Es gibt Dinge, die das normale Grauen übersteigen... Dinge, vor denen jede berechtigte Furcht vor Mensch, Politik, Religion, Geld, Wetter, Mode, Gravitationskonstante oder evolutionärer Druck verblassen muss. Missgestalte Kreaturen erheben aus den Tiefen der Erde, deformierte Köpfe, in denen tote stumpfe Plastikaugen glänzen...
Ein, zwei, drei – vier Teletubbies!
Sind die Teletubbies überhaupt Lebewesen in unserem Sinne? Ausser dem Babyspeck gibt es kein offensichtliches Anzeichen dafür, dass bei ihnen eine Veränderung, ein Wachstum stattfindet. Sie sind, wie andere Kunstfiguren auch, in einem ewigen Moment kindlicher Geschlechtslosigkeit eingefroren. Und das ganz wortwörtlich, denn bei keinem dieser Wesen sind Genitalien nachzuweisen.
Schauen wir es doch an, dieses traurige Leben, durch das sie brabbelnd und rülpsend tollen. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich um einen Versuch einer hochstehenden Roboterzivilisation handelt, asexuelles künstliches Leben zu erzeugen. So erklären sich auch die standardisierten Pantomimen, mit denen die Teletubbies ihren streng reglementierten Tagesablauf bestreiten. Es sind psychosexuelle Rituale, mit denen die geistige und emotionale Entwicklung normalen Lebens simuliert werden soll. Sie sind Plüschcyborgs, der rosige Schleim, mit dem sie fortwährend gefüttert werden, scheint vor allem dazu zu dienen, ihre Fernsehorgane anzutreiben.
Ihr heimisches Biotop ist eine künstliche Landschaft, aufgeschüttet, um ihnen eine Simulation unbeschwerter Kindheit zu ermöglichen. Die bunten Blumen sorgsam abgezirkelt, und dazwischen Hoppelhäschen.
Wie niedlich! Oder haben diese unschuldigen Tierchen vielleicht sogar einen Nutzen?
Leiten Sie etwa das gottlose Experiment, wie die Mäuse den Computer Erde?
Andererseits muss der rosige Schleim, mit dem die Teletubbies ernährt werden, ja auch aus irgendetwas bestehen. Ist es da vermessen, anzunehmen, dass es sich bei diesem Park um ein autarkes System handelt, und die Hoppelhasen, die oben den Rasen kurz halten, unten von der Maschinerie, die alles kontrolliert, in Tubbybrei umgewandelt wird? Soylent Pink ist Hasenfleisch…
Wir alle wissen, dass es sich bei ihnen um widerliche kleine Außerirdische handeln muss. Gezüchtet auf einer Farm, ohne „menschliche“ Bezugsperson. Die einzige Möglichkeit zum Austausch ist ein Staubsauger. Wundert man sich, wenn Tubbyschmusen imemr ein wenig aussieht wie wechselseitige Masturbation?
Vielleicht fungieren die antennenähnlichen Fortsätze, in denen ihre Köpfe enden, sowohl als Empfänger als auch als Sender ihrer psychosexuellen Programmierungen. Auffällig ist jedenfalls, dass zwei der Tubbies aufstrebende, phallische Antennen aufweisen, zwei jedoch solche mit Aussparungen oder Öffnungen, die das Bild einer Vulva invozieren. Falls diese Lebensform jemals aus dem Larvenstadium treten sollte, wird sich hier wahrscheinlich das biotechnische Äquivalent des Genitals entwickeln.
Die Frage stellt sich also nicht, ob der lila Tubby homosexuell ist. Sie sind alle gleichermassen geschlechtslos, aber er hat eine vaginaartige Antenne, und die psychosexuelle Rolle, die er von seinen unsichtbaren Herren empfängt, ist eine feminine. Und der dunkelgesichtige Tubby, das maschinelle Äquivalent des Quotennegers, hat natürlich auch die längste Antenne von allen.
Beunruhigend, oder? Wie niedlich? Oder verbirgt sich hinter diesen grellen Farben etwas wirklich Grauenhaftes?
