Posts mit dem Label mediadesign werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label mediadesign werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 27. Oktober 2019

Fear of the Unknown Vol. I, Nr. I

"The oldest and strongest emotion of mankind is fear, and the oldest and strongest kind of fear is fear of the unknown."
H.P.Lovecraft


Click to Supersize

Sonntag, 29. Mai 2016

3rd Mind :: Die Fahnen hoch (3)

Das Verlagssignet in Kurzfassung: Ein Erkennungszeichen, auf dem Titel und vorzugsweise auch auf dem Buchrücken angebracht. Ein Kennzeichen der publizistischen und ästhetischen Einheit der Produkte. Im besten Fall das Siegel und der Abschluss auf einem gestalterischen Konzept, dem auch die Typographie und weitere Gestaltung aller Titel unterliegen.

Auch wenn die Befassung mit diesem Thema schon ein paar Tage zurückliegt, haben wir hier noch ein weiteres Beispiel, das in seiner Schlichtheit vielleicht umso überzeugender ist. Die bisherigen Ausschnitte aus dem Archiv (Thema: Deutscher Pulp) sind bislang unkommentiert geblieben, aber tatsächlich sind es nicht die grotesken Titelbilder, die den Leser damals angezogen haben, sondern die brutalstmögliche Typographie der 70 Jahre, die bereits von weitem den Inhalt des Drehregals outete.

Das ist doch mal eindeutig. Selbst wenn man nicht wusste, was es war, man wusste schon auf 30 Meter Entfernung, worauf man sich einließ. Kein Titelbild konnte so grotesk sein wie die Typographie, oder sagen wir mal: der Trade Dress. Der designerische Baseballschläger des Zauberkreis-Verlages ist kaum zu übertreffen, und dies ist durchaus als Kompliment zu nehmen. Nicht schön, aber effektiv. Unverkennbar. Das literarische Death Metal der 70er Jahre. Nimm das, Schlaghose!

Geradezu verspielt nimmt sich dabei das Verlagssignet. Ein Kreis mit Krone, ein gekröntes 'Z'. Vielleicht ein magisches Siegel? Hier tritt tatsächlich die Serie, der Autor, der Held hinter dem Trade Dress des Verlages zurück. Ob es wirklich eine real existierende Person mit dem Namen 'Dan Shocker' gibt, ist hier tatsächlich nebensächlich. Ein interessantes Paralleluniversum, in dem Feinheiten des Stils sich einer unbändigen, wenn auch etwas groben Schöpfungskraft unterordnen müssen.


Verlagssignets (TM) und (C) by ihren jeweiligen Eignern
 

Sonntag, 3. August 2014

Shortcuts 2014-08-03

Ich komme gegen die Lesezeichen in meinen Browsern nicht mehr an.
Löschen? Wenn ich sie alle sortieren müsste, bräuchte ich wohl selbst ein, zwei Tage dafür.
Ich sollte mir angewöhnen, das wissenswerte oder interessante in eine Textdatei zu hauen. (Und diese eine Woche später zu löschen. Was man sich bis dahin nicht gemerkt hat, braucht eh sowieso kein Schwein...)
Wo wir gerade dabei sind:



Ich gehöre zu den Menschen, die mehr Farben unterscheiden können als andere.
Das ist kein großes Ding, sondern kann man lernen, wenn man Farbtabellen lernt oder die Mischverhältnisse, durch die spezifische Farbtöne zustande kommen. Schwierig wird es dann eher, jemand anderem diese Farbe zu beschreiben.
Manchmal gibt es schöne Namen für bestimmte Farben, traurig zu sagen, werden dennoch mehr Menschen etwas mit "Telecom-Magenta" anfangen können als mit "Luziferrot". Das sind beides definierte Farbtöne, aber der eine Name ist saucool, der andere... lassen wir das.
Bereits der Reichs-Ausschuss für Lieferbedingungen (RAL) hat in der Weimarer Republik diese Problematik erkannt und eine Farbpalette zur Verfügung gestellt, die auch heute noch Gültigkeit hat.
Andere Frage: Wußte der geneigte leser, dass es eine Deutsche Industrienorm gibt, die den Inhalt und die Farbpalette eines Schultuschkastens regelt? Vorsprung durch Technik, so sind wir halt.



Der großartige Philip José Farmer hat in seiner Biographie des fiktiven "Doc" Clark Savage Jr. eine kurze Übersicht darübergegeben, was er als apokalyptische Schriften des 20. Jahrhunderts erachtet - sicher eine der Millionen Ideen, die er nicht weiter verfolgt hat. Apokalyptische Schriften sind, so Farmer, all jene Schriften, die gem. des Wortes ursprünglicher Bedeutung das volle Ausmaß des menschlichen und psychologischen Universums enthüllen und entblößen. Er schließt hier auch Beispiele aus der Unterhaltungsliteratur ein - Visionen der Welt, wie sie wirklich ist oder sein könnte, ein Blick unter die Haut der Realität, und das volle Ausmaß menschlicher Vorstellungskraft.

