Die Psychologie sah wie ein Pharao aus; schreiend wie ein fühlendes Wesen, ein schwarzer Spalt im grünleuchtenden Schnee! Die letzten Götter tanzten, die blinden, die man nicht auf unserem Planeten findet! Zeit für das Mitternachtskino!“ Mit dieser aufpeitschenden Reklame hat man die Zuschauer in diesen dunklen Saal gelockt, wo schwarzer, staubiger Samt die abgestandene Luft zusammenzupressen scheint. Ein Kritiker hat sich mit ihnen verirrt, das schludrig gedruckte Programmheft im Revers. Alle Plätze sind besetzt, ein Gefühl ungeheurer Schuld liegt über dem Publikum. Eine neue Art von Film! Eine neue Art von Ausdruck! Was wird das Mitternachtskino offenbaren? Wellen der Zerstörung kommen aus den hintersten Rängen, gewisperte Warnungen und Prophezeiungen, die andere nicht sehen dürfen; durch diese erstickende Nacht, durch diesen abstoßenden Friedhof des Universums. Hinter den Welten vage Geister schrecklicher Dinge, hirnloser Zwerge, die hervorkommen und sich auf den Köpfen niederlassen.Die Stimme des Kritikers: „Die allgemeine Spannung war grauenhaft, als das elektrische Licht schwächer zu werden begann. Auf die Leinwand geworfen sah ich das Kreischen der Städte. Optische Musik sollte dargestellt werden, bewegte Ornamente, lebende Architektur, miteinander verschmelzende Farben, gigantische Grabeswinde auf grünen Wassern. Sprechenrampenfremd, buchfeindlich, losgelöst von allem Zuvorgewesenen, ein eigener Stil von Film. Dumpf, delirierend, dunkel. Es gibt eine teuflische Änderung in der Jahreszeitenfolge und böse Gesichter, eine brütende Vorahnung schrecklicher körperlicher Gefahr. Durch die glitzernde Leinwand strahlt das Gefühl einer weitverbreiteten, allumfassenden Gefahr, die einem die Luft nimmt. Abscheuliche Schlangen, absurd, eine Sinfonie des Grauens, doch sorglich durchgearbeitet, handwerklich vollkommen, in sich abgeschlossen.“