Posts mit dem Label shortcuts werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label shortcuts werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 30. Dezember 2024

Zusammenfassung 2024-12-30

"Im Dezember 2024 verschmolzen Realität und Fantasie zu einer surrealen Collage: Eine düstere Legende aus den Werken Robert E. Howards wurde in die pulsierende Moderne katapultiert, wo Nebelschwaden dunkler Geheimnisse sich mit der grellen Künstlichkeit von Großstadtlichtern vermischten. Gleichzeitig schwang die Erinnerung an ferne Inselträume mit – eine Utopie zwischen sanften Küsten und frivoler Freiheit, die von italienischer Eleganz und britischem Understatement getragen wurde. Die Songs dieser Zeit erzählten von Widersprüchen: ein Mann auf einer kleinen Insel, der die besten Seiten zweier Welten genießt, während ironische Melodien und unterschwellige Andeutungen die Grenzen zwischen Sehnsucht und Spott verwischten. Zwischen einem "gentle shore" und "Sailing to Utopia" entstand eine Hymne der Freiheit und des Genusses, in der Orte und Menschen zu Symbolen einer hedonistischen Dualität wurden. Parallel dazu wurden Essays über Ägypten, Geheimnisse und die uralte Weisheit der Wüste umgeschrieben, mit einem hypnotischen Fokus auf verschüttete Mythen und die Magie vergessener Zeiten. Diese Texte und Lieder verbanden sich zu einem Mosaik aus Sinnlichkeit, Mystik und kritischer Reflektion – ein Kaleidoskop aus Schatten, Licht und ironischem Sehnsuchtslachen."

Aus der monatlichen Zusammenfassung der Arbeitsspeicher 

Sonntag, 3. November 2024

Zusammenfassung 2024-11-03

"Im Hintergrund zieht der schwarze Hund des Todes seine Spur, ein Symbol der Vergänglichkeit, das die Zivilisationen heimsucht. Wie eine Schattenfigur erscheint er, ewig auf der Jagd nach unserer Angst vor dem Unausweichlichen. Wir sehen uns selbst in ihm, die Hülle unserer Kulturen, die Ruinen unserer großen Ideen. Die Pyramiden stehen, aber ihre Bedeutung ist längst in den Sand vergraben. Was war einst Stolz und Macht, ist nun ein stummer Vorwurf an eine Menschheit, die nicht lernt, nur besitzt, nicht bewahrt, nur beansprucht."

Aus der monatlichen Zusammenfassung der Arbeitsspeicher

Freitag, 12. Juni 2020

Werkstattbericht 2020-06-12



Herzliche Grüße von der Nordseeküste, aus den mythischen Gefilden von Zollern am Meer, gleich hinter Geilhausen und ganz kurz vor Wilhelmshaven. Bitte jetzt auf die Bremse treten, sonst landet ihr im Meer. Ich habe es schon lange aufgegeben, über das Wetter und andere Dinge nachzudenken, die inzwischen nicht mehr berechenbar sind und der Logik eines Paralleluniversums unterliegen. Wenden wir uns anderen Dingen zu, bei denen uns kein anderer in die Suppe spucken kann.



#R.I.P.Department

Anscheinend ist noch einer der "Helden" meiner Jugend gestorben, der Autor so legendärer Comics wie "GreenLantern/Green Arrow", "The Shadow" und der Neuausgabe von "The Question" (damals die am besten geschriebene Serie... "ZEN oder die Kunst, ein Superheld zu sein"...). Ladies und Gentlemen, Mr. Dennis O'Neil...



#mediaporn

Eigentlich wollte ich mal so nebenbei das Layout und die inhaltliche Organisation dieses und der anderen Blogs modernisieren, damit es ein bisschen übersichtlicher und leichter wird. Leider scheint zeitgleich Blogger seiner Useroberfläche dem GoogleStandard angepasst zu haben, und ehrlich gesagt habe ich wenig Lust, mich jetzt erstmal in die Gebrauchsanweisung zu versenken, damit ich die Funktionen finde, die früher einfach und übersichtlich an einem Ort versammeln waren.
Nur noch Icons, und sogar einige, die ich noch nie gesehen habe.
Sieht ja nett aus, aber...
Aber "nett" heisst soviel wie "leckmich" in Schöndeutsch.

P.S. Hat sich eigentlich schon mal jemand gewundert, wenn das Icon für "Speichern" eine Floppy Disk ist? Ist das nicht irgendwie paradox?



#superweird #zitatderwoche
"Lha" bedeutet auf tibetisch "überlegener Körper" oder "Energiekörper". Nach den Konzepten der tibetischen Medizin und Astrologie befindet sich zwischen dem physischen Körper und dem Geist der Lha-Körper, der sich wie eine Körperkopie, ein Schatten oder eine Reflexion des physischen Körpers entwickelt. Daher wird es subtiler oder Energiekörper genannt. Es kann mit bloßem Auge kaum gesehen werden.

#heraldiksoftcore #cirksenapress

Freitag, 22. Mai 2020

Werkstattbericht 2020-05-21



Herzliche Grüße von der Nordseeküste, aus den mythischen Gefilden von Zollern am Meer, in strahlendem Sonnenschein und strahlender Laune. Es sind jetzt fast drei Wochen her seit dem Tag der Arbeit und somit dem Tag, an dem wir hier unser alltägliches Geschäft wieder aufgenommen haben. Lohnt sich nicht für einen Newsletter, reicht aber für einen Blogeintrag. Versprochen, sobald ich die ganzen Preise abgesahnt habe und wieder vom Schreiben alleine leben kann, mache ich auch einen coolen Newsletter wie Warren Ellis, damit wenigstens einmal pro Woche was Spannendes in der InBox landet.


