whole being. Why, this Caveman’s face resembled his own! His pistol wavered from its target as he marveled.
Two giants leaped forward then from a fringe of woods. Three ray pistols spat, and they fell. And as if by magnetism, three of Ames’ party slumped and lay still.
„Ames!“ cried the little scientist in anguish. „Stop them! Stop the firing! And don’t shoot that big leader!“
„Cease firing!“ roared Ames. He turned wildly to the Doctor. „He looks like me, that Cave Man.“
„Of course,“ babbled the doctor. „Don’t you see? The time-warp! These are the First Men! That’s why our men died!“
Ames passed a hand over his brow, half lifting his pistol as the giants slowly advanced. „You mean–“ he cried incredulously.
„Our men shot their own ancestors!“ cried the doctor. „And so, without ancestors, how could they be alive? They died!“
„It’s crazy!“ cried Ames.
„It’s the law of time!“ retortcd Phillips.
„And that big fellow–“
„Is your ancestor!“
Shuddering, Ames holstered his pistol. „Fall back!“ he ordered his men. They paused only to lift their dead, and retreated toward the ship. Ames looked back. The big leader had stopped, and stood, leaning on his club, staring stupidly after Ames.



Erstveröffentlichung in "Planet Comics" #8, August 1940, Verlag Fiction House (defunkt)

Sonntag, 28. Oktober 2018

Im Zwielicht

Die Stimme erklärt das Universum. das Universum ist flach, schwarz-weiß, voller Grautöne. Es wird Dich überraschen, und irgendwann wirst Du Farbe sehen.
Du siehst TV, du isst TV. Du bist TV.
Aber wer hat die Hand an der Fernbedienung?
"Es gibt eine fünfte Dimension, jenseits derer, die dem Menschen bekannt ist. Es ist eine Dimension so groß wie der Raum und so zeitlos wie die Unendlichkeit."

"Es ist der Mittelweg zwischen Licht und Schatten, zwischen Wissenschaft und Aberglauben, und es liegt zwischen der Grube der menschlichen Ängste und dem Gipfel seines Wissens.

"Dies ist die Dimension der Vorstellungskraft. "

Vorspann/Prolog der TV-Anthologie "The Twilight Zone" (1959).

Montag, 22. Oktober 2018

Pulp :: Die Verlorene Welt der Zeit! [1]



LOST WORLD OF TIME


Caught in a terrific time-warp. Capt. Dexter Ames and his gallant spare-ship crew turn their ray-rifles on the shaggy Hun-hordes of Attila.


By LIN DAVIES

CAPTAIN DEXTER AMES, biting his lip, stood spraddle-legged in the control cabin of the space ship Discoverer, facing his chief engineer. Beside him, pale of face, the second in command of the Earth expedition, little Doctor Phillips, ran a trembling hand over his brow.
„You are sure.” Ames asked Engineer Morgan, „that our motors must be repaired before we can try to return to Earth.“
The engineer nodded. „The pirate’s blasting shells wrecked our batteries. We can reach a planet by careful use of the motors, and if the atmosphere is favorable we can soon make repairs.“
Ames nodded. „Give us what speed you can.“ Another nod dismissed the engineer, and Ames turned to Phillips. The little scientist was already poring over the stellar chart. He looked up suddenly.
„This is strange,” he exclaimed „The chart is vague about this corner of the heavens. But the asteroid Medona lies yonder.“
„Let us make for it, then.“ Ames spoke through the tube, and heard Morgan’s grunt. He gave the course to the helmsman, and the space ship swung, awkwardly, like a crippled thing, on her new course.
As it hurtled through space a strange feeling came over Ames. Halfway to Medona, he began to sense a mystery in their surroundings. He was pacing the deck when the lookout cried out in alarm. „Planet ahead, Sir!”
„It isn’t Medona, sir,” stammmered the lookout, stupified. It’s Earth!“
„Earth!” repeated Ames. „Why, man, Earth is two million miles away!”
For answer the lookout stepped away from the great telescope, and Ames took his place. He took one look, gasped, and shouted to Morgan. „Reduce speed!”
Phillips ran up. Ames waved him to the telescope. The scientist squinted through the great quartzite lenses, and his jaw fell.
„Earth!” he muttered.
„Are we all drunk, Doctor?“ asked Ames, smiling for the benefit of the terrified lookout. Panic would sweep the ship, he knew, if this evidence of some strange doom were to be followed by similar disclosures.
Phillips was blinking rapidly, thinking hard. „Ames“, he said solemly, „can you stand a shock?“
„Try me.“ grinned Ames. He winked at Phillips, indicating that the lookout should not hear.
Phillips lowered his voice, but the lowered tones could not hide his excitement. „It is Earth, Ames, but not the Earth of our time! It is Earth of some other day! We have slipped past a time-warp!“