Dies ist kein wirkliches Leben, sondern nur die Simulation von Rollen. Ein Verhalten, das unter Menschen Anlass zur Sorge und Wut geben würde, natürlich aber nicht unter den in Plüsch gehüllten Cyborgs, die irgendwo am Rande des Sonnensystems in einer hermetisch abgeschlossenen Umwelt herangezüchtet werden.
Der rosa Schleim fliesst weiter, und vier groteske Gestalten wanken durch eine aseptische Welt, ihre sinnlosen Rituale zelebrierend, von denen sie hoffen, dass sie sie irgendwann in echtes Leben verwandeln.
Die „Teletubbies“ erscheinen jeden Morgen um 9:00 Uhr auf den heimischen Bildschirmen, wenn man Kleinkinder oder andere geistig minderbemittelte im Haushalt hat. Gegen diese Form außerirdischen Teleterrors können wir uns nur durchsetzen, wenn wir uns bereits den Anfängen wehren. Vergesst nicht das Alamo! Soylent Pink ist Hasenfleisch!! Streitet gegen die Aliens im Namen von Satan, Bugs Bunny und mir!
Mittwoch, 30. November 2005
Montag, 28. November 2005
Nun weiss ich endlich, woher's kommt...

...dass manchen Menschen so die Köpfe rauchen. Es ist einfach nur der Schmerz der Injektion allt�glichen Wahnsinns. Hier hübsch erklärt als Teufelchen, aber ganz ehrlich, der gute Mann hier sieht eigentlich zu harmlos aus. In Wirklichkeit ist es das wahrhaft Böse, was manche Menschen so quält... andere Menschen.
Titelbild einer Broschüre von 1951 (?) aus dem Hocheneck Verlag (Hamm/Westf.), nach einem Manuskripft von Rektor Gerhard Hüffmann...
Arbeits und Lesebogen für die Oberklasse (8. und 9. Schuljahr) der Volksschulen, für die Mittelstufe der höheren Schulen und für alle Klassen der Berufsschulen.
Speziellen Dank an meine gute Freundin Sonja, diesen graphischen Schatz zugänglich gemacht zu haben.
Samstag, 26. November 2005
Freitag, 25. November 2005
Planet X :: Im Reich der Archosaurier
(Aus den Reisebeschreibungen einer fremden Welt)
Die Fauna und Flora dieses Planeten war ganz anders als die Erde – und doch sehr ähnlich, denn beiden lagen die gleichen Gesetze zugrunde, die die Entwicklung der Arten und ihre Ausbreitung in den verschiedenen ökologischen Nischen regulierten. Dies war keine Phantasiewelt voller fleischfressender Riesen, obwohl es auch von diesen eine Menge gab. Aber auch hier reichte die Futterkette herab bis zu den Aasfressern und den Pflanzenfressern, in einem teilweise erstaunlichen Artenreichtum, der verschiedene Grundformen auf aberwitzige Weise variierte und vervielfältigte. Im Schatten der urzeitlichen Pilzwälder und den Gehegen der primitiven Koniferen, Arakarien, Schachtelhalme und Bärlappgewächse, vor allem aber der gigantischen Farne, wimmelte es von heimlichem und immer wieder unerwartet hervorbrechendem Leben.
Das Landleben entsprach ungefähr dem Entwicklungsstadium der irdischen Trias, die einen Zeitraum von 225 bis 190 Millionen Jahren vor der christlichen Zeitrechnung eingenommen hatte. Wie auf der Erde waren die am weitesten entwickelten Landlebewesen, neben den Insekten und den insektoiden Riesenungeheuern – T’chmeer von den Eingeborenen genannt – reptilienartige Wesen. Aber während auf der Erde die urzeitlichen Reptilien oder Archosaurier sich einerseits zu echten Echsen, auf der anderen Seite zu den Vorfahren der Dinosaurier und Vögel entwickelt hatten, war die Entwicklung hier anders vor sich gegangen. Die Archosaurier hatten nicht, wie auf der Erde, längere Hinterbeine entwickelt, die etwas mehr unter den Körper gestellt waren, und so schließlich gelernt, auf dem Schwanz balancierend, aufrecht zu gehen. Sie waren zum großen Teil auf ihren vier Beinen stehen geblieben. Auf diesem Planeten war die Verteilung von Wasser und Land umgekehrt als auf der Erde, und das Leben hatte schon früh lernen müssen, in den Dickichten der Urwälder voranzukommen. Die wenigen Reptilienartigen, die auf den Hinterbeinen liefen, waren aggressive kleine Fleischfresser, die in Rudeln jagten. Die meisten anderen schienen direkte Verwandte der Krokodile zu sein, die sich auf der Erde ja ebenfalls während der Trias entwickelt hatten, auf dem Urkontinent Pangäa, an den Ufern des Tethysmeeres.
