...haben sich mal wieder richtig schön gegen die Wand gefahren.
(Hierher zur Kreuzigung, jeder bitte nur ein Kreuz...)
Ich wollte mich erst wieder melden, wenn ich mit den Endkorrekturen für REDMASK #3 fertig bin.
Tja.
Ich und mein großes Maul. Da habe ich vor ziemlich genau einen Monat einen freundlichen Brief bekommen, in dem sich ein junger, aufstrebender Redakteur danach erkundigte, wie es eigentlich mit der bereits vorangekündigten neuen, schweinegeilen, dritten Ausgabe von REDMASK, jener Anthologie für neue unheimliche und phantastische Erzählungen in der Pulp-Tradition von H.P. Lovecraft, Robert E. Howard und Clark Ashton Smith aussehe, herausgegeben von einem gewissen Herren Gruner.
War da nicht eigentlich der 1. Mai als Veröffentlichungstermin angekündigt worden?
Ähm, ja, war, musste der inzwischen zunehmen ergrauende Herausgeber gestehen, aber, aber, aber irgendwie gab es Probleme.
Enttäuschend sicherlich, aber das Prachtwerk werde gaaaanz sicher noch diesen Monat vollendet werden und Ruhm und Ehre verbreiten.
Das sah auch ganz gut aus, sagen die Autoren; das packen wir, der Herausgeber, auch wenn ihm jeden Tag das Wasser höher bis zum Hals stand.
Probleme mit dem Vertrieb? Das klärt sich noch.
Probleme mit den Manuskripten eines gewissen Gastautoren, der dann plötzlich doch rechtliche Bedenken hatte? Egal, dann nehmen wir lieber weiter diejenigen Autoren, auf die man sich verlassen kann.
Man sollte nicht eine Anthologie mit zu vielen Geschichten aus dem gleichen Subgenre oder - schlimmer noch - der gleichen Serie füllen?
Houston, wir haben ein Problem!!!
Tja, um es abzukürzen, das Wasser reicht bis zur Oberkante Unterlippe, da ist es höchste Zeit, das Scheitern einzugestehen, und sich ein wenig frei zu schwimmen.
Wir könnten natürlich einen Band mit minderem Umfang herausgeben...
Wir könnten natürlich noch mehr Geschichten aus den bereits bekannten Serien in den Band hinein nehmen...
(hier wechseln wir vom Weinerlichen zum Trotzigen)
...werden wir aber nicht.
Denn das wäre nicht das, was REDMASK sein wollte, ein abwechslungsreiches buchartiges Pulpmagazin mit um die 200 Seiten Überformat.
Wir wissen, dass wir hiermit nicht nur uns, sondern auch einige Leser enttäuschen werden, die trotz einiger Verzögerungen uns immer die Treue gehalten haben. Aber wir würden auch sicher nicht sie (und uns) glücklicher machen, wenn wir feige ein minderwertiges Werk veröffentlichen würden.
Ein kleiner Trost: HIER können Sie schon einmal das Titelbild von Ausgabe 3 ansehen.
Und HIER haben wir schon einmal das Instrumentarium der Ausgabe veröffentlicht. (Interessierten werden Leseproben der Einzelgeschichten gerne zur Verfügung gestellt...)
Noch ein Trost (auch gering): Aus all den Geschichten, die wir bereits aus Ausgabe 3 herausgeholt haben, haben wir schon ohne Problem ein Drittel von Ausgabe 4 zusammenstellen können.
Aber im Ernst: Ein Veröffentlichungsdatum geben wir erst bekannt, wenn jeder das abgeliefert hat, was er zugesichert hat. Das gilt vor allem für Gastautoren.
Mittwoch, 30. Mai 2012
Donnerstag, 24. Mai 2012
Nicht da
...bin gerade bis zu den Hals in den Endkorrekturen für REDMASK #3 und melde mich erst dann wieder zurück, wenn alles fertig ist.
Währenddessen gucke ich finster, wenn jemand mich stört.
Währenddessen gucke ich finster, wenn jemand mich stört.
Sonntag, 13. Mai 2012

Die moderne Geistergeschichte des 21. Jahrhunderts folgt uns Tag für Nacht. Unbewußt, unbekannt, wie in unsichtbarer Begleiter, dessen Atem uns kaum hörbar in den Nacken schlägt.
Die alten Gebäude der viktorianischen Zeit, die wilhelminischen Bauten, die Naziruinen, sie sind längst den Baggern zum Opfer gefallen und unter Asphalt begraben. Aber der Asphalt ist unsterblich. Er erinnert sich an jeden Schritt und jeden Schrei, das Rascheln im Nebel, den Glanz des Messers auf seinem feuchten Gesicht.
Die Bahnschienen, die einst durch diese Stadt liefen, haben unsichtbare Narben hinterlassen, auf denen in kalten Nächten noch immer Züge fahren, mit schwarzen Fenstern. Ihre Maschinen verursachen kein Geräusch, ihre Räder scheinen sich nicht zu bewegen.
Und welche Fracht bringen sie nach Bethlehem?