Datencheck:
Momentan in der Bearbeitung (Dinge, die aktuell ganz oben auf dem Stapel liegen, die anderen sachen ignorieren wir bis zum nächsten Check)
  1. Projekt ROADHOUSE - Rock'n'Roll Novelle, basierend auf Cut-Ups, der Biographie von Jim Morrison und den Werken von J.G.Ballard, vor allem The Atrocity Exhibition.
  2. Projekt ZAUBERFLÖTE - SF-Stück, basierend auf Cut-Ups wie HIER
  3. Projekt THUNDERSTRUCK - Wahrscheinlich das haarsträubenste Projekt, das ich trotz wieder besseres Wissen angenommen habe - eine Novelle in englischer Sprache für einen amerikanischen Kleinverlag, den ich sehr schätze. Über einen halbvergessenen Pulphelden der 40er Jahre! Fanboy Madness! (Ich bin mir nicht sicher, ob ich momentan schon etwas darüber erzählen darf, aber wenn, dann. Momentan bin ich vor allem noch dabei, gründlichst alle Aspekte der Figur zu recherchieren, damit er unverkennbar bleibt. Woof!)
Realitätscheck:
Eine Woche sind vergangen, hier bei uns sind immer noch keine marsianischen Tripods oder andere Anzeichen der Neuen Weltordnung zu sehen. Enttäuschend. Wieder Beschiss, so wie die letzten elf Mal.
Moment... elf? 11? Elf zu Elf? Fabelwesenficken?
Oder sind es schon wieder die Smegma-Sammler vom Sirius?

Wie gesagt, es ist ein strahlend schöner Tag.
Am besten einfach wieder hinlegen...



Sonntag, 3. Mai 2020

Amadeus auf der Flußwelt (?)

Die Rückkehr der legendären Nonsense-Cut-Up Postings unter Einbeziehung relevanter Suchbegriffe (manchmal), demnächst als Pop-Novelle in meinem Bücherschrank!


Das Papier der japanischen Stellwände war mit stylisierten Wellen aus oranger Tusche bemalt, mit goldenen Kämmen, die in sattes Mitternachtsblau ausbluteten. „Guten Abend,“ sagte der bleiche Mann, nachdem er die Tür hinter sich geschlossen hatte, „man sagt mir, Sie wünschen mich zu sprechen.“
„Wir wünschen in ihren Selbstmordklub einzutreten,“ versetzte Hiram Kobalt. Amadeus und er hatten nach einer halben Stunde Warten Platz genommen und stumm die Einrichtung betrachtet. Ihnen war bewusst, dass überall verborgene Sichtlöcher und Spiegel waren, aus denen man sie beobachtete.
Der Präsident rollte, statt zu antworten, seine Zigarre im Munde herum. Für einen kurzen Augenblick wurde das glitzernde feuchte rote Fleisch inmitten der Finsternis sichtbar; die Zigarre ein Tentakel, an dessen Ende rot ein Auge pulsierte.
„Was ist das?“, fragte es höflich.
„Entschuldigen Sie,“ entgegnete Hiram, „aber ich glaube, Sie können darüber am besten Auskunft geben.“
„Ich?“ rief der Präsident. „Ein Selbstmordklub? Das ist ein Scherz, oder? Beim Wein lasse ich mir solchen Spaß gefallen, – aber was soll das hier?“
„Der Selbstmord des Universums,“ sagte Hiram, „Sie wissen, worum es geht, und wir wollen uns ihnen anschließen.“

Samstag, 2. Mai 2020

Werkstattbericht 2020-05-01



Herzliche Grüße von der Nordseeküste, aus den mythischen Gefilden von Zollern am Meer, wo wir gerade eben den Tag der Arbeit so richtig zünftig gefeiert haben.Nein, war nur Spaß. Tatsächlich hat es ein wenig gehagelt, deswegen sind wohl alle zu Hause geblieben und haben wahrscheinlich in manchen Fällen sogar gearbeitet. Ich fürchte, es ist etwas still geworden im Äther, und wirklich Interessantes scheint es auch kaum noch zu geben. Früher... ja, früher... da war Bloggen eine richtige Kultsache, heutzutage sehen wir atemlos den verwackelten Handyvideos von Leuten beim Toastessen zu.

Helden des Alltags, Helden der Arbeit. Und da es nichts Langweiligeres gibt, als Leuten zuzusehen, die noch dümmer als man selber ist, oder es vielleicht sogar solchen Leuten nachzumachen, habe ich - weil ich inzwischen weise und erwachsen bin (*kicher*) - in letzter Zeit die Klappe gehalten. Bringt ja doch nichts. 2020 sollte ein großes Jahr werden, und nun...

Und mit dem unheimlichen Timing, die man mir in meinem Illuminaten-Basistraining beigebracht hat, hatte ich das Jahr schon sinnvoll verplant, bevor der böse Coronamann aus China kam und Pustelblumen säte. Erstaunlicherweise habe ich in den ersten drei Monaten des Jahres alle Projekte und Manuskripte noch einmal angeschaut und Präferenzen gesetzt, und dann alles mit einem Seidenband zusammengeschnürt und beschlossen, beginnend mit dem 01.04.2020 vorerst keine neuen Sachen anzufangen, sondern brutalstmöglich die vorliegenden Fälle zu bearbeiten.

Da hängt jetzt eine fette weiße Tafel am Bücherregal, die bunten Zettelchen an der Pinnwand habe ich als erstes entsorgt. Feste Regeln, feste Zeiten, erstaunlich, was man da alles schafft. Und nicht Neues mehr, Brüder und Schwestern, erstmal das Fundament reparieren. (Soviel auch zu den Anfragen wegen neuer Publikationen von Nemed House und Mirkruna Press.

Ich bin da ganz hart...

...ja, und momentan arbeite ich für einen englischsprachigen Verlag an einer Novelle über einen Public Domain Charakter, weil mich auf Facebook ein Bekannter angesprochen hat. Und ich blogge wieder. Wahrscheinlich kommen auch noch andere alte Sachen wieder zum Vorschein.

Sag mal, wie war das eigentlich Amadeus und seiner Flußwelt..?

Dienstag, 26. Dezember 2017

Shortcuts 2017-12-25


Es ist wieder an der Zeit, ein paar Seiten aus dem Notizbuch zu reissen, oder darüber nachzudenken, ob es sich lohnt, sie ins nächste Jahr mitzunehmen... [Und Werbung... ein Haufen Werbung. Aber es ist schon nach Weihnachten, also ist es okay...]



