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Dienstag, 5. März 2019

Unmögliche Helden :: Unterirdisch unter dem Neptun

Helden, die mehr als nur ein Stirnrunzeln hervorrufen: Erfindungslust, die Amok läuft.
Eine lose Serie von Kurzartikeln.



Die Geburtsstunde einer Idee ist hart umlagert. Wir haben nur sechs Stunden, um die Welt zu retten, und jede Geschichte ist schon einmal erzählt worden. Schlimmer: es gibt für alles ein großes, unübertreffbares Vorbild, und egal was man sich ausdenken wird, du wirst immer an deinem Vorbild gemessen werden: Deine Geschichte ist eine Kopie. Deine Idee ist eine Kopie. Du bist die Kopie.

"Schwert & Planet" oder "Interplanetare Romanze" nennt sich eine Version der Spekulativen Fiktion, ein Seitenarm der ScienceFiction, der früher einmal enorm beliebt war: Die Abenteuer eines Erdenmenschen auf einem fremden Planeten, in den meisten Fällen nur durch eine phallische Weltraumrakete und eine Photonenpistole von schierer "Schwert & Zauberei"-Fantasy getrennt. Populär gemacht wurde diese Art vergnüglichen Eskapismus vor allem durch Edgar Rice Burroughs und seine Serien um John Carter auf dem Mars und Carson Napier auf der Venus.

Die bekannteste Kopie ist Flash Gordon, aber auch viele andere Gestalten bedienten sich recht freizügig bei ERBs SF-Konzepten, genauso wie bei seinen Tarzan-Romanen oder den Geschichten aus Pellucidar, der Welt im Inneren der Erde. Du bist die Kopie: diese Art der Story war eine zeitlang so beliebt, dass es ganze Magazine gab, die sich darauf spezialisiert hatten, die größtenteils ähnlichen Abenteuer von größtenteils ähnlichen Helden auf Planet X, Y oder Z zu veröffentlichen. Planetenstories. Es gab sogar Planetencomics.


Samstag, 20. Oktober 2018

Fanboy :: Alte Welten

Im Goldenen Zeitalter der populären Unterhaltungsliteratur mit all seinen Hochglanz- und Pulp-Magazinen erfreute sich ein ganz spezielles Subgenre der Science Fantasy großer Beliebtheit, das man heutzutage als Schwert & Planet (Sword & Planet) kennzeichnen würde: die vielleicht reinste und gesündeste Form eskapistischer Fiktion, die je ersonnen wurde. In diesen Jahren wurde eine Unmenge von Novellen verfasst, die phantastische Abenteuer auf anderen Welten zum Thema hatten. Weltraumromantik im eigentlichen Sinne des Wortes , aber dennoch werden diese Geschichten nicht der eigentlichen Science Fiction zugeordnet, sondern der Fantasy; die fremden Welten dienen für den von der Erde stammenden Protagonisten nur als exotischer Hintergrund, und selbst die Ureinwohner jener fremden Welten sind in den meisten Fällen von „normalen“ Menschen kaum zu unterscheiden...

So fängt ein Artikel an, den ich während einiger Jahre zu meinem dunklen Selbstvergnügen zusammengestellt habe. Es hat etwas befreiendes und befriedigendes, über Abenteuer auf anderen Planeten zu lesen. Kolonialromanzen ohne den Rassismus: einen echten Kerl scheint es nicht zu stören, wenn die schöne Marsprinzessin scharlachrote Haut hat und Eier legt. (Respekt, Mr. Carter!) Es ist vielleicht nicht verwunderlich, dass selbst unter den Esoterikern es einige gibt, die ihr Heil auf fremden Welten suchen, jenseits des drögen Alltags und der Kleinlichkeit ihrer Mitmenschen. Leider sind auch diese alten Welten entzaubert werden, genau wie Mutter Erde hat man ihnen den Schleier des Mysteriums heruntergerissen und nur noch der Intellekt, kühl und unsympathisch, betrachtet den Himmel mit neidischen Augen. Derweil ich also die skurrilen und höchst fragwürdigen pulpabenteuer von Captain Dexter Ames vor mir herschiebe und mich frage, was für Leute diese diabolischen Piraten vom Neptun wohl waren, mit denen er es momentan zu tun hat, lese ich in zwei feinen Anthologien, die von den honorigen Altfans George R.R. Martin und Gardner Dozois herausgegeben wurden: Old Mars und Old Venus.
Und ich wünsche mir, es gäbe auch noch eine Anthologie Old Neptune. Vielleicht wäre sie nicht so amüsant geworden wie die vorliegenden - immerhin, Neptun gilt als Seelenplanet und kommt auch irgendwie immer ein wenig neurotisch rüber mit seinem Gerede von Mystik und Geheimnissen. Wahrscheinlich wäre auch nicht eine vollkommen neue Story von Michael Moorcock enthalten, in der er eine seiner alten Serien wieder aufgreift, wie in Old Mars. Aber ich bräuchte mir nichts zu überlegen, was es mit diesen Piraten vom Neptun auf sich hat. Wenn es nach mir geht, hätten sie das Schiff von Dexter Ames mit dem "Kriechenden Tod" angegriffen... oder es wären Haimenschen gewesen, oder eines von den Halbwesen, die die sagenhafte Hohlwelt unterhalb des halbgefrorenen Neptunmeeres heimsucht... grüne Zwerge von Xalan, oder philosophische Fledermausmenschen, die in den von inzwischen ausgestorbenen Titanenameisen gebohrten Tunneln hausen... sadistische Wissenschafter des Landes Noom...