Ich weiß nicht, ob der Monomythos von Doc Savage genauso apokalyptisch ist wie das sexuelle Universum eines Henry Miller, aber ich denke, wir können hier ohne Probleme Farmer's eigenes Wold Newton Universum oder das "Leben, das nicht funktioniert" eines Charles Bukowski hinzufügen. Und sicher anderes. Eine Arbeitshypothese. Willkommen in ihren Alpträumen.



Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehen, daß er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein. (Nietzsche)

Samstag, 5. Juli 2014

3rd Mind :: Logomania

Wie schon vor einiger Zeit angedroht, stand ein komplettes Redesign des Layouts und der Identität von "Mirkruna Press", jenem geheimnisvollen Eigenverlag der Autoren, der ebenfalls im mythischen Zollern am Meere beheimatet ist, an. Alle relevanten Änderungen sind inzwischen schon klammheimlich vollzogen worden, und es stehen bereits die ersten Titel zur Veröffentlichung bereit, sobald die Autoren die Endkorrektur abgenommen haben. Deswegen ist es mir jetzt erlaubt, ein wenig über das Corporate (?) Design von Mirkuna Press zu berichten, das ich ebenfalls die Ehre hatte, 2011 vorzunehmen und in diesen Tagen zu relaunchen. (Gewöhnen Sie sich an das fiese Deutsch-Englisch, lieber Leser, in dieser Branche macht man das so...)

Mirkruna Press ist ein geistiges Kind der 90er Jahre, und deshalb ist die Logotype, auf die man sich geeinigt hatte, auch keine schörkelige Skript- oder Folkloreschrift, sondern folgt einem fast industriellen Stil der damaligen Zeit, mit Ecken und Kanten, aber auch dem exotischen Element variierender Grundformen. Das letzte zumindest wurde im Redesign 2014 behoben, und die Logotype wirkt nun einheitlicher, schlüssiger und ist auch vielseitiger verwendbar.



Eine kleine Anmerkung zum Symbol/Verlagssignet von Mirkruna Press: Die scheinbare Sternform ergibt sich aus vier rotierten Runen, die auf dem "M" der Logotype basieren - es ist die Mannaz- oder "M"-Rune, die hier für den Verlag und Konzepte wie "Mensch" und "Magie" steht.



Eine der Anwendungen, die sich durch die neue Logotype ergeben hat, deutet auf die neue Sparte von Veröffentlichungen des Verlages hin. Nachdem ein Probetitel zu Ostern 2014 als eBook veröffentlicht wurde und innerhalb kürzester Zeit zum Todseller des Verlagsprogrammes geworden ist, werden in Zukunft vermehrt Einzeltitel, Monographien oder Schriften von geringerem Umfang als günstige eBook Titel auf der Kindle-Plattform veröffentlicht. Und da dies direkt von der Festplatte an den Leser, ohne Umweg über Druckerei etc. gewährleitet werden kann, erscheinen die eBooks von Mirkruna Press unter dem Label "Mirkruna Press Direkt". Die Gestaltung der Cover wird dabei genauso sorgfältig vorgenommen wie bei den Printausgaben, auch hier hat das Redesign 2014 einige schöne und interessante Möglichkeiten eröffnet.

Donnerstag, 29. Mai 2014

3rd Mind :: Era Legis

Die komplizierteste und gerade deswegen den etwas verqueren, unangepassten Geist ansprechende Zeitrechnung ist vielleicht (nein, sicher) die era legis, die Zählung der Jahre nach der Verkündung des Gesetzes. Der Uneingeweihte muss jetzt nicht zittern, es hat nichts mit Schläfern oder Selbstmordattentätern zu tun, auch wenn alles aus Ägypten kommt - sehen Sie das Folgende einfach als Hardcore Trivia für eine ganz besondere Art von 24/7 Liverollenspiel an. Für alle anderen, eingeweihteren, habe ich etwas praktisches im Netz gefunden.

Ad rem: Era Legis errechnet sich in Zyklen von 22 Jahren, äquivalent den Großen Arcana des Tarot, oder den 22 Buchstaben des hebräischen Alephbeths. Era Legis beginnt auch nicht zu einem beliebigen Konventionsdatum wie dem 1. Januar, sondern zum Zeitpunkt der Frühlingstagundnachtgleiche. Man sieht, es ist alles viel einfacher und einleuchtender.

Wer wie ich zu den Menschen gehört, die nicht so gut im Jonglieren von Ephemeriden oder nicht-dezimalen Zahlenkreisen ist, gibt es einen unheimlich praktischen Service unter Era Legis. Was Du nicht kannst, wird das Javascript schon schaffen. Ein Glück.