AMES nodded slowly, his eyes widening. „So that’s it!“ He glanced ahead where the planet was still invisible to the naked eye. „What time period, then?”
„Ah, that we’ll know when we land,“ countered Phillips. „If,“ he added hopefully, „we are to land.“
They swept down to see a vast range of mountains, snow-peaked. The Alps, Phillips thought. They turned south, and found the land stretching away in a plain, cut by winding rivers. They swept lower, and could make out a vast army, moving southward.
„There are beasts, and men,“ murmured Phillips.
„An army“ prompted Ames.
Phillips nodded.
„No need to land among them. Ames declared. „We’ll go farther south.“
„But as they cruised, more armed columns appeared. Then they saw the first sign of pitched battle. The army streaming south was overwhelming the defenders of the land. They swept still farther south, and Ames gave the order to land.
The Discoverer slid to a landing in a flat valley, where a bright sun gleamed on white walls. A fort lay at the far end of the valley, and scattered houses dotted the ground near them.
„Italy!“ cried Phillips. „The Roman Empire!“ added Ames. He ordered a landing party to arm. The great doors rolled back, and he stepped forth from the hull of the Discoverer. Behind him came Gunner Hatch and twenty Earth-men armed with ray-rifles. They moved to a well-paved road, and cautiously moved toward the town under the fort’s walls.
Suddenly from a declivity in the land a javelin whistled. It struck Ames’ helmet, and glanced off. The Earth-men raised their rifles.
„Don’t fire!” Ames warned. He raised his voice, first in English, then in Latin, the tongue of the old Romans. „Ho! We come in friendship!“
Instantly a head appeared above the stonework. Sun glinted on a bronze helmet of the sort that Cesar’s Centurions wore. „Speak, if you are a friend!“ the strange officer growled.
Hatch muttered a warning. But Ames stepped forward alone. He saw the centurion was supported by a mere score of soldiers, all in the helmet and breastplate of the old Romans. Short swords and spears and shields were their armament.
„Who attacks you?” asked Ames.
The centurion growled. and his men muttered in astonishment. „All the world knows,” cried the centurion, „that Attila the Hun rides on Rome.“
Then Ames knew. This was the time into which the Discoverer had flown!

„LET us aid you against Attila,“ he urged.
The centurion looked doubtfully at the space ship. „You are demons?” he asked at last.
„Not we,“ Ames assured him. He made no effort to explain the magic of flight to this grizzled veteran ol old Rome. „Where is the Hun advance guard?“
„Not more than a league away,” responded the centurion. He pointed. „They will march into sight in one turn of the hour-glass. We cannot hope to hold the valley but we must fight to the last.”
„Then,“ decided Ames, „we shall help you.” He wheeled and shouted orders to Morgan to begin repairs.
The Romans marveled as more men poured out of the great hull and began to bore into the motor compartment. In an hour the sound of trumpets was heard. The centurion was looking askance at Ames, as if to remind him of his promise.
Ames pointed to his men. „Let us march ahead,“ he proposed. „We will meet Attila’s scouts.“
The centurion nodded. „Let there be no treachery,” he warned darkly.
Ames nodded, gave a command, and the twenty men of the Earth of the new day set out to battle for the Earth of an ancient century. They met Attila’s advance in full view of the fort and town.

FIRST came shaggy ponies, carrying bearded giants in helmets crowned with cow’s horns. They spurred when they sighted the little party. The Earth-men waited, undismayed by marveling at the long swords high in air, and listening to the wild cries. The Huns charged.
The ray-rifles spoke. The Huns tumbled from their saddles, five, ten at a time. Twenty fell as if struck with one blow. The rearmost Hun pulled up. They retreated.
„By Jove!“ cried the centurion when he had run up. „You fight like demons, whoever you may be!“ He embraced Ames. „The Emperor will surely make you a prince. Look! – the commander is coming to give you thanks!“
Sure enough, a glittering procession was issuing from the fort. But at that moment Morgan came up. „Repairs are made, sir,” he said simply.
So Ames turned with regret to the centurion. „We must go.“
„How now? Go?“ the centurion was offended.
„It is duty,“ Ames explained.
„Oho! That is another thing,“ the centurion admitted. And he stepped aside to permit Ames and his men to embark once again for Earth.



Erstveröffentlichung in "Planet Comics" #7, Juli 1940, Verlag Fiction House (defunkt)

Sonntag, 21. Oktober 2018

Zu den äußeren Grenzen

Und plötzlich hat das weiße Rauschen ein Ende. Eine Stimme aus dem Off, kühl, berechnend, unsympathisch:
"Es ist nichts falsch mit Ihrem Fernseher. Versuchen Sie nicht, das Bild anzupassen. Wir kontrollieren die Übertragung."
"Wenn wir es lauter machen wollen, werden wir die Lautstärke erhöhen. Wenn wir es leiser machen wollen, werden wir es auf ein Flüstern einstellen."
"Wir werden die Horizontale kontrollieren. Wir werden die Vertikale kontrollieren. Wir können das Bild rollen, es flattern lassen. Wir können den Fokus auf eine weiche Unschärfe umstellen oder auf kristalline Klarheit schärfen."
"Für die nächste Stunde, setzen Sie sich ruhig hin und wir werden alles kontrollieren, was Sie sehen und hören. Wir wiederholen: Es ist nichts falsch mit Ihrem Fernseher."
"Sie sind dabei, an einem großen Abenteuer teilzunehmen. Sie sind dabei, die Ehrfurcht und das Geheimnis zu erfahren, die vom inneren Geist bis zu den äußeren Grenzen reichen."

Vorspann/Prolog der TV-Anthologie "Outer Limits" (1963).
Unheimlich, gell?
Wie wäre es, wenn Dein Handy Dich plötzlich so anreden würde?

