Mittwoch, 21. November 2012

Fundstück der Woche

Es war nicht die Victoria Station um Mitternacht...
Das Pilzgericht, das mir meine Haushälterin bereitet hatte, schien gewisse Verwerfungen der Wirklichkeit zu verursachen, auch wenn sie dies immer bestreiten wollte. Auch wenn ich sie schon oft darauf hingewiesen hatte, dass unsere Katze, wenn sie einmal etwas davon kostete, oft mit seltsamen Mäusen von der Jagd in Kaninchenbauten und ähnlichem zurück kehrte, die kleine Krönchen auf den Köpfchen haben.
Der Katze mochten sie schmecken, aber es waren nicht Mäuse, wie ich sie gerne in meinem Haus haben möchte, denn es immer so schwierig einen König oder eine Königin wieder loszuwerden, die man nicht braucht.

aus "Das Land war fremd", nicht verwendbarer Absatz

Nachtmusick :: Entropia Architektura

So much Chaos on my mind...
Mein Schlafrhythmus hat endlich mit einem letzten leichten Seufzen aufgegeben, sich der Realität anzupassen, und ich verbringe helle dunkle Nächte im Glanz meines Flachbildschirmes, höre dem Reformat der Realität zu und rendere Fraktale, um die Titelbilder frommer Schriften zu schmücken.
Als Soundtreck wähle ich diesmal etwas noch Esoterischeres...

Mittwoch, 14. November 2012

works-in-progress 2012-11-14

Glücklicherweise steht die Wintersonnenwende bald bevor, die Dunkelheit hat mich eingeholt, und kein störender Strahl des Tagesgestirnes kann mich noch ablenken. Ich arbeite an einem gesunden Zombieteint, verlasse in völliger Finsternis das Haus, und kehre zurück wenn die Sonne bereits untergegangen ist. Die Wache Welt hat mich hinter sich gelassen - umso besser, schlafen ist sowieso ein Luxus, den sich nur junge Leute erlauben können. (Und wer will schon wirklich bei den coolen Kids abhängen...)

Während meines Resturlaubes habe ich meine externe und interne Festplatte umsortiert und habe eine vorläufige Liste der Projekte erstellt, an denen ich gerade arbeite (Abschluss bis voraussichtlich 2013). Ich versuche in der nächsten Zeit al, diese up-to-date zu halten.

Sonntag, 4. November 2012

Fanboy :: Nerdpunk Disco

"Meister, ich bin gelangweilt...", spricht die Stimme aus dem Off. "Diese freundlichen Eingeborenen sollen mich unterhalten..."
Und damit wir alle wach werden, drehen wir den Regler auf 11 und spielen nur für Dich eine fetzige kurze Nummer namens "Doctor Who On Holiday" von Dean Grey, das Bilder des Guten Doktors (mit dem funky Haar) kombiniert mit Green Day's "Holiday", Gary Glitter's "Rock and Roll Part 2" und "Doctorin' The TARDIS" von den Timelords (besser bekannt als die unvergessenen KLF). Hu! Hu! Hu!

Freitag, 19. Oktober 2012

Wir setzen wieder die Rote Maske auf...

...die Arbeiten an der Vierten Ausgabe von REDMASK haben begonnen. Werden wir sie noch rechtzeitig zu Halloween sehen? Wer weiß, wer weiß...

Ich möchte aber hier schon einmal Stimmung machen für eine Lektüre, passend zur dunklen Jahreszeit. Neben einigen bekannten Charakteren und Stimmen werden in dieser Ausgabe auch andere, "neue" Autoren vertreten sein, die man vielleicht aus einem anderen Zusammenhang kennt und man sich vielleicht wundern wird, was sie an diesen düsteren Ort verschlagen hat...

Ich will nicht zu viel verraten, aber unter den Autoren ist auch der Verfasser von Die Elektrische Kreuzigung mit einem Text, der bei seiner Erstveröffentlichung einiges Aufsehen und Widerwillen verursacht hat: "Kriegsende" - die Rede an die Toten, oder: Wolfgang Borchert meets the Walking Dead.

"Die von uns, die es überlebt haben, sie sind die Sieger, egal, auf welcher Seite des Stacheldrahtes sie gestanden haben. Sie haben nun alles, Frauen, Wärme, Leben. Wir aber, Hans, wir haben nichts. Wir sind die Verlierer. Wir sind die Toten."

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Zur Lage der Nation

Hahaha, fast hätte ich Euch drangekriegt, sanftmütiger Leser, ich werde mich den Teufel hüten, hier etwas zu dem grotesken Schauspiel zu schreiben, das sich heute vor meinem Fenster abspielt. Tränen und Zähneklappern in den Kirchen, solemne Wachspuppen auf den Podien der offiziellen Feierlichkeiten, ach nö. Nö nö nö. Also:

Shortcuts 2012-10-03


In den letzten Wochen hat sich die frohe Botschaft von Nemed House, und den exzellenten Veröffentlichungen, die wir hier in unregelmäßigen Abständen hervorzaubern, soweit verbreitet (danke an Blogger und Vlogger, die darauf hingewiesen haben...), dass einige begabte Menschen es sich nicht haben nehmen lassen, uns Geschichten zur Veröffentlichung zu übersenden.

Ich bin geschmeichelt und entzückt, aber ehrlich, solltet ihr nicht darauf warten, bis ich ein angemessenes Honorar oder eine andere Regelung ausgehandelt habe? Meinetwegen auch in Naturalien. Euer Vertrauen ehrt mich, aber woher wisst ihr, dass ich nicht eure exzellenten Stories schnappe, mir einen Schnurrbart anklebe und die bei Heyne unter der Tür durchschiebe?

