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Samstag, 27. September 2014

works-in-progress

#30Jahre Arullu... ein erneuerliches Update mit bedeutungsschweren Zahlen... und aus dem kurzen Prolog der "Geheimnisse von Gnydron" ist eine ganz neue Welt erblüht, hat die harte Eierschale aufgepickt und ist geschlüpft wie ein eigenwilliger Phönix, ein bislang ignorierter Landstrich der Sterbenden Erde, in der die Menschen geschäftig das Verderben ignorieren und sich stattdessen mit etwas ganz anderem beschäftigen.
In memoriam des Großen Jack Vance... und weil ich auch mal was wenigstens vage lustiges und lebensbejahendes schreiben möchte. Außerdem, irgendwo muß die liebenswerte Aphrodite Semlâ ja ihren ersten Auftritt haben...
Und wer weiß, vielleicht liegt hier ja auch die Zukunft der Sterbenden Erde. (Ist das paradox? Ich hoffe dox!)


Die Stimmen der Toten
23814
Die Gräber von Birdum
19441
Die Litaneien des Todes
18855
Der Gott der Einöde
8607
Das Heer der Toten
30192
Morella / die Toten
19017
Die Geheimnisse von Gnydron
32541
Der Karneval von Ipoh
22723

175190

Montag, 21. Juli 2014

Auson Mazant

Sprache ist ein Virus, und Ideen sind noch schlimmer. Als ich vor einiger Zeit damit begonnen habe, einige uralte Geschichten über Arullu, die Sterbende Erde (dieses Jahr 30 Jahre alt!) umzuarbeiten und einer kleinen, aparten Geschichtensammlerin namens Aphrodite Semla vor die Füße zu legen, sproßen auf dem Weg dahin noch einige Blumen (wildwuchs) aus dem Boden, darunter auch eine weitere Iteration des Ewigen Helden, über dne ich in meiner Pubertät so viel geschrieben habe, den ich jetzt aber nicht mehr so nennen möchte, aus Respekt vor den Helden meiner Jugend...
Auson Mazant!
Held der Helden, der Letzte Held, der durch die Zeit rückwärts gesandt wird, um die Zukunft der Menschheit zu sichern... oder den Untergang des Universums, ich bin mir da noch nicht ganz sicher...
Ich habe bis jetzt noch keine Geschichte gefunden, in der er glorreich auftreten kann, aber von einigen der dahingekritzelten Details bin ich dochso angetan, dass ich damit angeben möchte.
Auson Mazant, der Graf von Wyrd!
Der Name "Auson Mazant" mag unwahrscheinlich und implausibel klingen, basiert aber auf hypothetischen indoeuropäischen Vokabeln. 'mazant' verweist auf die gleiche Wurzel wie 'magia' und 'macht', und 'auson' scheint ein Name für den Morgenstern zu sein.
"Ich bin die Wurzel und der Stamm Davids, der strahlende Morgenstern. Der Geist und die Braut aber sagen: Komm! Wer hört, der rufe: Komm! Wer durstig ist, der komme. Wer will, empfange umsonst das Wasser des Lebens." Offenbarung 22:16-17
'wyrd' ist natürlich = 'weird', bedeutet aber, wie erwähnt etwas ganz anderes...
Alles in allem, er ist ein mächtiger Erlöser - derjenige, der die Freiheit bringt.
In irgendeiner Geschichte werde ich ihm deswegen auch ganz sicher eine Rüstung verpassen, die farblich etc. der Uniform von Captain America entspricht - wir bewegen uns hier schließlich im Bereich des Mythos, und da sollte man sich schon an die besten halten.
Sein Pferd ist blau metallisch, mit außergewöhnlich langen Beinen, mit Namen Pfadfinder, eines der Pferde, von denen es heißt, dass sie jeden Weg finden können, den ein Mensch betreten kann.Sein Schwert ist eines von den sieben Schwertern, die in den Essen von Wielands Stern geschmiedet wurden. Das Schimmernde Schwert... Es ist, im Vertrauen gesagt, auch eines der namentragenden Zauberschwerter, wie man sie aus den europäischen Sagen kennt. Einige Charakteristiken teilt es mit den bösartigen Klingen der nordischen Sagas, aber viel auch mit dem irischen Claíomh Solais.
Was man am besten übersetzt mit "Schwert des Lichtes", was ein persönlicher Witz ist, der so komplex und dämlich ist, dass ich ihn niemandem, wenn nicht nach vier Bier, erklären möchte...