Das wäre ein Alter Neptun, der interessanter wäre als dieser öde Eisriese, der beständig von einer dichten Decke kalter anästhetischer Gase umweht wird...

Schön, wenn man nur solche Probleme hat...

Sonntag, 22. März 2015

Fanboy :: Sojan und sein Schwert

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge schließe ich meine Kindledatei von Sojan the Swordsman, nachdem ich einen Absatz daraus abgeschrieben habe – kopieren kann man es ja nicht. Warum lachend? Der Vollständigkeit halber. Sojan der Schwertsmann ist der erste Fantasy Charakter, den Michael Moorcock (* 18. Dezember 1939) ca. 1954 erschuf, als er 14 oder 15 war – zuerst erschienen in seinem Fanzine ‚Burroughsania’ (dem Werk von Edgar Rice Burroughs gewidmet), und nach 1957 in dem professionellen Magazin ‚Tarzan Adventures’. So etwas esoterisches in die Finger zu bekommen ist schon was Tolles. Leider ist Sojan zwar esoterisch, aber nicht so gut wie vieles andere von Moorcock. In der Reihe der Burroughsnachahmungen steht es zwar besser als viele andere, vor allem wenn man das Alter des Autoren berücksichtigt – aber Moorcock kehrte später noch einmal zu Burroughs zurück, und das gelungener. Seiner Trilogie um Michael Kane auf dem Alten Mars ist deutlich der innere Fanboy anzumerken, und tatsächlich, Moorcock steht zu allen seinen Werken, selbst den Juvenalia, und auch er weiß, dass manches nicht soooo der Knüller ist.

Was also ist Sojan? Es ist vor allem das, was es ursprünglich war – eine schnell geschriebene Folge von Pulpstories, kein echte Serie, die vor allem deswegen angefordert wurde, um den Textanteil in Tarzan Adventures aufrechtzuerhalten. Von besonderem Interesse für den Moorcockianer ist tatsächlich vor allem der erste Absatz – es ist bereits eine Präfiguration des Figur des Ewigen Helden und seines frustrierenden Schicksals, und auf gewisse Weise auch eine modernere Version des literarischen Tricks mit dem Burroughs seinen John Carter, einen Gentleman aus Virginia, auf den Mars brachte. Bei Burroughs war es eine Art nie geklärter Astralreise, bei Moorcock erklärt sich die Wiedergeburt und Translation auf eine fremde Welt so:
„Es gibt eine Geschichte, die überall auf den vielen bewohnten Welten des Universums über das Schicksal jener mutigen Männer und Frauen erzählt wird, bei denen das Streben nach Geld und Macht weniger geschätzt wird als das Streben nach Ehre und Selbstachtung.
Sie sterben edle Tode und ihnen ist bestimmt, immer wiedergeboren zu werden auf fernen Planeten, wobei sie oft den Platz einer anderen heldenhaften Person einnehmen, die im Kampf gestorben ist… Dies ist eine Form der Reinkarnation, die Art und Weise des Universums, sicherzustellen, dass eine Art von Gleichgewicht besteht zwischen denen, die von Habgier motiviert werden und denen, die für das Allgemeinwohl arbeiten.“
Da auch Moorcocks Michael Kane vom Alten Mars zu den Inkarnationen des Ewigen Helden gerechnet wird – so wie Elric, Corum, Erekose und Mr. Cornelius – stellt sich mir hier die Frage, ob nicht auch Sojans und Kanes literarischer Vater, John Carter, bereits eine Form des Ewigen Helden darstellt. Eine interessante Idee für einen anderen Abend, wenn ein anderes Buch in meiner Hand liegt…

Montag, 30. Juni 2014

Einen auf lau...

