Mittwoch, 19. Juni 2013

Mythos :: Cthulhu Libria #57 online

Wieder einmal möchte ich auf die neue Ausgabe der Cthulhu Libria hinweisen, jenes hoch geschätzten Webmagazins für den distinguierten Leser phantastischer und horribler Märe. Dies geschieht diesmal wiederum mit etwas Hintergedanken, haben die geschätzten Autoren des Teams sich doch erneut die Zeit genommen, auf ein Produkt meines fiebrigen Hirnes hinzuweisen.
Ja, die vierte Ausgabe von REDMASK hat endlich die Öffentlichkeit erreicht... Ein paar persönliche Worte des Herausgebers finden sich übrigens in dem Artikel auch, alles meisterhaft strategisch geplant...
Ich nutze die Gelegenheit und stehle frech das Titelbild der neuen Ausgabe, sehr geschmackvoll, finden Sie nicht? Auch in Deutschland gedeiht die Kunst des feinen Striches noch... 

Autor: Arnold Reisner und das CL-Team
Umfang: 59 Seiten
Format: PDF
Downloadbar über: Cthulhu.de und Literra.info


Und hier das Inhaltsverzeichnis, frech gestohlen aus dem CL eigenen Blog.

Sonntag, 9. Juni 2013

Mythos :: Hexenlicht coming



Das Hexenlicht.... eine violette, vielleicht auch malvenfarbige Lichterscheinung, die den Übergang in eine andere Realität kennzeichnet, das Tor zum kosmischen Hexensabbath... ein Widerschein des Älteren Pharos... beständige Rotverschiebung der lokalen Konstanten...

Ein großartiges Konzept, das ich bereits seit längerem mit ungeahntem Fanatismus verfolge. Vielleicht hat es auch irgendwas mit Quanten zu tun. Derweil ich also Hände ringend nach einer Geschichte suche, die bis Ende des Monats für den schattenhaften Herren S. bereit ist, wächst das Hexenlicht in meinem Herzen...

Fakten und Fiktionen, die mich beim Schreiben inspirierten:

Brane-Kosmologie und M-Theorie
Dr. John Dee
Akademien der Renaissance
"Dunkelmännerbriefe"
"Encyclopaedia Cthulhiana" von Daniel Harms
"Beyond the Mauve Zone" von Kenneth Grant
"Träume im Hexenhaus" und "Der Ruf des Cthulhu" von H.P. Lovecraft
"The Invisibles" von Grant Morrison
"Planetary" von Warren Ellis
sowie ein Haufen anderer, richtig abseitiger Sachen...

Btw habe ich gesehen, dass bis Halloween eine Anthologie zum Thema "Verbotene Bücher" zusammengestellt werden soll, so richtig fein mit schimmeligen Grimoires und unheilsverkündenden Runen. Ich hatte vor einiger Zeit da schon etwas zusammengestellt, und in den letzten Wochen noch ein paar merkwürdige Mythos-Schriften gefunden. natürlich habe ich da auch noch einiges auf der Festplatte. Ich werde das demnächst mal überarbeiten und der Allgemeinheit zugänglich machen. Ist vielleicht ganz witzig.



Dienstag, 4. Juni 2013

Shortcuts 2013-06-04



Vor längerer Zeit hatte ich die bisherigen Ergebnisse meiner Beschäftigung mit einer Verbindung der "Reise des Narren" aus dem Tarot und dem Monomythos von Campbell geschildert... Teile eines Projektes, an dem wir schon seit längerem herum basteln und den Grundplot für mehrere sogenannte "Tarotromane" bilden soll... und nein, man braucht nicht nach zu blättern, auf welcher Seite es steht,  sowohl die Esofreaks als auch die Campbellianer haben nicht viel Gefallen daran gefunden. Die Strohpuppen mit meinem Gesicht brannten an jeder Straßenkreuzung.

Es sollte auch nicht die letzte Zusammenfassung des besten spirituellen Weges zur Erfüllung werden.... wenn ich so etwas gefunden hätte, würde ich wahrscheinlich hier nichts mehr schreiben, sondern mir von dickbrüstigen Chelas Rosenblätter zuwerfen lassen... shanti, shanti, shanti...

