Und wieder die Schuld des Übersetzers...
Wenn...
Gnydron, a continent of the far future, in the South Atlantic, which is more subject to incursions of "outsideness" than any former terrene realm; and more liable to the visitation of beings from galaxies not yet visible; also, to shifting admixtures and interchanges with other dimensions or planes of entity.*
dann...
Gnydron, ein Kontinent der fernen Zukunft im Südatlantik, der mehr Einfällen von "Außen" als jedes frühere irdische Reich unterworfen ist; und anfälliger ist für den Besuch von Wesen aus Galaxien, die noch nicht sichtbar sind; und ebenso für wechselnde Beimischung und den Austausch mit anderen Dimensionen oder Ebenen des Daseins.
Klingt von fast wie etwas, was Goebbels gesagt haben könnte. Ich weiß zwar nicht wo, aber es hat einen leicht hysterischen Touch.
Ist Deutsch eine harte und sperrige Sprache, eine holprige, oder entlarvt sie nur schonungslos den Wortzauber des Stylisten als Spiel mit den Lehnwörtern und Variablen einer 'weicheren' Sprache?
* Gnydron ist die erste Version von Clark Ashton Smiths Sterbende Erde "Zothique". Siehe A Tale of Gnydron (Synopsis)
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Samstag, 28. Mai 2016
Samstag, 23. April 2016
Fanboy :: Die Schwarze Loge vom Schwarzwald
Sehr verehrte Damen und Herren, liebe Mutanten und Außerirdische... kehren wir zu einem liebgewordenen Thema zurück, dass in den letzten Jahren viel zu wenig Beachtung fand... ein Thema, das wir bereits in so unvergesslichen Beiträgen wie "Fanboy :: Gewehr er unten" gefeiert haben: Die faszinierende Parallelwelt, in der Europa und das deutsche Land, in den Multiversen unserer kreativen Verbündeten auf der anderen Seite des Großen Teiches angesiedelt ist. Gigantische Berge im norddeutschen Flachland! Die Bestien von Berlin! Die Rakete-Auslese!
Auch in Thema Horror und Mystery hat Deutschland da viel zu bieten: Zum Beispiel den Schwarzwald. Ich habe jetzt erst begriffen, nach dem ich in einer Kopie von Swamp Thing Nr. 149 blätterte, dass der Schwarzwald wohl deswegen so heißt, weil sich da viele unnatürliche und dunkle Dinge ereignet haben oder sich herumtreiben oder beides. Wie auch immer. Wenn sich da schon ein zwei Meter großer Klumpen Sumpfgras herumtreibt, der denkt, er sei ein Mensch, wie kann man das noch toppen? Wo ist Hellboy, verdammt noch mal?
Und wieder mal ist alles die Schuld der "Schwarzen Loge", deren Oberhaupt anscheinend *stutz* Eugen Grosche war? Wie, der alte Eugen? Aber, aber... wie gesagt, eine faszinierende Parallelwelt, in der Europa und das deutsche Land angesiedelt sind... wahrscheinlich handelt es sich um den gleichen Herren Grosche, der die deutsche Ausgabe des Nekronomicons veröffentlicht hatte.
Jetzt die Frage... macht das die ganze Sache besser, oder schlechter?
Sonntag, 1. März 2015
Monthly Blog
Ich schleppe dieses Zitat schon eine ganze Weile mit mir rum... dankeschön, Internet, seit es Dich gibt, brauchen wir keine Drogen* mehr. Das hat aber nichts damit zu tun, warum ich die letzten Wochen hier nichts hinterlassen habe. Die virtuelle Welt ist eh ein Irrenhaus, Wikipedia ein Downer, Fanfiction Kokain etc, etc. Warum ganze Sätze, wenn. Und wer braucht schon den Februar in seinem Resumé?
"Die Betroffenen haben häufig das Gefühl, dass sie trotz Überlastung nicht viel erreichen oder bewirken. Es mangelt an den Erlebnissen des Erfolges. Weil die Anforderungen quantitativ und qualitativ steigen und sich ständig verändern, erscheint die eigene Leistung im Vergleich zu den wachsenden Anforderungen gering. Diese Diskrepanz zwischen Anforderungen und Leistungen nimmt der Betroffene als persönliche Ineffektivität bzw. Ineffizienz wahr. Dies ist mit eine Folge der Depersonalisierung, weil die Betroffenen sich von ihren Klienten entfernt haben und auf deren Erwartungen nicht mehr wirksam eingehen können. Darunter leidet der Glaube an den Sinn der eigenen Tätigkeit." >>>
Auch ohne das schönreden zu wollen - man muss ja auch nicht immer alles positiv sehen - ein bequemerer Stuhl tut manchmal Wunder, und außerdem warum eigentlich Glaube? Ist das nicht das Grundproblem? Die Depersonalisierung besteht vor allem darin, dass es kein Wissen mehr um den Sinn der Tätigkeit gibt, im Sinne erlebbarer, fühlbarer Erkenntnis, sondern dass dieses durch eine Art Religion ersetzt wurde.
Solange man nur an sich und den eigenen Sinn glaubt, ohne Gewissheit (Gnosis) zu haben, kann dieser Glaube wie jeder andere jederzeit zerbrechen - wenn Gott gut ist, warum geschehen dann schlimme Sachen? Und wenn das, was ich mache, so toll ist, warum geht es mir dann so dreckig? Und wiederum der ewige Gesang des Plattwurmes: Warum ich? Warum ich? Das ist das Problem mit jeder Art von Glauben oder Gott. Dem ist der eine kleine zerbrechliche Plattwurm ziemlich, sagen wir mal, scheißegal. Da sollte man lieber die Perspektive wechseln, auf Erden, nicht im Himmel, diesem sagenhaften Ort von Renten und zusätzlichen Gratifikationen.
Denn: wenn Du Dich ausbrennen lässt, warten dennoch keine Jungfrauen auf Dich. Und Walhalla hat dichtgemacht.
* Im klinischen Sinne, d.h. als Medikament zu verstehen.
"Die Betroffenen haben häufig das Gefühl, dass sie trotz Überlastung nicht viel erreichen oder bewirken. Es mangelt an den Erlebnissen des Erfolges. Weil die Anforderungen quantitativ und qualitativ steigen und sich ständig verändern, erscheint die eigene Leistung im Vergleich zu den wachsenden Anforderungen gering. Diese Diskrepanz zwischen Anforderungen und Leistungen nimmt der Betroffene als persönliche Ineffektivität bzw. Ineffizienz wahr. Dies ist mit eine Folge der Depersonalisierung, weil die Betroffenen sich von ihren Klienten entfernt haben und auf deren Erwartungen nicht mehr wirksam eingehen können. Darunter leidet der Glaube an den Sinn der eigenen Tätigkeit." >>>
Auch ohne das schönreden zu wollen - man muss ja auch nicht immer alles positiv sehen - ein bequemerer Stuhl tut manchmal Wunder, und außerdem warum eigentlich Glaube? Ist das nicht das Grundproblem? Die Depersonalisierung besteht vor allem darin, dass es kein Wissen mehr um den Sinn der Tätigkeit gibt, im Sinne erlebbarer, fühlbarer Erkenntnis, sondern dass dieses durch eine Art Religion ersetzt wurde.