Samstag, 20. Oktober 2018

Fanboy :: Alte Welten

Im Goldenen Zeitalter der populären Unterhaltungsliteratur mit all seinen Hochglanz- und Pulp-Magazinen erfreute sich ein ganz spezielles Subgenre der Science Fantasy großer Beliebtheit, das man heutzutage als Schwert & Planet (Sword & Planet) kennzeichnen würde: die vielleicht reinste und gesündeste Form eskapistischer Fiktion, die je ersonnen wurde. In diesen Jahren wurde eine Unmenge von Novellen verfasst, die phantastische Abenteuer auf anderen Welten zum Thema hatten. Weltraumromantik im eigentlichen Sinne des Wortes , aber dennoch werden diese Geschichten nicht der eigentlichen Science Fiction zugeordnet, sondern der Fantasy; die fremden Welten dienen für den von der Erde stammenden Protagonisten nur als exotischer Hintergrund, und selbst die Ureinwohner jener fremden Welten sind in den meisten Fällen von „normalen“ Menschen kaum zu unterscheiden...

So fängt ein Artikel an, den ich während einiger Jahre zu meinem dunklen Selbstvergnügen zusammengestellt habe. Es hat etwas befreiendes und befriedigendes, über Abenteuer auf anderen Planeten zu lesen. Kolonialromanzen ohne den Rassismus: einen echten Kerl scheint es nicht zu stören, wenn die schöne Marsprinzessin scharlachrote Haut hat und Eier legt. (Respekt, Mr. Carter!) Es ist vielleicht nicht verwunderlich, dass selbst unter den Esoterikern es einige gibt, die ihr Heil auf fremden Welten suchen, jenseits des drögen Alltags und der Kleinlichkeit ihrer Mitmenschen. Leider sind auch diese alten Welten entzaubert werden, genau wie Mutter Erde hat man ihnen den Schleier des Mysteriums heruntergerissen und nur noch der Intellekt, kühl und unsympathisch, betrachtet den Himmel mit neidischen Augen. Derweil ich also die skurrilen und höchst fragwürdigen pulpabenteuer von Captain Dexter Ames vor mir herschiebe und mich frage, was für Leute diese diabolischen Piraten vom Neptun wohl waren, mit denen er es momentan zu tun hat, lese ich in zwei feinen Anthologien, die von den honorigen Altfans George R.R. Martin und Gardner Dozois herausgegeben wurden: Old Mars und Old Venus.
Und ich wünsche mir, es gäbe auch noch eine Anthologie Old Neptune. Vielleicht wäre sie nicht so amüsant geworden wie die vorliegenden - immerhin, Neptun gilt als Seelenplanet und kommt auch irgendwie immer ein wenig neurotisch rüber mit seinem Gerede von Mystik und Geheimnissen. Wahrscheinlich wäre auch nicht eine vollkommen neue Story von Michael Moorcock enthalten, in der er eine seiner alten Serien wieder aufgreift, wie in Old Mars. Aber ich bräuchte mir nichts zu überlegen, was es mit diesen Piraten vom Neptun auf sich hat. Wenn es nach mir geht, hätten sie das Schiff von Dexter Ames mit dem "Kriechenden Tod" angegriffen... oder es wären Haimenschen gewesen, oder eines von den Halbwesen, die die sagenhafte Hohlwelt unterhalb des halbgefrorenen Neptunmeeres heimsucht... grüne Zwerge von Xalan, oder philosophische Fledermausmenschen, die in den von inzwischen ausgestorbenen Titanenameisen gebohrten Tunneln hausen... sadistische Wissenschafter des Landes Noom...

Das wäre ein Alter Neptun, der interessanter wäre als dieser öde Eisriese, der beständig von einer dichten Decke kalter anästhetischer Gase umweht wird...

Schön, wenn man nur solche Probleme hat...

Montag, 15. Oktober 2018

Pulp :: Raumpiraten des Neptun!



THE STAR PIRATES


Homeward-bound with his vital secret of Sun control, Captain Dexter Ames of the Space-Ship Discoverer runs into pirate trouble!


By LIN DAVIES

YES, there were three specks in the stratosphere, far off to the right. The quartzite lenses did not lie. Captain Dexter Ames of the Earth-ship Discoverer drew hack from the squat telescope with worry furrowing his forehead.
Three space ships! Where did they come from? Were they friends or enemies of the exploring craft hurrying home wilh fateful news? He pressed a button to summon his second in command, and in a moment Doctor Phillips was at his side.
„What is it, Captain?”
Ames focused the telescope and gestured. „Take a look.“
The little scientist squinted through the space-revealing tube and exclaimed in alarm. „What are they?“
„They’re not Earth-ships,” said Ames grimly.
„Perhaps they’re Inter-Planet patrol craft,“ suggested the doctor hopefully.
Ames shook his head. „They don’t cruise in threes.“
The little doctor glanced worriedly about him, as though seeking the cause of their trouble. His eyes fell on the great figure sprawled upon a bench in the wing of the control cabin. Ames, too, glanced that way, his eyes running over the ten-foot giant. and suddenly his eyes gleamed.
„I’ve got an idea, Doc!“ He gestured to the helmet, made of metallic coils, on the doctor’s head. „Let’s show the Prince the ships in the scope, and you test his thought-reaction!“
The doctor rubbed his hands. Quickly he led their amiable guest-hostage, the Prince of Alpha Astra, to the glass. The big fellow stared while the doctor fiddled with the tubes of his though-transference helmet. When the giant straightened there was a glitter of hostility in his eyes that made Ames’ pulse beat faster.
The doctor’s eyes were halfclosed, his lips parted as he strained to catch the drift of the giant’s thoughts. Then, „Ames! Ames!“ he cried excitedly. „I’ve got it! The Prince identifies – apparently with some doubt in his mind – those ships as pirates from Neptune!“
„Pirates!” whistled Ames. „We’ve had no word of pirates in these parts!“
The doctor pushed the helmet of his wrinkled brow. „You think they’ll attack us?“
Ames shook his head. „Don’t know. But they certainly will if they’ve any idea how much they could win by blasting us to dust.“ He turned to the speaking tube and his voice roared with clear command „Attention! Battle stations!“