Naja, vielleicht bin ich auch einfach zu alt und misstrauisch.

Ich werde mal was Angemessenes von der Buchhaltung aushandeln lassen und dies dann als Informationen zur Manuskripteinsendung auf der Redmask-Seite von Nemed House hinterlegen.

Bei der Bearbeitung des Manuskriptes des Retro-SF-Romanes "Krise im Beta-Universum" oder "Alarm im Beta-Universum" (Originaltitel: Die Falkensteen-Kur) musste ich feststellen, dass der kleine Zwergstaat Andorra eine wichtige Rolle spielt. Nicht, dass der Autor ein realistisches Bild dieses putzigen Teiles Europas abbildet. Ist ja SF...

Aber, wo ist der Pyrenäen-Desman? Dieser nahe Verwandte des Maulwurfs, dieser putzige Teil europäischer Fauna?

In meiner wohl sortierten Sammlung von Webservices habe ich auch seit einiger Zeit etwas namens Goodreads, um den Überblick zu behalten, was ich nebenbei lese. Ich schaffe es zwar immer noch nicht, alle Bücher einzupflegen, aber sagen wir mal zwei Drittel. Eigentlich eine gute Möglichkeit, mal wieder eine Rezension oder so etwas Ähnliches zu verfassen, aber... na, Sie wissen schon.

Dennoch: Unter anderem habe ich vor einiger Zeit (und mit wachsender Begeisterung) auf die früher übliche Veröffentlichung von "Singles" hingewiesen, eher kleinen Werken, die abgeschlossen sind und ein schnelles, heftiges Lesevergnügen bieten. (Nicht vergessen hier auch die unübertroffene Terry Fantasy-Reihe, hrsg. von Hugh Walker)

Zu den Singles, die ich in letzter Zeit verköstigt habe, gehören drei Bände der Serie "Der Grüne Stern" von Lin Carter. Leichte Lektüre, schnell verschlungen, aber genau das richtige an einem verregneten Nachmittag. Ein etwas schmalbrüstiger Klon von John Carter, aber ich nehme dem Autoren den Spaß ab, den er beim Verfassen hatte.

Und, alle drei Bände auf dem Flohmarkt für 1 € erstanden - unschlagbar.

Alle drei Bände, die in Deutschland erschienen sind. Band 4 und 5, die die Geschichte zum Abschluss bringen, sind nie übersetzt worden.  

Was zur Hölle? Wer macht denn so etwas? Ich nehme an, sie waren finanziell nicht der große Bringer, aber hätte man sich das nicht vorher überlegen können? Versprochen: wenn wir bei Nemed House mal eine Serie bringen, dann erst dann, wenn alle Bände fertig sind oder die Bände in sich abgeschlossen sind und weder einen Vor- noch Folgeband erfordern.

Ich könnte die Tränen vor Wut, die dem geneigten Leser aus den Augen schießen, nicht ertragen.

Achja, die Lage der Nation...

Endlich mal ein nichtkirchlicher Feiertag... An jeder Ecke steht ein Elefant... Goldflitter fällt vom Himmel, etc...

Ich bin ein bisschen bitter. Ich darf nämlich gleich zum Dienst, was noch dadurch verschönert wird, dass an einem offiziellen Feiertag die öffentlichen Verkehrsmittel nur unter Protesten fahren. Ich hätte auch lieber weiter an interessanteren Dingen gearbeitet, oder mir noch mehr Bilder vom Pyrenäen-Desman besorgt...

Immerhin habe ich es nicht so schwer wie manche Kollegen. Heute abends spielt auch noch der BVB, und was wäre deutscher als abends ein Fußballspiel zu sehen, anstelle die selbe Tätigkeit wie immer auszuführen. Der Schmerz! Die Wut! Das sind Menschen, die wirklich leiden...

Dienstag, 2. Oktober 2012

Neue Welten der SF... ca. 1987

"Schon in der 1. Ausgabe von "New Worlds" erklärte er, eine "neue Literatur für das Raumzeitalter" schaffen zu wollen und förderte Autoren mit unkonventionellen Ideen. Innerhalb kürzester Zeit verwandelte er das konservative Magazin zu einem Forum für alle Bereiche experimenteller Prosa und Lyrik. Nur wenige Stammleser zeigten sich so flexibel, dem neuen Trend zu folgen. Die Auflagezahlen gingen zurück." (via Schattenblick)
Soviel aus dem Leben von Michael Moorcock. Es ist wohl kein großes Geheimnis, wenn wir diesen vielsagenden Autoren als eines der Vorbilder des "Hamburger Kreises" identifizieren, der in den Büchern und Magazinen von NEMED HOUSE so Vielsagendes und Vielseitiges veröffentlicht.

Warum also nicht mal etwas Krankes und Abseitiges, sozusagen eine Erinnerung an die 'New Worlds'? Nur wenige Stammautoren zeigen sich so flexibel, und die Auflagezahlen gehen zurück...

An einem grauen Tag im September, als wir nichts besseres zu tun hatten, fanden wir eine Schachtel mit bislang vergessenen Manuskripten, eine Reihe von Novellen aus den Jahren 1987-88... Retro SF... die 90er, wie sie sich die 80er gemäß den 60ern vorgestellt haben. Durch die Wunder hochstehender Technologie (OCR-Programmen und einem Mann mit Sitzfleisch) konnten die Manuskripte dem Vergessen abgerungen werden und stehen demnächst zur Veröffentlichung frei. (Weil es viel besser ist, mal was ganz anderes zu machen, anstelle das, womit man sowieso schon zu spät dran ist...)

Also, demnächst als Nemed House Single: ALARM IM BETA-UNIVERSUM, ein Retro-Roman um Chaos, Ordnung und sechs Parallelwelten...