Solange man nur an sich und den eigenen Sinn glaubt, ohne Gewissheit (Gnosis) zu haben, kann dieser Glaube wie jeder andere jederzeit zerbrechen - wenn Gott gut ist, warum geschehen dann schlimme Sachen? Und wenn das, was ich mache, so toll ist, warum geht es mir dann so dreckig? Und wiederum der ewige Gesang des Plattwurmes: Warum ich? Warum ich? Das ist das Problem mit jeder Art von Glauben oder Gott. Dem ist der eine kleine zerbrechliche Plattwurm ziemlich, sagen wir mal, scheißegal. Da sollte man lieber die Perspektive wechseln, auf Erden, nicht im Himmel, diesem sagenhaften Ort von Renten und zusätzlichen Gratifikationen.
Denn: wenn Du Dich ausbrennen lässt, warten dennoch keine Jungfrauen auf Dich. Und Walhalla hat dichtgemacht.
* Im klinischen Sinne, d.h. als Medikament zu verstehen.
Sonntag, 20. Juli 2014
Dailyblog
I wuff my Duden: Gerade eben gelernt, das Wort "Urlaub" stammt von mittelhochdeutsch, althochdeutsch urloup = Erlaubnis (wegzugehen), zu ↑erlauben. Merke: nicht arbeiten darfst Du nur, wenn man es Dir erlaubt. Also, meine lieben Droogies, hat nichts mit abgefallenem, abgerisenem oder abgeschnittenem Blätterwerk zu tun. Ich glaube, ich nenne das dann mal lieber "Dienstfreie Zeit", das klingt zwar irgendwie kryptomilitaristisch, aber wenigstens so, als ob ich auch was mitzuentscheiden hätte. Brrrr.
Sonntag, 20. April 2014
In the Hood :: Ein deutsches Fest

Der Frühling steht vor der Türe, und die Bäume geilen aus. Und nicht nur die.
Derweil wir uns zum letzten Osterfeste noch durch Schneewehen auf dem Weg nach Osten kämpfen mussten, erfreut sich der Osterhase dieses Jahr an ausgezeichnetem Wetter und einem blauen Himmel. Und der Osterhase - wer weiß das nicht, ist wie der Heilige Nikolaus in seiner Pelzverkleidung als Weihnachtsmann - eine deutsche Erfindung.
Eier hat man sich wohl schon immer irgendwann mal geschenkt, warum also auch nicht zu Ostern, aber es waren "der Deutsche", der - vielleicht in Verbindung mit jener anderen großen Bereicherung des Weltkulturerbes, deutsches Bier - die Genialität und Unverfrorenheit besaß, einem übelbeleumundeten Nagetier die Verteilung der österlichen Kurzwaren zu überantworten.
Was lernt uns das?
Keine Ahnung. Die Sonne macht dumm, und wenn ich einen Osterspaziergang mache, erfreue ich mich an dem Grün, das die ungesehene Kraft vorantreibt, dem Blütenmeer in den Ästen und den Stockenten, die treudoof in den Gräben der Siebethsburg vorbei dümpeln.
Warum ein Weihnachtsmann? Warum ein Osterhase? Vielleicht waren wir Deutschen früher einfach kreativer oder ungehemmter im Fabulieren. Klettere ich heute in einen Baum, um den blauen Himmel und die lebende Natur zu preisen, fällt mein Blick stattdessen auf die kreativen Schreibkünste unserer Nachfahren. (siehe oben).
Sonntag, 16. März 2014
Shortcuts 2014-03-16
Schreiben ist eine köstliche Sache;
nicht mehr länger man selbst zu sein, sich aber in einem Universum zu
bewegen, das man selbst erschaffen hat.
Die Harlekinade
Da steh' ich nun, ich armer Tor und bin genau so schlau wie zuvor. Abgesehen davon, dass ich der abwegigen Meinung bin, man sollte "Tor" definitiv wieder wie früher "Thor" schreiben. Verdammte Rechtschreibreform von 1900, früher war alles besser.Man hat erfolglos versucht, mich als "New Weird" oder "New Pulp"-Autoren zu outen. ich hab es auch versucht, aber man kann halt nicht alles mit Rasierklingen und 4 Kilo Semtex richten. Jetzt ertappe ich mich dabei, wie ich alte Ideen einer eigenen Mythologie neu belebe, und stattdessen im 'Pierrot Lunaire' nachblättere als in meiner Taschenbuchausgabe des Nekronomicons.
Harlekin, Pierrot, Pulcinell und Brighella, die Zanni der Pyropunkzeiten, sie reinkarnieren vor meinen Augen in anderen Welten und drehen mir eine Nase.
Ätsch. (Das hättest Du wohl nicht gedacht, Herr Leandrowsky?)
I love my Duden
Fundstücke um den Wortschatz zu vergrößern:
- glosen Wortart: schwaches Verb Bedeutung: schwach glühen, glimmen
- harschig Wortart: Adjektiv Bedeutung: (vom Schnee) hart gefroren, vereist, krustig
- Järv Wortart: Substantiv, maskulin Bedeutung: Norwegischer Eigenname des Vielfraßes (Wolverine)
Retro-Zeugs
works-in-progress:
Alles ist vernetzt. Was ich als gemeinfreien Text in den Archiven der Welt oder der Gutenberg-Galaxis finde, ist bereits 10 Minuten vorher als Kindle-Datei veröffentlicht worden, in den meisten Fällen für teuer Geld. Man kann sich natürlich aber auch die .txt oder .pub auf den Rechner oder ein anderes Gerät herunterladen und im Kindle als Dokument lesen.
Die Datacloud braucht dazu nur ein paar Augenblicke - es lohnt sich hier, auch international nach deutschsprachigen Texten zu suchen. Wer will nicht eine "utopische" Geschichte aus dem Jahre 1912 für lau lesen?
Dieselpunk, als man noch nicht wusste, was Diesel ist -
Damals hieß Science Fiction noch "Zukunftsliteratur", und man brauchte sich anscheinend um Wissenschaft nicht zu scheren. Und ein paar Straßen weiter bastelten Einstein und Heisenberg an einer ganz anderen Sicht der Dinge.
Klar, dass man da mals eine postmoderne Interpretation vorstellen sollte.
Mit Zeppelinen.
Dienstag, 8. Oktober 2013
3rd Mind :: Die gröbste Katastrophe
Jeden Morgen, wenn ich mich auf meine Reise durch Deutschland im Dunklen aufmache, stehe gegenüber dem Rathaus an einer Haltestelle, dessen linke Wand mit einem beleuchteten Plakat der Diakonie gefüllt ist. Irgendetwas Wichtiges und Humanitäres, denke ich. Ein großes Foto in Grautönen, die Gestalt einer alten Frau in Farbe. Leute, denen es nicht gut geht, das sollte eigentlich jeder Depp verstehen. Das ist die Message, und die Message ist: DIE GRÖSSTE KATASTROPHE IST DAS VERGESSEN. (Millionen Menschen in der Demokratischen Republik Kongo leiden unter Hunger, Gewalt und Vertreibung. Seit Mitte der 1990er Jahre tobt dort ein Bürgerkrieg, so geht es weiter...)Sieht schon übel genug aus, aber nicht Ghetto genug. Glücklicherweise hat irgendein treu sorgender Mensch, ein Vandale oder Westgote, die Message gepimpt, indem er einen kryptischen Kommentar auf das Glas gekritzelt hat, damit wir es auch ja nicht vergessen, was ihm aufgefallen ist. Seine Message sieht ungefähr so aus:
(SS-Runen)? B = doitsch! Vor Benutzen BedienungsAnleitung durch lesen!