In den Süßwassermeeren und Flüssen gab es kleinere Archosaurier, die mehr Eidechsen ähnelten und an Land relativ unbeholfen mit seitlich gespreizten Beinen herumkrochen. Im Wasser jedoch waren sie recht flink und geschickt, wobei ihnen vor allem auch die langen, peitschenartigen Schwänze halfen. Größere Verwandte stapften zwischen den Pilzdächern herum. Sie waren Pflanzenfresser und ähnelten eher dem schwer gebauten Shansisuchus der Erde, oder dem flachen und langgestreckten Stagonolepsis.
Und dann gab es noch verschiedene Arten kurz- und langbeiniger Krokodilartige, die teilweise recht erstaunliche Längen erreichten. Sie hatten eine vergrößerte Schrittlänge als ihre Verwandten, da sie gelernt hatten, ihre Gliedmaßen aus den Schultern und Hüften zu bewegen, statt wie die Kriecher hauptsächlich aus den Ellbogen und Knien.
Nicht alle sahen so harmlos aus wie der Protosuchus, das Urkrokodil, das man in den Triasschichten Nordamerikas gefunden hatte.
Einige hatten die keilförmige Schädelform der Krokodile in überlange Schnäbel verwandelt, die von dolchartigen Zähnen starrten, und bei einigen hatten sich auf dem höckerig gepanzerten Rücken gefährliche Stachel entwickelt, so dass sie mehr kleinen, agilen – und umso gefährlicheren – Ankylosauriern ähnelten. Ich glaube, sie waren an das Leben sowohl im Wasser wie an Land angepasst, denn ihnen entging selten ein Opfer.
Sie waren natürlich – bis auf eine Ausnahme – allesamt Fleischfresser.
Und fürchterliche Räuber.
Die Fauna und Flora dieses Planeten war ganz anders als die Erde – und doch sehr ähnlich, denn beiden lagen die gleichen Gesetze zugrunde, die die Entwicklung der Arten und ihre Ausbreitung in den verschiedenen ökologischen Nischen regulierten. Dies war keine Phantasiewelt voller fleischfressender Riesen, obwohl es auch von diesen eine Menge gab. Aber auch hier reichte die Futterkette herab bis zu den Aasfressern und den Pflanzenfressern, in einem teilweise erstaunlichen Artenreichtum, der verschiedene Grundformen auf aberwitzige Weise variierte und vervielfältigte. Im Schatten der urzeitlichen Pilzwälder und den Gehegen der primitiven Koniferen, Arakarien, Schachtelhalme und Bärlappgewächse, vor allem aber der gigantischen Farne, wimmelte es von heimlichem und immer wieder unerwartet hervorbrechendem Leben.
Das Landleben entsprach ungefähr dem Entwicklungsstadium der irdischen Trias, die einen Zeitraum von 225 bis 190 Millionen Jahren vor der christlichen Zeitrechnung eingenommen hatte. Wie auf der Erde waren die am weitesten entwickelten Landlebewesen, neben den Insekten und den insektoiden Riesenungeheuern – T’chmeer von den Eingeborenen genannt – reptilienartige Wesen. Aber während auf der Erde die urzeitlichen Reptilien oder Archosaurier sich einerseits zu echten Echsen, auf der anderen Seite zu den Vorfahren der Dinosaurier und Vögel entwickelt hatten, war die Entwicklung hier anders vor sich gegangen. Die Archosaurier hatten nicht, wie auf der Erde, längere Hinterbeine entwickelt, die etwas mehr unter den Körper gestellt waren, und so schließlich gelernt, auf dem Schwanz balancierend, aufrecht zu gehen. Sie waren zum großen Teil auf ihren vier Beinen stehen geblieben. Auf diesem Planeten war die Verteilung von Wasser und Land umgekehrt als auf der Erde, und das Leben hatte schon früh lernen müssen, in den Dickichten der Urwälder voranzukommen. Die wenigen Reptilienartigen, die auf den Hinterbeinen liefen, waren aggressive kleine Fleischfresser, die in Rudeln jagten. Die meisten anderen schienen direkte Verwandte der Krokodile zu sein, die sich auf der Erde ja ebenfalls während der Trias entwickelt hatten, auf dem Urkontinent Pangäa, an den Ufern des Tethysmeeres.
