Posts mit dem Label 30 Jahre Arullu werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label 30 Jahre Arullu werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 28. April 2016

Arullu :: Die Götter


ein Fragment

Seltsam sind sie, die Götter Arullus, die letzten Götter der Menschheit. Seltsam sind die Riten, mit denen sich die Menschen und Götter dieser sterbenden Welt die graue Zeit vertreiben. Im Westen verehren sie den Khwasur und das schwarze Licht seiner Hölle, und die Menschen im Osten erschaudern vor dem Kommen des Psannobic, obwohl niemand jemals sein Angesicht gesehen hat. Im höchsten Norden heulen Wesen, nicht Tier, nicht Mensch, aber ein wenig von beidem, grässliche Gebete zu den kalt blinzelnden Sternen hinauf; im Süden herrscht völliges Schweigen und nackte Priesterinnen, von den Sohlen bis zum Kinn tätowiert mit den blauen Spiralen des Schutzes, meditieren über einen durchbohrten Stein, nicht größer als eine Kinderfaust... Den Geist des Widersachers haben sie unter seinem Namen Thasaan oder Thasaïdon wieder zum Leben erweckt, und unter fernen Sternen rufen die vergessenen Nachkommen der Menschheit nach Yah in der Höhe.

Die Namen sind viele, und wandern durch die Äonen, um wieder vergessen zu werden...

Ein Absatz aus einer der bisher unvollendeten Arullu-Geschichten, an denen ich gerade herumbastle, und der schon ein paar Jahre auf Halde liegt. Hier werden tatsächlich ein paar Ideen zusammengefügt, die in anderen Stories auftauchten, und als Bonus eine kleine Anmerkung zu den Werken von Clark Ashton Smith. Diese kleinen Insiderwitze sind es, die am meisten Spaß machen. Echt.

Freitag, 15. April 2016

Werkstattbericht 2016-04-15


Herzliche Grüße von der Nordseeküste, aus den mythischen Gefilden von Zollern am Meer, wo der Wind uns daran erinnert, dass der April der grausamste aller Monate ist. Das Jahr hat sich noch nicht entschieden, was es werden will, und die Sturmriesen in den oberen Schichten der Athmosphäre treiben graue Wolken vor sich her, die es ab und zu wagen, einen eisigen Nieselregen von sich zu geben. Oder auch nicht. Das perfekte Wetter, um sich hinter dem Schreibtisch zu verstecken und in die düsteren Zeiten zu blicken, die hinter uns liegen.



Während des Umzuges hatte ich das Vergnügen, gefühlt eine Tonne Druckwerke zu einem großen Haufen aufzuschichten - zum ersten Mal seit acht (?) Jahren alle Bücher und Hefte an einem Ort, darunter auch meine alte Comicsammlung, die in den letzten Jahren in Bananenkisten schlummerte und von besseren Zeiten träumte. Leider alles vollkommen durcheinander, und man hat auch nicht wirklich die Zeit, alles zu ordnen so wie man es gerne hätte.

Freitag, 12. Juni 2015

Zitat der Woche

„Es ist an der Zeit, dass der Mensch sich sein Ziel stecke. Es ist an der Zeit, dass der Mensch den Keim seiner höchsten Hoffnung pflanze.
Noch ist sein Boden dazu reich genug. Aber dieser Boden wird einst arm und zahm sein, und kein hoher Baum wird mehr aus ihm wachsen können.
Wehe! Es kommt die Zeit, wo der Mensch nicht mehr den Pfeil seiner Sehnsucht über den Menschen hinaus wirft, und die Sehne seines Bogens verlernt hat, zu schwirren!“
Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra

Mittwoch, 7. Januar 2015

Shortcuts 2015-01-07



"Ei Jedermann! ist so fröhlich dein Mut?
Hast deinen Schöpfer ganz vergessen?"

Hugo von Hofmannsthal

So entspannt von der Seite kommt der Tod im "Jedermann" daher. Unangenehm, nicht wahr? Stellen wir uns einmal vor, das gleiche würde einer Gestalt geschehen, die in einem fiktiven Universum dahinspaziert. Was, wenn die fiktiven Personen sich plötzlich an ihren 'tatsächlichen' Schöpfer erinnern müssten?
Und: Würden sie sich dann mehr anstrengen?