Ganz schön harte Nuss. Ich habe glatt eine Minute gebraucht, um seinen Code zu knacken. Er bezieht sich auf die Message und soll wohl so lauten:
Hochverehrte Diakonie, ein doppeltes S in GRÖSSTE ist nicht richtig? Richtig geschrieben wird das Wort mit einem "ß".
Dieser Verbesserungsvorschlag war dem unbekannten Streber wohl so wichtig, dass er die Haltestelle mit seinem sarkastischen Kommentar überziehen musste, der gekonnt mit den Klischees des hässlichen Deutschen, dem jüngsten PETA-Test und der galoppierenden Inzucht in manchen Bereichen Norddeutschlands spielt.
Aber, au contraire, mon ami!
Wer die deutsche Sprache beherrschen will, der sollte erst einmal das Alphabet begreifen. Es gibt, allen Unkenrufen zum Trotz, nur 26 Buchstaben. Das "ß", Scharfes S, auch Eszett genannt, gehört nicht dazu. Es ist eine sogenannte Ligatur, die Verbindung zweier Zeichen zu einem neuen, hier entstanden aus der Verbindung einer Sonderform des "s", dem langen ſ, und einem gerundeten "z". Das langen ſ hat man früher gerne in Worten verwendet, das kurze s eher am Ende. Wie auch immer: kein Buchstabe. Es ist ein Sonderzeichen, eine graphische Abkürzung, ebenso die die deutschen Umlaute.
Und weißt Du was?
Es ist ein Sonderzeichen, das es nur klein geschrieben gibt. Oder hast Du schon mal ein "großes Eszett" gesehen? Wenn man aus welchem Grund auch immer - zum Beispiel um eine Message zu transportieren - ein Wort in Groß- oder Blockbuchstaben schreibt, dann zerlegt man die Ligatur wieder in Einzelbuchstaben.
Sonst sieht es nämlich so aus:
DIE GRÖßTE KATASTROPHE IST DAS VERGESSEN.
Sonntag, 11. August 2013
Fanboy :: Man spricht deutsh
Ich hatte vor laaaanger Zeit mir mal das Maul zerrissen über ein Team deutscher Superhelden, die den eher unwahrscheinlichen Namen „Schutzheiliggruppe“ führt. Damals auch schon Schnee von gestern, und man schämte sich auch später dementsprechend bei Marble Comics. man konnte nicht ahnen, dass DC Comics seine Autoren nicht daran hindern konnte, eine noch ödere Kopie öder Charaktere (Rocket Red aus Sowietland) zu produzieren, sie schwarz-rot-gold einzufärben und zu einer deutschen Super-Polizeitruppe zu ernennen.
Und zwar... die Rakete-Auslese!
Ahhh... Auslese... klingt rischtisch lecker, gelle? Und, wie lange haben wir erreichen das Ziel?

Und zwar... die Rakete-Auslese!
Ahhh... Auslese... klingt rischtisch lecker, gelle? Und, wie lange haben wir erreichen das Ziel?

Image © DC Comics
Mittwoch, 3. Oktober 2012
Zur Lage der Nation
Hahaha, fast hätte ich Euch drangekriegt, sanftmütiger Leser, ich werde mich den Teufel hüten, hier etwas zu dem grotesken Schauspiel zu schreiben, das sich heute vor meinem Fenster abspielt. Tränen und Zähneklappern in den Kirchen, solemne Wachspuppen auf den Podien der offiziellen Feierlichkeiten, ach nö. Nö nö nö. Also:
In den letzten Wochen hat sich die frohe Botschaft von Nemed House, und den exzellenten Veröffentlichungen, die wir hier in unregelmäßigen Abständen hervorzaubern, soweit verbreitet (danke an Blogger und Vlogger, die darauf hingewiesen haben...), dass einige begabte Menschen es sich nicht haben nehmen lassen, uns Geschichten zur Veröffentlichung zu übersenden.
Ich bin geschmeichelt und entzückt, aber ehrlich, solltet ihr nicht darauf warten, bis ich ein angemessenes Honorar oder eine andere Regelung ausgehandelt habe? Meinetwegen auch in Naturalien. Euer Vertrauen ehrt mich, aber woher wisst ihr, dass ich nicht eure exzellenten Stories schnappe, mir einen Schnurrbart anklebe und die bei Heyne unter der Tür durchschiebe?
Naja, vielleicht bin ich auch einfach zu alt und misstrauisch.
Ich werde mal was Angemessenes von der Buchhaltung aushandeln lassen und dies dann als Informationen zur Manuskripteinsendung auf der Redmask-Seite von Nemed House hinterlegen.
Bei der Bearbeitung des Manuskriptes des Retro-SF-Romanes "Krise im Beta-Universum" oder "Alarm im Beta-Universum" (Originaltitel: Die Falkensteen-Kur) musste ich feststellen, dass der kleine Zwergstaat Andorra eine wichtige Rolle spielt. Nicht, dass der Autor ein realistisches Bild dieses putzigen Teiles Europas abbildet. Ist ja SF...
Aber, wo ist der Pyrenäen-Desman? Dieser nahe Verwandte des Maulwurfs, dieser putzige Teil europäischer Fauna?
In meiner wohl sortierten Sammlung von Webservices habe ich auch seit einiger Zeit etwas namens Goodreads, um den Überblick zu behalten, was ich nebenbei lese. Ich schaffe es zwar immer noch nicht, alle Bücher einzupflegen, aber sagen wir mal zwei Drittel. Eigentlich eine gute Möglichkeit, mal wieder eine Rezension oder so etwas Ähnliches zu verfassen, aber... na, Sie wissen schon.
Dennoch: Unter anderem habe ich vor einiger Zeit (und mit wachsender Begeisterung) auf die früher übliche Veröffentlichung von "Singles" hingewiesen, eher kleinen Werken, die abgeschlossen sind und ein schnelles, heftiges Lesevergnügen bieten. (Nicht vergessen hier auch die unübertroffene Terry Fantasy-Reihe, hrsg. von Hugh Walker)
Zu den Singles, die ich in letzter Zeit verköstigt habe, gehören drei Bände der Serie "Der Grüne Stern" von Lin Carter. Leichte Lektüre, schnell verschlungen, aber genau das richtige an einem verregneten Nachmittag. Ein etwas schmalbrüstiger Klon von John Carter, aber ich nehme dem Autoren den Spaß ab, den er beim Verfassen hatte.
Und, alle drei Bände auf dem Flohmarkt für 1 € erstanden - unschlagbar.