Zu den großen Freuden des Internets gehört es, mal wieder über eine Seite zu stolpern, auf der allgemeinfreie Texte oder Romane angeboten werden. Warum auch immer war ich auf der Suche nach einer bestimmten abgefahrenen Kurzgeschichte von einem Herren namens Otis Albert Kline, der in der Historie als der Fictioneer auftaucht, der Achtungserfolge damit erzielt, dass er immer genau das selbe schrieb wie Edgar Rice Burroughs.
Schrieb ERB etwas über einen Dschungelherren, schrieb Kline etwas ähnliches. Schrieb ERB etwas über Abenteuer auf dem Mars... genau.
Ich glaube, mit seinen Venus-Romanen (die die langweiligsten sind) hat sich ERB an Kline gerächt. Da hat er ihn abgekupfert.
Aber diese Kurzgeschichte, die ich gesucht habe... "The Man from the Moon"... wo man endlich lernt, dass die Chinesen eigentlich vom Mond kommen (Himmelssöhne, verstehste?)... abgefahren...

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Zur Lage der Nation

Hahaha, fast hätte ich Euch drangekriegt, sanftmütiger Leser, ich werde mich den Teufel hüten, hier etwas zu dem grotesken Schauspiel zu schreiben, das sich heute vor meinem Fenster abspielt. Tränen und Zähneklappern in den Kirchen, solemne Wachspuppen auf den Podien der offiziellen Feierlichkeiten, ach nö. Nö nö nö. Also:

Shortcuts 2012-10-03


In den letzten Wochen hat sich die frohe Botschaft von Nemed House, und den exzellenten Veröffentlichungen, die wir hier in unregelmäßigen Abständen hervorzaubern, soweit verbreitet (danke an Blogger und Vlogger, die darauf hingewiesen haben...), dass einige begabte Menschen es sich nicht haben nehmen lassen, uns Geschichten zur Veröffentlichung zu übersenden.

Ich bin geschmeichelt und entzückt, aber ehrlich, solltet ihr nicht darauf warten, bis ich ein angemessenes Honorar oder eine andere Regelung ausgehandelt habe? Meinetwegen auch in Naturalien. Euer Vertrauen ehrt mich, aber woher wisst ihr, dass ich nicht eure exzellenten Stories schnappe, mir einen Schnurrbart anklebe und die bei Heyne unter der Tür durchschiebe?

Naja, vielleicht bin ich auch einfach zu alt und misstrauisch.

Ich werde mal was Angemessenes von der Buchhaltung aushandeln lassen und dies dann als Informationen zur Manuskripteinsendung auf der Redmask-Seite von Nemed House hinterlegen.

Bei der Bearbeitung des Manuskriptes des Retro-SF-Romanes "Krise im Beta-Universum" oder "Alarm im Beta-Universum" (Originaltitel: Die Falkensteen-Kur) musste ich feststellen, dass der kleine Zwergstaat Andorra eine wichtige Rolle spielt. Nicht, dass der Autor ein realistisches Bild dieses putzigen Teiles Europas abbildet. Ist ja SF...

Aber, wo ist der Pyrenäen-Desman? Dieser nahe Verwandte des Maulwurfs, dieser putzige Teil europäischer Fauna?

In meiner wohl sortierten Sammlung von Webservices habe ich auch seit einiger Zeit etwas namens Goodreads, um den Überblick zu behalten, was ich nebenbei lese. Ich schaffe es zwar immer noch nicht, alle Bücher einzupflegen, aber sagen wir mal zwei Drittel. Eigentlich eine gute Möglichkeit, mal wieder eine Rezension oder so etwas Ähnliches zu verfassen, aber... na, Sie wissen schon.

Dennoch: Unter anderem habe ich vor einiger Zeit (und mit wachsender Begeisterung) auf die früher übliche Veröffentlichung von "Singles" hingewiesen, eher kleinen Werken, die abgeschlossen sind und ein schnelles, heftiges Lesevergnügen bieten. (Nicht vergessen hier auch die unübertroffene Terry Fantasy-Reihe, hrsg. von Hugh Walker)

Zu den Singles, die ich in letzter Zeit verköstigt habe, gehören drei Bände der Serie "Der Grüne Stern" von Lin Carter. Leichte Lektüre, schnell verschlungen, aber genau das richtige an einem verregneten Nachmittag. Ein etwas schmalbrüstiger Klon von John Carter, aber ich nehme dem Autoren den Spaß ab, den er beim Verfassen hatte.