Von mehreren Titeln mit den Hits (und Fehlschüssen) der letzten 35 Jahre "Spekulative Fiktion" (ist sie das nicht immer), ist inzwischen "Verlorene Welten" veröffentlicht, aber bislang noch nicht in den internationalen Buchhandel gelangt; dies wahrscheinlich dann wenn die anderen Titel gedruckt wurden.
Insgesamt eine schicke kleine Sammlung von ungewöhnlichen und merkwürdigen Geschichten - alte Bekannte, vergessene Freunde und Auson Mazant, der Ewige Held. Ein bischen Nostalgie für Terra Fantasy. Und ein neuer Besuch in Pegana. Denn: Pegana ist die Beste.

Verlorene Welten

Sonntag, 26. November 2017

Werkstattbericht 2017-11-26



Hallo von der Nordwestküste des Jadebusens.
Normalerweise grüße ich aus Zollern am Meer, aber das ist leider nur ein mythisches Gefilde; ein Name, der nie verwendet wurde... man könnte auch sagen, eine Idee, die sich nicht durchgesetzt hat.
Zollern am Meer ist nie entstanden, es ist ein Ort, den es nur in einem besser geschriebenen Paralleluniversum als diesem gibt, eine halbmythische Stadt wie Tanelorn, Lankhmar oder Brigadoon. Die graue Realität sieht anders aus, eine dieser typischen norddeutschen Hafenstädte, irgendwie grau, irgendwie schmuddelig, kein übler Ort, aber die Sonne scheint manchmal nur in der Nacht.
Immerhin, Jadebusen klingt ja ganz interessant. Meine Freunde aus dem Reich der Mitte versichern mir, dass "Jade" immer etwas Erhabenes und Wertvolles ist. Konfuzius hat da ein paar schöne Worte für gefunden. Ein "Jadebusen" ist also ein besonders erhabener oder schön geformter Busen.
Das ist doch schon mal was.

Donnerstag, 7. September 2017

Werkstattbericht 2017-09-07



Wie aus gut unterrichteten Quellen zu hören ist, ist inzwischen "Digital Burnout" ein großes Thema, und am meisten brennen die Menschen momentan die sozialen Medien durch. Also, warum nicht wieder bloggen, oder ganz steinzeitlich, ein Egozine raushauen? Ist es nicht großartig, im 21. Jahrhundert zu leben? Wir können die komplizierteste Technik aller Zeiten nutzen, aber wir können es auch sein lassen. Freiheit!
Und ja, ich habe auch keine Lust, Alibipostings zu veröffentlichen. Warum nicht mal ein nichtssagendes, aber interessantes Photo*?

* Immer Photo, immer Phantasie. Es sieht einfach besser aus**. Geheimnisvoll. Romantisch.
** Ich bleibe dabei, ein versales "ß" ist einfach nur eine dumme Idee.

Mittwoch, 16. August 2017

Werkstattbericht 2017-07/08-19


Herzliche Grüße von der Nordseeküste, aus den mythischen Gefilden von Zollern am Meer, aus den letzten Tagen des Sommers, oder wie man hier sagt 'dem irgendwie herbstlichen Schmuddeltagen'. Die vielen interessanten Dinge der letzten Wochen haben meinen Aufenthalt in den weiten Welten des weltweiten Webs etwas kurzgehalten, und ich bin froh, dass ich niemandem wie Warren Ellis einen regelmäßigen Newsletter versprochen habe. Die enttäuschten großen Augen all der Milliarden von Lesern hätte ich nicht ertragen. Andererseits, leider bin ich auch nicht Warren Ellis, es sei denn, ich schaffe es doch noch eine Zeitmaschine zu bauen und ihn zu ersetzen, bevor er bekannt wird. Dann müsste ich allerdings auch trotz Grippe oder Alkoholvergiftzungen, oder womit er sich auch immer sonst die Zeit vertreibt, jede Woche einen wohlformulierten Newsletter zusammenschustern, der irgendwie Sinn macht. Welch ein Glück. Da bin ich freier. Dies hier muss keinen Sinn machen. Nur irgendwie amüsant.



Thema der Woche
Alte Bücher, alte Texte, Diebstahl oder Rettung aus der Anonymität der Public Domain?
"EDITION RETRODOMAIN" läuft langsam an, aber ich werde hier darauf nicht rumreiten. Ein kleines, unschuldiges Seitenprojekt, mit dem ich vor Jahren angefangen habe und das dieses Jahr seine Früchte tragen wird.
Andere Autoren habe ich dafür nicht begeistern kennen. (Vielleicht wissen sie mehr als ich? Näääh...)
Außer Peter Stohl.
Peter Stohl ist ein besserer Mensch als ich. Und fleißiger.
Wenn die Retrodomaine wenigstens dafür sorgt, dass mehr Texte von ihm veröffentlicht werden, hat es sich schon gelohnt.



Zitate der Woche
"Und wie in der materiellen, so auch in der geistigen Produktion. Die geistigen Erzeugnisse der einzelnen Nationen werden Gemeingut. Die nationale Einseitigkeit und Beschränktheit wird mehr und mehr unmöglich, und aus den vielen nationalen und lokalen Literaturen bildet sich eine Weltliteratur.“ (Karl Marx und Friedrich Engels, "Manifest der Kommunistischen Partei")

"Stephen Oppenheimer in The Origins of the British shows evidence that there was no genocide of ancient Britons by either Celtic or Anglo-Saxon incomers. Genetic sampling shows that 75-95 per cent of the pre-1950 population came from neolithic Iberians who walked here after the last glaciation receded and we were joined to the continent. We are, most of us, descendants of the elves and witches. When you see a photo of a drunken, tattooed yob vomiting in the gutters of San Antonio, watched by a spaced-out chick in a weird hat capering about with a spliff in one hand and bottle of sangria in the other, it’s not decadence, merely modern British elf and witch doing their midsummer solstice thing." (Robert Carver, "Magic mushrooms and the roots of witchcraft")

"Besonders der Charakter des Pierrot, der in den Darbietungen der commedia weniger als aktiv Handelnder denn als vom Geschehen isolierter, gewitzter Kommentator agierte, avancierte dabei zu einer Identifikationsfigur für die Künstler der Boheme. Verträumt und sensibel, minunter auch mit makabren Zügen, erschien Pierror als Innbegriff des modernen Lebensgefühles und blieb zugleich ein sozialer Außenseiter." (Barbara Martin, "Zwischen Verklärung und Verführung: Die Frau in der französischen Plakatkunst des späten 19. Jahrhunderts")



Irgendwo im Datenspeicher:

yanacu huema nahibita cume chipaliqe oquoye iribobi?