Alle drei Bände, die in Deutschland erschienen sind. Band 4 und 5, die die Geschichte zum Abschluss bringen, sind nie übersetzt worden.
Was zur Hölle? Wer macht denn so etwas? Ich nehme an, sie waren finanziell nicht der große Bringer, aber hätte man sich das nicht vorher überlegen können? Versprochen: wenn wir bei Nemed House mal eine Serie bringen, dann erst dann, wenn alle Bände fertig sind oder die Bände in sich abgeschlossen sind und weder einen Vor- noch Folgeband erfordern.
Ich könnte die Tränen vor Wut, die dem geneigten Leser aus den Augen schießen, nicht ertragen.
Achja, die Lage der Nation...
Endlich mal ein nichtkirchlicher Feiertag... An jeder Ecke steht ein Elefant... Goldflitter fällt vom Himmel, etc...
Ich bin ein bisschen bitter. Ich darf nämlich gleich zum Dienst, was noch dadurch verschönert wird, dass an einem offiziellen Feiertag die öffentlichen Verkehrsmittel nur unter Protesten fahren. Ich hätte auch lieber weiter an interessanteren Dingen gearbeitet, oder mir noch mehr Bilder vom Pyrenäen-Desman besorgt...
Immerhin habe ich es nicht so schwer wie manche Kollegen. Heute abends spielt auch noch der BVB, und was wäre deutscher als abends ein Fußballspiel zu sehen, anstelle die selbe Tätigkeit wie immer auszuführen. Der Schmerz! Die Wut! Das sind Menschen, die wirklich leiden...
Shortcuts 2012-10-03
In den letzten Wochen hat sich die frohe Botschaft von Nemed House, und den exzellenten Veröffentlichungen, die wir hier in unregelmäßigen Abständen hervorzaubern, soweit verbreitet (danke an Blogger und Vlogger, die darauf hingewiesen haben...), dass einige begabte Menschen es sich nicht haben nehmen lassen, uns Geschichten zur Veröffentlichung zu übersenden.
Ich bin geschmeichelt und entzückt, aber ehrlich, solltet ihr nicht darauf warten, bis ich ein angemessenes Honorar oder eine andere Regelung ausgehandelt habe? Meinetwegen auch in Naturalien. Euer Vertrauen ehrt mich, aber woher wisst ihr, dass ich nicht eure exzellenten Stories schnappe, mir einen Schnurrbart anklebe und die bei Heyne unter der Tür durchschiebe?
Naja, vielleicht bin ich auch einfach zu alt und misstrauisch.
Ich werde mal was Angemessenes von der Buchhaltung aushandeln lassen und dies dann als Informationen zur Manuskripteinsendung auf der Redmask-Seite von Nemed House hinterlegen.
Bei der Bearbeitung des Manuskriptes des Retro-SF-Romanes "Krise im Beta-Universum" oder "Alarm im Beta-Universum" (Originaltitel: Die Falkensteen-Kur) musste ich feststellen, dass der kleine Zwergstaat Andorra eine wichtige Rolle spielt. Nicht, dass der Autor ein realistisches Bild dieses putzigen Teiles Europas abbildet. Ist ja SF...
Aber, wo ist der Pyrenäen-Desman? Dieser nahe Verwandte des Maulwurfs, dieser putzige Teil europäischer Fauna?
In meiner wohl sortierten Sammlung von Webservices habe ich auch seit einiger Zeit etwas namens Goodreads, um den Überblick zu behalten, was ich nebenbei lese. Ich schaffe es zwar immer noch nicht, alle Bücher einzupflegen, aber sagen wir mal zwei Drittel. Eigentlich eine gute Möglichkeit, mal wieder eine Rezension oder so etwas Ähnliches zu verfassen, aber... na, Sie wissen schon.
Dennoch: Unter anderem habe ich vor einiger Zeit (und mit wachsender Begeisterung) auf die früher übliche Veröffentlichung von "Singles" hingewiesen, eher kleinen Werken, die abgeschlossen sind und ein schnelles, heftiges Lesevergnügen bieten. (Nicht vergessen hier auch die unübertroffene Terry Fantasy-Reihe, hrsg. von Hugh Walker)
Zu den Singles, die ich in letzter Zeit verköstigt habe, gehören drei Bände der Serie "Der Grüne Stern" von Lin Carter. Leichte Lektüre, schnell verschlungen, aber genau das richtige an einem verregneten Nachmittag. Ein etwas schmalbrüstiger Klon von John Carter, aber ich nehme dem Autoren den Spaß ab, den er beim Verfassen hatte.
Und, alle drei Bände auf dem Flohmarkt für 1 € erstanden - unschlagbar.
Alle drei Bände, die in Deutschland erschienen sind. Band 4 und 5, die die Geschichte zum Abschluss bringen, sind nie übersetzt worden.
Was zur Hölle? Wer macht denn so etwas? Ich nehme an, sie waren finanziell nicht der große Bringer, aber hätte man sich das nicht vorher überlegen können? Versprochen: wenn wir bei Nemed House mal eine Serie bringen, dann erst dann, wenn alle Bände fertig sind oder die Bände in sich abgeschlossen sind und weder einen Vor- noch Folgeband erfordern.
Ich könnte die Tränen vor Wut, die dem geneigten Leser aus den Augen schießen, nicht ertragen.
Achja, die Lage der Nation...
Endlich mal ein nichtkirchlicher Feiertag... An jeder Ecke steht ein Elefant... Goldflitter fällt vom Himmel, etc...
Ich bin ein bisschen bitter. Ich darf nämlich gleich zum Dienst, was noch dadurch verschönert wird, dass an einem offiziellen Feiertag die öffentlichen Verkehrsmittel nur unter Protesten fahren. Ich hätte auch lieber weiter an interessanteren Dingen gearbeitet, oder mir noch mehr Bilder vom Pyrenäen-Desman besorgt...
Immerhin habe ich es nicht so schwer wie manche Kollegen. Heute abends spielt auch noch der BVB, und was wäre deutscher als abends ein Fußballspiel zu sehen, anstelle die selbe Tätigkeit wie immer auszuführen. Der Schmerz! Die Wut! Das sind Menschen, die wirklich leiden...
Donnerstag, 12. Juli 2012
Zitat der Woche
Gespensterhaft schwimmen phantastische Nebelfetzen durch die stummen Straßen, die auf die lauten Schritte eines belebenden Menschen lauern. Grauer Himmel drückt auf die altersmüden winkligen Giebelhäuser, die wie verwitterte Schönheiten einer prunkvollen Vergangenheit nachtrauern. In den zahlreichen Kanälen, die sich wie riesenhafte Würmer durch die Stadt winden, fließt schiefergraues Wasser; es hat eine Melodie, als lägen Tote auf dem Grunde. Schlafende Kähne, die wie märchenhafte Riesenschwäne ihre Brust bespülen lassen, träumen leise vor sich hin. Unnütz und düster bohren sich die Masten der Schiffe gleich drohenden Fingern in den Himmel, und wenn man mitternachts an den Kais entlang wanderte, würde man sicherlich den unheilbringenden Klabautermann erblicken.