Und, alle drei Bände auf dem Flohmarkt für 1 € erstanden - unschlagbar.

Alle drei Bände, die in Deutschland erschienen sind. Band 4 und 5, die die Geschichte zum Abschluss bringen, sind nie übersetzt worden.  

Was zur Hölle? Wer macht denn so etwas? Ich nehme an, sie waren finanziell nicht der große Bringer, aber hätte man sich das nicht vorher überlegen können? Versprochen: wenn wir bei Nemed House mal eine Serie bringen, dann erst dann, wenn alle Bände fertig sind oder die Bände in sich abgeschlossen sind und weder einen Vor- noch Folgeband erfordern.

Ich könnte die Tränen vor Wut, die dem geneigten Leser aus den Augen schießen, nicht ertragen.

Achja, die Lage der Nation...

Endlich mal ein nichtkirchlicher Feiertag... An jeder Ecke steht ein Elefant... Goldflitter fällt vom Himmel, etc...

Ich bin ein bisschen bitter. Ich darf nämlich gleich zum Dienst, was noch dadurch verschönert wird, dass an einem offiziellen Feiertag die öffentlichen Verkehrsmittel nur unter Protesten fahren. Ich hätte auch lieber weiter an interessanteren Dingen gearbeitet, oder mir noch mehr Bilder vom Pyrenäen-Desman besorgt...

Immerhin habe ich es nicht so schwer wie manche Kollegen. Heute abends spielt auch noch der BVB, und was wäre deutscher als abends ein Fußballspiel zu sehen, anstelle die selbe Tätigkeit wie immer auszuführen. Der Schmerz! Die Wut! Das sind Menschen, die wirklich leiden...

Samstag, 31. März 2012

Flash for Fantasy


Kennen Sie das auch, geneigter Leser? Man wacht auf oder öffnet die Augen und plötzlich hat man das widersprüchliche und leicht perverse Verlangen, ein bestimmtes Lied zu hören, ein bestimmtes Buch zu lesen, koste es, was es wolle, und wenn es die geistige Gesundheit selbst ist?

Glücklicherweise leben wir in Zeiten der jederzeit abrufbaren Information, und es war nur "Flash" (ah-ah, Saviour of the Universe) (OST, 1980), nach dem es mich gelüstete. Manchmal muss es eben Queen sein, oder Pop-Kitsch aus der Vergangenheit.

Einen Song über John Carter wird es von Queen wohl nicht mehr geben, also ist "Flash" das einzige, was man als Pulp-Hymne vorweisen kann.

Wie jedermann wissen sollte, basiert der Comic Strip "Flash Gordon" von Alex Raymond (beginnend 1934) auf den Mars-Romanen von Edgar Rice Burroughs (beginnend 1912), nur dass man die Namen rechtzeitig änderte, um Tantiemen zu vermeiden. Trademark is a tricky bitch, sagte ein weiser Mann mal.

"John Carter" hat 100 Jahre gebraucht, um für's Kino verfilmt zu werden, Flash Gordon nur 46. Was wäre, wenn man damals nicht gespart hätte, sondern wirklich "John Carter" als Strip veröffentlicht hätte? Die Vorstellung, dass Alex Raymond die unvergleichliche Dejah Thoris gezeichnet hätte, hinterlässt einen bleibenden Eindruck...

Dann hätte es vielleicht auch schon 1936 ein Barsoom-Kinoserial gegeben, und der erste kinofüllende Film... nun, wer hätte 1980 in einem solchen Film mitgespielt? Timothy Darlton als John Carter? Warum nicht... aber Dejah Thoris wäre sicherlich von Ornella Muti gespielt worden, nur mit noch weniger Kleidern an...

Keine schlechte Parallelwelt, die hier entsteht... ich glaube, ich beam mich mal eben rüber...

Dienstag, 28. Februar 2012

Fanboy :: Kriegsherr des Mars

Man verzeihe mir diese kleine Form der Indulgenz... noch ein Trailer, und jetzt beginnt die ganze Sache Sinn zu ergeben... die Bösewichter in John Carter, sind, so scheint es Ori... oder Romulaner? Und die Erde ist als nächstes dran!