Samstag, 5. April 2014

works-in-progress 2014-04-05

"Das Gold der Hesperiden, das versunkene Atlantis, die wundersamen Gärten der Zeit, die verwunschenen Städte Bethmoora, Tanelorn oder Aira… werden wir sie jemals schauen, so sehr wir uns auch bemühen?
Nicht innerhalb der irdischen Bahnen. Denn alles ist Sehnsucht, das Leben wie der Tod, und nur an einem Ort jenseits der Zeit wird sie gestillt werden."
(nicht verwendeter Abschnitt aus 'Die Gärten von Maaal')

Sprache ist ein Virus, und Ideen sind noch schlimmer. Manche Ideen verbeissen sich so tief in der Seele (wenn es die denn gibt), dass man den Eindruck bekommt, sie werden zu einem Teil der Wirklichkeit. Seit einigen Monaten hatte ich die Abenteuer einer munteren jungen Dame namens Aphrodite Semla auf dem Bildschirm, neue Geschichten vom Ende der Zeit. Schlau wie ich bin, war der Plan, vier DinA4-Stories von anno dunnemal, kurz zu überarbeiten und dann neues Material beizusteuern. (In der Liste der Arullu-Geschichten unter den Juvenalia:
.A3. Wenn die Götter rasen [1984]
.A4. Die Gärten von Maaal [1985]
.A8. Die Stadt [1985]
und ein Werk mit dem unwahrscheinlichen Titel "Die Geschäfte des Meister Hong Yl Loupas")
Gesagt, getan, Aphrodite Semla wird voraussichtlich unter den Titeln

  • Die Stimmen der Toten
  • Die Gräber von Birdum
  • Die Litaneien des Todes
dem Inhalt von dreien dieser Stories begegnen, auf ihre unnachahmliche, leicht verruchte Weise. Dennoch, diese alten Stücke gestalteten sich derart sperrig bei der Umarbeitung - das war wohl auch der Grund, warum sie bisher sorgsam im Keller weggeschlossen waren - dass sie immer wieder neue Anläufe produzierten. Vor allem "Die Gärten von Maaal". Ein Ort, an dem jeder von uns einmal stehen muss... Und doch habe ich den Irrgarten darin bislang noch nicht durchquert, egal wie viele Anläufe ich genommen habe, egal mit welchem Helden... Momentan in der Mappe sind also noch mehr Titel aufgetaucht, als mir lieb sind.

  • Der Gott der Einöde
  • Stadt des Elfenbeins, Stadt der Rosen (ein Roman?)
  • Die Königreiche des Mondes
  • Die Gärten von Maaal
  • Auson Mazant
  • Der Turm am Ende der Zeit

In fast allen tauchen diese vermaledeiten Gärten auf. Ich träume manchmal von ihnen, und beginne zu begreifen, dass ich mich anscheinend in die Geschichte herein geschrieben habe oder diesen Ort in die Wirklichkeit zu verpflanzen beginne. Es ist ein mythischer Ort, ein Traumort... aber sind sie das nicht alle?

Der hiesige Mythopoetische Schamane schimpft mit mir, dass das Wort "Maaal" kein Wort ist, denn in keiner bekannten Sprache tauchen dreimal der gleiche Vokal hintereinander auf. Ich weiß. Aber irgendeinen Grund muss ich 1985 gehabt haben, dies so zu schreiben. Es wohnen drei graue Männer in den Gärten von Maal... deswegen vielleicht?

Die Heilige Kabbalah, kurz aus der Westentasche gezogen, sagt dass M-A-A-A-L einen Zahlenwert von 73 ergibt, wenn  man wirklich jeden Buchstaben für sich nimmt. Drei Alephs? Das Maa von AL? (42 + 31) Ist das irgendein Engel des Abgrunds? Oder der Gott der Antwort auf alles?

Und 73 ist auch eine Primzahl, also ein wichtiger Gedanke in Gottes Plan (wenn es ihn denn  gibt). Oder ein wichtiger Gedanke in meinem kranken Kopf?

Mystery of Mysteries!