Abteilung: Disclaimer und Disdisinformation
"SF" bezeichnet im Kontext dieser Seite nicht nur die Art der spekulative Fiktion, die man allgemein hin als "Science Fiction" bezeichnet, sondern alle Arten von Spekulativer Fiktion.
Und, mal ganz ehrlich: Ist das nicht jede Art von Fiktion?
Gehen wir noch weiter: Jede Art von Fiktion ist nicht nur spekulativ, sondern auch phantastisch.
Nur einige mehr als andere.


Fund des Tages, bzw. Entscheidung der Woche:
Abschluss der Vorbereitungen für die Serie um den sogenannten "Richter", der im Aufrag von Judas Ischarioth den Phantom-Kontinent durchstreift. (Klingt ziemlich eigenartig, wenn man das so hinschreibt... naja.)
Ich taufe ihn, abgeleitet aus dem Thrakischen/Indoeuropäischen Varkaburi den Verbannten (er hieß mal Cataphrax).
Atemloses Staunen.
Plötzlich, eine Stimme aus dem Off.
Gott? Jesus? Der Geist des Perversen?
- Und dafür haben Sie so lange gebraucht, Herr Gruner?
- Äh, jaaaa... alle anderen Namen hatte Prof. Tolkien schon aus dem Ärmel geschüttelt.
- Achso, und wann haben Sie vor, dieses Sahnestück mitteleuropäischer Hochkunst zu beenden?
- Also, vorhabe ich das immer.
- So wie alles andere? So wie diese "echt einfach zu schreibenden" Abenteuer aus Poseidonis? So wie diese hundert Geschichten um die scharfe Aphrodite Semlâ?
- Ich bin weg.



Ich denke, hundert Geschichten werden es sicherlich nicht. Ich habe eine "relativ" verlässliche Liste von allem, was nach Arullu gehört, und ich glaube auch nicht, dass es noch sehr viel mehr werden.
Immerhin, den ganzen Schwung gilt es noch zu korrigieren oder zu vollenden. Das Grauen!

Unvollendet / in Bearbeitung
--. Das Heer der Toten (NF 15, erweitert, 2014)
--. Der Karneval von Ipoh (Kurzgeschichten, 2014)
--. Der Gott der Einöde (Kurzgeschichte, 2014)
--. Der Prinz der Stäbe (Arbeitstitel, aus einer anderen Serie, Novelle, 2014)
--. Der Prinz mit der Gelben Maske (Novelle, 2012)
--. Der Turm am Ende der Zeit (Kurzgeschichte, 2014)  
--. Die Geheimnisse von Gnydron (NF 12, Teil eines Romanes, 2014)
--. Die Gräber von Birdum (NF 08, 2014)
--. Die Hexe von Kalfor (Novelle)
--. Die Litaneien des Todes (NF 03, Kurzgeschichte, 2014)
--. Die Pflanzen von Yongdai (Novelle, aus einer anderen Serie)
--. Die Stimmen der Toten (NF aus einer anderen Serie, 2014)
--. Götter der Hohlwelt (NF aus einer anderen Serie)
--. Jephthas Sonne (Novelle)
--. Los Angeles N (Fragment) 
--. Mazulibaliphos (Arbeitstitel, Kurzgeschichte)
--. Morella (Arbeitstitel, NF 14, 2014)
--. Schwerter von Katmandu (NF 17)

Sonntag, 28. Dezember 2014

30 Jahre SF :: Erntezeit



Cadillacs preschen durch die Nacht
tote Präsidenten hinter Panzerglas
Heilige Kommunion der einschlagenden Kugel
Der Finger am Abzug liebkost die trauernde Witwe.