Und Glocken tönen von den einsamen Kapellen, und Glocken rufen von den Türmen der ernsten Kirchen ..., dumpf und schwer kommen die Töne über die schweigenden Gewässer ... warnend und drohend wie mitleidlose Engel ... keifend und schrill wie bösartige Nonnen ... hell und wimmernd wie das Armesünderglöckchen ... bang und tief wie die Märchenglocke, die im See liegt ... singend und klagend wie heiße Menschentränen. Und die Symphonie der Klänge schwimmt ineinander und wird zu einem dröhnenden Orgelgebraus, das die Seele mit wilden Ängsten füllt. Und dann wieder Stille ... Totenstille über knienden Menschen in kalten Kirchen, in denen noch der Ruch erloschener Kerzen steht und der Weihrauch von gestern, der nicht flüchten konnte.
Die Menschen gehen still ihres Weges, als triebe keinen ein Gewerbe oder ein Beruf, als kämen sie vielmehr vom Traumreich Thule, wo das Vergessen wohnt und die Schmerzlosigkeit, Versonnen schauen sie vor sich hin, uralten Blicks, von vagen Gedanken zu Boden gedrückt.
Alles ist leise und sanft ergeben; selbst die Möwen, die sich zuweilen auf vermorschten Giebeln niederlassen, um zu ruhen, scheinen verzauberte Jungfrauen; sie schreien nicht, und sie zanken nicht miteinander. Beten auch sie? ...
(Jakob Elias Poritzky, Geist und Schicksal)
Kontext für die im laufe des Jahres (?) erscheinenden Erzählungen um Martin Jungs "Klabautermann", der ersten Figur von etwas, was wir GermanPulp nennen möchten.
Montag, 13. Oktober 2008
Und jeder klatscht
Der geneigte Leser wird sich noch daran erinnern, dass dieses Jahr der Tag der Einheit unter dem Motto "Kulturnation" stand. (Was haben wir gelacht!) So wie es aussieht, kann man sich diese Woche dieses Themas weiter annehmen, der größte Punk von allen hat es ja vorgemacht. >>>Reich-Ranicki macht den Handke.
Feiern wir also weiterhin die deutsche Kultur und Nation, die so hervorragende Formulierungen findet wie diese:
Feiern wir also weiterhin die deutsche Kultur und Nation, die so hervorragende Formulierungen findet wie diese:
„Contergan“ gewinnt, und jeder klatscht
Freitag, 3. Oktober 2008
Der Untergang
Dieses, meine Damen und Herren, war also wohl der Tag der Deutschen Einheit. Und da haben wir schon das erste Malheur: Was fängt man eigentlich damit an? Wie erkläre ich's dem Kind? War jetzt nicht doch Volkstrauertag? Und was wünschen wir uns jetzt? Fröhe Weihnacht ja wohl nicht - frohe Einheit? Fröhliches Vereinheiten? Alles Gute? Augen zu und durch?
Ich denke mal mit dem Zauberwort 'Kultur' kann man heutzutage so ziemlich alles rausreissen. Da brauchen wir auch nicht mehr zu jammern, wie schlecht es uns allen geht, wie brutal die Arbeitslosengeld II-Mafia ist oder wie geil die RAF eigentlich war. Oder wie brutal geil mein neues Jamba-Klingel-Komplettpaket ist. Mhhhhhmmm... Kulturnation... Nicht, dass Kultur und Nation einander nicht irgendwie ausschliessen, bzw das eine eigentlich vor dem anderen liegt. Kultur gibt es immer, Nation ist eine Idee des 19. Jahrhunderts, das heißt eine falsche. Statt "Kulturnation" hätte man ja auch das alte Bonmot vom Land der Dichter und Denker bemühen können, aber mit dem Denken haben wir's ja nicht mehr so sehr. Unser geschätzter Bundespräsident fasste die letzten zwanzig Jahren mit herzergreifenden Worten zusammen:
"Zu Hamburg frug ich: warum so sehrAls geborener Hamburger hätte der Tag eigentlich von ganz besonderem Interesse für mich sein sollen: Schließlich sind die Feierlichkeiten zur Vereinheitlichung dieses Jahr ja an der Elbe gewesen. Ja, selbst die Kanzlerin war anwesend, wieder eine verpasste Gelegenheit. In Hamburg also, dieser unheimlich nationalistischen Stadt, von der selbst der grosse Heinrich Heine zu berichten wußte, hat man heute die Einheit unter dem Schlagwort "Kulturnation" hochleben lassen. Was sind wir doch für schlaue Kerlchen.
Die Straßen stinken thäten?
Doch Juden und Christen versicherten mir
Das käme von den Fleeten."
Ich denke mal mit dem Zauberwort 'Kultur' kann man heutzutage so ziemlich alles rausreissen. Da brauchen wir auch nicht mehr zu jammern, wie schlecht es uns allen geht, wie brutal die Arbeitslosengeld II-Mafia ist oder wie geil die RAF eigentlich war. Oder wie brutal geil mein neues Jamba-Klingel-Komplettpaket ist. Mhhhhhmmm... Kulturnation... Nicht, dass Kultur und Nation einander nicht irgendwie ausschliessen, bzw das eine eigentlich vor dem anderen liegt. Kultur gibt es immer, Nation ist eine Idee des 19. Jahrhunderts, das heißt eine falsche. Statt "Kulturnation" hätte man ja auch das alte Bonmot vom Land der Dichter und Denker bemühen können, aber mit dem Denken haben wir's ja nicht mehr so sehr. Unser geschätzter Bundespräsident fasste die letzten zwanzig Jahren mit herzergreifenden Worten zusammen:
"Sicher: Manches dauert länger als gedacht, es gab und gibt Härten und Enttäuschungen. Doch wer die Augen aufmacht, der sieht: Wir haben viel erreicht. Vielleicht ist es weniger, als manche in der ersten Euphorie erhofft haben. In Wirklichkeit ist es sehr viel mehr, als manche sehen - oder sehen wollen."Ja, wir haben viel erreicht. Die großen Deutschen der letzten zwanzig Jahre waren Claudia Schiffer, Michael Schuhmacher und Dieter Bohlen. Wirklich herausragende Kennzeichen einer Kulturnation. Vielleicht ist es weniger, in Wirklichkeit ist es sehr viel mehr. Oder andersherum. Warum nur erinnert mich das nur an ein paar Zeilen aus Saul Aschers "Germanomanie" (sollte man auch mal wieder lesen), die eigentlich genausogut passen würden?
"Es darf nicht befremden, wenn in diesem fieberhaften Zustande, in welchem die Menschheit ein Vierteljahrhundert vegetierte, denkende Köpfe, vorzüglich in Deutschland, wo bisher immer mehr gedacht als gehandelt worden, in dem chaotischen Zustand der Dinge bald das Heil der Welt erblickten, bald aber wieder den Untergang der Weltordnung ahneten."
Freitag, 29. August 2008
Angst, Hass, Titten und der Wetterbericht
Kann es eine bessere Einleitung geben, um wieder an der Tastatur zu sitzen?
