Mittwoch, 14. November 2012
works-in-progress 2012-11-14
Während meines Resturlaubes habe ich meine externe und interne Festplatte umsortiert und habe eine vorläufige Liste der Projekte erstellt, an denen ich gerade arbeite (Abschluss bis voraussichtlich 2013). Ich versuche in der nächsten Zeit al, diese up-to-date zu halten.
Montag, 9. Januar 2012
Statusbericht
In Arbeit:
Stories
- Nacht in den Dagoth Hills - John Cullen folgt der Spur ins Dunkle
- Hexenlicht - Die Sekte der Unsichtbaren
- Der Ring der Könige - Der Götter-Esser in einer Welt der Elfen und Halblinge.
- Schwarzer Freitag - Sie suchten alte Bücher im Tal des Miskatonic...
- Die Hexen von Stotham - Das Geheimnis einer alten Stadt, und die Wahrheit hinter Edgar Allan Poes Meistererzählung vom Schwarzen Kater.
- Die Bibliothekare - Grimmiger als die Polizei.
Bücher
Für Nemed House
- Die Elektrische Kreuzigung - Erinnerungen an das 20. Jahrhundert. / Urban Fiction. Stories und Texte aus den 90ern, gewürzt mit einer tüchtigen Prise psychoaktiver Poesie
- Redmask #3 / Weird Fiction. Anthologie für neue unheimliche und phantastische Erzählungen. Die pulpigste Ausgabe, mit Geschichten aus dem Unheimlichen Südwesten und dem ursprünglichen Lovecraft Country.
- Redmask #4 / Weird Fiction. Anthologie für neue unheimliche und phantastische Erzählungen. Die New Weird Ausgabe, was auch immer das heisst - hierzu bald mehr.
- Studien in Smaragd - Die Abenteuer des Aristide Allard. / Victorian Fantasy. Komplettausgabe (?) der Fälle des Absinth-Detektivs, mit allen Anmerkungen zu den auftretenden Personen, nebst einer Annäherung an das Wold Newton Universum.
Für Mirkruna Press
- Bäume der Ewigkeit. Ein Kompendium moderner Magie aus weiblicher Perspektive, mit einem besonderen Augenmerk auf die (magische) Entwicklung des Menschen beginnend im Mutterleib bis hin zum sexuellen Erwachen.
- Das Testament des Dr. Rosencreutz. Factoide Fiktion oder fiktive Fakten über die legendären Figuren der europäischen Geistesgeschichte: Die Rosenkreuzer, Graf Cagliostro und mehr.
Sonntag, 30. Oktober 2011
Books by Nemed House :: Kindle Editions
Zu Halloween: "Ein Traum vom Sterben" - Kosmisches Grauen für den Kindle (das klingt doch vielversprechend, oder? Soll er sich mal grausen, der Kindle...)
Sonntag, 7. August 2011
Mythos :: Cthulhu Libria #35 online
Zu meinem Erstaunen und ewig währender Scham hat die CL unser spärliches (aber brilliantes!, brummelte es trotzig aus dem Off) Verlagsprogramm gefeatured. Ich werde mein Möglichstes tun, mich der unverhofften Ehre würdig zu erweisen und gehe gleich dann nochmal in den keller, um die dort angeketteten Autoren zu füttern...
Zusätzlich gibt es bei dieser wirklich dicken Ausgabe die gelungenen „Rindaldinis Hände“ von Eddie M. Angerhuber und eine der Geschichten von Aristide Allard, dem Absinth-Detektiv, die ich eigentlich vorhatte, unter dem Titel „Studie in Smaragd“ zu veröffentlichen, bevor mir Neil Gaiman diesen Titel vor der Nase weggeschnappt hat. In der in CL veröffentlichten Geschichte tritt neben den üblichen Anspielungen auf kalssische Abenteuerliteratur der viktorianischen Ära und jenseits davon tatsächlich ein Bewohner einer von Lovecraft erfundenen Ortschaft auf.