Bilder einer verlassenen Industrieanlage, 06.06.2012
Samstag, 5. Mai 2012

Die moderne Geistergeschichte des 21. Jahrhunderts ist eine Geschichte der Industriearchäologie.
Die Geister, die in ihnen spuken, haben Knochen aus Eisen und sprechen mit dem durchdringenden Schrillen eines prä-Internet-Akkustikkopplers, die Sprache der Engel zu 110 Baud.
Dies sind die Artefakte einer Zukunft, die niemals kommen wird, historische Systeme von Gewerbe, Industrie und Verkehr, erleuchtet wie Neon, Symbole von Gehirnen, die dem normalen Menschen so fremd sind wie die Lehren der schwärzesten Magie.
Sie überleben auf schmucklosen Schwarzweiß-Photographien, und suchen die Erinnerung heim.
Wie viele Tage bist Du hier gewesen?
Wie viele Nächte?
In wie viele Träume haben sie sich eingeschlichen, die Industriedenkmale, die wispernden Kabelnetze, die Produktionsstätten der Erniedrigung, und die Architektur der Furcht?



Bilder Technologiezentrum NW, 05.06.2012 (im Folgejahr zum großen Teil abgerissen)
Sonntag, 29. April 2012
Shortcuts 2012-04-31
Vor einiger Zeit hatte ich mich in einem persönlichen Gespräch, und natürlich auch eloquent in den so genannten sozialen Netzwerken, über die "weltanschauliche Wüste" Bundesrepublik Deutschland geäußert, die im Vergleich zu anderen zivilisierten Ländern doch recht provinziell daherkommt, vor allem, wenn es um den Umfang und die Mannigfaltigkeit an Weltanschauungen geht. Inzwischen muss ich meine Meinung revidieren.
Wenn ich mit einem Auge in die englischsprachige Welt schaue, muss man schon schlucken. Hier findet momentan nach einer Aufforderung an die Lehrplanbehörde von Cornwall, im Religionsunterricht auch 'pagane' Themen zu behandeln, in den Massenmedien und der Blogosphäre eine ungewöhnlich bissige Vermischung von Kategorien statt. Jetzt, wo sie in die Augen der Öffentlichkeit gerückt werden, werden plötzlich die bislang harmlosen Druidenkollegien und der Neo-Paganismus auf eine Stufe gestellt mit den öffentlickeitswirksamen Muti-Morden unter afrikanischen Einwanderern. Ekelhaft. Glücklicherweise sind solche Dinge bislang in Deutschland unbekannt.
Also, ist es ist gut, dass unser schönes Land in dieser Hinsicht so provinziell ist. Es ist gut, dass die Anhänger von 'ungewöhnlichen' Weltanschauungen höchstens als außergewöhnliche Spinner gelten. Es ist gut, dass selbst die traditionsreichsten Gruppen sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen und sich lieber mit sich selbst beschäftigen. Und es ist gut, dass die einzige Diskussion über solche Themen in den Tiefen der Sozialen Netzwerke stattfindet, wo es nun wirklich niemanden interessiert.
Wir können also beruhigt weiter schlafen.
Ich enthalte mich gewöhnlich jedes politischen Kommentars, aber wo jetzt auch ein anderer bekannter Schriftsteller mit der respektlosen Charmanz des buckligen Hackers nebenan konfrontiert wurde, ungefragt seine Werke zu kopieren und im Internet zu verteilen, ein paar Worte hierzu:
"Freiheit der Information bedeutet nicht, dass man sich einfach die Freiheit nimmt, Information zu stehlen."
"Die Firma, die Informationen vermarktet, kann einen Einbruch im Gewinn leicht verkraften, indem sie einfach ein paar Stellen mehr streicht. Der Arbeiter, der die Informationen produziert, kann das nicht."
Und noch zwei Worte:
"Fuck you."
War der "Rächer"-Film nach den Charakteren von Jack Kirby sehenswert, den ich am Donnerstag gesehen habe?
Er war, obwohl er Überlänge hatte, sehr kurzweilig.
Er ist eine direkte Fortsetzung von "Iron Man 2", "Captain America: The First Avenger" und "Thor".
Es gibt eine dichte Kontinuität, dennoch hat man es verstanden, unauffällig Elemente aus den Originalquellen einzumischen.
Kurz vor den Credits hatte ein weiterer Superschurke sein Cameo - jemand, mit dem ich wirklich nicht gerechnet hatte.
Ich erhob mich also und rief mit deutlich vernehmbarer Stimme: "Oh Fuck!!!!"
Ich war offensichtlich der einzige, der diesen Charakter kannte.
Ach ja, und Stan Lee war nur seeeeehr kurz zu sehen.
Sehr gut. Sie lernen dazu.