Ein weiser Mann sagte einmal, dass die BILD-Zeitung ganz ähnlich ist wie Fußfäule oder Faschismus: Sieht komisch aus, ist lästig, kommt aber immer wieder. Ich sitze also im Bus durch die Hölle namens Heykenau, um zur Frühschicht zu fahren wie jeder andere aufrechte deutsche Arbeiter, und mir gegenüber schreit der neueste Skandal Mitteleuropas aus dem zusammengefalteten Papier. Ist es ein neuer Krieg? Ist es ein neues Gemetzel? Wird Tokio Hotel jetzt von Dieter "Der Pate" Bohlen produziert?
Nein, viel schlimmer: Das Gesinge einer Minderjährigen bei einer der minderbemittelten Castingschauen, das böse F-Wort und so. Warum eigentlich? Hat sich nicht einer anwesenden Juroren durch den "Arsch-F-Wort-Song" unsterblich gemacht? Ja, Mutti ist stolz. Das gefällt, das prickelt, nichts ist geiler als versaute Girlies, riechen noch nach Muttermilch und die Zahnspange ersetzt das blasfreundliche Zungenpiercing. Lolita und so. (Irgendjemand spiele bitte nunmehr als Sountrack 'Don't stand so close to me'...)
Da passt es ja auch, dass ein paar Inch tiefer das überbelichtete Nacktfoto einer ebenso unterbelichteten Dame dafür sorgt, dass der Leser, der jetzt schon nur noch eine Hand zum Festhalten der Zeitung benutzt, gänzlich überfordert seine Lektüre und sich selbst fahren lässt.
Guten Morgen, Deutschland... ihr habt nichts zu verlieren außer eurem Verstand. Achso, hier noch der Wetterbericht: Ja, auch morgen gibt es wieder Wetter.
Ein weiser Mann sagte einmal, dass die BILD-Zeitung ganz ähnlich ist wie Fußfäule oder Faschismus: Sieht komisch aus, ist lästig, kommt aber immer wieder. Ich sitze also im Bus durch die Hölle namens Heykenau, um zur Frühschicht zu fahren wie jeder andere aufrechte deutsche Arbeiter, und mir gegenüber schreit der neueste Skandal Mitteleuropas aus dem zusammengefalteten Papier. Ist es ein neuer Krieg? Ist es ein neues Gemetzel? Wird Tokio Hotel jetzt von Dieter "Der Pate" Bohlen produziert?
Nein, viel schlimmer: Das Gesinge einer Minderjährigen bei einer der minderbemittelten Castingschauen, das böse F-Wort und so. Warum eigentlich? Hat sich nicht einer anwesenden Juroren durch den "Arsch-F-Wort-Song" unsterblich gemacht? Ja, Mutti ist stolz. Das gefällt, das prickelt, nichts ist geiler als versaute Girlies, riechen noch nach Muttermilch und die Zahnspange ersetzt das blasfreundliche Zungenpiercing. Lolita und so. (Irgendjemand spiele bitte nunmehr als Sountrack 'Don't stand so close to me'...)
Da passt es ja auch, dass ein paar Inch tiefer das überbelichtete Nacktfoto einer ebenso unterbelichteten Dame dafür sorgt, dass der Leser, der jetzt schon nur noch eine Hand zum Festhalten der Zeitung benutzt, gänzlich überfordert seine Lektüre und sich selbst fahren lässt.
Guten Morgen, Deutschland... ihr habt nichts zu verlieren außer eurem Verstand. Achso, hier noch der Wetterbericht: Ja, auch morgen gibt es wieder Wetter.
Freitag, 27. Juni 2008
Fanboy :: Gewehr er unten!
Meine Damen und Herren, um an einem schönen Sonnabend einmal etwas leichtes zu versuchen, derweil ich mich von einer prokrastinierenden Stirnhöhlenvereiterung erhole, möchte ich ein amüsantes Thema aufgreifen, das ich vor vielen Jahren einmal mit General Skul begonnen hatte, bevor ich mich den Bestien von Berlin und weiteren drolligen Vorstellungen des Amerikanischen Autors an sich über Deutschland und seine Geschichte zuwandte. Achja, der Schmerz und das Vergnügen buntbedruckten Papieres...
Kennt einer von Ihnen zufällig Zemo? Baron Heinrich von Zemo, soviel Zeit muss sein.
Eigentlich auch nur einer dieser schrecklich verrückten und schrecklich bösartigen Nazi-Wissenschaftler, die entweder körperlich abstossend und/oder Maskenträger waren. Immerhin hat der gute Heinrich etwas hinbekommen, was alle anderen Schergen des Dritten reichs nicht vermochten - einen echten amerikansichen Superhelden zu "erlegen". Gut, der Held war zwar nur der zwanghaft heitere Sidekick von Captain America, ein Jüngelchen mit Namen "Bucky" und ja, inzwischen musste man auch feststellen, dass das Jüngelchen doch mehr doer weniger überlebt hat, aber dennoch...
Das hat in den 60ern auf jeden Fall gereicht, um ZEMO zu einem ernstzunehmenden Gegner für Captain America bzw. das erste Team der Rächer, in deren fürsorglicher Obhut er sich damals befand, zu machen. Das Drama! Der Schmerz! Naja, und das erste Team von Anti-Rächern, die "Meister des Bösen" (Masters of Evil) hat der Heinrich wohl auch noch zusammengestellt. keine schlechte Leistung für einen durchgeknallten Chemiker, dem eine scharlachrote Maske am Gesicht festgeklebt war und der in pinkfarbenen Fellkleidern über die gebeugten Rücken der primitiven Indianer seines südamerikanischen Exils wandelte. Soweit hat es Mengele nie gebracht.
Soweit, so schlecht. In den 60ern nahm man das so hin, und man wunderte ich auch nicht. Nazis geben schöne Gegner ab (sie sterben so prächtig) und jeder muss doch irgendeinen Nazi/verrückten Wissenschaftler/ Erzschurken in seinem Portfolio aufweisen. Inzwischen könnte man sich aber schon fragen, was genau denn der Herr von Zemo da unten bei den Indianern wohl getrieben hat - immerhin, ein Chemiker...? In Südamerika...? Bei den Indios...?
Man muss wohl annehmen, dass dieser ja nun doch schon etwas betagte Herr sich besonders intensiv mit der Ethnobotanik oder ähnlichem befasst hat. So ein paar schöne Urwalddrogen, Ayahuasca und so...? Das würde auf jeden Fall seine geile pinkfarbene Uniform erklären, die "Meister des Bösen" und die zwar visionären aber doch recht weit her geholten Pläne, die Welt zu beherrschen, die Helden zu töten oder "Hello Dolly" zur neuen Nationalhymne von Paraguay ausrufen zu lassen.* Es erklärt auf jeden Fall die eher surrealistische Art, wie er immer wieder in seine deutsche Muttersprache zurückfiel.*** Ein bisher noch nicht veröffentlichtes Abenteuer.
** Eine andere Erklärung wäre, dass irgendjemand den Babelfish zur Wort-für-Wort-Übersetzung von Englischen ins Deutsche benutzt hat. ("Gewehr er unten wie ein Hund!" = "Gun him down like a dog!" / "Stirb!" = "Die!" = "Die" = "Würfel") Das würde natürlich bedeuten, dass es sich bei dem im südamerikanischen Dschungel umgekommenen Maskierten gar nicht um den deutschen Kriegsverbrecher Heinrich von Zemo gehandelt hat, und dass dieser weiterhin sein Unwesen treibt und sich fleissig Indiodrogen reinpfeift. Oder so.