Iss das, Fanboy!
Autor: Das CL-Team, Eddie M. Angerhuber und Axel M. Gruner
Umfang: 51 Seiten
Format: E-Zine
Erhältlichkeit: Hier downloadbar!
Freitag, 18. Mai 2007
Die Kunst der Homage
Vor vielen Jahren las ich meinen ersten Roman von Philip José Farmer. Ich kann nicht einmal sagen, welcher es war – vermutlich die „World of Tiers“-Serie. Und obwohl mich dieses großartige Abenteuer sehr wohl begeisterte, war es tatsächlich ein Interview mit diesem Autoren, das mein Interesse für ihn und sein Werk erst richtig weckte. In diesem Interview sprach er von seiner Liebe zu den Büchern, die ihn in seiner Jugend geformt hatten, und wie er ihnen in seinen Werken Respekt erwies, den klassischen und den trivialen.
Man konnte sogar sagen, daß er seine Jugendhelden in seinen Büchern zu neuem Leben erweckte, und denen, die ihn beeinflussten - seinen literarischen Ahnen und vorbildern - Homage erwies. Farmer hat nicht nur einen echten Tarzan-Roman geschrieben, sondern auch mehrere Pastiches und Kopien, in denen verschiedene Aspekte des Mythos vom Dschungelgott teils ironisch, teils realistisch bearbeitet wurden – er hat eine Fortsetzung des „Zauberers von Oz“ geschrieben, und eine von „Moby Dick“, die in der fernsten Zukunft spielt. („Ishmaels fliegende Wale“) Er hat aber auch zwei auf den ersten Blick unheimlich realistisch wirkende Biographien seiner größten Kindheitshelden geschaffen – die von John Clayton, Earl of Geystoke und die von Clark Savage, Jr., bei denen nur unser unterbewußter Zensor uns immer wieder daran erinnern muß, daß Tarzan und Doc Savage doch nur Gestalten der Unterhaltungsliteratur sind, und keine realen Personen.
Man kann dies als fragwürdige Nostalgie betrachten, diesen Hang zur Juvenalia – als Verweigerung dem Erwachsenendasein gegenüber. Es gibt jedoch auch eine metatextuelle Relevanz jenseits von Psychologie und Stilkriterien. Solche Figuren sind nicht nur für einen Jugendlichen sehr wohl wirklich, denn sie wirken auch im Erwachsenenleben weiter. Sie sind Teil der eigenen Geschichte. Und in einem weiteren, literarischen Rahmen sind sie Geschichte, denn an ihnen müssen sich alle nachfolgenden Abenteuer messen.
PJF hat diese Geschichte fiktiver Figuren zu einer Geschichte einer fiktiven, doch vertrauten Welt kombiniert, die spätere Forscher in Ermangelung eines besseren Ausdruckes das „Wold Newton Universum“ genannt haben, zu Ehren des Meteors, der bei dieser kleinen Stadt in Mittelengland einschlug und durch seine Strahlung die Familien der Holmes, der Greystokes und der Blakeneys nebst anderen zu den herausragenden Gestalten veränderte, die sie waren. Ich jedenfalls habe Farmers Konstruktion einer Realität, in der die großen Figuren der Abenteuerliteratur Seite an Seite existieren – von Sherlock Holmes bis zum Shadow der „blutigen Pulps“ – sehr genossen.
Die Freude am Vertrauten ist hier nur die erste und vordergründigste, tiefer geht das, was den Fan und bereits Vertrauten anspricht: Nicht nur die Wiederbegegnung mit den unsterblichsten Charakteren dieser Art Literatur, sondern auch ihre Verwandtschaftsverhältnisse und auch die Geheimnisse hinter mancher bekannten Geschichten. Also eigentlich all das, was die eigentümlich wahnwitzige und doch faszinierende Natur von Fandiskussionen, Fanfiktionen und Fansein ausmacht. Aggressive Nostalgie und progressiver Eskapismus.
