Donnerstag, 25. November 2010

Kirby Thorsday


Die Entdeckung des Tempels der Finsternis aus "Journey into Mystery" No.118
"Thor" und "Asgard" visualisiert by Jack Kirby, © by Marvel Comics.

Dienstag, 23. November 2010

Donnerstag, 18. November 2010

Kirby Thorsday


Fenris in der Verbannung aus "Journey into Mystery" No.114
"Thor" und "Asgard" visualisiert by Jack Kirby, © by Marvel Comics.

Dienstag, 16. November 2010

Shortcuts November 2010

REDMASK IN PROGRESS: Leute, Leute... da wollte ich doch mal eine ganz konkrete Geschichte zum Cthulhumythos beisteuern, und dies schön mit Sekundärquellen und ähnlichem untermauern... hat eigentlich schon mal jemand angemerkt, wie ungenau oder teilweise schlicht falsch einige der Übersetzungen sind, die von Kerntexten hier verfügbar sind? Treibsand, meine Lieben, Treibsand...
Vielleicht sollte man nicht so viel Aufhebens um die ganze Sache machen, es ist ja schließlich alles fiktiv ('türlich), aber dennoch... Treibsand. Selbst die vertraulichen "Leiber-Papiere" sind nicht so exakt, wie erhofft, und versucht mal etwas herauszufinden über Carnamagos. (Ich weiß, wer er war, aber versuch' das mal einem Fanatiker zu erklären, der mit einer Handgranate in der einen und einem Plüschcthulhu in der anderen, vor Dir steht...
Und Sex mit Schoggothen? Sorry, aber das ist nicht meine Welt. Aber ich schweife ab... Treibsand...



Nice Kirby online: "I am the Gorilla Man!" Ich liebe diese alten Kurzgeschichten aus den damals üblichen Anthologien. Kurz und süß.



via Softpedia: Protected Sex Turns Women Vulnerable to Depression: Man weiß zwar nicht, wie solche Arten von Untersuchungen laufen, aber anscheinend besteht ein Zusammenhang zwischen Geschlechtsverkehr und Seelenbefinden: "This finding points to the conclusion that semen contains powerful mood-altering molecules." (Reinste Wissenschaft, meine Lieben.) Ja, Sex ist im Himmel ein Witz. Und überhaupt...

Sonntag, 14. November 2010

Sunday Pin-up


Loki offenbart sich! aus "Journey into Mystery" No.110 (schweinegeil)
"Thor" und "Asgard" visualisiert by Jack Kirby, © by Marvel Comics.

Dienstag, 9. November 2010

Aus Lovecrafts Notizbuch [4]

Ein Grauen aus der Vergangenheit (oder der Zukunft), knapp außerhalb der Erinnerung (oder der Vorahnung). Ankunft eines außerirdischen Wesens auf der Welt…

Es ist nicht der kosmische Horror, den Lovecraft empfand, dies ist nur seine Hinterlassenschaft. Das wahre Grauen, das liegt hinter diesem kindischen Vergnügen verborgen (lies weiter!) Das wirkliche neue England war das England der Morlocks, nicht der Eloy: Red Hook, Brooklyn Heights, der Schmutz von Manhattan. Dies war im Jahrzehnt der Pulps, des Mobs, der Depression normal. Lovecraft, der letzte Vertreter eines vergessenen Kolonialamerikas, war im Gegensatz dazu etwas, dass gegen jede Norm verstieß. Der Träumer. Der Emo-Oneironaut. Der geistig Abnorme. Der Freak. Der Außenseiter.

Schwarze Katze auf einem Berg in der Nähe einer dunklen Spalte im Hof eines alten Gasthauses. Miaut heiser - lockt Künstler in die dunklen Geheimnisse von drüben. Stirbt schließlich in hohem Alter. Spukt in den Träumen des Künstlers herum - lockt ihn, ihr zu folgen. Seltsames Ergebnis (erwacht nie? oder macht die bizarre Entdeckung einer alten Welt außerhalb des dreidimensionalen Raums?).
Jemand, der seinen Reichtum auf dunkle Weise erwarb, verliert ihn. Erklärt seiner Familie, er müsse den ORT erneut aufsuchen (entsetzlich und unheimlich und außerdimensional), wo er zu seinem Gold kam. Andeutungen von möglichen Verfolgern oder der möglichen Nicht-Rückkehr. Er bricht auf. Aufzeichnung, was mit ihm passiert: oder was in seinem Haus passiert, wenn er zurückkehrt.
Bewohner einer anderen Welt - Gesicht maskiert, vielleicht mit Menschenhaut oder operativ an die menschliche Gestalt angepaßt, Körper unter der Kleidung außerirdisch. Nach der Ankunft auf der Erde versucht er, sich unter die Menschen zu mischen. Entsetzliche Aufklärung. Von Clark Ashton Smith vorgeschlagen.


Von Außen, aus dem Unbekannten, bedroht das Fremde unsere bekannte Welt. Schon sind die Grundfesten unseres banalen Selbst-Bewußtseins bedroht. Außerhalb des flackernden Lichtes unserer Gewissheit lauert etwas außermenschliches, außerirdisches… vielleicht auch nur Ausländisches. Verständnis für das, was außerhalb unseres Selbst liegt, können wir nicht aufbringen, weil wir es einfach nicht verstehen können. Es ist fremd, und aus den unermesslichen Tiefen des Raumes naht es, uns zu penetrieren, zu infizieren, zu assimilieren. Es ist bereits die außergewöhnliche Idee, die unseren Verstand krank machen kann. Es bleibt nur der Rückzug ins Innere… aber wer kann sagen, ob nicht auch in den Tiefen des Inneren Raumes die gleichen Gefahren lauern wie in den Abgründen des Äußeren Raumes?