THROUGH the listening tube came the sounds of quick movements, a swishing of soft-soled shoes on metal decks in the far recesses of the ship. Then came the responses. „Guns ready, sir!“ That was Chief Gunner Hatch’s clipped quick voice. „Engine-room standing by, sir,“ Chief Engineer Morgan drawled down in the bowels of the motor-room. Behind the captain a door popped open and the communications man poked his head out. „The board’s dead, sir, but we’re trying.”
The captain nodded. „Watch it carefully. Try to tune in on the Neptune band, and report instantly if the three ships off the starboard bow try to speak to us.“
„Three ships, sir!“ The communications man’s eyes popped wide. „Yes, sir!“ He vanished.
Ames watched the gunners in the shoulders of the control cabin at their job of ranging the big proton guns on the tiny targets ahead, calculating speed, debating projectile types. At the scope the little doctor fidgeted. „They’re bigger, Captain. You’d better take a look.“
Ames took one look and nodded to Doctor Phillips. „We’re in for it. Those are the Neptune pirates.“
The doctor paled. But he nodded matter-of-factly. „Perhaps we have the speed of them.“
Ames compressed his lips. „I doubt it. The Discoverer was built for a long cruise, not for fighting. However –“
He paced the bridge. The next few minutes might spell their safety or doom. Everything depended he fought his ship. Could he give the pirates the slip, or, failing that, trounce them in battle? It was three to one and those Neptune craft looked like war craft.
They came up fast, flying at a tangent that would put them on his starboard quarter. But no – they were crawling up, showing a speed that made the Discoverer look like a cripple. Ames barked into the speaking tube. „Morgan! Are you getting all the speed you can?“
Back came the answer, „The last gasp, Chief!“
The lean space-devils loomed larger. Ames could make out the ports where the muzzles of proton guns gleamed. Suddenly the leading ship fired.
Ames slammed the elevators hard down, and the Discoverer dived. As the great space ship slipped out of her course a dull boom sounded through her length, and she shivered. Ahead, a bright glow appeared. A shot across the bows – a warning to heave to!
Gunner Hatch’s voice sounded eager and quick. „We have the range, sir!“
„Not yet,” warned Ames. „Don’t fire. When you do, take that leading ship first.“

HE FLUNG the Discoverer of her course, seeking to elude the pirate trio. But the move gained only a few seconds. When he scanned the rearward air again, the third pirate ship had crept up on one side. „Hatch!“ he shouted. „Take that one – to port!“
„Aye, sir!“ And the port sternchaser spoke with a stunning concussion. Staggering, the pirate ship fell off, and Ames heard the gunners cheer. But in the next instant a crashing blow struck the Discoverer, hurling Ames to the deck, where he lay senseless.
He knew nothing of the motors’ futile thrumming as the Discoverer, her rudders jammed by the hit, swung into a giddy circle. Or of how the two unhurt pirate ships, matching the Discoverer’s speed, came alongside. He roused to see, dimly, the port and starboard bulkheads crashing in under the fire of the pirates’ protons, and a swarm of lean-faced hot-eyed Neptune men pouring through the breaches.
Four of them rushed into the control room, herding little Doctor Phillips before them. The leader surveyed the spacious control room.
„We can use her,“ he jeered in slurred Earth-language. „for cargo. And as for you–“ he jabbcd Ames with a ray pistol, „–you and your people will slave in our laboratories.” He gestured to the guards, and Ames and Phillips were jostled aft, into the half-empty cargo hold. The bulkhead slammed, and quiet fell in the big chamber.
Ames rubbed his throbbing head, and looked about him. The whole crew was gathered here, despair on their faces. In one corner sat the giant Prince, broodingly fingering a great gash on his forehead; evidently he had been stunned belore he was captured.
The ship rolled, and Ames knew that the course had been changed. The realization stirred him to frantic thought. „Once we’re on Neptune, we won’t have a chance,“ he told himself. „No, if we ever make the break, it must be now.“
But below him was a metal deck. Walls and ceiling were just as impregnable, and as for the door – he shook his head.
Then he sighted the giant again. Those broad shoulders –
Ames jumped to his feet. „Men!“ he cried. „Let’s try a break! If we can force that door, it’ll be split-second work to capture the prize crew. Are you ready?“
Morgan gave Ames an odd look, glancing sidewise at the ponderous door. But Hatch was on his feet. Ames tapped the giant on the shoulder. „It’s up to you. Prince.”
The giant of the First Star shook his head at the unfamiliar words. But his eyes gleamed when Ames rammed his shoulder at the door and then stood back. In a flash the ten-footer was on his feet. His first thrust made the stout door tremble, while he caromed off it as if he had been a cork on water. But his second try cracked a hinge, and the crew gave a suppressed yell. On the third plunge the giant Prince laid the door flat.
And over his sprawled body the Discoverer’s crew raced. In two minutes the ship was safe from stem to stern, with the prize crew of surly Neptune men in irons.
„Well, Doc!“ cried Ames. „Earth’s alliance with Alpha Astra is working already. Hey, Prince?“
The ten-foot Prince of the First Star grinned understandingly.