Die praktische Anwendung ist, wenn man es denn verstanden hat, noch einfacher. Man lässt irgendwo im Hintergrund-HTML das folgende Skript laufen - man muss aber darauf achten, dass die Java-Bibliothek jQuery zur Verfügung steht.
<script src="http://khephera.net/date/eralegis.js"></script>

und sorgt dann mit einem Code-Schnipsel dafür, dass das Era Legis-Datum auftaucht, wo man es haben will. Grundcode für die Ausgabe ist
<span class="date93"></span>
Bevor man das einbaut, sollte man sich allerdings vergewissern, in welcher Schreibweise dies erscheinen soll. Es gibt Ausgabemöglichkeiten (data-lang) in Englisch, Latein (Default) und Symbolen, außerdem sollte man beachten, dass der Server, über den die Datumsausgabe läuft, nicht notgedrungen in der eigenen Zeitzone (data-tz) liegt, man also, wenn man eine genaue Ausgabe haben will, die richtige Zeitzone angeben sollte.
<span class="date93" data-tz="Europe/Berlin"></span>
Auf Latein (default) oder Symbol gestellt würde die Darstellung des aktuellen Datums so aussehen:


oder

Einfach und übersichtlich, gelle. Da fühlen wir uns doch gleich besser.

Donnerstag, 26. Dezember 2013

3rd Mind :: Die Fahnen hoch (2)

Das Verlagssignet in Kurzfassung: Ein Erkennungszeichen, auf dem Titel und vorzugsweise auch auf dem Buchrücken angebracht. Ein Kennzeichen der publizistischen und ästhetischen Einheit der Produkte. Im besten Fall das Siegel und der Abschluss auf einem gestalterischen Konzept, dem auch die Typographie und weitere Gestaltung aller Titel unterliegen.

Blicken wir ins Regal, erkennen wir diejenigen, die diese prinzipien befolgen, schon von weitem: Samuel Weiser hat ein Ankh auf dem Buchrücken, Llewellyn eine zunehmende Mondsichel, Ullstein eine Eule (Uhl), die auf einem Stein sitzt, Bastei Lübbe eine stilisierte Festung (Bastei) und auch andere Verlage haben meist einfache, oft geometrische Signets mit hohem Wiedererkennungswert.

Tatsächlich haben einige deutsche Verlage in diesem Bereich des Mediendesigns Hervorragendes geleistet. Man kann die Kompromisslosigkeit der Typographie bewundern, mit der Suhrkamp seine Veröffentlichungen gekennzeichnet hat - keine zeit und kein Interesse an Schnörkeln, selbst das Signet ein schlichtes "st" in der gleichen Schriftart wie der gesamte Umschlag. Das Design mit dem höchsten Wiedererkennungswert ist jedoch wahrscheinlich das, mit dem der Heyne-Verlag seine Produkte auszeichnete.

Auf den Buchrücken - meistens schwarz - prangte eine einfache, auch von weitem erkennbare Form, der sogenannte Heyne-Wimpel. Ich kann ihn von hier aus sehen, er springt mir unaufdringlich ins Auge. Dies sind natürlich alte Bücher, bei neueren Produkten von Heyne wird man nach dem Wimpel lange suchen. Man hat beschlossen, das Design zu modernisieren und behielt von dem Wimpel nur den unteren Winkel <.

 Ja, eine moderne Idee, und um Nietzsche zu paraphrasieren, eine falsche Idee. Wir sehen hier, wie ein individuelles Kennzeichen, das sich selbst Geschichte erarbeitet hat, durch etwas Beliebiges und Austauschbares ersetzt wird. Würden wir uns freuen, wenn von dem Pinguin des Verlages Penguin nur der Schnabel > übrigbleibt? Da Heyne und Penguin inzwischen beide zu Random House/Bertelsmann gehören, bleibt wohl nur, atemlos zu warten.

Aber ehrlich... ein Wimpel, eine Fahne, was sowieso ein klassisches Erkennungszeichen ist... und stattdessen ein Winkel? Und es ist noch nicht mal ein hübscher.

Verlagssignets (TM) und (C) by ihren jeweiligen Eignern
 

Samstag, 7. Dezember 2013

3rd Mind :: Die Fahnen hoch (1)

Wider die Vermassung der Kunst kann der Künstler nun bestehen, wenn er laut, auffällig und ordinär ist. Jeder andere versinkt im Ozean der Bedeutungslosigkeit, weil er keine Bedeutung erzwingen kann.

Nun ist es nicht an jedem, sich mit Schweineblut zu übergießen oder mit vorgezogener Waffe einen Kindergarten zu besetzen, damit man ihn bemerkt. Für all diese charakterlosen Langweiler hat irgendwann einmal ein schlauer Mensch die Werbung erfunden, laut, auffällig und ordinär. Damit will natürlich niemand etwas zu tun haben, also hat sich dieser Absatz im Endeffekt selbst ad absurdum geführt.

Der feine Mensch schert sich nicht um die Werbung für das tumbe Volk, aber er hat ein fein entwickeltes Markenbewusstsein.