In den Süßwassermeeren und Flüssen gab es kleinere Archosaurier, die mehr Eidechsen ähnelten und an Land relativ unbeholfen mit seitlich gespreizten Beinen herumkrochen. Im Wasser jedoch waren sie recht flink und geschickt, wobei ihnen vor allem auch die langen, peitschenartigen Schwänze halfen. Größere Verwandte stapften zwischen den Pilzdächern herum. Sie waren Pflanzenfresser und ähnelten eher dem schwer gebauten Shansisuchus der Erde, oder dem flachen und langgestreckten Stagonolepsis.
Und dann gab es noch verschiedene Arten kurz- und langbeiniger Krokodilartige, die teilweise recht erstaunliche Längen erreichten. Sie hatten eine vergrößerte Schrittlänge als ihre Verwandten, da sie gelernt hatten, ihre Gliedmaßen aus den Schultern und Hüften zu bewegen, statt wie die Kriecher hauptsächlich aus den Ellbogen und Knien.
Nicht alle sahen so harmlos aus wie der Protosuchus, das Urkrokodil, das man in den Triasschichten Nordamerikas gefunden hatte.
Einige hatten die keilförmige Schädelform der Krokodile in überlange Schnäbel verwandelt, die von dolchartigen Zähnen starrten, und bei einigen hatten sich auf dem höckerig gepanzerten Rücken gefährliche Stachel entwickelt, so dass sie mehr kleinen, agilen – und umso gefährlicheren – Ankylosauriern ähnelten. Ich glaube, sie waren an das Leben sowohl im Wasser wie an Land angepasst, denn ihnen entging selten ein Opfer.
Sie waren natürlich – bis auf eine Ausnahme – allesamt Fleischfresser.
Und fürchterliche Räuber.
Donnerstag, 24. November 2005
Mythostrukturen :: Dynastiemodell 0.1
Ein schönes Beispiel mythostruktureller Analyse, das ich vor einiger Zeit im Netz gefunden habe und das ich gleich in meine kleine Sammlung von Metamodellen und Plotstrukturen kopiert habe, in dem bereits so grossartige Stücke wie die Burroughs-Methode und der Leser Dent-Meisterplot stehen. Es wurde zwar ursprünglich (von dem ehrenwerten Scipio auf dem Nachbarblog Absorbascon >>>Absorbascon :: Dynastic Centerpiece Model) entwickelt, um eine Theorie aufzustellen, warum die Charaktere des DC-Verlages („Dynastic Centerpiece“ Modell = DC, hahaha) eine deutlich grösseren Stellenwert als kulturelle Ikonen haben als die vergleichbarer Publizisten, ist aber natürlich auch auf andere Figuren anwendbar. Tatsächlich verweist es sogar auf noch tiefergehende Strukturen.
Die Grundaussage ist eine einfache und verifizierbare, nämlich dass die Hauptfigur eines solchen Subuniversums nicht eine einzelne Gestalt ist, sondern eine ganze Dynastie von Charakteren, die sich gegenseitig stützen und unterstützen. Vergleichbare Metamodelle lassen sich vor allem im Bereich der Klassik oder auch in den mittelalterlichen „Zyklen“ um Artus und Carolus Magnus nachweisen.
Hier ist nicht unbedingt wichtig, dass jede Position mit einem gleichermassen starken Charakter besetzt wird, es ist vor allem das Fehlen einzelner Positionen, das sich bemerkbar macht, und den Stand der Dynastie als allumfassende kulturelle Ikone schwächt.