Ein Zitat aus einer inzwischen vergessenen amerikanischen Sprache, das ich unheimlich witzig fand, obwohl ich danach eigentlich nur gesucht habe, um Hintergrunddetails für eine  Kurzgeschichte um Randolph Carters okkulten Mentor Harley Warren zu sammeln. Abgesehen, dass kein Mensch weiß, wie man es ausspricht, sollte man es auch nicht. Obwohl es sich bei manchen Situationen anbieten würde.


Soundtreck bei Nacht

Donnerstag, 20. April 2017

Shortcuts 2017-04-20

Abt. Zitat der Woche
"From here, the Nineties look like the bloody Enlightenment. Back then, we were just a hungover post-imperial nation that was expected only to fuck, take drugs, make art and dance really badly. Now, the fight for the future is on."
Warren Ellis,  Always A Mad Rush - Orbital Operations 9 Apr 17



Abt. Verdammte Bücher
Beim Durchblättern ganz alter "Phantom Stranger"-Comics - wie immer auf der Suche nach Trivia und Ideen, um meine Mitmenschen zu plagen - stolperte ich über die kurze Erwähnung eines weiteren dieser schätzenswerten "verdammten" Bücher, das so genannte "Ebontome". Nicht schlecht, dachte ich. "ebon" von "ebony", also Eibenholz, im Sinne von "dunkel, schwarz", seit dem 16. Jahrhundert belegt + "tome", ein Band eines mehrteiligen Werkes, im Sinne von "ein großes Buch" auch seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Also, "Das Große, Schwarze Buch"... geht einem auf jeden Fall viel leichter von der Zunge als das Nekronomoni... Nekumonikrumm... Kommorum?



Momentan macht der Trailer für den neuen "Thor"-Film die Runde, und allüberall klappen die Kinnladen runter.
Wäre es vielleicht Zeit, die alte Sitte des "Kirby Thorsday" wiederaufleben zu lassen?
>>> Archiv



Abt. Fundstück der Woche
A great friend of mine who rarely came to the Lilas came over to the table and sat down, and just then as my friend was ordering a drink from Emile the gaunt man in the cape with the tall woman passed us on the sidewalk. His glance drifted toward the table and then away.

“That’s Hilaire Belloc,” I said to my friend. “Ford was here this afternoon and cut him dead.”

“Don’t be a silly ass,” my friend said. “That’s Aleister Crowley, the diabolist. He’s supposed to be the wickedest man in the world.”

“Sorry,” I said. 

ERNEST HEMINGWAY, A Moveable Feast

Sonntag, 26. Februar 2017

Werkstattbericht 2017-02-26



"Jorge Luis Borges’ well-known quip on metaphysics being a branch of fantastic literature... requires that the converse be true – fantastic literature and science fiction are the pop metaphysics (or the “mythophysics”) of our time."
Zitat der Woche, elegant gestohlen aus dem letzten Newsletter von Warren Ellis. Die einzige Post, die mich momentan aufheitert.
Sie wird von meinem Mailprogramm als "potentiell gefährlich" eingestuft. Ich hoffe es...
Die Flut an Bestellbestätigungen für potenzsteigernde Mittel, Fernfriseure und Kreditkarten mit auffälligen Namen hält mein Mailprogramm hingegen für normal.
Was sagt uns das über den Zustand unserer Welt?
Vielleicht mal wieder an der Zeit, eine andere Parallele auszuprobieren.
Der nächste Stapel mythophysischer Literatur liegt schon griffbereit.



Momentan auf meinem Schreibtisch:

Gerade gelesen:
Kim Newman: Anno Dracula 1899 and other Stories
Simon R. Green: Live and Let Drood
Brian Lumley: The Taint and other Novellas
Michael Moorcock: Entropie-Tango

Nochmal gelesen:
Michael Moorcock: Das Cornelius-Rezept
Philip José Farmer: Das echte Log von Phileas Fogg

(Für die dreihundert Kindle-eBooks und Comics, die ich täglich verbrauche, muss ich mir wohl noch mal was anderes einfallen lassen...)



Momentan auf dem Arbeitsspeicher:

"Liebeszauber und Zauberliebe", umfangreiches Manuskript auf der Basis eines Sachbuches von 1910, irgendwann zwischen 2010 und gestern Abend ergänzt und kommentiert.
"Zarathustra im Fegefeuer", die lang angedrohte Buchversion der besten (und verrücktesten) Artikel des wundervollen Printmagazins "Schwert & Stab"

Und dann noch drei Sachen, die ich in der Öffentlichkeit nicht auszusprechen wage. Also kriegen sie coole Codenamen.

Projekt Leamington:  Ausgabe #2 hat bis zum 1.März Abgabeschluss und wird zum Frühlingsäquinoktium veröffentlicht.
Projekt Reiherberg: Ausgabe #1 ist weitesgehend vorbereitet, ein Veröffentlichungstermin steht aber noch nicht fest.
Projekt Mayfair: Das nächste große Ding, wirklich, und wunderbar entspannt angelegt, so dass alle Recherchen und Planungen unaufdringlich im Hintergrund laufen.



Halten wir den Werkstattbericht auch diesmal kurz.
Solange ich sowas nicht regelmäßig als Newsletter verschicke, mit einem schnieken Namen, am besten noch mit einem gajolen Logo, bin ich erst mal froh, überhaupt etwas in der Werkstatt zu finden, was im virtuellen Raum gut und wichtig aussieht.

Nachtmusick:
"RADIO SCHIZO kommen fast aus dem Nichts (Berlin)" (musicreviews.de)
Ich habe Berlin schon immer so empfunden.