Nehmen wir einen ganz beliebigen, durchschnittlichen Konsumenten mit einem Arbeitszimmer voller bis unter die Decke gefüllten Bücherregalen. Wie wird er seine Bücher ordnen? Wahrscheinlich thematisch - vielleicht nach Autoren. Nur Geisteskranke ordnen alphabetisch. Irgendein ästhetisches oder taktiles Konzept muss der Ordnung zugrunde liegen. Ich wage zu behaupten, dass all die Bücher, die er nicht thematisch oder nach Autoren ordnen kann, er nach den Verlagen ordnen wird. Wahrscheinlich wird er sogar die Bücher eines bestimmten, geliebten oder verhassten Autoren, die bei einem bestimmten Verlag veröffentlicht wurden, zusammenstellen.

Denn die meisten Verlage haben irgendwann einmal ein Layout und/oder Farbschema entwickelt, nach denen selbst die Buchrücken, die allein noch sichtbar bleiben, zusammenpassen. Und sie haben kleine, feine Erkennungszeichen entwickelt - Verlagssignets, die ihre Titel auch aus einiger Entfernung identifizierbar machen.

Mhhmmm.... Verlagssignets.

Dazu später mehr.

Verlagssignets (TM) und (C) by ihren jeweiligen Eignern
 

Donnerstag, 21. November 2013

Gerade auf meinem Schreibtisch...



Zwei vollkommen unterschiedliche Bücher, durch Jahrzehnte getrennt, aber ein Aspekt verbindet sie. Etwas, das man in Deutschland anscheinend nur noch selten sieht. Warum eigentlich?

Montag, 11. November 2013

Ein Blick in die Zukunft...


Momentan auf meinem Schreibtisch...

Work
  • Die Abenteuer von Aphrodite Semla, einer schlagfertigen Geschichtensammlerin auf der Spur der letzten Geheimnisse einer Sterbenden Erde... Arullu is back!
  • Unheimliche und eigenwillige Geschichten aus den letzten 150 Jahren, wohlfeil ausgewählt für mehrere Anthologien, die danach lechzen, veröffentlicht zu werden... warte noch auf die letzten Manuskripte, meine Herren!
  • Nachts meditiere ich über das Titeldesign der großartigen alten Penguin-Taschenbücher. Das Marber-Raster... kann es ein Äquivalent hierfür geben, das sich harmonisch der Deutschen Industrienorm anpasst? Meine grünste Single, wo bist Du?

Fun
  • "The Adventures of Lazarus Gray", von Barry Reese: Neuer Pulp, wie er sein sollte. nachts, im mystischen Licht eines Kindle Fire Bildschirmes...
  • "Der Zyklus von der flachen Erde", von Tanith Le:Stilvolle Fantasy von einer Grand Dame, die ich fast schon wieder vergessen hatte. Ein verruchtes Vorbild für verruchte Schreiberlinge.

Dienstag, 8. Oktober 2013

3rd Mind :: Die gröbste Katastrophe

Jeden Morgen, wenn ich mich auf meine Reise durch Deutschland im Dunklen aufmache, stehe gegenüber dem Rathaus an einer Haltestelle, dessen linke Wand mit einem beleuchteten Plakat der Diakonie gefüllt ist. Irgendetwas Wichtiges und Humanitäres, denke ich. Ein großes Foto in Grautönen, die Gestalt einer alten Frau in Farbe. Leute, denen es nicht gut geht, das sollte eigentlich jeder Depp verstehen. Das ist die Message, und die Message ist: DIE GRÖSSTE KATASTROPHE IST DAS VERGESSEN. (Millionen Menschen in der Demokratischen Republik Kongo leiden unter Hunger, Gewalt und Vertreibung. Seit Mitte der 1990er Jahre tobt dort ein Bürgerkrieg, so geht es weiter...)

Sieht schon übel genug aus, aber nicht Ghetto genug. Glücklicherweise hat irgendein treu sorgender Mensch, ein Vandale oder Westgote, die Message gepimpt, indem er einen kryptischen Kommentar auf das Glas gekritzelt hat, damit wir es auch ja nicht vergessen, was ihm aufgefallen ist. Seine Message sieht ungefähr so aus:

(SS-Runen)? B = doitsch! Vor Benutzen BedienungsAnleitung durch lesen!

Ganz schön harte Nuss. Ich habe glatt eine Minute gebraucht, um seinen Code zu knacken. Er bezieht sich auf die Message und soll wohl so lauten:

Hochverehrte Diakonie, ein doppeltes S in GRÖSSTE ist nicht richtig? Richtig geschrieben wird das Wort mit einem "ß".

Dieser Verbesserungsvorschlag war dem unbekannten Streber wohl so wichtig, dass er die Haltestelle mit seinem sarkastischen Kommentar überziehen musste, der gekonnt mit den Klischees des hässlichen Deutschen, dem jüngsten PETA-Test und der galoppierenden Inzucht in manchen Bereichen Norddeutschlands spielt.