Es ist zu einem schönen Ritual geworden, in den letzten Wochen, in den letzten Monaten, in den Schatztruhen der Erinnerung und den verstaubten Aktenordnern der letzten 30 Jahre zu wühlen. Dennoch, ist Nostalgie nicht ein widerliches Gefühl? Wer will schon in der Vergangenheit leben? Ich habe mich stattdessen inspirieren lassen von dem alten Kram für den neuen Kram, und Vorbereitungen getroffen für die Zukunft. Der Finger am Abzug... und so weiter. Eine starke Zeile, aus dem modernen Bestseller "Die Elektrische Kreuzigung", von dem eine Neuausgabe mit erweitertem Inhalt ebenfalls neben mir liegt. Und dann gibt es noch andere Monstrositäten aus 30 Jahren, die ersatzlos gelöscht werden müssen oder durch die Hand des Künstlers Harlekin in eine neue Gestalt verwandelt werden müssen. Die Methode ist Wissenschaft, oder Magie, ganz wie man will, das Ziel bleibt das gleiche: Kunst (oder Religion, was auf irgendeiner Ebene sicherlich das Gleiche ist. Oder zumindest das Selbe. Soviel zur Genauigkeit der deutschen Sprache.)

Wenn man an irgendeine magische Theorie der Kunst glaubt, dann ist alle Kunst wahr, weil sie Ausdruck des inneren Lebens ist, oder auch andersherum. Der Künstler erschafft nicht nur (s)eine Welt neu, sondern auch sich selbst. Was sagt das dann über denjenigen aus, der in seinem Leben und seinen Träumen in vergessenen oder unmöglichen Welten wie Lemuria und Arullu herumwandert?

Halt... das ist natürlich eine rhetorische Frage. Ich weiß es natürlich. Sprache (oder Ideen) sind ein Virus, gegen das es kein Gegenmittel gibt. Man kann sich nicht un-erinnern, nur verdrängen, und selbst dies wandert irgendwann vom persönlich in das kollektive Unbewußte, diesen gewaltigen dunklen Ozean, aus dem jederzeit ein Tentakel vorsichtig tastend nach einem weiteren neugierigen, wartenden oder vorwitzigen Geist greifen kann.

Da haste die Idee. Sie ist nicht tot, sondern ruht sich höchstens ein bischen aus... bis sie die Götter und selbst den Tod vor sich erbeben lässt...

Kommen wir nun zu etwas völlig anderem ---

Momentan auf dem Schreibtisch:
Neben allem anderen, Fantasyabentuer von jemandem, dessen Namen ich noch immer nicht aus dem Indogermanischen rekonstruieren konnte, ein so genannter Richter, der von einem weisen alten Lehrer namens Judas (aus Karioth) im Kampf der Kräfte von Chaos und Ordnung gelitet wird... und der Königin der Scheiben. Klingt knuffig, mal sehen was daraus wird.
Und dann natürlich immer noch die letzte und die letzten Arullugeschichten... irgendwann muss ja mal Schluss sein...
Abgabeschluss für ein paar Übersetzungen sowie Lektorat von einigem anderen nicht minder interessantem Zeug...
Die Singlereihe von Nemed House, bereits vor alnger Zeit angedroht und immer mehr anschwellend...


Und das Gute an allem ist, all dies spielt sich in einem Universum nebenan ab. Cadillacs preschen durch die Nacht, ein Riß im Himmel... und seine rote Flamme sei gleich einem Schwert in meiner Hand, deine Ordnung voranzutreiben. Sie wissen schon.

Sonntag, 2. November 2014

Arullu :: Der Stein (1984), 2. Teil


Und hier die zweite Hälfte des Originalmanuskripts von "DER STEIN". Warzen und alles, wie Oliver Cromwell sagte, der übriegns am gleichen Tag Geburtstag hat wie ich. Ich hoffe, das hat keine unangenehmen Auswirkungen auf mein Karma...