Erstveröffentlichung in "Planet Comics" #6, Juni 1940, Verlag Fiction House (defunkt)

Montag, 8. Oktober 2018

Pulp :: Echsenmenschen des Ersten Sternes! [2]



SLAVE OF THE LIZARD-MEN


Ravaged by quakes and floods, Earth send Captain Dexter Ames through outer space to discover the mysterious secret of Sun-control.


By DON VARICK

CAPTAIN DEXTER AMES, guiding the spaceship Discoverer out of gloomy canyon walls for a survey of the mystery planet Alpha Astra, wheeled eagerly when Doctor Phillips, his second in command, sputtered in amazement as he stared groundward through the powerful, squat telescope in the wing of the control cabin.
„Well, Doc?“
„There! Down there – among the Lizard-Men!“ stuttered the little scientist, staring.
„What!“ exclaimed Ames. „More of the scaly devils? Like the ones we fought off in the canyon?“
„Yes, yes,“ snapped the doctor. „But that’s not all!“ He fidgeted at the scope. „There he is! A giant, Captain, a giant!“
„A what?“
The bald little doctor danced a jig about the scope. „See for yourself! An amazing fellow! He might be an Earth-man like us, but for his size.“
„Sure the light hasn’t fooled you?“ asked Ames, stepping to the scope as Chief Gunner Hatch took over the controls.
„No! The Lizard-Men are all around him, rearing up to their six feet. You can judge his height hy them!“
It was so, Ames saw. Down on the level plain a horde of the scaly green Lizard-Men swarmed about a great plattform. And chained to the middle of the platform was the doctor’s giant.
Ames’ eyes sparkled. „A giant!“ he cried. „There’s other life, then, on the oldest star of them all! A giant! Perhaps it’s his people who know the secret of Sun-control – his people who just now are touching off quakes and floods on Earth!“
„If we can rescue him,“ the doctor began. „and take him aboard–“
„We’ll rescue him, all right,“ snapped Ames. „Our ray-guns can take care of those Lizard-Men. We proved that in the canyon.“


Samstag, 6. Oktober 2018

Fanboy :: Der kriechende Tod!


Ja, glubschäugiger Pirat vom Mars, es wird Dich erwischen, und deine gerechte Strafe dich ereilen! Er-ei-len...

Unter den vergessenen Meistern des Goldenen Zeitalters ist wohl keiner, der dem Grotesken, dem Hässlichen und Schrecklichen so nahestand wie Basil Wolverton. Und dies mit einem Lächeln. Ein entspannter Herr, der zeitgleich und mit dem gleichen unverwechselbaren Stil ("Spaghetti & Meatballs") die unheimlichsten Horrorstories der 50er illustrierte und in MAD und anderen Magazinen dieser Sorte Bild- und Wortwitz einer einmaligen, anders grotesken Weise veröffentlichte.


Montag, 1. Oktober 2018

Pulp :: Echsenmenschen des Ersten Sternes! [1]


THE LIZARD-MEN OF ALPHA ASTRA

Piloted by Capt. Dexter Ames, 21,000 A.D. outward-space Columbus, the rocket-ship lands on the mystery-planet of Astra, only to be overwhelmed by the rodent-faced Lizard Men.


By LIN DAVIES

CAPTAIN DEXTER AMES caught his breath. The swirling vapors, miles in depth, had blown clear, and through the magnifying transparent shield of the space ship’s control room he could see the feared mystery planet straight ahead. He turned exultantly to the white-haired man beside him.
„There she is, Doctor! Just where the Observatory plotted her!”
Doctor Phillips smiled wistfully. „And you think we can succeed in finding the secret of Alpha Astra’s control over the Sun?“
Ames clapped a hand affectionately on the older man’s shoulder. „I hope so, for all our sakes.“ There was meaning in his voice, and unconsciously his gaze shifted to the slim figure of the girl who stood a few paces away; staring at the strange newly-discovered Alpha Astra, First of the Stars.
„There may be great danger ahead – dangers that we of Earth have never known,“ Dr. Phillips reminded the captain.
„We’ll have to take our chances,“ said Ames soberly.
The doctor turned to join Ames in an avid survey of the great star, whose form grew in size – even though the space ship was coasting through the heavens. Now that they were getting close, young Captain Ames wished that Cara Phillips, the doctor’s daughter, was back on Earth, for the landing on Alpha Astra bade fair to be a memorable one.
He sounded the alert. „Stations!“ he called through the control tube. „Prepare to land!“
As he adjusted his ray pistol the girl moved to his side. „Good luck, Captain“
„And to you, Cara,“ Ames rejoined. „Stay with the ship.“
She nodded, her eyes troubled. Then Ames turned and took the controls himself for the landing. He shot the rocket ship into a narrow but straight canyon and set her down with hardly a jar.