Es ist fast so etwas wie eine Art Hobbyarchäologie – auf der Seite des Autoren das Wühlen in Kindheitserinnerungen, auf der Seite des Lesers das Ausgraben der versteckten Anspielungen, Scherze und Ostereier. Je komplexer, desto besser – große Kunstwerke, mit Juwelen verkrustet, wahrscheinlich für die russischen Zaren bestimmt. Die große Leichtigkeit, mit der man solche Bezüge auch in Nebensätzen einflechten kann, steht in keinerlei Verhältnis mit der Komplexität des Kontextes und der Kontinuität, die sie erschaffen. Ist es eine neue Geschichte, die man mit dieser Form der Homage erschafft, oder nur eine Brücke zwischen anderen? Tatsächlich ist es eine neue Form der Realität, subjektiv geformt durch die Erinnerung und Freude des Autoren, die entsteht.
Nehmen Sie es mir also nicht übel, wenn auch ich im Folgenden den großen Figuren der Abenteuerliteratur – Sherlock Holmes, dem Shadow, Lord Greystoke und Philip Jose Farmer – Homage erweise und den Leser in eine Realität entführe, die offensichtlich fiktiv, aber doch seltsam vertraut ist. Sie werden sich wundern, wie viele Bekannte vorbeikommen werden…
[Erster Entwurf eines Vorwortes zu den gesammelten Aristide Allard-Geschichten]
Mittwoch, 16. Mai 2007
Aristide Allard :: Die Serie
STUDIEN IN SMARAGD entführt den Leser in die phantastische gaslichterhellte Welt des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Der Detektiv Aristide Allard, ein Zeitgenosse von Sherlock Holmes, ist der einzige Vertreter einer neuen Theorie der Verbrechensaufklärung, die sich selbst für seinen treuen Begleiter kaum von den ekstatischen Visionen zu unterscheiden scheint, die er im Absinthrausch erlebt. In der Pariser Halbwelt taumelt er von einem phantastischen Abenteuer zum anderen, das ihn immer wieder mit Figuren aus der klassischen utopischen und Abenteuerliteratur zusammenführt. Doch wer in Aristide Allard nur einen Bohemién und Träumer sieht, hat ihn schon unterschätzt. Hinter dem Schleier des Absinth verbirgt sich ein eiskalter, meisterhafter Verstand…
STUDIEN IN SMARAGD
Die Fälle des Absinth-Detektivs Aristide Allard
Vollendet
.S1. Der Gelbe Diamant [2003]
.S2. Die Blaue Blume [2003]
.S3. Die Schwarze Muse [2003]
.S4. Der Weisse Schatten [2005]
Unvollendet
--. Das Rote Fenster
--. Die Unbekannte Farbe
--. Anmerkungen und Quellen
Weiteres thematisch verbundenes Material vorhanden.
Dienstag, 15. Mai 2007
Resumee | Plotreste | Denatsate
Diese Kunstfertigkeit in der Verstümmelung besaßen nicht viele, aber sie wurde in manchen ‚Zigeuner’- oder Bettlerstämmen (Dacianos?) kultiviert, um Kinder und Entführte auf eine solche Weise zu entstellen, dass sie nie wieder gefunden werden konnten. Ihre Identität ausgelöscht durch das blutige Messer wahnwitziger Chirurgen. Die Menschlichkeit aus ihren Gesichtern fort geschnitten, um die Gaffsucht des Pöbels auf Jahrmärkten und den eigentümlichen Sammlungen dekadenter Herrschaften zu befriedigen. Monstrositäten auf Bestellung für das Bettlergewerbe.
Hinter vorgehaltener Hand wisperte man sich zu, dass auf diese Weise die Erben manch hoher Häuser aus dem Weg geräumt wurden – gemordet, doch am leben, lebendig, doch für die Augen der Welt tot.