Soundtrek (während ich das neue Blogger-Interface verfluche...):
Wenn ich mit einem Auge in die englischsprachige Welt schaue, muss man schon schlucken. Hier findet momentan nach einer Aufforderung an die Lehrplanbehörde von Cornwall, im Religionsunterricht auch 'pagane' Themen zu behandeln, in den Massenmedien und der Blogosphäre eine ungewöhnlich bissige Vermischung von Kategorien statt. Jetzt, wo sie in die Augen der Öffentlichkeit gerückt werden, werden plötzlich die bislang harmlosen Druidenkollegien und der Neo-Paganismus auf eine Stufe gestellt mit den öffentlickeitswirksamen Muti-Morden unter afrikanischen Einwanderern. Ekelhaft. Glücklicherweise sind solche Dinge bislang in Deutschland unbekannt.
Also, ist es ist gut, dass unser schönes Land in dieser Hinsicht so provinziell ist. Es ist gut, dass die Anhänger von 'ungewöhnlichen' Weltanschauungen höchstens als außergewöhnliche Spinner gelten. Es ist gut, dass selbst die traditionsreichsten Gruppen sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen und sich lieber mit sich selbst beschäftigen. Und es ist gut, dass die einzige Diskussion über solche Themen in den Tiefen der Sozialen Netzwerke stattfindet, wo es nun wirklich niemanden interessiert.
Wir können also beruhigt weiter schlafen.
Ich enthalte mich gewöhnlich jedes politischen Kommentars, aber wo jetzt auch ein anderer bekannter Schriftsteller mit der respektlosen Charmanz des buckligen Hackers nebenan konfrontiert wurde, ungefragt seine Werke zu kopieren und im Internet zu verteilen, ein paar Worte hierzu:
"Freiheit der Information bedeutet nicht, dass man sich einfach die Freiheit nimmt, Information zu stehlen."
"Die Firma, die Informationen vermarktet, kann einen Einbruch im Gewinn leicht verkraften, indem sie einfach ein paar Stellen mehr streicht. Der Arbeiter, der die Informationen produziert, kann das nicht."
Und noch zwei Worte:
"Fuck you."
War der "Rächer"-Film nach den Charakteren von Jack Kirby sehenswert, den ich am Donnerstag gesehen habe?
Er war, obwohl er Überlänge hatte, sehr kurzweilig.
Er ist eine direkte Fortsetzung von "Iron Man 2", "Captain America: The First Avenger" und "Thor".
Es gibt eine dichte Kontinuität, dennoch hat man es verstanden, unauffällig Elemente aus den Originalquellen einzumischen.
Kurz vor den Credits hatte ein weiterer Superschurke sein Cameo - jemand, mit dem ich wirklich nicht gerechnet hatte.
Ich erhob mich also und rief mit deutlich vernehmbarer Stimme: "Oh Fuck!!!!"
Ich war offensichtlich der einzige, der diesen Charakter kannte.
Ach ja, und Stan Lee war nur seeeeehr kurz zu sehen.
Sehr gut. Sie lernen dazu.
Soundtrek (während ich das neue Blogger-Interface verfluche...):
Freitag, 27. April 2012
Working in the Coal Mine
Moin. Die beunruhigten Zuschriften sind (noch) verfrüht, die angekündigte Neuausgabe von REDMASK ist wie immer in Arbeit und sieht gut aus. Es stimmt, die letzten Tage habe ich über den Progress von "Nacht in den Dagoth Hills" keinen Bericht erstattet. Dies, weil ich mich ein wenig im Kreise gedreht habe - ich hatte zwei Anfangskapitel geschrieben, die zwar recht gelungen waren, durch die die Geschichte sich jedoch nicht so gradlinig entwickelte, wie es beabsichtigt war. (Nebenbei musste ich noch lernen, was für Rinderrassen wohl am effektivsten in den Dagoth Hills weiden würden...)
Ich war also in den letzten zwei Tagen, neben Geburtstag zu feiern (yay!) und gestern 'The Avengers' (doppel-yay!) zu sehen, damit beschäftigt, die beiden Kapitel an eine andere Stelle der Story einzufügen, anstelle Neues zu schreiben.
Glücklicherweise habe ich für solche Fälle immer mindestens noch Plan B und C.
Wir können also da weitermachen, wo wir aufgehört haben, bevor ein 44. Jahrestag, der Knackarsch von Scarlett Johansson und ein Mann namens Harrigan uns in die Quere kamen.
Aktueller Status:
Ich war also in den letzten zwei Tagen, neben Geburtstag zu feiern (yay!) und gestern 'The Avengers' (doppel-yay!) zu sehen, damit beschäftigt, die beiden Kapitel an eine andere Stelle der Story einzufügen, anstelle Neues zu schreiben.
Glücklicherweise habe ich für solche Fälle immer mindestens noch Plan B und C.
Wir können also da weitermachen, wo wir aufgehört haben, bevor ein 44. Jahrestag, der Knackarsch von Scarlett Johansson und ein Mann namens Harrigan uns in die Quere kamen.
Aktueller Status:
Dienstag, 24. April 2012
Night and "D"
"D" - ein animierter Horrorkurzfilm über eine mörderische Schreibfeder und den Überlebenskampf eines einzelnen kleinen Buchstaben. Nein, wirklich. Und ihr werdet es lieben.
Written / directed / edited by Rafael Velásquez Stanbury, Lead Animator: René Alex
Written / directed / edited by Rafael Velásquez Stanbury, Lead Animator: René Alex
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