Traum, in einer ungeheuren Halle seltsamer Architektur zu erwachen, wo unter Tüchern Gestalten auf Steinplatten liegen, eine Lage, die der eigenen gleicht. Andeutungen von verstörend nichtmenschlichen Umrissen unter dem Laken. Eines der Objekte bewegt sich und wirft das Laken ab - ein außerirdisches Wesen zeigt sich. Andeutung, daß man selbst solch ein Wesen ist - der Geist ist in einen Körper auf einem anderen Planeten versetzt worden.
(Traum von) einem Fahrzeug - einem Eisenbahnwaggon, einer Kutsche etc. - die man betäubt oder im Fieber besteigt, und die ein Bruchstück einer vergangenen oder außerdimensionalen Welt sind - die den Reisenden aus der Wirklichkeit in verschwommene, vom Alter niedergedrückte Gebiete oder unglaubliche Abgründe des Wunders entführt.
Sie erwähnen einen Schädel, der anstelle des Gehirns eine merkwürdige metallische Vorrichtung enthält - wobei Sie andeuten, daß letztere entweder selbst ein außerirdisches und mit Bewußtein begabtes Wesen ist oder aber eine Art Empfänger, durch den weit entfernte Wesen von draußen den Körper, in dem er eingepflanzt ist, lenken können.


Es ist kein Traum, selbst in unseren wachen Momenten empfangen wir diese lenkenden Impulse. Eine kaum vernehmbare Stimme raunt aus den Faltungen unseres Gehirns. Wohl vertraut, aber die Ideen, die sie uns einflüstert, werden zunehmend fremdartiger…. Und außergewöhnlicher.

Zitate aus Lovecrafts Notizbüchern nach: H.P. Lovecraft: „Azathoth“ Vermischte Schriften, ausgewählt von Kalju Kirde. Übersetzung Frank Rottensteiner, Suhrkamp, Frankfurt a. Main 1989

Sonntag, 7. November 2010

Mythos :: Verdammte Bücher [2]



Seien wir doch ehrlich: Wie glaubwürdig kann der Cthulhu-Mythos sein, wenn es so wenige Beweise für seine Richtigkeit gibt? In der unlängst veröffentlichten Übersicht über die in den Sekundärquellen (Lovecraft, Smith, Howard) genannten Primärquellen seiht man, dass es nur eine Handvoll Belege gibt. Hier liegt glaube ich auch eine interessante Geschichte verborgen. Wenn man einmal nachdenkt, ist es doch verblüffend, dass so wenig Wissen aus den Tagen, als "Mythos" allgemeines Wissen war, überliefert worden ist.

Bestenfalls aus zweiter Hand erfahren wir von der Vorgeschichte unserer Welt, den Zivilisationen, die früher bestanden (Hyperborea, die Thurischen und Hyborischen Reiche). (Und ja, dies muss man miteinbeziehen - da Lovecraft direkt auf die Geschichten von Smith und Howard hinwies, gehören sie zum Mythos. In die Geschichtsschreibung unserer Welt im Schattend es Mythos sind also auch die "Nemedischen Chroniken" nicht fortzudenken...) In meinem Artikel "Die Religion von Atlantis" hatte ich bereits einige recht interessante Querverweise ausgegraben...

Wo sind sie also alle hin, die Dokumente und Schriften der Zeiten, die da waren - ignorieren wir einmal alle vorzeitlichen Scherben und Zeichen, die erst später wieder ausgegraben wurden (und auch das sind wirklich wneige). Wie authentisch kann der "Mythos" sein, oder handelt es sich nur um einen vier Jahrtausende andauernden literarischen Scherz einiges geistesgestörter Mystiker? Wie wahrscheinlich ist, es, dass es sowenig gibt, wo es doch eigentlich mehr sein sollte?

Tatsächlich sehr wahrscheinlich. Wir wissen z.B. dass ein wichtiges Dokument wie das "Vermächtnis des Carnamagos" nur erhalten geblieben ist, weil es einem ungenannten graeco-baktrischen Beamten ins Grab mitgegeben wurde und Jahrhunderte später erst wieder entdeckt wurde. Bücher waren in der Antike nicht nur wertvoll, sondern auch ein gutes Geschäft, mächtige Telesmata und Symbole für Prestige und Wissen. Sicherlich wird es von Büchern, die den Mythos betrafen, mehr als eine Abschrift gegeben haben. Nur haben uns diese Schriften nie erreicht. Und das ist nicht einmal verwunderlich. Erst mit der Karolingischen Renaissance gab es nämlich wieder eine ernstzunehmende europäische Literatur. Davor: Finsterste Barbarei (das christliche Abendland), beginnend mit einem Erlass des Kaisers Theodosius von 391, die heidnsichen Tempel und Bauwerke im Namen der neuen Staatsreligion zu stürzen. Die bedeutenden Bibliotheken der damaligen Zeit gehörten auch dazu. Nach Schätzungen von Experten umfasste allein die Bibliothek im Museion von Alexandria etwa eine Million Titel. Bis zum Jahr 400 stand keines dieser Gebäude mehr, und die Literatur der Antike war fast vollständig ausgelöscht worden.

Vielleicht macht die ganze Sache doch mehr Sinn, als uns lieb sein könnte...