All images (c) Marvel Comics aus der Reihe "The Avengers - Earth's Mightiest Heroes" issues #3 & #6, Joe Casey (Writer) und Scott Kolins (Art)
Dienstag, 11. März 2008
Be... Berlin (ugh!)
Ich stocherte gerade in meinem Labskaus und liess mir das Zwitschern der Möwen durch den Kopf gehen, als das Telefon klingelte. Am anderen Ende der Leitung mein guter Freund Klaus W. aus Berlin, wie immer atemlos, wie immer erregt.
- Na, Du Sackratte, was gibt's, fragte ich freundlich.
- Ha, Gruner, Du misanthrope Fischfrikadelle, nu ham wir euch.
- Watt is'?
- Die Spree, Du Fischkopp, die Spree!
- Havel ich noch nicht gehört, zog ich mich in den lahmen Wortwitz des Endsechzigers zurück. Was genau ist jetzt Dein Problem?
- Heute starten wir unsere megageile Kampagne zur Vebreitung von Berlins Ruhm und Ehre, Arschloch. Das ist. Haha! Nichts mehr mit Tor zur Welt und diesem ganzen norddeutschen Missingsch. Ab heute ziehen wir mit euch gleich und überholen euch rechts.
- Ach, heute Berlin und morgen die ganze Welt? Ich lächelte. Meinst Du diese lahmarschige Kampagne, mit der einige gehirnamputierte Vollprothesen aus der Werbung uns schon seit Monaten auf den Sack gehen?
- Genau! Wie... geil!
- Und wie genau lautet euer Slogan, mit dem ihr die Weltmacht erringen wollt?
An diesem Punkte unseres freundschaftlichen Diskurses schien sich die Zunge meines lieben Freundes selbst verdauen zu wollen. Jedenfalls rang er sich erst nach einigen Sekunden betretenen Schweigens dazu, die magischen Worte hervorzuwürgen.
- Be Berlin, hauchte er entkräftet und rutschte unter den Schreibtisch.
- Bieberlin? Du meinst wohl Bieberlein?
- Aaaarghlkaaak. Das... ist... international... so... [unzusammenhängendes Genuschel, aus dennen man die Worte Angliszismus, Wordbranding und Jesuschristus hervorhören konnte]... von allgemeinem.... Anspruch... [weitere unzusammenhängende Geräusche, darunter "Erschiessmich" und "Blutwurst"]
- Ooooo, machte ich, weil es so lustig aussieht. Eine optische Alliteration? Wie... geil. Da werde ich doch mal unserem Bürgermeister empfehlen, gleich nachzuziehen. Ja, das ist super. Ich seh es schon vor mir: Ham Hamburg. Das passt ja auch gut dazu, dass man Hamburger auf der ganzen Welt gerne sieht, die meisten Leute Berliner aber nur zu Sylvester herunterwürgen können.
- Ich..., begann ein folgenschwerer Satz und verhallte im Off.
- Ich weiß, sagte ich weise. Du bist Deutschand.
Woraufhin die Leitung natürlich zusammenbrach. Immerhin: Fast hätte er mich damit überzeugen können.
- Na, Du Sackratte, was gibt's, fragte ich freundlich.
- Ha, Gruner, Du misanthrope Fischfrikadelle, nu ham wir euch.
- Watt is'?
- Die Spree, Du Fischkopp, die Spree!
- Havel ich noch nicht gehört, zog ich mich in den lahmen Wortwitz des Endsechzigers zurück. Was genau ist jetzt Dein Problem?
- Heute starten wir unsere megageile Kampagne zur Vebreitung von Berlins Ruhm und Ehre, Arschloch. Das ist. Haha! Nichts mehr mit Tor zur Welt und diesem ganzen norddeutschen Missingsch. Ab heute ziehen wir mit euch gleich und überholen euch rechts.
- Ach, heute Berlin und morgen die ganze Welt? Ich lächelte. Meinst Du diese lahmarschige Kampagne, mit der einige gehirnamputierte Vollprothesen aus der Werbung uns schon seit Monaten auf den Sack gehen?
- Genau! Wie... geil!
- Und wie genau lautet euer Slogan, mit dem ihr die Weltmacht erringen wollt?
An diesem Punkte unseres freundschaftlichen Diskurses schien sich die Zunge meines lieben Freundes selbst verdauen zu wollen. Jedenfalls rang er sich erst nach einigen Sekunden betretenen Schweigens dazu, die magischen Worte hervorzuwürgen.
- Be Berlin, hauchte er entkräftet und rutschte unter den Schreibtisch.
- Bieberlin? Du meinst wohl Bieberlein?
- Aaaarghlkaaak. Das... ist... international... so... [unzusammenhängendes Genuschel, aus dennen man die Worte Angliszismus, Wordbranding und Jesuschristus hervorhören konnte]... von allgemeinem.... Anspruch... [weitere unzusammenhängende Geräusche, darunter "Erschiessmich" und "Blutwurst"]
- Ooooo, machte ich, weil es so lustig aussieht. Eine optische Alliteration? Wie... geil. Da werde ich doch mal unserem Bürgermeister empfehlen, gleich nachzuziehen. Ja, das ist super. Ich seh es schon vor mir: Ham Hamburg. Das passt ja auch gut dazu, dass man Hamburger auf der ganzen Welt gerne sieht, die meisten Leute Berliner aber nur zu Sylvester herunterwürgen können.
- Ich..., begann ein folgenschwerer Satz und verhallte im Off.
- Ich weiß, sagte ich weise. Du bist Deutschand.
Woraufhin die Leitung natürlich zusammenbrach. Immerhin: Fast hätte er mich damit überzeugen können.
Dienstag, 6. November 2007
Groszdeutschland




Entstanden 2005 in Zusammenarbeit mit "Netzwerk KHK" als Reaktion auf die umstrittene Medienkampagne "Du bist Deutschland" • Unter Verwendung von Motiven aus den Werken von Georg Grosz • Beachten Sie die farbliche Variante der Deutschlandfahne: "Es stehen uns rosige Zeiten bevor..."
Montag, 5. November 2007
Mmhmmm...
Als 2005 die große Kampagne "Du bist Deutschland" durch die Medien geisterte ("Ein Schmetterling kann einen Taifun auslösen. Der Windstoß, der durch seinen Flügelschlag verdrängt wird, entwurzelt vielleicht ein paar Kilometer weiter Bäume..." etc.) habe ich mir an verschiedenen Orten (z.B. hier und in den inzwischen verstorbenen "Notes of the Dirty Young Men") die Zähne daran ausgebissen. Unter anderem habe ich, da ich ja Deutschland bin, Andorra den Krieg erklärt ("Warum Weltkrieg - erstmal auf die Kleinen!") und die Kampagne mit Motiven von Otto Dix weitergesponnen. [Galerie wird nachgereicht...] Ich war nicht der einzige. Die federführende Agentur, meine lieben Nachbaren an der Alster Jung von Matt, fühlten sich von der dann doch nicht so positiven Resonanz missverstanden, von den Bloggern sowieso, aber als Meister des Ausdruckes identifizierte man Blogs dann auch als "Klowände des Internets". Naja, non olet, meine Lieben. Das Internet nicht, und auch nicht die Kohle, die man trotz oder gerade wegen solcher Glanzideen einstreichen kann.