Aber, au contraire, mon ami!

Wer die deutsche Sprache beherrschen will, der sollte erst einmal das Alphabet begreifen. Es gibt, allen Unkenrufen zum Trotz, nur 26 Buchstaben. Das "ß", Scharfes S, auch Eszett genannt, gehört nicht dazu. Es ist eine sogenannte Ligatur, die Verbindung zweier Zeichen zu einem neuen, hier entstanden aus der Verbindung einer Sonderform des "s", dem langen ſ, und einem gerundeten "z". Das langen ſ hat man früher gerne in Worten verwendet, das kurze s eher am Ende. Wie auch immer: kein Buchstabe. Es ist ein Sonderzeichen, eine graphische Abkürzung, ebenso die die deutschen Umlaute.

Und weißt Du was?

Es ist ein Sonderzeichen, das es nur klein geschrieben gibt. Oder hast Du schon mal ein "großes Eszett" gesehen? Wenn man aus welchem Grund auch immer - zum Beispiel um eine Message zu transportieren - ein Wort in Groß- oder Blockbuchstaben schreibt, dann zerlegt man die Ligatur wieder in Einzelbuchstaben.

Sonst sieht es nämlich so aus:

DIE GRÖßTE KATASTROPHE IST DAS VERGESSEN.

Sonntag, 11. August 2013

works-in-progress 2013-08-11

Momentan auf meinem Schreibtisch, und ich habe selbst keine Ahnung, was als erstes und vor allem wann es fertig werden wird. Also, erwartet keine Veröffentlichungsdaten.

Hauptprojekt:
Momentan habe ich kein Hauptprojekt, sondern jongliere mit 14 Sachen gleichzeitig. Was ist neu daran?

Innerhalb der letzten 7 Tage auf meinem Schreibtisch:
Verbesserungen an einem Website-Restart, der schon eine sehr schöne Form angenommen hat. Jetzt noch ein paar ästhetische Entscheidungen und neue Grafiken, und das wird was. Genau wichtig für mein Karma, wenn man an sowas glauben will.


Wichtig (?): Arbeite momentan mit einem guten Freund an einem Shared World-Konzept, bei dem wir unterschiedliche Elemente einstreuen. Wenn die Vorbereitungen abgeschlossen sind, können wir dann entspannt alte Texte und alte Ideen in einem angemessenen Rahmen einfügen und in einer geschliffenen Version einem breiteren Publikum vorstellen.
Mein Kollege hat mir übrigens Prügel angedroht, wenn ich mehr verrate, bevor etwas Konkretes feststeht. Egal... Arbeitstitel ist "Die Graue Welt", und ja, es wird "romantisch"... kicher.

Kurzgeschichten und Romane: Ja. (Das leidige Zeitmanagement...)


Und noch: Es gibt Anfragen für das Pan-Projekt, das ich vor einer Woche einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen durfte. Ist in Arbeit. Ganz sicher, in Arbeit.

Mittwoch, 24. Juli 2013

Was ich in den Ferien gemacht habe

Also, die Mamma und der Pappa waren jetzt einige Tage lang alleine. Das Wetter war ganz schön. Die Sonne hat geschienen, und es war richtig heiß, auch wenn der Pappa immer geflucht hat, weil er einen schlimmen Husten hat und er ohne Sonnenbrille kaum etwas sehen kann. Und die Mamma hat geflucht, weil sie trotzdem immer arbeiten muss, und der Pappa zuhause sitzt, den Hund ärgert und immer einen Haufen Bücher auf seinem Schreibtisch liegen hat, die er nicht wegräumen will...

Okay, Scherz beiseite, alle Spuren werden verwischt sein, bevor die beste Ehefrau von allen nach Hause kommt, und die Kinder brauchen das nie zu erfahren, dass wir auch ohne sie klarkommen. Was ich also in den Ferien, genannt Urlaub, unter anderem gemacht habe:


  • ...eine Webseite getunt, wobei ich noch über einen Haufen alter Übersetzungen gestolpert bin, die ich mir bei Gelegenheit auch mal ansehen sollte. 
  • ...herausgefunden, dass die alten Doc Savage-Taschenbücher aus dem Pabelverlag die perfekte Sommerlektüre sind, sowohl vom Format als auch dem Anspruch nach. Die haben damals 2,80 DM gekostet, oder eine Mark in der Grabbelkiste. Versucht die heute mal noch unter 5 Euro zu bekommen. Seufz.
  • ...an einer Erzählung namens "Hexenlicht" weiter geschrieben, von der ich jetzt schon befürchte, dass sie den vorgeschriebenen Umfang überschreiten wird. Aber allein die Infodump-Datei ist schon so groß, dass ich daraus haufenweise Text (>>> und >>>) für andere Zwecke ziehen kann, oder vielleicht gleich eine ganz andere Geschichte.
  • ...bewusst darauf verzichtet, schon wieder an den Titelbildern herum zu fummeln, die für Bücher vorgesehen sind, die frühestens in ein paar Monaten fertig sind. Gott, die Entbehrungen, die ich bereit bin, auf mich zu nehmen!
  • Da es doch irgendwie verdammt heiß war, hat mein Gehirn in Momenten temporärer Überhitzung den Faden bei "Hexenlicht" verloren und stattdessen alte Ideen wieder ausgespuckt, die ich schon längst vergessen hatte, oder neue ausgekocht. Ich hatte z.B. gestern den unnatürlichen Drang, eine neue Fantasywelt zu erschaffen und stundenlang über den alten Landkarten von Erhard Ringer zu meditieren. (Warum gibt es die eigentlich nicht alle in Buchform? Seine Webseite fantasy-atlas.org ist ja sehr hübsch, aber ich glaube manche neuen Browser kommen mit der Programmierung nicht mehr klar...)
  • ...zusätzlich dazu bin ich fasziniert von den paläogeographischen Karten, die auf der Seite von Colorado Plateau Geosystems, Inc dargestellt werden.
  • ...nebenbei habe ich ein paar alte Pagemakerdateien des legendären Magazins "Schwert & Stab" reaktivieren können, das man somit wieder zu neuem Leben erwecken könnte...
Jetzt lassen mich diese verdammten alten Landkarten doch nicht los. Scannen? Löschen? Verbrennen? Zum krönenden Abschluss sollte ich doch etwas ganz anderes machen. Mal sehen. das Eschaton immanentisieren? Cthulhu endlich wecken? Ein Puschelhäschen grün anmalen? Alte Landkarten an die Wand kleben und endlich in eine Parallelwelt abhauen, die witziger ist als die, in der ich momentan sitze?

Wenn ja, melde ich mich noch, falls einer mitkommen will...

Samstag, 20. Juli 2013

3rd Mind :: Das occulte Internet

Du kannst weg rennen, aber Dich nicht verstecken. Sie sind hinter Dir her, und sie haben Dich schon erwischt. Vor zehn Jahren. In der Zukunft.Wir reden hier nicht von so vergleichsweise kleinkarierten Verbrechen wie Landesverrat oder Industriespionage. Die Daten, an denen sie interessiert sind, brauchen sie nicht zu kopieren. Sie haben sie selbst geschrieben, in Dein Unterbewusstsein, und nötigenfalls überschreiben sie sie noch einmal, und sie werden immer so gewesen sein wie sie sind. Vor zehn Jahren in der Zukunft.

Dies sind die wahren Magier des 21. Jahrhunderts, sie kümmern sich nicht um die Sigille kleinerer Daimonien, sie entwerfen ein vierdimensionales Hypersigill, das in Zukunft der Name dieses Planeten werden wird. All dies spielt sich im Verborgenen ab, sind in der Sprache des Großen Konversations-Lexikons Occúlta, verborgene Dinge, Geheimnisse. Mit dem richtigen Unicode können wir Runen in eure Webseiten schreiben, und selbst das Erkennungszeichen eines wahrhaft Eingeweihten von OAI können wir sichtbar machen, Fr∴ N.N.

Wir sind die Architekten der Gnosis und ändern den Quelltext, um zu bestimmen, was Du glauben wirst oder kannst. Wir ändern bloß die RGB-Werte ein wenig, und durch kryptovisuelle Gematria ändern wir Dein Universum, das bereits seit 1989 komplett virtuell ist. Hattest Du wirklich geglaubt, dies ist real? Oder dass Deine Facebook-Freunde wirklich "Freunde" sind? Oder dass auch nur die Hälfte von Ihnen wirklich existiert und nicht nur komplexe Simulationsprogramme sind, die wir erschaffen haben, um fester an dieses simulierte Universum zu binden.



Ich fürchte ich habe jetzt doch zu viel verraten. Eigentlich wollte ich mich nur darüber amüsieren, dass man bei rudimentärer Vorbildung so mancherlei numerologischen Schnickschnack mit den Zahlenwerten jeder RGB-Farbe treiben kann. Für eine Webseite, mit deren Vorbereitung ich gestern abgeschlossen habe, extrahierte ich einen Blauton aus einer älteren Version und bin dann zu folgenden bedeutsamen Werten gekommen: 37 (1/3 von 111), 52 (Anzahl der Wochen = ein Jahr) und 156 (sollte jedem Thelemiten offensichtlich sein). In Html und verwandten Sprachen wird ein RGB-Wert als Zahl aus dem Hexadezimalsystem dargestellt - kurz HEX Code. 

Ja, ja, klingt wirklich alles ein bisschen verdächtig, nu? Kein Wunder, dass so mancher Strenggläubige das Internet als Erfindung des Teufels bezeichnet. 