Von den schlammigen Küsten des Gelben Binnenmeeres mit den grässlichen Ruinen nun mussten die Kaufmänner nun ihre Waren zu den Kontoren Sanafranciscos tragen. Der Transport gen Kalfor war lange und gefährlich, denn vom Gelben Binnenmeer kommend mussten die feisten Händler aus Kalfor die gelben Länder von Sinu durchqueren.
Aus den eisigen Hochländern unterhalb des Aldebaran, dessen teuflisches rotes Dämonenzyklopenauge ihnen zynisch und böse hinterher blinzelte, schleppte sich die lange Karawane der Händler aus Kalfor herab durch Ses-byr bis zu den heulenden Sandwüsten Sinus, wo die Nomaden schreckliche Schreie ausstießen, als sie die Fracht der Karawane erblickten.
Fortwährend begleiteten die Karawane die tückischen Blicke gelber Männer, die diese bösartig lächelnd aus ihren gelben Augen aussandten. Wie unheimliche Schattenwesen hoben sie sich vor der Dämmerung ab, wenn sie stumm und beobachtend auf Hügelkämmen standen und mit den fremdartigen Wurflanzen in ihren Händen auf etwas warteten.
Doch ungeachtet der abwartenden Blicke gelber Männer aus gelben Augen schleppte sich die kalforische Karawane durch die heulenden Sandwüsten des gelben Landes Sinu und am Schluss erreichten sie auch glücklich die vertrauten Länder Amyrikas. Die Händler beglückwünschten sich zu ihrer erfolgreichen Handelsfahrt und teilten sich dann nach Sanafrancisco und Losangels auf, wo sie in ihre Handelskontore zurückkehrten.
Doch als sie dort ankamen, waren die Männer, die das seltsame gelbe Idol mit den Teufelszügen zerschlagen hatten, nur noch gelbe faulige und eitrige Massen grässlicher Pestblasen, die schrecklich schreiend bei lebendigem Leibe verfaulten.
Nur einer brachte noch die Zeit auf, in den letzten Atemzügen zu kreischen und sich dann zu gelbem Schleim aufzulösen: "ER WAR ES! ER! ER! ER hat ach für die Zerstörung seines Heimes gerächt! WIR zerhackten es! Nun ist ER überall! Nun ist ER überall!" Seither fürchtet man auf der Welt Arullu unter der sterbenden Sonne gelbe Steine....

Samstag, 1. November 2014

Arullu :: Der Stein (1984), 1. Teil


Wir wollen nichts beschönigen. Die ersten Versuche, eine Geschichte zu erzählen, sind immer gefärbt von den Vorlieben der Zeit, von den stilistischen Chimären, zu denen uns ältere Autoren inspiriert haben, und oft nicht mehr als ein ehrliches, enthusiastisches Nachäffen dessen, was man gelesen oder erlebt hat und wieder lesen und erleben möchte. "DER STEIN" ist die erste Geschichte, die ich über Arullu, die Sterbende Erde am Ende der Zeit geschrieben habe und in ihr sind viele Konzepte vorformuliert, die später eleganter gelöst wurden. Dennoch, zu meinem Amüsemnt (und vielleicht dem der Leser), will ich das Original noch einmal hervorkramen. Also...

Einst fand man an den von grässlichen Ruinen umringten schlammigen Küsten des Gelben Binnenmeeres, dessen trübe Wasser sich hoch im Norden unter den dunklen Wolken Al-Skyons zu den dämonischen Litaneien des roten Teufelssterns Aldebaran wiegen, ein großes seltsames Idol aus gelbem Stein, dessen Ursprung tief im Nebel der Alten Zeiten verborgen war.
Niemand, auch nicht die weisen Theokraten des heiligen Helgoland, können selbst heute sagen, von wessen Händen dies Idol geschaffen worden war, und ob es menschliche Hände gewesen waren, die die Gestalt aus dem gelben geheimnisvollen Stein meißelten.
Es waren Kaufmänner aus Kalfor, die den Stein fanden, feistwanstige Männer der Handelskontore von Sanafrancisco, die Handel getrieben hatten mit den seltsamen Barbaren der Eisebenen des höchsten Nordens, wo die Eiswinde zu den teuflischen Litaneien des Aldebaran tanzen und Wesen, nicht Tier, nicht Mensch, aber ein wenig von beidem, grässliche Gebete zu namenlosen Göttern der Äußeren Wüsten zu den kaltblinzelnden Sternen heraufheulen.
Die Männer schätzten den Wert des Steines, und da ihnen das Material ganz unbekannt war und dementsprechend wertvoll schien, zerhackten sie das seltsame Idol, des- sen seltsam leuchtende Augen sie dabei grässlich intelligent anblinzelten, in viele handliche Steinbrocken, die sie leicht in ihren Satteltaschen nach Sanafrancisco transportieren konnten, wobei sie sich bereits einen recht beträchtlichen Gewinn ausrechneten, denn der Stein schien ein edler, und seine Essenz wertvoller als Topas und Rubin in einer Kombination.