Mittwoch, 31. August 2016

Werkstattbericht 2016-08-31


Herzliche Grüße von der Nordseeküste, aus den mythischen Gefilden von Zollern am Meer, wo  das Wetter innerhalb von einer Woche den ganzen Jahreszeitenzyklus durchläuft und der Meeresgott genauso ratlos blickt wie ein Eichhörnchen, dem gerade die Nuss in den Kanal gefallen ist... nur wahre Geschichten, liebe Leser, nur wahre Geschichten. Fransenohrige Katzen, die missmutig von den Fensterbänken der alten Marinebauten starren... Tomatenbäume, die Körperhöhe erreichen und lethargisch in der sanften Brise mit einem Dutzend kleiner grüner Weihnachtskugeln protzen, die wahrscheinlich zum Genuss nicht geeignet wären... dies ist der Sommer, finde Dich damit ab. Heute fließt der Schweiß, vielleicht gefriert er schon morgen an der Fensterscheibe...

Glorreich!

Bevor es gleich losgeht zu einer spätsommerlichen Exkursion in eine Bingestadt im Erzgebirge (der alljährliche Geschäftsurlaub) eine Rückmeldung an all die, die in den letzten Wochen hier hereingeschaut haben und sich gewundert haben, warum "3rd Mind :: Keine Fahne, kein Signet, kein Gesicht" immer noch oben stand und ob dies vielleicht ein dezenter Hinweis sein soll... nein, tut es nicht, wir haben immer noch ein Gesicht, auch ein Signet gibt es schon seit langem, und eine Fahne habe ich inzwischen auch schon gebastelt.
Es fehlt nur noch das Placet, das Fiat, das "Jetztisabergenug!" unter den verschiedenen Projekten, an denen viele fleißige Menschen seit unübersehbarer Zeit basteln. Auch dies etwas, was mit ein wenig Glück (und dem Segen Baphomets - oder einer guten Flasche Whisky) sich während des Urlaubs klären sollte.



Zitat des Monats:
"Jede Theorie des Bewusstseins muss in der Lage sein zu erklären, warum eine Person, der 90 Prozent ihrer Gehirnzellen fehlen, immer noch normales Verhalten zeigt."




"Um Teil des Zeitgeistes zu sein, bürgerte es sich schnell ein, „Neuigkeiten“, d.h. neuen Hybriden altbekannter Materialien „postmoderne“ Namen zu verpassen, die irgendwie schnell, stromlinienförmig und aktuell klangen. So wurde aus Rock’n’Roll „Rave“, aus Science Fiction „Cyberpunk“, aus Okkultismus und Spiritualität „New Age“ und „Esoterik“, größtenteils ohne die Ideen, die dahinter stehen, ganz zu erfassen, zu verbessern und auf ein neues, höheres Niveau zu heben."

Wie die Kollegen von Mirkruna Press bestätigen, kündigt sich ein Revival an, und es ist ein Revival von etwas, das vor langen langen Jahren zwei wütende junge Männer in der Hansestadt Hamburg angezettelt haben. Damals mit den spartanischen Mitteln einer Zeit, die glücklicherweise fast vergessen ist. Die geilste Dekade? So reden nur diejenigen, die zu jung sind, sich daran zu erinnern. Ich kann mich nicht einmal entscheiden, welches das geilste Jahrhundert war, in dem ich gelebt habe....
Und ich erinnere mich noch an alles, Herr Doktor!

Aber glücklicherweise gibt es immer noch zwei wütende (nicht mehr ganz so junge) Männer, die gewisse Dinge richtigstellen möchten. Der Krieg gegen den Schlaf der Vernunft hört niemals auf...



Nachtmusick:
Track 3 auf "Sex & Death" (erstaunlicherweise 'The War Against Sleep')




Freitag, 10. Juni 2016

Werkstattbericht 2016-06-10



Herzliche Grüße von der Nordseeküste, aus den mythischen Gefilden von Zollern am Meer, nur kurz hinter dem Blanken Hans, einen Gruß weit entfernt von den Sieben Seelanden, wo man lieber tot ist als ein Sklav' und immer noch das hochherrschaftliche Wappen des Jungfrauenadlers zu finden ist. Es ist wahr! Meine Freunde, die Friesen, sind die wahren Söhne der Harpyie. Diesem Symbol für den Nordwind jedoch die stattliche Oberweite zu zensieren, ist eine moderne Idee, oder wie Nietzsche sagen würde, eine falsche Idee. Das ist doch mal ein unglaublich prätentiöser Anfang für etwas ganz Unprätentiöses:
Der wöchentliche Statusupdate.



Abgeschlossen:
Die Litaneien des Untergangs (5.400 Wörter) , Kurzgeschichte aus der Arullu-Serie, eine komplett umgearbeitete und erweiterte Neufassung der 3. Geschichte aus dieser Serie, die je geschrieben wurde [1984]. Etwas komplexer und stylisierter, als eigentlich geplant war. Das Geschnitze am Satzbau hat dabei mindestens genauso viel Material abgeworfen, die anderen Verwendungszwecken zugeführt werden können - die Bonus-Tracks dieser Single. Außerdem: Easter Eggs. Für den, der sie finden kann.
Haben sich die 32 Jahre Redaktion gelohnt? Man wird sehen.
Eine Zwischenversion des Anfanges findet der geduldige Leser HIER.

Bonus-Track:
"Es heißt, für die Zauberer von Arullu, diesem letzten Kontinent der Menschheit, haben die Hölle und selbst der Himmel ihren Schrecken verloren. Sie haben sich alle Geister des Firmamentes und der Elemente, auf der Erde und unter der Erde, untertan gemacht, und verachten die Götter der Menschen. Denn sie wissen, dass selbst der mächtigste unter ihnen nur ein Staubkorn in der Unendlichkeit des Universums ist; so wie die sterbende Erde, die sie bewohnen – ein kurzer Missklang in der ewigen Harmonie der Sphären, der noch vor der letzten Kadenz verklingen wird. Zu fürchten, so heißt es bei ihnen, sei nur die Furcht selbst, denn Furcht ist Versagen, wie es ihr heiligstes Buch lehrt.
Demjenigen, der keine Furcht kennt, sind keine Grenzen gesetzt, und so sind jene Hexer von Arullu vielleicht die mächtigsten Zauberer, die der Planet Erde je gekannt hat. Die eher zahmen Lehren ihrer Ahnen und Meister haben sie überwunden und wirken eine fremdartige Magie, die sie den Intelligenzen der bleichen Monde des Saturn abgerungen haben. Grimoires von den Leichen toter Welten benutzen sie, eine Million Jahre alt und für die Sinnesorgane des materiellen Universums nicht wahrnehmbar, und Zaubersprüche aus gefalteten Dimensionen, mit denen man erschreckende Perspektiven der Wirklichkeit bereisen konnte, die gewöhnliche Seelen in den Wahnsinn treiben würden – das Unmögliche ist ihnen längst gewöhnlich geworden, und da ist kein Gesetz mehr. Mitleidlos haben sie es überschrieben, die mächtigen Zauberer; sie bewerten nichts, und sind sich nur noch selbst gerecht."