Hintergrund: "Der Mann der lachte" von Victor Hugo
Zitat: Das ist unsere Freude auf das Unnormale. Unsere Phantasie ist in Bezug auf das tägliche Leben erfüllt, doch sie sucht die Kenntnisse der unbekannten Dinge, die an den Rändern der Realität existieren. Und das macht die "Anziehungskraft des Schrecklichen" aus. - Paul Leni
Resumee | Plotreste | Allard 2
Sonntag, 13. Mai 2007
Resumee | Plotreste | Allard 2
Zusammenfassung: In einer kleineren Provinzstadt an den Ufern der Seine, nicht unweit der großen Metropole... Hier sind die Sitten noch altertümlicher, der helle Glanz des elektrischen Lichtes hat noch keinen Einzug gefunden, der gelbe Schimmer des Gaslichtes erhellt noch die nächtlichen Strassen. Hier sind noch alle Behausungen aus Stein gebaut, und der lange Schatten der gotischen Kathedrale liegt schwer auf dem Herzen der Stadt. Doch auch hier herrscht die Demimonde, und die Bohemiens versammeln sich in den Absinthhäusern und den spektakuläreren der Cafés. Und gerade hier in der Provinz ist die Gier nach Aufregung noch größer, die Reize schriller, gröber und weniger verfeinert.
Wir finden den Erzähler, und seinen kühlen Freund Aristide Allard im Zentrum der Demimonde, einem Café namens "La girafe combustible"(Die Brennbare Giraffe). Eine seltsame Sommerfrische, auf die ihn Allard mitgenommen hat, und er kann nicht umhin, sein Misstrauen ob des stets spöttischen bleichen Gesichtes seines Freundes zu äußern, in dem nichts zu lesen ist und in dessen Augen sich der grüne Glanz des Absinthes widerspiegelt.
Aus dem Chaos der Stimmen, dem schrillen Lachen der Tänzerinnen, dem Murmeln der Spieler und Trinker (der 1. Kreis) hebt sich plötzlich eine jugendliche Stimme, anklagend, verzweifelt, pathetisch. Start junger Mann unter Druck des Wissens des 3. Kreises muss sich entladen, indem er Wissen des 2. Kreises preisgibt, verschwindet, daraufhin verfolgt ein Wesen des 3. Kreises ("Der Botschafter des Mondes") die ermittelnden Detektive. Diese eruieren irgendwann, dass es noch einen Vierten Kreis geben muss, und dass das Wissen des Vierten Kreises gefährlich ist.
Resumee | Plotreste | Allard 1
Resumee | Plotreste | Allard 1
Rahmen: Ich bin vor einiger Zeit gebeten worden, ein Drehbuch für ein Hörspiel zu verfassen. Eine wahnsinnig kreative Idee, die aber anscheinend nicht so brennend war wie es in dem Moment erschienen sein mag, als sie mir vorgetragen wurde.
Vorgehen: Nach den Vorgaben entwickelte ich eine passende Grundidee, die die von mir erfundene Gestalt des Absinth-Detektives Aristide Allard benutzte. Weitere Recherche zu der Grundidee schlossen sowohl psychologische als auch psychische Deformierungen ein. [In diesem Kontext befasste ich mich auch mit der Physiognomie des Jokers bzw. des "Mannes der lachte".]
Kontext: Langsam nimmt die groteske Silhouette vor dem fahlen Mondschein Gestalt an. Kalkweisse, aussätzige Haut, einem Leprakranken gleich, der breite Mund zu einem höhnischen, freudlosen Grinsen verzerrt, dass die Augen zu Schlitzen werden unter kunstlos aufgetragenem Rouge. Der Mund, wie gummiartige Lefzen einer Hyäne teilt er das teuflische Gesicht von Ohr zu Ohr. Ein deformierter Körper schiebt sich schlurfend heran, über viel zu grosse Stiefel stolpernd, wie die Schritte eines klumpfüßigen Bettlers. Und plötzlich hebt sich ein unheimlicher Ton in der Stille; das hohle, hallende Kichern eines Wahnsinnigen.