Fortsetzung & Schluß morgen

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Arullu :: Die Geschichte eines Steins

#30Jahre Arullu - Wenn man in die Übersicht der veröffentlichten und unveröffentlichten Arullu-Geschichten sieht, wird man feststellen, dass alles 1984 mit einer Geschichte namens "Der Stein" angefangen hat. Als ich diese erste Geschichte von der Sterbenden Erde in der damaligen Schülerzeitung veröffentlichte, hätte sicherlich niemand gedacht, dass ich auch heute noch ab und zu mal diesem Zeitalter einen Besuch abstatte. Eine DinA4-Seite, ohne Absatz oder Erklärung - 516 Wörter insgesamt, sehr konzise und fast telegrafenartig - der Stil eigenwillig, aber nicht so dekadent wie man befürchten muss. Könnte man heute noch so stakkatohaft schreiben?
1990 habe ich die Geschichte als "Der Stein vom Aldebaran" neugeschrieben - erweitert, könnte man sagen, und da hatte auch der zwergenhafte üble Zauberer Yapher S. seinen ersten Auftritt. In der neuen Version wird impliziert, dass sich der Fluch, der mit dem Stein (anscheinend vom Aldebaran?) zur Erde kam, sich weiterausbreiten wird und alle Menschen ausrotten wird. Also tatsächlich eine Geschichet aus den letzten Tagen der Menschheit - aber nur die vorletzte Arullugeschichte. Es gibt tatsächlich soetwas wie eine interne Chronologie - 5319 Wörter.
In 2010 habe ich die Geschichte noch etwas poliert und zur Veröffentlichung in Druckform freigegeben - 7227 Wörter. Oder in anderen Worten, in 26 Jahren sind aus jedem Wort der Urform der Story 14 geworden. Good Lord!

Samstag, 27. September 2014

works-in-progress

#30Jahre Arullu... ein erneuerliches Update mit bedeutungsschweren Zahlen... und aus dem kurzen Prolog der "Geheimnisse von Gnydron" ist eine ganz neue Welt erblüht, hat die harte Eierschale aufgepickt und ist geschlüpft wie ein eigenwilliger Phönix, ein bislang ignorierter Landstrich der Sterbenden Erde, in der die Menschen geschäftig das Verderben ignorieren und sich stattdessen mit etwas ganz anderem beschäftigen.
In memoriam des Großen Jack Vance... und weil ich auch mal was wenigstens vage lustiges und lebensbejahendes schreiben möchte. Außerdem, irgendwo muß die liebenswerte Aphrodite Semlâ ja ihren ersten Auftritt haben...
Und wer weiß, vielleicht liegt hier ja auch die Zukunft der Sterbenden Erde. (Ist das paradox? Ich hoffe dox!)


Die Stimmen der Toten
23814
Die Gräber von Birdum
19441
Die Litaneien des Todes
18855
Der Gott der Einöde
8607
Das Heer der Toten
30192
Morella / die Toten
19017
Die Geheimnisse von Gnydron
32541
Der Karneval von Ipoh
22723