Samstag, 25. Februar 2012

Fanboy :: Noch mehr John Carter (of Mars)

Ein weiterer, über vier Minuten langer Trailer ist veröffentlicht worden - sooooooo schweinegeil, wenn man das mal sagen kann: Die schrecklichen Weißen Affen von Barsoom! Alter! bei allen Vorbehalten, das ist irgendwie schon beeindruckend, was man da an visueller Arbeit rein gesteckt hat. Und diese Flugzeuge... Vielleicht doch mal wieder zurück zum Mars, die Herren?

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Fanboy :: John Carter noch mal

Ein neuer Trailer für Disneys (?) "John Carter"-Film nach Motiven von Edgar Rice Burroughs. Grüne Marsmenschen! Weiße Affen! Die Wunder von Barsoom! ...aber leider immer noch eine bekleidete Dejah Thoris :-(

Donnerstag, 14. Juli 2011

Fanboy :: John Carter?

Gerade eben erreicht uns der erste Trailer der Verfilmung von Edgar Rice Burroughs epochaler Marsserie um John Carter, einen unsterblichen Südstaatengentlemen, der auf esoterischem Wege auf den Planeten Mars gerät... oft kopiert, nie erreicht. Hübsch:



Sieht wirklich ganz nett aus, Disney. Disney? Nachdem sie Burroughs Tarzan familientauglich gemacht haben, nun auch noch die anderen Charaktere des großen alten Mannes der Pulps? Aber ist das nicht ein wenig zu sauber? Wo sind all das Blut und der Pathos dahin? Warum sind die Roten Marsianer nicht rot? Und warum sind die Brüste der unnachahmlichen Dejah Thoris bedeckt?*

* Burroughs Marsmenschen legten nicht nur Eier, sondern waren auch bekennende Nudisten. Wenn man bedenkt, dass die Bücher in der ersten Dekade des 20. Jahrhunderts erschienen, bemerkenswert.

Mittwoch, 26. Dezember 2007

Und plötzlich... Abdul Alhazred!

Animiert von der jüngsten Logostudie von Todd Klein zu den verschiedenen Logos, die die Bücher und Comics von Tarzan, dem Herren des Dschungels, schmückten, habe ich mal in den Holzkisten im Keller gewühlt. Neben allerlei hübschen Heften und Büchern fand ich auch einen halbkompletten Satz der Tarzan-Serie von Marvel, die ich wie viele andere Marvel-Produkte aus der Zeit halbgelesen beseite geworfen hatte.

Die erste grosse Story ist eine passable Adaption von "Tarzan und die Juwelen von Opar", danach versuchte man sich an eigenen Geschichten. Ich hatte eine vage Erinnerung daran, dass man wieder einmal versucht hatte, Lord Greystoke in die Innere Erde von Pellucidar zu verpflanzen - was neben Tarzans Schöpfer Edgar Rice Burroughs wohl anscheinend niemand so recht gelingen mag. Wie gross meine Überraschung, als plötzlich der Hauptschurke offenbart wurde... Abdul Alhazred, der Verrückte Araber!

Ja, Sie sehen richtig... der wahnsinnige Prophet des Cthulhu und Autor des sagenumwobenen Necronomicon erfreut sich bester Gesundheit und terrorisiert Tarzans Afrika! Dieser Schmock! (Aber was für eine hervorragende Idee, Leser und Nostalgiker zu überraschen. Das hätte man nun nicht erwartet.)

Panel aus: Tarzan No.15, Marvel Comics August 1974 - Zeichnung von John Buscema (pencil) u. Klaus Janson (ink)

Sonntag, 23. Dezember 2007

Fanboy :: Der Herr des Dschungels

Wie immer verweile ich gerne auf den Seiten meines Favoriten Mr. Todd Klein. Als er vor einiger Zeit ankündigte, dass seine nächste Logostudie eine der originären Abenteuergestalten behandeln würde, war unter meinen Vermutungen zwar der richtige Charakter, da Mr. Klein jedoch selbst mal ein Logo für das Phantom entworfen hatte, tippte ich auf den Wandelnden Geist. Dabei lag Tarzan mir doch als erstes auf der Zunge.

Hier also die komplette Logostudie, von den Anfängen von Tarzan von den Affen (John Clayton, Lord Greystoke) auf jugendstilartigen Buchumschlägen bis hin zu Hochglanzmagazinen der großen Comicverläge. Interessant wie immer für die Künstler und Designgeschichtler unter den Tarmangani...