Samstag, 20. Mai 2017

Der Weltraum... unendlich und breit


Der Geist ist wie eine Pflanze - er wächst, wenn er begossen wird. Nein, kein Loblied auf den Alkohol. Die besten Ideen habe ich meistens, wenn ich im Regen wandere. Die hohe Kunst der Prokrastination, manchmal kommen solche Sachen auch, wenn man an gar nichts denken will, also während einer typischen 8-Stunden-Schicht, wenn der Wahnsinn an die Zimmerwände hämmert oder sich in der integralen Struktur der Programme widerspiegelt, mit denen man arbeiten muss. Hatte vor ein paar Tagen im Keller gekramt, um zu sehen, ob ich in den letzten 40 Jahren nicht doch mehr Science Fiction geschrieben habe, als das, an was ich mich erinnere. Ich dachte, so aus Gag wäre es doch witzig, eine von den ganz üblen Sachen aus meiner Kindheit mal schnell in einem vernünftigen Stil rauszurotzen. RetroSF im Stil der 30er Jahre! Photonenpistolen und heulende Zyklotrone! Sozusagen ein Abstecher in die Embryonalphase meiner Pulpwelten. Ach ja, jetzt weiß ich wieder, warum ich mich an manche Sachen nicht mehr erinnere. Captain Galaxo! Commander Dorrow! Powerrak! Was habe ich damals eigentlich gemacht? Anscheinend war ich ein großer Fan von Raumschiff Enterprise, Captain Future und Perry Rhodan. Achja, und Goldorak. Superroboter machen alles besser.

Regenidee 942:
Wenn Du mal nichts besseres zu tun hast, junger Jedi
  • RetroSF im Stil der 30er Jahre. Und wenn Du das wirklich schreibst, dann wie ein Autor aus der Zeit.
  • Vergiss alles andere. Vergiss Captain Galaxo. Klau bei Dir selber was besseres.

Richtig. Da unten im Keller liegt noch mehr. Und ich musste natürlich mich gleich hinsetzen und ein Exposé für eine Retro-SF-Serie hinhauen, die es sich gewaschen hat. Und die ich wahrscheinlich nie schreiben werde. Sonne macht dumm - Regen übermütig.

Sonntag, 14. Mai 2017

Sunday Pin-up

Irgendwann endet die Reise ins Mysterium, und geht über in das komplett Phantastische. Götter gegen Außerirdische! Die Schwarze Galaxis! Der Lebende Planet! Zu diesem Zeitpunkt wurde die ursprüngliche Serie nach ihrem Helden umbenannt und hieß schlicht 'THOR'.
Ein Detail aus "The Mighty Thor" No.132
"Thor" und "Asgard" visualisiert by Jack Kirby, © by Marvel Comics. 
Als Repost und Korrektur von HIER

Montag, 30. Juni 2014

Einen auf lau...

Zu den großen Freuden des Internets gehört es, mal wieder über eine Seite zu stolpern, auf der allgemeinfreie Texte oder Romane angeboten werden. Warum auch immer war ich auf der Suche nach einer bestimmten abgefahrenen Kurzgeschichte von einem Herren namens Otis Albert Kline, der in der Historie als der Fictioneer auftaucht, der Achtungserfolge damit erzielt, dass er immer genau das selbe schrieb wie Edgar Rice Burroughs.
Schrieb ERB etwas über einen Dschungelherren, schrieb Kline etwas ähnliches. Schrieb ERB etwas über Abenteuer auf dem Mars... genau.
Ich glaube, mit seinen Venus-Romanen (die die langweiligsten sind) hat sich ERB an Kline gerächt. Da hat er ihn abgekupfert.
Aber diese Kurzgeschichte, die ich gesucht habe... "The Man from the Moon"... wo man endlich lernt, dass die Chinesen eigentlich vom Mond kommen (Himmelssöhne, verstehste?)... abgefahren...

Montag, 23. Juni 2014

Pyropunk Revisited


Eine kurze Stippvisite im 20. Jahrhundert...

"Pyropunk", um es einmal vorwegzunehmen, und um die Fragen zu beantworten, die immer wieder auftauchen, wenn ich kryptisch diesen Namen nenne und hämisch vor mich hinkichere, bezeichnet eine Reihe von Novellen und Geschichten um eine Gruppe Hamburger Musiker, Hacker und anderer Versager, die ich beginnend mit der Mitte der 80er Jahre zu meinem Vergnügen, und dem einiger Freunde verfasst habe. Seitdem nie wieder veröffentlicht oder nachgedruckt! Eine unverschämte Mixtur aus SF, Urbaner Fantasy und Agentendrama, gewürzt mit einer Prise Surrealismus und Commedia dell'Arte.

Unverschämt vor allem deswegen, weil es nichts anderes als einen Versuch darstellte, eine Art deutschen "Jerry Cornelius" zu kreieren, was sich glücklicherweise schnell selbstständig machte und einen ganz anderen Drive bekam. Heavy Stuff, Baby.