175190

Montag, 22. September 2014

works-in-progress

Und wieder ein Blick in die Mappe mit den Materialien für #30Jahre Arullu...
"Die Geheimnisse von Gnydron"... es fing so unschuldig an mit einem Zitat von Clark Ashton Smith...
"Gnydron, a continent of the far future, in the South Atlantic, which is more subject to incursions of "outsideness" than any former terrene realm; and more liable to the visitation of beings from galaxies not yet visible; also, to shifting admixtures and interchanges with other dimensions or planes of entity."
In einem Brief von 1931 an Lovecraft klarifiziert der Barde, was es damit auf sich hat:
"...the far-future continent called Gnydron by some and Zothique by others..."
Die Geheimnisse von Gnydron... die Zothische Zone... das Ende der menschlichen Geschichte... wie dunkler, schwerer Wein perlt es träge herab in das Verständnis... und klristalliseren sich stattdessen zu einer synthetischer Studie der Entropie, wie sie eigentlich eher Michael Moorcock schreiben würde. Zu viele gespenster in diesem Haus... dabei würde ich eigentlich viel lieber mal dem anderen Vorbild für die Sterbende Erde, Jack Vance, ein Denkmal setzen... So etwas leichtes, luftiges... unter Umständen vielleicht sogar witziges...



2014-09-22
Die Stimmen der Toten
23814
Die Gräber von Birdum
19441
Die Litaneien des Todes
18855
Der Gott der Einöde
8607
Das Heer der Toten
30192
Morella / die Toten
13500
Die Geheimnisse von Gnydron
38505

152914

Sonntag, 21. September 2014

Shortcuts 2014-09-21

Wie immer, wenn ich nichts Besseres zu tun habe, räume ich momentan meine interne und externe Festplatte auf. Na, es ist nicht so, dass ich nichts Besseres zu tun habe, aber zu mehr als in Dateien blättern und Blätter in Dateien umzuwandeln taugt meine Mobilität momentan nicht. Auch dieser Satz ist schon so verquer konstruiert, dass irgendjemand anders ihn geschrieben haben muß. Invasion aus dem ID? Die fremde Hand?
Auch egal. Zur Prokrastination reicht es noch.



Update1: Um effektiv Ordnung in den Sauhaufen hier zu bekommen, muss ich erst mal ein, zwei Schritte zurückgehen, um mir einen Überblick zu verschaffen, den habe ich nämlich langsam verloren. Das betrifft viel von dem, an dem ich in den letzten Monaten geschrieben habe. Einen Anfang habe ich mit meiner Serie von Geschichten aus Arullu, der Sterbenden Erde, gemacht, die dieses Jahr ja 30 geworden ist. Puh, das ist eigentlich mehr, als mir lieb ist. Ich glaube, ich habe jetzt alles wieder ausgegraben, was es gibt, und ehrlich gesagt, wenn ich das alles abarbeite, werde ich bestimmt nicht noch eine Geschichte an diesen Ort verlegen.

Samstag, 20. September 2014

Arullu - Die Serie



Update vom 20.09.2014
Fern, fern von hier, durch namenlose Abgründe von Raum und Zeit von uns getrennt, an einem Punkt, den man das Ende der Zeit nennt, wenn der Strom der Zukunft versiegt und spärlich wird, werden alle Inseln dieser Erde vom zurückweichenden Meer und der Rotation ihrer Achse zu einer einzigen zusammengepresst werden, und ein Mann wird kommen, der sein Banner über allen Ländern dieses letzten Kontinentes errichten wird.
Arull wird man ihn nennen, den Eroberer, und er wird hundert Jahre regieren, bevor ein roter Komet aus dem Himmel fallen wird und ihn und seine Hauptstadt zerschmettert. Und dies sind die Länder, die Arull eroberte; ein letzter Kontinent unter einer schwachen, rötlich glosenden Sonne, der langsam aber sicher von Eis verkrustet wird und alle Spuren des Lebens verliert; ein Hort der Melancholie, eine Heimat der Sorgen und des Selbstmordes, benannt nach ihrem Eroberer ARULLU...


Eine Weird Fantasy-Serie von Axel M. Gruner
Alle Geschichten

Sonntag, 14. September 2014

Arullu :: Im 30. Jahr


"...draußen aber beugen sich die Menschen fremden Göttern, und aus der Ödnis und der Dunkelheit kriecht das Abhumane hervor."