Auf dem Schreibtisch:
(...tatsächlich seit unserem Umzug...)
(...und eigentlich unter dem Schreibtisch...)
German Pulp... das was man früher Groschenhefte nannte. Eine stattliche Sammlung, im Laufe der Zeit wegen Platzgründen extrem zusammengeschmolzen. Aber einiges wirft man einfach nicht weg. Hölle, die Mythor-Serie bewahre ich schon seit Jahrzehnten in eigenen Schmuckkästlein auf.
Alte Hefte von der besten Ehefrau von allen...
Und ganz alte Hefte von meinem Vater. Der hat wohl auch als junger Mensch eine leichte Vorliebe für Trash gehabt.
Tempus fugit, aber nicht ganz.



Soundtreck des Tages:
Highway 61 Revisited [Vinyl LP]
Und heute Abend krame ich mal in den ganzen CDs von Musikern, die es nie in den öffentlichen Handel geschafft haben.
So richtig independent. Was bin ich für ein Schelm.

Freitag, 3. Juni 2016

Werkstattbericht 2016-06-03




Herzliche Grüße von der Nordseeküste, aus den mythischen Gefilden von Zollern am Meer, wo das Wetter innerhalb von wenigen Tagen (oder Stunden) immer wieder neue interessante Einblicke in den Klimawandel offenbart. Zu meinem Geburtstag hat es noch geschneit, momentan stehen große Teile des Niederrheins unter Wasser und schwimmen davon, während man in meinem Studio am besten nur Bermudashorts tragen sollte, und man sich überlegen könnte, ob man sich einen eigenen Sandstrand für später in der Nacht zulegen sollte. Der Friese an sich bevorzugt herbes Bier, aber von der Stimmung her sieht es momentan eher aus nach bunten Getränken mit merkwürdigen Schirmchen.
Ah, Tempus fugit!
(Nehmen wir das als Wort des Tages. Ein Five-Letter-Word, das man mal so zwischen durch mit Verve und Ironie einwerfen kann, Dude...)



Sinnloses Trivia des Tages:
Habe heute morgen zum Wachwerden eine Binderune entworfen und aus ihr das (erste) Runen-Vévè gemacht.
Demnächst auf diesem Kanal: Anglo-friesisches Runen-Voodoo!
Nimm das, Flowers!



Revolution!
Zitat des Tages.
"Our computers rock harder than yours."

So wie sich das Wetter wandelt und die Zeit verfliegt, verfliegen auch die Termine und sind voller Wandel und Schrecken. Ende April saß ich noch mit einem eiskalten Caipirinha in der Küche und tat so, als ob ich mit der besten Gastautorin aller Zeiten eine Nemed House-Redaktionssitzung zelebriere, und kurz danach habe ich schon das volle Manuskript auf dem Tisch. Die Flasche Caipirinha ist immer noch halbvoll, das werde ich wohl erst heute ändern.
Wie Warren Ellis bin ich inzwischen dazu übergegangen, allen Projekten Codenamen zuzuordnen, wie beim Militär oder Geheimdienst, vor allem auch, weil man sich selbst ja auch mal überraschen will, aus welcher dunklen Gasse das nächste Meisterwerk herausspaziert.



Momentan auf meinem Schreibtisch:
Außer den anderen verdächtigen... (ich muss mal meine Karteikärtchen sortieren...)
Projekt "Belle du jour" - eine Anthologie, die wir vor einiger Zeit einfach mal so als eBook raushauen wollten, das aber langsam anfängt, nach immer mehr Gehirn und Umfang zu stöhnen, so wie ein Zombie in einer Modelshow. - momentan in Redaktion.
Projekt "Jungfrauenadler" - was ganz bizarres, das aber in unglaublich kurzer Zeit die Vorbereitungszeit hinter sich gelassen hat und bereits die Flügel spreizt.

(Ehrlich gesagt klingt dies alles vage bedrohlich und bedrohlich vage. Ob solche konspirativen Ankündigungen von echten Terroristen auch zusammengetippt werden...?  Der Fachmann wundert sich...)

Projekt "Lahmfinger" - ist genau das, nach was es aussieht. Der stete Kampf des Künstlers gegen den Perfektionismus. Logophobie, Hebephrenie, die neueste Single von Black Sabbath. Manchmal haste echt lahme Finger. Du solltest den Rest der halben Flasche Caipirinha schlörfen.
Ja, Meister.
Arullu wartet, und die malvenfarbene Zone.



Soundtreck des Tages:
Sun God: "Erzulie" (wegen dem hervorragenden Refrain an Yemaya).
Kein Link, kein Video - kaufen, ihr Nasen.

Majik! Majik!






Freitag, 15. April 2016

Werkstattbericht 2016-04-15


Herzliche Grüße von der Nordseeküste, aus den mythischen Gefilden von Zollern am Meer, wo der Wind uns daran erinnert, dass der April der grausamste aller Monate ist. Das Jahr hat sich noch nicht entschieden, was es werden will, und die Sturmriesen in den oberen Schichten der Athmosphäre treiben graue Wolken vor sich her, die es ab und zu wagen, einen eisigen Nieselregen von sich zu geben. Oder auch nicht. Das perfekte Wetter, um sich hinter dem Schreibtisch zu verstecken und in die düsteren Zeiten zu blicken, die hinter uns liegen.



Während des Umzuges hatte ich das Vergnügen, gefühlt eine Tonne Druckwerke zu einem großen Haufen aufzuschichten - zum ersten Mal seit acht (?) Jahren alle Bücher und Hefte an einem Ort, darunter auch meine alte Comicsammlung, die in den letzten Jahren in Bananenkisten schlummerte und von besseren Zeiten träumte. Leider alles vollkommen durcheinander, und man hat auch nicht wirklich die Zeit, alles zu ordnen so wie man es gerne hätte.