Aber als Idee, um den kruden (und wohlgestalteten) Worten und Ideen gewisser Schreiberlinge Form und Struktur zu geben, taugt das immer noch. Zwingen wir das Chaoplasma der Schöpfung in rigide Strukturen. Man will es sich ja nicht zu einfach machen. Kurzum, gestern Nacht habe ich die Sache schnell und schmerzlos zu Ende gebracht. Alles nochmal neu. Ich druck mir das jetzt mal aus und kleb es an die Wand und fange dann an, mit bunten Stiften und kleinen Kärtchen alle möglichen Entwicklungen und Querverweise zu notieren, bis es komplett unverständlich ist, so wie früher.

Auf... Papier.

Wie gewagt. Retro High Tech aus dem Mittelalter!



Mit großem Bedauern mussten wir vor einigen Tagen vom Verscheiden des großen und unnachahmlichen Mr. Jack Vance Kenntnis nehmen. Bedauerlicherweise scheint er heutzutage in Deutschland kaum noch bekannt zu sein, aber sein Einfluss lässt sich überall nachweisen, und wie immer wird man die Bedeutung des großen alten Mannes viel zu spät begreifen. Es wird mal wieder Zeit, zu den alten Taschenbüchern zu greifen, ich auf jeden Fall werde demnächst alle Bücher von ihm noch einmal lesen, und in Erinnerungen schwelgen.

Ich hoffe, ihn wenigstens im Nachwort zu "Planet der Verdammten" ausreichend gewürdigt zu haben... nein, wahrscheinlich nicht, das muss ich dann wohl nachholen für den nächsten Band mit Arullu-Geschichten. Ohne Jack Vance hätte das Genre der "Sterbenden Erde" nicht die Bedeutung (zumindest für mich) erlangt, die es heute hat.





Kniffle momentan an mehreren Stories gleichzeitig, wie immer, und fühle mich genötigt, wie ein stets wiederkehrender Juckreiz, immer wieder neu einschlagende Ideen zu notieren. ("Der Letzte Astronaut" mit Jim Morrison in der Hauptrolle?)

Auch hier habe ich inzwischen wieder eine Retrotechnologie eingeführt und meine Kreativtagebücher hervor gekramt, die ich zu Beginn des Informationszeitalters langsam durch Dumpdateien ersetzt hatte.

Aber ein Infodump sieht leider von außen immer gleich aus. Das gleiche Problem wie bei eBooks - es gibt keine visuelle oder taktile Erinnerung, wo man eine bestimmte Zeile finden könnte.

In ein Tagebuch kann man schreiben, krickeln, zeichnen, oder was einkleben.

Papier siegt. Verdammt.



Habe in den Weiten des weltweiten wilden Webs etwas gefunden, dass sich Irish Metal Archive nennt. Sehr zur Freude auch von Freunden und Bekannten. Nur meine Frau, die beste von allen, bittet mich immer, die merkwürdigen Töne leiser zu drehen, die aus meinem Subwoofer dröhnen...





Cutout der Woche

Aus den "Begegnungen mit außergewöhnlichen Menschen"

Der Captain, jener glorreiche Soldat, erscheint dem Beobachter ein eitler Prahler und Aufschneider, der kaum von etwas anderem spricht als von seinen angeblichen Heldentaten auf dem Schlachtfeld und im Bett, die er jedoch nie beweisen kann. Er ist ein älterer Herr mit einem sich regelmäßig sträubenden Schnauzbart, von kleinerer Statur und generell unauffällig, wenn auch nicht harmlos. Sein hervorstechendes Merkmal sind wahrscheinlich seine Augen, die von einer ungewöhnlich intensiven Türkisfarbe sind, die auf längere Zeit sowohl durchdringend als auch beunruhigend wirken.

Montag, 27. Mai 2013

works-in-progress 2013-05-27

Momentan auf meinem Schreibtisch, und ich werde den Teufel tun, genaue Titel oder Veröffentlichungsdatenzu nennen, die wieder gegen mich verwendet werden können.