Es treibt mich immer wieder zu der Sterbenden Erde zurück, und es gibt noch soviel zu erzählen. Tatsächlich ist das, was noch unbekannt über dieses letzte Zeitalter der Menschheit ist, relativ überschaubar, wenn man Zugang zu allen Festplatten hat. [Update der Seriendaten morgen].
"Unglaublich interessant", sagt der geneigte Leser ironisch. "Aber wollten Sie nicht eiegntlich in diesem Jahr ein Faß aufmachen wegen des bevorstehenden Jubiläums... 30 Jahre Arullu und so... haben Sie das nicht irgendwie, wie soll man sagen, vergessen?"
Nicht wirklich. Denn derweil ich auch eine große Heimlichkeit daraus mache, ahbe ich beständig zu anchtschlafender Zeit weiter an den Dingen gebastelt, die dieses Jahr markieren sollen. Kann ich Sie mit einer erweiterten Karte des Arullschen Zeitalters erfreuen? Nein? Schade, das Basteln daran macht mir große Freude. Und dann sind da noch diese ganzen Geschichten, die abgeschlossen werden wollen... zum Beispiel jene, die aus dem Bereich der von Clark Ashton Smith und Jack Vance vorgedachten Sterbenden Erde in die chaotischen Marken führt, die uns aus den Werken von Michael Moorcock bekannt sind...
"Wie bitte?"
Ein bisschen Bangemachen erhöht die Vorfreude. und dann ist da noch die letzte Arullu-Geschichte.
"Die letzte?"
Die Letzte.
"In welchem Sinne? Wie meinen Sie das...?"
Stille. Eigenartig. Als ob diese Stimme nie dagewesen wäre. Öffnen wir lieber die vertrauten Folianten. Da ist ein Dieb, der die Wahrheit stehlen will, und eine Mythensammlerin mit einem wohlgerundeten... und die Nacht bricht an. 

Dienstag, 29. Juli 2014

works-in-progress


Momentan auf dem Schreibtisch... ein Haufen Geschichten, wie immer. Um mich aufzumuntern, notiere ich die derzeitigen jeweiligen Anschläge (Zeichen). Unsere Feier von #30JahreArullu geht mit rasanten Schritten voran, vielleicht weiß ich aber auch nicht mehr, wo mir der Kopf steht. in die muntere Kollektion jetzt mit aufgenommen eine Geschichte, die auf einem Zitat von Clark Ashton Smith basiert, dass ich schon seit dreißig Jahren mit mir herumtrage, aber irgendwie danach drängt, von der Sterbenden Erde ins Reich des Chaos zu entkommen. Klingt komisch? ist es auch...



2014-07-29
Die Stimmen der Toten
23814
Die Gräber von Birdum
19441
Die Litaneien des Todes
18855
Der Gott der Einöde
8607
Das Heer der Toten
27799
Morella / die Toten
14165
Die Geheimnisse von Gnydron
11810

124491
 

Dienstag, 22. Juli 2014

works-in-progress

Momentan auf dem Schreibtisch... ein Haufen Geschichten, wie immer. Um mich aufzumuntern, notiere ich die derzeitigen jeweiligen Anschläge (Zeichen). Zusätzlich zu denen, an denen ich im Sinne unserer Feier von #30JahreArullu bastle, habe ich auch noch zwei alte Manuskripte wiedergefunden. Und auch diese sind wieder in Bearbeitung...




2014-07-22
Die Stimmen der Toten
23814
Die Gräber von Birdum
19441
Die Litaneien des Todes
18855
Der Gott der Einöde
8607
Das Heer der Toten
17031
Morella / die Toten
13731