Freitag, 1. April 2016

Werkstattbericht 2016-04-01



Herzliche Grüße von der Nordseeküste, aus den mythischen Gefilden von Zollern am Meer, wo die Geister alter friesischer Häuptlinge und Grafen hinter den roten Backsteinbauten hervorlugen oder in den Fetzen des Frühnebels aus den Gräben steigen. Eine erste kurze Nachricht aus dem frisch eingerichteten Atelier. Die Luft ist besser geworden, ebenso die Infrastruktur. Wir haben jetzt inzwischen sogar warmes Wasser, und einen Geschirrspüler, der in einem durchläuft.
Eine kurze Epoche des Ab- und Aufbauens, des Abschlusses; das eine gewinnt man, das andere verliert man.
Ich beginne jetzt eine latente Umstrukturierung der Arbeits- und Verarbeitungsprozesse, mal sehen ob wir auf das Niveau vergangener Jahre wieder zurückkehren können.



"Inhaber von Kreditkarten russischer Kreditinstitute werden gebeten, die Gültigkeit Ihrer Karte im Ausland sicherzustellen. Ist dies nicht der Fall, ist eine andere Kreditkarte zur Zahlung vorzulegen."
Fand ich unheimlich lustig beim Mieten eines Umzugwagens. Der eine oder andere Kollege wird da sicherlich auch herzlich lachen.



Sinnlose Trivia des Tages:
"Ra's al Ghul", der moderne Fu Manchu-Ersatz, der einzig wirklich interessante Gegner Batmans, der nicht im Goldenen Zeitalter der Comics ersonnen wurde - das orientalische Genie (aber nicht allzu oriental, um niemanden zu beleidigen); das "Haupt des Dämons", der im ersten Nolan-Film von Liam Neeson und in der gelungenen Ersatz-Batman-TV-Serie "Arrow" von wechselnden Personen verkörpert wurde, ist tatsächlich der vollständige arabische Name des "Teufelssternes" Algol.
Soviel ist einfach herauszufinden, steht überall.
Algol ist ein veränderlicher Doppelstern im Sternbild Perseus. Perseus, der Batman Superheld der Antike ist vor allem bekannt für sein fliegendes Pferd Pegasus, und dass er die Gorgone Medusa enthauptete. Auf antiken Sternkarten stellt Algol diesen alles versteinernden Kopf dar. Das Haupt des Dämons = das Haupt der Medusa.
Das wäre doch mal ein Thema für den Smalltalk auf der nächsten Dinnerparty...



Das wäre heute erst einmal eine eher kurze Wortmeldung, ohne tiefen Einblick, aber das muss auch mal sein.
Ich muss mich hier an der Tastatur erst wieder einleben und die Prozesse optimieren, was wie immer vor allem heißt, den Strom der Gedanken und Assoziationen nicht aufzustauen, sondern vor sich hin plätschern zu lassen.
Irgendwie füllen sich die Staubecken. Mal sehen, ob die Deiche halten.

Sonntag, 4. Oktober 2015

Werkstattbericht 2015-10-04



Früher hat irgendein apostater Wanderbischof mich einmal "die Maschine" genannt, wegen des schnellen und verlässlichen Ausstoßes von Texten - eine noch charmante Umschreibung für jemanden, der Zeilenhonorar bekommt und um jedes Wort bis aufs Blut feilschen würde. Ganesha sei Dank bin ich inzwischen auf so etwas nicht mehr angewiesen, sondern bin in ein Alter gekommen, in dem ich mir aussuchen kann, was ich wann schreibe, und vor allem auch, was ich mache, wenn ich eigentlich gar keine Zeit für irgendetwas habe. Die hohe Kunst der Prokrastination, oder: Dinge, die man mal zwischendurch machen kann, um sich die Zeit zu vertreiben, oder um ein bisschen Spaß zu haben.

Anfang letzten Monates hatte ich beim Prokrastinieren eine Mappe mit alten Landkarten halbvergessener Fantasywelten gefunden. Einige von ihnen sind inzwischen so ausgeblichen, dass ich an einem Nachmittag den Scanner anwarf, um sie dem Vergessen zu entreißen. Nicht schön, aber selten, könnte man sagen. Das Bildmaterial zu reparieren half mir über einen anderen verregneten Nachmittag. Eine nette Ablenkung, um den Kopf für andere Sachen frei zu bekommen.

Und weil ich gerade dabei war, habe ich auch noch das vorliegende Textmaterial gesichtet, betrübt den Kopf geschüttelt und von 300 Seiten Text nochmal 10 gerettet - die allerersten zwei Geschichten, die ich auf dieser halbvergessenen Welt angesiedelt habe. Das waren simple, lineare, schnellgeschriebene Abenteuergeschichten um einen Conan-Klon (mit Elefantenkopf), alles später geschriebene war versunken in einem experimentellen, dekadenten Schreibstil, der selbst für mich kaum noch lesbar ist. Die Welt der Tiermenschen, beschrieben in einem Stil, der ebenfalls tierisch ist... tierisch schlecht.

Eine der Geschichten habe ich weggelegt, was genau da geschieht, ist mir selbst noch unklar.

Aber derweil ich den ganzen alten Kram ablegte in einen der hinteren Ordner meines Archives geschah etwas Eigenartiges. Ich war milde fasziniert von dieser vergessenen Welt, und fand den Helden, wie er in seinem allerersten Abenteuer auftrat, irgendwie sympathisch. Nicht besonders helle, vielleicht etwas gewalttätig, aber irgendwie liebenswert. Wäre ich mal bei dieser Version geblieben, dachte ich mir, und derweil ich den Haushalt im Gang hielt oder mit dem Hund spazieren ging, dachte ich darüber nach, wie sich das alles entwickelt hätte, wenn ich diesen Charakter so weiterentwickelt hätte.

Warum nicht? Die Landkarten habe ich auch gerettet, mit allen Warzen.

Ein paar Plots und Hintergrundinfos habe ich auch schon abgelegt und ein echt scharfes Logo für den guten Mann entwickelt. Den Ordner lege ich jetzt mal ganz vorsichtig weiter nach hinten, keine Ahnung, wann und ob ich da mal weitermache. Aber ich könnte, ohne mich schlecht zu fühlen.