Und die Pyropunks - der quecksilberhafte Karl Edwyn Rothner, der melancholische Ästhet Mark Leandrowsky, der stets breite Werner Pargsen und der finstere, aber gutmütige Jimi Matota, sowie ihr stets griesgrämiger Militärberater Oberst Contable (heute: Captain Frakes) inkarnierten auch nach dem Abschluss der letzten Geschichte immer wieder mal in einer Ecke meines eigenen kleinen Multiversums. Nomaden der Zeitströme und so...

Ein stures und renitentes Pack, wie die Norddeutschen halt so sind, sind sie auch nicht totzukriegen und kommen immer wieder in unbewachten Momenten an und wollen, dass ich neue Abenteuer von ihnen dokumentiere. Nie wieder veröffentlicht oder nachgedruckt!


Samstag, 14. Juni 2014

Mehr Goldorak

Es gibt keine Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft. Es sind nur die Gedanken des Nerds, die wandern. Und das Goldene Zeitalter ist zehn, oder jedes andere, in dem man sich das erste Mal für etwas so richtig begeistert. Den jungen Kollegen ist es jetzt vielleicht peinlich, dass sie sich mal für Pokemon oder die Power Rangers oder andere fragwürdige Trivialitäten begeistert haben, die aus Japan kommen, aber wenn auch sie die ersten grauen Haare auf dem Rücken haben, wer weiß, ob dann nicht der tödliche Nostalgiekick einsetzt - verhehrender als ein Speedball Cocktail. Und von da aus kommt man schnell zu dem wirklich harten Stoff...

Und es ist etwas bestrickend schlichtes und somit wahrhaftiges an den apokalyptischen Visionen unser Jugend. Wer braucht Religion, wenn man eine eklektische Mythologie direkt ins Wohnzimmer bekommt? Warum meditieren über den Kampf von Gut und Böse, wenn es Godzilla vs. King Kong gibt? Engel, Propheten oder Geister? Wir hatten Daikaiju, den japanischen Captain Future und Super Robots. Und ist nicht etwas bestrickend schlichtes und somit wahrhaftiges an einer Welt, in der Riesenmonster die moderne Zivilisation bedrohen oder ein junger Mensch am Steuerknüppel eines Riesenroboters die unschuldigen retten kann, ein Monster pro Woche? Man brauch nicht zynisch zu sein, um zu sehen, welche Art von Welt hier entschleiert wird. Man kann sie interpretieren oder dekonstruieren, es sind Ideen oder Bilder, die Archetypen sind, gewaltig, ewig, unverwüstlich. Jedenfalls, solange es noch jemanden gibt, der sich für ihre schlichte Schönheit begeistern kann. Riesenmonster! Super Roboter! Selbst die Robots in Disguise... egal, wie dämlich eine neue Version eines solchen Archetypen sein mag, die Idee dahinter, na, da kann man nichts gegen sagen. Gäbe es sonst immer wieder einen Reboot?

Ich hatte mich ja bereits zuvor ausgelassen über den alten Gefährten meiner Kindheit, UFO Robot Grendizer, in der zivilisierten Welt besser bekannt als Goldraker oder Goldorak, eine Gestalt, die mich faszinierte, obwohl ich eigentlich überhaupt nicht wusste, worum es ging. Riesenroboter aus dem Weltraum? Glaubt mir, im Goldenen Zeitalter von zehn reicht das schon, um sich zu begeistern. Schlimmer waren nur noch Anzeigen und Werbungen in amerikanischen Comics, die ich damals in die Finger bekam für andere rätselhafte Super Robots wie "Mazinger" oder "Shogun Warriors". und es gab irgendwann tatsächlich einmal ein Godzillacomic von Marvel, in dem SHIELD einen Riesenroboter namens "Red Ronin" auf den König der Monster ansetzte. Das wäre doch mal etwas für einen Nerdgasmus, wenn es das Wort damals schon gegeben hätte.

Nun, ich will es auch nicht übertreiben. Aber gerade eben hat mir ein Freund einen Link geschickt für einen deutschsprachigen Film mit UFO Robot Grendizer bei YouTube. Schribbelige Anime der 70er Jahre, in der Art des japanischen Captain Future. Kann eigentlich nur schrecklich sein. Aber die Idee an sich...

Nun, man ist nie zu alt für so 'nen Scheiß.

Repost :: Goldorak

Ich gebe es zu: Ich bin ein Nerd. Ich begeistere mich für Dinge, die kein vernünftiger Mensch cool findet. Und ich mache mir Gedanken um Sachen, die wahrscheinlich vollkommen irrelevant sind, statt mich um Dinge zu kümmern, die wahrscheinlich wichtiger sind. Tief in meinem Herzen bin ich – hinter all den Warzen und grauen Haaren – immer noch ein Fanboy.

Positiv gesehen kann ich mich immer noch für Dinge begeistern, ohne in die lethargische Stasis des Alters abzurutschen. Und ich merke mir den ganzen Mist auch noch, je esoterischer desto besser. (Und ich rede hier nicht von Hermetica – sondern von den wirklich esoterischen Dingen, die nur Eingeweihte zu schätzen wissen: Die Trivia des Trivialen, Gimmicks, Gadgets, Eastereggs, der ganze glorreiche und lächerliche Kram, der aus dem Auge der Allgemeinheit schon längst verschwunden ist.)