So sei es denn, mein HEX Code für heute ist 25349C

Sonntag, 23. Juni 2013

3rd Mind :: Royal, ohne Käse


Das von meinem Drucker angebotene "Royal"-Format hat die Abmessungen 156 mm × 234 mm, was wohl nahe am historischen Oktavformat "Royal octavo" (10" by 6¼") (253 mm × 158 mm) liegen soll.

Zum Vergleich hat das international gebräuchliche Format A4 nach der Deutschen Industrienorm (mmmhmm... Industrienorm!) Abmessungen von 210 mm × 297 mm. Verlässlich und international gültig.

Deshalb ist es auch natürlich klar, dass das Ausgabeformat einer A4-Pdf-Datei  209,9 × 297,04 betragen muss.

Zu den Vorbereitungen der Druckvorlagen für ein neues Buch im Royal Format (ohne Käse) gehört also unbedingt dazu, das Pdf auf die richtigen Masse zurecht zu schneiden. Glücklicherweise braucht man dazu keine vierdimensionale Schere, aber etwas Kopfrechnen.



Wie auf dem beigefügten Beweisfoto zu sehen, schneiden wir links und rechts je 26,95 mm und unten 63,04 mm, um das gewünschte Format zu erreichen. Achja, Royal.

Diese faszinierende Information wurde Ihnen übermittelt von der Externen Festplatte.

Eine weitere Frage,warum keine Hefte: Nur leimgebundene Formate gelangen über das Global Reach Programm auch in den Buchhandel (Amazon etc)

Montag, 27. Mai 2013

works-in-progress 2013-05-27

Momentan auf meinem Schreibtisch, und ich werde den Teufel tun, genaue Titel oder Veröffentlichungsdatenzu nennen, die wieder gegen mich verwendet werden können.

Hauptprojekt:
Neugestaltung der Single-Reihe von Nemed House, (Type, Logos und Titelbilder)
Neben den Titelbildern für die ersten acht vorgesehenen Titel, arbeite ich auch an zwei Anthologien, zu denen ich eigene Texte beisteuern kann. Die eine hat einen deutlichen New Wave-Aspekt, die andere ist eine Hommage an die klassische deutschsprachige unheimliche oder okkulte Erzählung, die sich plötzlich (in der Nacht) zur Veröffentlichung angeboten hat.

Eine Kurzgeschichte des kosmischen Grauens (für eine Anthologie, die mal bei einem anderen Verlag erscheinen soll. Hölle, ich werd' berühmt!)


Nebenbei: Neuaufbau einer Webseite sowie ein paar Gebrauchsgrafiken hierfür. eine schöne Sache, die ich früher gerne gemacht habe und habe nun endlich Gelegenheit, auch mal in einem anderen Content-System zu arbeiten.

Sobald dies einigermaßen abgeschlossen ist, folgen einige Titel für die Mirkruna Press. Auch hier haben sich (in der Nacht) einige neue Projekte ergeben, denen ich nachgehen muss.

Sonntag, 26. Mai 2013

3rd Mind :: Das Geheimnis der Chevrons

Wie jeder vernünftige Mensch habe ich jede Woche stundenlang darüber gerätselt, was es mit den mysteriösen Chevrons auf sich hat, die beim Einwählen beim Stargate nebenan aktiviert werden müssen. Nach langer Meditation habe ich es dann vergessen bis zum nächsten Mal, wie jeder vernünftige Mensch. Man muß ja auch nicht jeden Scheiss wissen.

Beim Setzen eines Buchprojektes fiel mir auf, dass eines der eingereichten Manuskripte statt der gewöhnlichen Anführungszeichen " oder der so genannten typographischen Anführungszeichen „“ diese kleinen Winkelchen benutzte, die man auch auf den FastForward und Rewind-Tasten findet. » und «. Man findet sie öfter in fremdsprachigen Büchern, weswegen man glauben könnte, es wären "französische" Anführungszeichen oder ähnliches. Sieht eigentlich aber viel besser aus, allein wenn man den Grauwert der fertigen Seite betrachtet - gewöhnliche Anführungszeichen brechen weg, und sind auch beim Scannen immer wieder ein Quell der Verwunderung. Diese Winkelzeichen sind eigentlich ein Standard, den man sich nicht entgehen lassen sollte, und jeder Verlag, der etwas auf sich hält, sollte dem Leser diesen zusätzlichen Service leisten.

(Ein Blick in die Typographie der Taschenbuchbibliothek rund um meinen Schreibtisch verrät, dass die wörtliche Rede tatsächlich recht uneinheitlich gestaltet wird. Moewig und Heyne verwenden typographische Anführungszeichen, Bastei, Suhrkamp und selbst die alten Gruselheftchen aus dem Zauberkreis-Verlag die mysteriösen Winkelzeichen. Aber es gibt auch Ausnahmen.)