So simple, lineare, schnellgeschriebene Stories haben ja auch was für sich.
Alles in allem, keine schlechte Ausbeute für einen Monat Herumgammeln an der Tastatur.

Dienstag, 21. Oktober 2014

Shortcuts 2014-10-21

Da sitze ich also in einer Küche in Hannover, am ganzen Körper kurzgeschoren, ein Glas Wein in der Hand, und der junge Mann mir gegenüber, gerade frisch von der Buchmesse, zeigt mir seinen neuesten Roman. Ich freue mich für ihn - harte Arbeit, die sich endlich auszahlt. Hoffe ich doch.
Wir philosophieren über die Schreibquote eines Fictioneers.
Ich erwähne Walter Gibson, den Hauptautoren der Showdow-Novellen, der auf seiner Schreibmaschine tippte, bis ihm die Finger bluteten und sich dann Pflaster draufklebte, um weiterzumachen. Mindestens eine Novelle pro Monat, dazu Radioskripte, Comics etc.
"Wow", sagte der junge Mann. "Ich bin froh, wenn ich an guten Tagen 2 1/2 Seiten schaffe..."
Ich nuckelte an meinem Wein. Ich bin froh, wenn ich das mir gesteckte Ziel, einen halben Absatz pro Tag zu schaffen, einhalte. Und irgendwie fühlte ich mich wie Bukowski.
Alt, narbig... der Frozen Man.



Es wird Zeit für einen Repost:

Original aus: Werewolf, Catalan Communications (1984?) © by Richard Corben


Die großartige Idee, einen Absatz pro Tag oder einen halben zu schreiben... die Idee wird getragen von so einer Art intelektueller Eierschaukelei... Befindlichkeiten... weil man ja auch nicht jeden tag in der gleichen Stimmung ist, sollte man lieber da weitermachen, wo man sich wohlfühlt.
Gute Idee, eiegntlich.
Bedeutet aber anscheinend, dass ich dieses Jahr an etwa dreißig Kurzgeschichten und etwa fünf unterschiedlichen Buchprojekten herumgefummelt habe, aber bislang noch keines dieser Projekte abgeschlossen ist.
Eine effektivere Art des Zeitmanagements muss her.
Sonst fange ich noch an, faul zu werden.
(Auch schon wieder so eine Befindlichkeit... ich mache jetzt auf Scarlet O'Hara und verschiebe es auf morgen...)



Es ist schon wieder Unheimlicher Oktober, Halloween steht vor der Tür, aber irgendwie ist hierzulande, hierzuzeit nicht die richtige Stimmung. Nehmen wir als Soundtreck zur Tröstung mal etwas ganz Obskures... ein schöner Gruß an die Weaner...

Samstag, 19. Juli 2014

Shortcuts 2014-07-19

Heisse Diskussion am Stammtisch der Autoren... ich spüre, wie mein Bart noch schneller ergraut als notwendig. "Willst Du keine schönen Bücher mehr rausbringen?", sagt der eine Autor, eine einschüchternde Gestalt mit Bullenschädel und kalten grünen Augen. "Ich dachte, das ist Dein Ding... und jetzt redest Du die ganze Zeit von 'Nemed House Singles' und 'Mirkruna Direkt'..."
"Das heisst 'Mirkruna Press Direkt'... Ja, wenn wir Bücher rausbringen, dann schöne. Aber es tut mir leid, Jungs, glaubt einem alten Punk: Das Album ist tot. Bei der freien Verfüngbarkeit von Information dank Internet will jeder nur noch die Hits und Singles ziehen, es gibt kaum noch jemanden, der sich damit abgibt, ein paar Füllsongs von minderer Qualität herzustellen, um ein Album vollzukriegen. Downgeloaded werden immer nur die gleichen Toptitel."
Das trifft natürlich, so formuliert, vor allem auf die Musikindustrie zu.
Andererseits, nicht nur das Album ist tot.
Schlimmer, auch das Booklet.
Es ist ein cooles Format, gebündelt Informationen an den Mann zu bringen, von der Herstellung einfach, vom Umfang erträglich... wird aber z.B. von Internetdruckereien wie Lulu.com nicht an die Grossisten weitergegeben. Was also jetzt mit den kleinen, aber feinen Sachen...?
Verkauf unter der Hand?
Oder Umstellen auf die moderne Version... Kindle-eBook für 0.99 €.



Eine Welt, in der Sex und Horror die neuen Götter sind...
Ich habe mich damit abgefunden, mit meinen abseitigen Interessen ein Freak zu sein.
Aber der Mainstream schläft nicht, und er absorbiert mit seinem ewigen Hunger nach Memen alles Gute, Wahre und Schöne.
Ich schüttele mich schon, dass der große Cthulhu inzwischen sooft (und meist falsch) zitiert wird, aber wenn auch "normale Menschen" mit einem anfangen, über Comics zu diskutieren?
Das geht zu weit.
Echt. Und dass Captain America jetzt ein schwarzer Neger sein soll, und Thor eine Frau, ist kein großes Ding. Hatten wir schon vor 20 jahren, mehrfach, und davon ist wie Welt auch nicht untergegangen.
Das sind Ideen, Mann, Legenden, wenn die nicht immer wieder neu erzählt und umgeschrieben werden, sind sie irgendwann tot.



Zum Thema "H.P. Lovecraft und der Cthulhu-Mythos"
Wenn man alle Originalgeschichten von Lovecraft noch einmal liest, wird man feststellen, dass Tentakel nicht wirklich oft darin vorkommen und sicherlich nicht zu den wichtigsten Ingredenzien seines 'kosmischen Horrors' gehören.
Ausserirdische Lebensformen, Fühler, Antennen, Klauen... das ja, aber kein Übermaß an Tentakeln.
Wer hat dieses Klischee eigentlich so populär gemacht?
"Des Fischermanns Frau"?



Mirkruna Press Direkt ist tatsächlich an den Start gegangen, mit drei Titeln, die für 0.99 € und für Premium-Mitglieder in der Kindle-Leihbibliothek erhältlich sind. Weltweit.




Nicht schlecht.
Was als nächstes? Nun, da gibt es schon klare Vorstellungen.