101479

Montag, 21. Juli 2014

Auson Mazant

Sprache ist ein Virus, und Ideen sind noch schlimmer. Als ich vor einiger Zeit damit begonnen habe, einige uralte Geschichten über Arullu, die Sterbende Erde (dieses Jahr 30 Jahre alt!) umzuarbeiten und einer kleinen, aparten Geschichtensammlerin namens Aphrodite Semla vor die Füße zu legen, sproßen auf dem Weg dahin noch einige Blumen (wildwuchs) aus dem Boden, darunter auch eine weitere Iteration des Ewigen Helden, über dne ich in meiner Pubertät so viel geschrieben habe, den ich jetzt aber nicht mehr so nennen möchte, aus Respekt vor den Helden meiner Jugend...
Auson Mazant!
Held der Helden, der Letzte Held, der durch die Zeit rückwärts gesandt wird, um die Zukunft der Menschheit zu sichern... oder den Untergang des Universums, ich bin mir da noch nicht ganz sicher...
Ich habe bis jetzt noch keine Geschichte gefunden, in der er glorreich auftreten kann, aber von einigen der dahingekritzelten Details bin ich dochso angetan, dass ich damit angeben möchte.
Auson Mazant, der Graf von Wyrd!
Der Name "Auson Mazant" mag unwahrscheinlich und implausibel klingen, basiert aber auf hypothetischen indoeuropäischen Vokabeln. 'mazant' verweist auf die gleiche Wurzel wie 'magia' und 'macht', und 'auson' scheint ein Name für den Morgenstern zu sein.
"Ich bin die Wurzel und der Stamm Davids, der strahlende Morgenstern. Der Geist und die Braut aber sagen: Komm! Wer hört, der rufe: Komm! Wer durstig ist, der komme. Wer will, empfange umsonst das Wasser des Lebens." Offenbarung 22:16-17
'wyrd' ist natürlich = 'weird', bedeutet aber, wie erwähnt etwas ganz anderes...
Alles in allem, er ist ein mächtiger Erlöser - derjenige, der die Freiheit bringt.
In irgendeiner Geschichte werde ich ihm deswegen auch ganz sicher eine Rüstung verpassen, die farblich etc. der Uniform von Captain America entspricht - wir bewegen uns hier schließlich im Bereich des Mythos, und da sollte man sich schon an die besten halten.
Sein Pferd ist blau metallisch, mit außergewöhnlich langen Beinen, mit Namen Pfadfinder, eines der Pferde, von denen es heißt, dass sie jeden Weg finden können, den ein Mensch betreten kann.Sein Schwert ist eines von den sieben Schwertern, die in den Essen von Wielands Stern geschmiedet wurden. Das Schimmernde Schwert... Es ist, im Vertrauen gesagt, auch eines der namentragenden Zauberschwerter, wie man sie aus den europäischen Sagen kennt. Einige Charakteristiken teilt es mit den bösartigen Klingen der nordischen Sagas, aber viel auch mit dem irischen Claíomh Solais.
Was man am besten übersetzt mit "Schwert des Lichtes", was ein persönlicher Witz ist, der so komplex und dämlich ist, dass ich ihn niemandem, wenn nicht nach vier Bier, erklären möchte...

Dienstag, 29. April 2014

Arullu :: Es ist wieder soweit


Als ich vor einem halben Jahr wieder einmal meine interne und externe Festplatte aufräumte (anscheinend ineffektiv wie immer, weil ich immer noch was Neues finde), schrieb ich an ähnlicher Stelle:

...stelle ich fest, dass ich seit unglaublicher langer Zeit jedes Jahr immer wieder eine Kurzgeschichte schreibe, die in Arullu, der Sterbenden Erde, spielt. Die ersten Gehversuche, unsicher und ungelenk, machte ich wohl vor etwa dreißig Jahren auf den Seiten unserer Schülerzeitung.

Jetzt, ein halbes Jahr später, pünktlich zur alljährlichen Midlife Crisis (Geburtstag - man wird ja auch nicht jünger), kann ich es bestätigen. Ja, Virginia, es ist tatsächlich genau 30 Jahre her, dass die ersten Zeilen über Arullu zu Papier gebracht wurden

1984 - 2014... Good Lord, das ist eine ganz schön lange Zeit, auch wenn die letztendlich veröffentlichten Geschichten allesamt jünger, weil mehrfach überarbeitet, sind... Was jetzt also, eine große Party schmeißen? Landsknechtshochzeit oder Perlenhochzeit feiern? Alles löschen? Die Serie beenden? Oder was ganz anderes machen?