Die logische Folge "Du bist Deutschland" ... "Wir sind Papst" ... "Ich bin zwei Öltanks" ... wurde jetzt von den gleichen Herren noch verfeinert. Weg fällt das "Du", weg das "Bist", auch das "Land" kannst Du vergessen. Es bleibt ein einzig' Wort: DEUTSCH.
"Deutsch" ist anscheinend, wenn sich eine Frau in zweifelhaftem Pseudo-Heroin-Chic von einem doch recht großen Hund lecken (Caninolingus?) oder bespringen lässt. (via horizont.net und reklammehimmel).
Achja. Das ist natürlich viel besser. Ich fühl mich mal wieder so richtig, richtig, richtig stolz. Wie hieß es noch?
"Wir sind 82 Millionen. Machen wir uns die Hände schmutzig."...
Die logische Folge "Du bist Deutschland" ... "Wir sind Papst" ... "Ich bin zwei Öltanks" ... wurde jetzt von den gleichen Herren noch verfeinert. Weg fällt das "Du", weg das "Bist", auch das "Land" kannst Du vergessen. Es bleibt ein einzig' Wort: DEUTSCH.
"Deutsch" ist anscheinend, wenn sich eine Frau in zweifelhaftem Pseudo-Heroin-Chic von einem doch recht großen Hund lecken (Caninolingus?) oder bespringen lässt. (via horizont.net und reklammehimmel).
Achja. Das ist natürlich viel besser. Ich fühl mich mal wieder so richtig, richtig, richtig stolz. Wie hieß es noch?
"Wir sind 82 Millionen. Machen wir uns die Hände schmutzig."...
Freitag, 31. August 2007
Wenn der Computer zweimal klingelt...
Kennen Sie den?
"Wenn es in Deutschland morgens um viere an der Türe klingelt, ist es ganz sicher nicht der Milchmann."
Ok, vielleicht nicht so witzig, wie es mir gerade noch schien, und wahrscheinlich auch falsch zitiert, aber an diese schöne Erinnerung an grössere Tage fühlte ich gerade, als ich die neuesten Meldungen zum Kampf gegen den Terror in Deutschland las. Wobei dies natürlich auch unglücklich formuliert ist - es ist ja nicht der Terror in Deutschland, der bekämpft wird (Wahlkampf, Poostars, Tokio Hotel), sondern der Kampf gegen den Terror (Tm Bush Inc.) soll ja nun endlich auch in Deutschland stattfinden.
Danke. Ich habe lange darauf gewartet.
Nach Vorstellung der klügsten Menschen der Welt kann man anscheinend dem Terror damit am besten entgegenkommen, indem der Staat die trendige Maske des Meisterhackers aufsetzt und mit Hilfe des virtuellen Äquivalents einer Geschlechtskrankheit die Computerspeicher seiner Bürger durchforstet. Keiner weiß, ob er das überhaupt darf, aber es klingt natürlich ziemlich modern, cool und abgebrüht. Cooles Abblasen, Mr. Smith. Ob hier wirklich "eine Super-Geheimpolizei" geschaffen werden soll, "die sich einer Kontrollmöglichkeit zu großen Teilen entzieht", entzieht sich auch mir bzw. meiner Kenntnis. Aber falls doch, melde ich mich gerne freiwillig.
Nennt mich Geheimoperateur Nr.9.
Das rockt.
"Wenn es in Deutschland morgens um viere an der Türe klingelt, ist es ganz sicher nicht der Milchmann."
Ok, vielleicht nicht so witzig, wie es mir gerade noch schien, und wahrscheinlich auch falsch zitiert, aber an diese schöne Erinnerung an grössere Tage fühlte ich gerade, als ich die neuesten Meldungen zum Kampf gegen den Terror in Deutschland las. Wobei dies natürlich auch unglücklich formuliert ist - es ist ja nicht der Terror in Deutschland, der bekämpft wird (Wahlkampf, Poostars, Tokio Hotel), sondern der Kampf gegen den Terror (Tm Bush Inc.) soll ja nun endlich auch in Deutschland stattfinden.
Danke. Ich habe lange darauf gewartet.
Nach Vorstellung der klügsten Menschen der Welt kann man anscheinend dem Terror damit am besten entgegenkommen, indem der Staat die trendige Maske des Meisterhackers aufsetzt und mit Hilfe des virtuellen Äquivalents einer Geschlechtskrankheit die Computerspeicher seiner Bürger durchforstet. Keiner weiß, ob er das überhaupt darf, aber es klingt natürlich ziemlich modern, cool und abgebrüht. Cooles Abblasen, Mr. Smith. Ob hier wirklich "eine Super-Geheimpolizei" geschaffen werden soll, "die sich einer Kontrollmöglichkeit zu großen Teilen entzieht", entzieht sich auch mir bzw. meiner Kenntnis. Aber falls doch, melde ich mich gerne freiwillig.
Nennt mich Geheimoperateur Nr.9.
Das rockt.
Donnerstag, 23. August 2007
Typo :: Helvetica-Kultur
Das Berliner Haus der Kulturen der Welt (ein vollmundiger Titel, vielleicht auch ein wenig sperrig) hat mit einem mutigen Schritt in das 21. Jahrhundert sein Logo/Signet/Wasauchimmer geändert. Statt des Logos im lästigen 90er-Jahre Stils, für den man einst einen so überbezahlten (weil international innovativen) Designer wie Neville Brody bemühte, wählte man nun trendiges Helvetica (vollmundig, vielleicht auch ein wenig sperrig), ganz unprätentiös in eine Box geklatscht. (Für eine Gegenüberstellung der Verdächtigen bitte diesem Link folgen.) Ein sinnvoller Schritt, dem man nur applaudieren kann. Nicht nur, dass man gezeigt hat, dass man in einer so fortschrittlichen Stadt wie Berlin keine Kosten und Mühen scheut, um etwas Funktionierendes durch etwas Neues zu ersetzen (das wusste man ja schon), das Haus der Kulturen der Welt (Mittäter so großartiger Ideen wie "Berlin ist größer als New York") hat auch endlich deutlich gemacht, dass Deutschland so etwas spinnertes wie internationale Designer nicht nötig hat, wenn doch jeder ein schönes Logo selber basteln kann, und das einfach indem man den Markennamen linksbündig flatternd einfach so heruntertippt, und das in der Schrift, die sowieso jeder nehmen würde. Genauso hab' ich das früher in unserer Schülerzeitung auch gemacht. Nur gab's damals keine entsprechenden Computerprogramme, sondern bloss Rubbelbuchstaben. Ich hab' hier noch ein paar rumliegen, vielleicht sollte ich mal bei einem anderen kulturellen Etablissement nachfragen, was sie so für ein neues Logo zahlen...
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