Im Bleisatz war es natürlich kein Umstand, die winkelförmigen Anführungszeichen (sie heißen übrigens Chevrons) aus dem Satzkasten zu nehmen, gleicher Arbeitsgang etc. Die meisten Textverarbeitungsprogramme wandeln reguläre Anführungszeichen aber stumpf in typographische um, weswegen man um den Standard zu erreichen, sie nachträglich in Chevrons umwandeln muss. Dies tut man am einfachsten durch ein Makro, der die Ascii- oder Unicode-Notierung der zu ersetzenden Zeichen verwendet.  In den meisten Windowsprogrammen wäre dies
ALT+0132 „ ersetzen durch ALT+0187 »   und
ALT+0147 “ ersetzen durch ALT+0171 «

Et voilá! Chevron aktiviert!

Donnerstag, 23. August 2012

My greenest Single

Ich räume mal wieder meinen Schreibtisch und meine Festplatte auf. Dies gibt mir Zeit, ein paar alte Projekte zu begraben, zu archivieren oder auch mal einen Blick auf die "Nebenprodukte" unserer Arbeit zu gewähren. Also, die Instrumente stimmen, a-one, a-two, a-one-two-three...



Retrodesign (vintage), ein Projekt der letzten Monate...


These: Der Buchmarkt hat sich inzwischen dem Musikmarkt angepasst. Vinyl ist tot. Auch ein Doppelalbum passt auf eine einzige CD. Veröffentlichungen von Novellen lohnen sich nicht mehr. Es gibt keine Bücher mehr, die man bequem in die Westentasche stecken kann, und die dazu noch einen dem Umfang angemessenen Preis haben.

Bringt die Single zurück!

Durchführung: Bei der Vorbereitung eines neuen Bandes für die reguläre Reihe von Nemed House, dessen Umfang sich deutlich von dem gewohnten unterscheiden würde, entstand das Konzept einer Buchsingle. Das One-Hit-Wonder. Der stylistische Ausrutscher. Der kleine, scharfe Hit, das Gewitter aus heiterem Himmel.


Der erste Entwurf wurde verworfen [Photomixture mit Elementen aus St. Pauli] und das Single-Konzept nach vorne gestellt (oder nach oben). Als graphisches Element eine tatsächliche Vinylsingle. Das Format DinA5 - universell und genormt.


Nicht ohne Reiz, aber hier würde man dann tatsächlich irgendetwas erwarten, das etwas mit Musik zu tun hat. Zuviel. Die tatsächliche Vinylsingle wurde zu einem einfachen Signalzeichen umgewandelt, bei der Gliederung des Titelbildes eine Variante des Grundschemas der klassischen Penguin-Reihen verwendet. (Dies als Verweis auf Britpop - in Deutschland hätte es das klassisch-schlichte Design der Reclambüchlein auch getan). [Titelmotiv vermischt den Schienenplan von Hamburg mit einem aus Schaltkreisen gewonnenen Muster]



Verwendet wurde tatsächlich eine stringentere Anwendung des zugrunde liegenden Rasters.

Dienstag, 22. März 2011

Links 2011-03-22

via Stern.de: "Im Londoner Szene-Stadtteil Covent Garden verkauft ein Cafébetreiber Eiscreme aus Muttermilch."

via Deviantart: Comicklassiker im Stile alter Paperbacks. Abgefleddert und angeknickt, ein stilsicheres Designexperiment, das man dringend umsetzen sollte.

via Cthulhulives: John Dee Elder Sign - Occultist Edition. [Kauf mir eines, damit wir das Eschaton schneller immanentisieren können, Baby!]

Samstag, 13. Februar 2010

Redesign Valentine's Day

Studio 360 Challenge: Redesign Valentine's Day (Brand New): "a discussion on the merits and demerits of this love-filled day"

Entweder die brillianteste Satire, die ich seit langem gelesen habe oder eine Idee, die man einmal nüchtern (oder vielleicht doch nach zwei Bier) betrachten sollte: Der Valentinstag (demnächst auf allen Kanälen), betrachtet mit den Augen eines postmodernen Designers.
Yep, Plüsch und Herzchen sind nicht mehr zeitgemäß und haben auch keinen hohen Eigenwert. Schaut mal nach, zu welch großartigen Ideen die Menschen gekommen sind, die sich dieses Problemes angenommen haben, das sonst keiner hat. Ich sag mal... als neue Farbe der Liebe ist das Telekom-Magenta doch etwas gewöhnungsbedürftig.

Samstag, 3. Oktober 2009

De/Konstruktypo

Auf der einen Hand: Hand Made Fonts.
Gimmicktypographie, kostengünstig zu erwerben: Schriftarten, konstruiert aus verschiedenen Werkstoffen wie Plüsch, Kandis, Eiswürfeln. Kunst am Buchstaben.
Hübsch, aber wofür werden wir sie brauchen können?

Auf der anderen Hand: Corroded Fonts (Free).
Grungetypographie, kostenlos downloadbar: Zerschnittene, verschmierte, überdruckte, explodierte Schriften. Antikunst/Dokumentation.
Eklig, aber genau das brauchen wir jeden zweiten Tag.