Hauptprojekt:
Neugestaltung der Single-Reihe von Nemed House, (Type, Logos und Titelbilder)
Neben den Titelbildern für die ersten acht vorgesehenen Titel, arbeite ich auch an zwei Anthologien, zu denen ich eigene Texte beisteuern kann. Die eine hat einen deutlichen New Wave-Aspekt, die andere ist eine Hommage an die klassische deutschsprachige unheimliche oder okkulte Erzählung, die sich plötzlich (in der Nacht) zur Veröffentlichung angeboten hat.

Eine Kurzgeschichte des kosmischen Grauens (für eine Anthologie, die mal bei einem anderen Verlag erscheinen soll. Hölle, ich werd' berühmt!)


Nebenbei: Neuaufbau einer Webseite sowie ein paar Gebrauchsgrafiken hierfür. eine schöne Sache, die ich früher gerne gemacht habe und habe nun endlich Gelegenheit, auch mal in einem anderen Content-System zu arbeiten.

Sobald dies einigermaßen abgeschlossen ist, folgen einige Titel für die Mirkruna Press. Auch hier haben sich (in der Nacht) einige neue Projekte ergeben, denen ich nachgehen muss.

Sonntag, 26. Mai 2013

3rd Mind :: Das Geheimnis der Chevrons

Wie jeder vernünftige Mensch habe ich jede Woche stundenlang darüber gerätselt, was es mit den mysteriösen Chevrons auf sich hat, die beim Einwählen beim Stargate nebenan aktiviert werden müssen. Nach langer Meditation habe ich es dann vergessen bis zum nächsten Mal, wie jeder vernünftige Mensch. Man muß ja auch nicht jeden Scheiss wissen.

Beim Setzen eines Buchprojektes fiel mir auf, dass eines der eingereichten Manuskripte statt der gewöhnlichen Anführungszeichen " oder der so genannten typographischen Anführungszeichen „“ diese kleinen Winkelchen benutzte, die man auch auf den FastForward und Rewind-Tasten findet. » und «. Man findet sie öfter in fremdsprachigen Büchern, weswegen man glauben könnte, es wären "französische" Anführungszeichen oder ähnliches. Sieht eigentlich aber viel besser aus, allein wenn man den Grauwert der fertigen Seite betrachtet - gewöhnliche Anführungszeichen brechen weg, und sind auch beim Scannen immer wieder ein Quell der Verwunderung. Diese Winkelzeichen sind eigentlich ein Standard, den man sich nicht entgehen lassen sollte, und jeder Verlag, der etwas auf sich hält, sollte dem Leser diesen zusätzlichen Service leisten.

(Ein Blick in die Typographie der Taschenbuchbibliothek rund um meinen Schreibtisch verrät, dass die wörtliche Rede tatsächlich recht uneinheitlich gestaltet wird. Moewig und Heyne verwenden typographische Anführungszeichen, Bastei, Suhrkamp und selbst die alten Gruselheftchen aus dem Zauberkreis-Verlag die mysteriösen Winkelzeichen. Aber es gibt auch Ausnahmen.)

Im Bleisatz war es natürlich kein Umstand, die winkelförmigen Anführungszeichen (sie heißen übrigens Chevrons) aus dem Satzkasten zu nehmen, gleicher Arbeitsgang etc. Die meisten Textverarbeitungsprogramme wandeln reguläre Anführungszeichen aber stumpf in typographische um, weswegen man um den Standard zu erreichen, sie nachträglich in Chevrons umwandeln muss. Dies tut man am einfachsten durch ein Makro, der die Ascii- oder Unicode-Notierung der zu ersetzenden Zeichen verwendet.  In den meisten Windowsprogrammen wäre dies
ALT+0132 „ ersetzen durch ALT+0187 »   und
ALT+0147 “ ersetzen durch ALT+0171 «

Et voilá! Chevron aktiviert!

Freitag, 17. Mai 2013

In the Hood :: Der Bart ist ab

Es scheint Frühling zu werden. Der ganze Himmel riecht nach Lauch, und selbst der überraschende Platzregen lässt einen nicht mehr bis ins Mark erschauern. Es wird mal wieder Zeit, die interne und externe Festplatte aufzuräumen und sich neu zu erfinden. Die Pose des weisen alten Mannes kann mal bis Winter Urlaub machen, lasst uns einen Mord planen oder eine Religion erfinden. Es ist mal wieder Zeit für krassen Scheiß, und das ist gut so.