Bereits aus den Beziehungen der einzelnen Dynastieangehörigen ergeben sich unzählige Geschichtsmodelle, die vor allem während des „Silver Age“ zu den grundlegenden Formeln zu erzählender Stories geworden sind. Das Dynastiemodell entpuppt sich hier als eine nicht-initiierte Anwendung des kabbalistischen Baumes des Lebens, einer mythostrukturellen Matrix zur Mehrfachkorrespondierung, komplett mit den Beziehungen seiner Einzelpunkte (Pfade).
Übersicht über das Modell:
Dynastic Centerpiece :: die Hauptfigur oder Zentrum der Dynastie, die primäre Identifikationsfigur
Junior Counterpart :: eine jüngere Version der Hauptfigur, entweder sein Nachfolger oder er selbst in jüngeren Jahren
Other version :: eine Version der Hauptfigur, vom anderen Geschlecht, vielleicht mit ihm verwandt, die die andere Seite seines Charakters verkörpert
Kid Sidekick :: der jugendliche Gefährte der Hauptfigur, oder sekundäre Identifikationsfigur
Black Sheep :: die negative oder destruktive Version der Hauptfigur
Elder Statesman :: eine verwandte oder verbundene Figur, die der Hauptfigur als Mentor zur Seite steht.
Civilian Companion :: ein mehr “geerdeter” Begleiter, der die sagenhaften Geschehnisse kommentiert oder in Verhältnis setzt
Romantic Interest :: die fortwährende Romanze als eine der fundamentalsten Bestimmungen
Animal Companion :: der Vertreter einer anderen Spezies oder des natürlichen, der durch seine Anwesenheit die Hauptfigur in Bezug zur nicht-legendären Wirklichkeit setzt
Authority Figure :: die Verkörperung des Gesetzes oder der Reichsordnung, dem die Hauptfigur verpflichtet ist
Contextualizing City :: im Sinne urbaner Romantik, das ältere Muster für eine kontextualisierende Umgebung ist natürlich das sagenhafte Königreich selbst, um dessen Erhalt gekämpft wird.
Weitere Themen in diesem Zusammenhang: Die Korrespondenz von DCM und Baum des Lebens / die Antidynastie / Anwendungen auf verschiedene Dynastien oder Legendenzyklen
Die Grundaussage ist eine einfache und verifizierbare, nämlich dass die Hauptfigur eines solchen Subuniversums nicht eine einzelne Gestalt ist, sondern eine ganze Dynastie von Charakteren, die sich gegenseitig stützen und unterstützen. Vergleichbare Metamodelle lassen sich vor allem im Bereich der Klassik oder auch in den mittelalterlichen „Zyklen“ um Artus und Carolus Magnus nachweisen.
Hier ist nicht unbedingt wichtig, dass jede Position mit einem gleichermassen starken Charakter besetzt wird, es ist vor allem das Fehlen einzelner Positionen, das sich bemerkbar macht, und den Stand der Dynastie als allumfassende kulturelle Ikone schwächt.
Bereits aus den Beziehungen der einzelnen Dynastieangehörigen ergeben sich unzählige Geschichtsmodelle, die vor allem während des „Silver Age“ zu den grundlegenden Formeln zu erzählender Stories geworden sind. Das Dynastiemodell entpuppt sich hier als eine nicht-initiierte Anwendung des kabbalistischen Baumes des Lebens, einer mythostrukturellen Matrix zur Mehrfachkorrespondierung, komplett mit den Beziehungen seiner Einzelpunkte (Pfade).
Übersicht über das Modell:
Dynastic Centerpiece :: die Hauptfigur oder Zentrum der Dynastie, die primäre Identifikationsfigur
Junior Counterpart :: eine jüngere Version der Hauptfigur, entweder sein Nachfolger oder er selbst in jüngeren Jahren
Other version :: eine Version der Hauptfigur, vom anderen Geschlecht, vielleicht mit ihm verwandt, die die andere Seite seines Charakters verkörpert
Kid Sidekick :: der jugendliche Gefährte der Hauptfigur, oder sekundäre Identifikationsfigur
Black Sheep :: die negative oder destruktive Version der Hauptfigur
Elder Statesman :: eine verwandte oder verbundene Figur, die der Hauptfigur als Mentor zur Seite steht.