Als ich ein kleiner Junge war, liebte ich Goldorak. Wer ist Goldorak? Kein Schwein kennt Goldorak. Selbst ich konnte eigentlich nie sagen, wer Goldorak war.

Mein Auge fiel auf ihn während der alljährlichen Sommerferientouren durch Frankreich mit meinen Eltern, und entzündete kindliche Besitzgier. Mindestens einen Sommer lang muss ich meine Eltern jeden Tag stundenlang in den Ohren mit Goldorak gelegen haben. (Sicherlich versicherte ich ihnen auch in den höchsten Tönen, wie cool Goldorak war, wenn ich das Wort ‚cool’ damals schon gekannt hätte.) Damals waren meine Sammlerinstinkte noch nicht ausgeprägt, und von der kulturellen Qualität des Objektes meiner Begierde waren meine Eltern sicherlich auch nicht so überzeugt. Heute, da ich selber Kinder habe, kann ich das gut nachvollziehen. Aber wie alle Eltern gaben auch meine irgendwann nach, damit man seine Ruhe hatte und kaufte dem Sprössling den Scheiß.

Ich kann nicht sagen, dass mich der Besitz einer 40 cm großen Plastikfigur mit relativ schwacher Beweglichkeit zum Besseren verändert hat. Immerhin konnte man die Schulterstücke herausziehen und in der grob perforierten Faust zu einer Art Doppelhacke zusammenstecken.

Und dass Goldorak ziemlich steif dastand, war auch erklärlich, schließlich handelte es sich ja um einen Roboter, oder so etwas ähnliches, der eine schwache Ähnlichkeit mit einem Samurai hatte. Um das Rätsel zu lösen, besorgte ich mir zusätzlich ein auf schlechtes Papier gedrucktes Heft mit ungewöhnlich großflächigen, simplifizierten Zeichnungen, die mich weitgehend aufklärten, dass es sich nicht nur um einen Roboter, sondern um einen von einem Piloten gesteuerten Riesenroboter handelte. Und Außerirdische. Mal etwas anderes als der ziselierte Ligne Claire-Stil, den ich bisher von franco-belgischen Comics wie Tim und Struppi kannte. Nicht, dass ich ein Wort von diesem französischen Exemplar eines der ersten in Europa erscheinenden Mangas verstanden hätte. Ich sagte ja: wirklich esoterische Dinge.

Ich denke, Goldorak ging den Weg allen Fleisches, bzw. den typischen Gang, den auch meine erste Comicsammlung gehen musste. Ich wurde zu alt für den Scheiss. Oder meine Eltern erklärten mir, dass ich zu alt für den Scheiss wäre und legten mir nahe, den Kram schnell beim nächsten Flohmarkt zu versilbern, sonst würde er bald die Mülltonne zieren, da er eh so wertlos sei.

Die Ironie, und eine Lektion an Eltern überall auf der Welt: Würde man seine alten Comics behalten und erst im Alter versilbern, könnte man davon bequem die Studiengebühren bezahlen. Und Goldorak hab ich gestern Nacht bei eBay wieder gesehen. So um die 70 € sollte er kosten. Einen Augenblick war ich wirklich in Versuchung.

Aber so ein großer Nerd bin ich dann doch nicht.

Montag, 28. April 2014

Flash Fiction :: Krieg im Himmel

Seit über zwei Millionen Jahren tobt ein Krieg im Herzen der Milchstraße. Während all der Zeit hat es nie einen Moment des Friedens gegeben, nur kurze der Momente der Ruhe zwischen zwei Schlachten. Sobald eine der zahllosen Fronten, die über Raum und Zeit verstreut sind, still zu stehen drohte, trat der Konflikt in eine neue Phase, und alles begann von neuem.

Spionage und Gegenspionage sind eben sooft eingesetzte Waffen in diesem Krieg wie das Brüllen der Strahlenwaffen, die Planeten zertrümmerten. Und Jahr für Jahr, Jahrhundert für Jahrhundert, breitet sich der Konflikt weiter aus. Von Planet zu Planet wird der Keim der Unrast weitergetragen, mit dem schlangenhaften Zischeln des Gerüchtes und dem schweren Tritt von Soldatenstiefeln, und erfasst immer mehr Unbeteiligte.

Was einst nur einige Sterne im Herzen der Galaxis betraf, hat sich längst wie eine ansteckende Krankheit entlang der Spiralarme ausgebreitet und tief in die Herzen der Sternhaufen gefressen, ja, hat inzwischen sogar die abgelegenen Sterne des galaktischen Randes erreicht. Und selbst die Bewohner der Welten, die diese Kunde noch nicht erreicht hat, erahnen sie fast, wenn sie den Nachthimmel betrachten oder in die Unendlichkeit des Raumes lauschen: Leuchtende Blumen farbigen Gases erblühen in der Finsternis, wo Planeten verglühen; erregte Stimmen zwitschern auf allen Bändern des elektromagnetischen Spektrums, bevor sie abrupt ersterben, und da sind Sterne, wo vorher keine waren.

Es ist wahr, der Krieg ist überall.

(gefunden in einer Datei mit dem Titel "Nexus", was eigentlich ein ganz anderer Roman war, den ich noch nicht eingescannt habe... Seltsam und seltsamer...)