Karmageddon, Baby - die Heilige Harpocalypse - Ragnarock'n'roll!

Zu meiner Verwunderung musste ich feststellen, dass sich von allen Veröffentlichungen der letzten Jahre, die über meinen Schreibtisch liefen, die Gedichtsammlung "Die elektrische Kreuzigung" von 'Konstantin Aura' (haben wir wirklich IRGENDjemanden damit täuschen können) am besten verkauft. An der DeLuxe-Ausgabe mit Goldrand arbeite ich schon. Es wird mal wieder Zeit, sich neu zu erfinden. Also, rasieren wir uns am ganzen Körper, in der modernen Zeit, in der wir leben, ist es unsere Aufgabe, so kunstfertig und künstlich zu sein, wie möglich.

Neulich Nacht rief mich einer an, und erklärte mir, dass ich wahrscheinlich tot sei, weil man solange nichts von mir gehört habe. "Nein Mann", habe ich ihm gesagt, "aber ich habe es mir abgewöhnt, jedes Detail meines Lebens aufzuschreiben. Wenn ich so was will, gibt es Facebook, oder Twitter oder irgendwas anderes, wo ich wahrscheinlich auch angemeldet bin."

"Deine Tweets sind dünn geworden", sagte er, "Und in Facebook gibt's nur so privates Zeug. Wo sind die Artikel, Mann? Wo ist der Wahnsinn? Haste gar keine Projekte mehr?"

Er hatte natürlich nicht ganz unrecht. Die letzten Monate habe ich den einen der anderen sicherlich vernachlässigt. Zu viel lesen, zu wenig schreiben, zu viel denken, zu wenig handeln. Eine gewisse Behäbigkeit, ein Buch das nicht fertig werden wollte, ein paar Medienaufträge, die sich ewig hinzogen... Was ist die Pose? Die Pose ist Scheiße, wie jede Kampfkunst erfordert auch das Leben freie Bewegung und keine starren Abläufe. Dennoch, man ist am Leben, und je mehr sich die eine lästige Sache dem Ende zu neigt, desto mehr frische Ideen brechen hervor, wie Akne im Gesicht eines Vierzehnjährigen... Draußen am Fenster, klingt der vertraute Klang der Presslufthämmer, und ein brennender Schwan fällt durch violette Wolken...

Langsam wanderte meine Hand zum Rasiermesser... setzte es an...

Krasser Scheiß, Mann! Unter den grauen Haaren kam ein ganz anderes Gesicht zum Vorschein, als ich erwartet hatte. Wir können das Tempo wieder erhöhen.

Die vorhergehenden geistigen Ergüsse wurden Ihnen präsentiert vom Defragmentierungsprogramm meiner internen Festplatte.

Dienstag, 30. April 2013

Wer ich bin und was ich mache

Mein Name ist Axel M. Gruner. Ich lebe an der Nordseeküste.

Ich schreibe über Dinge, die mich interessieren oder absonderlich genug sind, dass sie mich interessieren könnten. Meine Veröffentlichungen konzentrieren sich in letzter Zeit vor allem auf den Bereich der "Weird Fiction", und das, was die amerikanischen Kollegen "New Pulp" nennen. Außerdem habe ich eine langjährige Erfahrung als Mediendesigner und Ghostwriter, Sie könnten also bereits mehr von mir gelesen haben, als ihnen lieb ist.

Ich führe den Privatverlag Nemed House für phantastische Literatur.
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Für Nemed House gebe ich das Pulpmagazin Redmask heraus und bin an der Redaktion aller Veröffentlichungen beteiligt. Gelegentlich schreibe ich auch eingereichte Texte um, wenn verlangt.

Weiterhin bin ich an dem Privatverlag Mirkruna Press für Esoterica & Occulta beteiligt.
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Ansonsten finden Ssie mich als @AxelMGruner bei Twitter. Dort gibt es Tweets von allen Seiten, die ich unterhalte, und manchmal auch etwas live, gelegentlich auch in Englisch.