Civilian Companion :: ein mehr “geerdeter” Begleiter, der die sagenhaften Geschehnisse kommentiert oder in Verhältnis setzt
Romantic Interest :: die fortwährende Romanze als eine der fundamentalsten Bestimmungen
Animal Companion :: der Vertreter einer anderen Spezies oder des natürlichen, der durch seine Anwesenheit die Hauptfigur in Bezug zur nicht-legendären Wirklichkeit setzt
Authority Figure :: die Verkörperung des Gesetzes oder der Reichsordnung, dem die Hauptfigur verpflichtet ist
Contextualizing City :: im Sinne urbaner Romantik, das ältere Muster für eine kontextualisierende Umgebung ist natürlich das sagenhafte Königreich selbst, um dessen Erhalt gekämpft wird.
Weitere Themen in diesem Zusammenhang: Die Korrespondenz von DCM und Baum des Lebens / die Antidynastie / Anwendungen auf verschiedene Dynastien oder Legendenzyklen
Mittwoch, 23. November 2005
Das Böse kommt aus "Lazytown"
Ich bin kein Freund des Kinderfernsehns. Wirklich nicht.
Gibt es überhaupt eine Sendung, die man ohne Angst um das Leib- und Seelenheil seiner Kinder anschalten kann? Der amerikanische Babysitter scheint in eine Sinnkrise gekommen zu sein.
Ist „Barney“ nicht in Wirklichkeit der Wunschtraum eines jeden Pädophilen, der sich umgeben von einem Haufen willfähriger Minderjähriger abartigen Tänzen und Gesängen hingibt? Kinder mit leeren Augen, die lernen, dass zu einer Gruppe zu gehören, immer besser ist, als eine eigene Entscheidung zu treffen? Was spielt sich in diesem seltsamen Park ab, sobald die Kameras aus sind? Wer kriecht aus dem Kostüm des purpurnen Drachen? Ist Barney wirklich Satan? Ist Kollektivismus sexy? Und warum ist ein Fremder „ein Freund, den man noch nicht kennt?“
Eigenartige TV-Landschaften werden hier konstruiert, Parallelwelten, aus denen wir bei klarem Verstand unsere Kinder sofort retten würden. Ambivalent wie wir sind, nehmen wir die fremden Landschaften nicht ernst, setzen aber unsere Kinder ihnen eine längere Zeit aus, obwohl uns klar sein sollte, dass die geistige Landschaft, die unter dem Schaum und Pappmaché verborgen ist, sich auf irgendeine Weise sicher in ihnen festsetzen wird.
Vielleicht sind die „Teletubbies“ niedlich. Aber was sind sie?
Vier kleine Ausserirdische, die von Maschinen in einer offensichtlich künstlichen Landschaft aufgezogen werden und in einem bestimmten Entwicklungsstadium eingefroren wurden. Die Diskussion um die sexuellen Präferenzen des lila Tubbies entfällt hier. In der statischen Welt ihrer Sendung werden sich ihre Geschlechtsorgane nie entwickeln können. Und ihr Gott ist eine Sonne mit Babygesicht, die höhnisch gluckst.
Der wahre Horror liegt immer hinter der Schminke und den Plastikaufsätzen.
Wir mögen uns achselzuckend von „Lazytown“ abwenden, den surreal verzerrten Häusern und Gesichtern, halb Puppe und halb Mensch, dem anämischen Mädchen mit dem pinken Haar, das die Beine bis hinter den Kopf schmeissen kann, und dem wahnsinnigen Helden Sportacus, der unter einem Aufmerksamkeitsdefizit zu leiden scheint, auf jeden Fall aber hyperaktiv ist.
Aber wahrscheinlich erstarren wir, wenn wir uns die Lebensdaten der Beteiligten ansehen und feststellen, dass es sich um eine 14jährige Amerikanerin und einen 41jährigen Isländer handelt.
Wer oder was ist Magnús Scheving? Geboren am 11. November, dem Tag des Karnevals? Ein Avatar des Unterganges? Warum identifiziert er sich mit dem Messias der Sklaven, der am Kreuz starb? Oder ist dies alles kommunistische Propaganda? In was für Welten versucht man uns zu entführen?
Wissen wir, wo unsere Kinder wirklich sind?
Gibt es überhaupt eine Sendung, die man ohne Angst um das Leib- und Seelenheil seiner Kinder anschalten kann? Der amerikanische Babysitter scheint in eine Sinnkrise gekommen zu sein.
Ist „Barney“ nicht in Wirklichkeit der Wunschtraum eines jeden Pädophilen, der sich umgeben von einem Haufen willfähriger Minderjähriger abartigen Tänzen und Gesängen hingibt? Kinder mit leeren Augen, die lernen, dass zu einer Gruppe zu gehören, immer besser ist, als eine eigene Entscheidung zu treffen? Was spielt sich in diesem seltsamen Park ab, sobald die Kameras aus sind? Wer kriecht aus dem Kostüm des purpurnen Drachen? Ist Barney wirklich Satan? Ist Kollektivismus sexy? Und warum ist ein Fremder „ein Freund, den man noch nicht kennt?“
Eigenartige TV-Landschaften werden hier konstruiert, Parallelwelten, aus denen wir bei klarem Verstand unsere Kinder sofort retten würden. Ambivalent wie wir sind, nehmen wir die fremden Landschaften nicht ernst, setzen aber unsere Kinder ihnen eine längere Zeit aus, obwohl uns klar sein sollte, dass die geistige Landschaft, die unter dem Schaum und Pappmaché verborgen ist, sich auf irgendeine Weise sicher in ihnen festsetzen wird.
Vielleicht sind die „Teletubbies“ niedlich. Aber was sind sie?
Vier kleine Ausserirdische, die von Maschinen in einer offensichtlich künstlichen Landschaft aufgezogen werden und in einem bestimmten Entwicklungsstadium eingefroren wurden. Die Diskussion um die sexuellen Präferenzen des lila Tubbies entfällt hier. In der statischen Welt ihrer Sendung werden sich ihre Geschlechtsorgane nie entwickeln können. Und ihr Gott ist eine Sonne mit Babygesicht, die höhnisch gluckst.
Der wahre Horror liegt immer hinter der Schminke und den Plastikaufsätzen.
Wir mögen uns achselzuckend von „Lazytown“ abwenden, den surreal verzerrten Häusern und Gesichtern, halb Puppe und halb Mensch, dem anämischen Mädchen mit dem pinken Haar, das die Beine bis hinter den Kopf schmeissen kann, und dem wahnsinnigen Helden Sportacus, der unter einem Aufmerksamkeitsdefizit zu leiden scheint, auf jeden Fall aber hyperaktiv ist.
Aber wahrscheinlich erstarren wir, wenn wir uns die Lebensdaten der Beteiligten ansehen und feststellen, dass es sich um eine 14jährige Amerikanerin und einen 41jährigen Isländer handelt.
Wer oder was ist Magnús Scheving? Geboren am 11. November, dem Tag des Karnevals? Ein Avatar des Unterganges? Warum identifiziert er sich mit dem Messias der Sklaven, der am Kreuz starb? Oder ist dies alles kommunistische Propaganda? In was für Welten versucht man uns zu entführen?
Wissen wir, wo unsere Kinder wirklich sind?
Von der stillen Freude, ein Eisberg zu sein...
Manchmal gehört ja nicht viel dazu, einem eine Freude zu machen.
Heute genügt es schon, einmal einem Klick zu folgen und zu staunen.
Unter www.titanic.de findet man nicht - wie man vielleicht annehmen - sollte, irreale Satire bösartiger Medienverbrecher :-), sondern die Realsatire anscheinend merkbefreiter... ähja, was denn?
Achso...
Der schnellste Weg zum Ticket - Titanic Reisen
..damit das Reisen zu einem unvergeßlichen Erlebnis wird...
Warum nur, WARUM, kommt einem spontan in den Sinn "Der schnellste Weg in den Tod"?
Bei einer Firma, die 1988 in Berlin-Kreuzberg gegründet wurde?
Es ist immer ratsam (auch und gerade bei Last-Minute-Reisen) eine Reiseversicherung abzuschließen.
Das glaube ich...
Schon mal was von NOMEN EST OMEN gehört?
Ganz ehrlich, würden Sie mit TITANIC reisen?
(Nicht, dass da noch Leonardo di Caprio auftaucht und den Weg in den Untergang mit seichtem Geschwafel erschwert... oder Celine Dion ihr Eulengesicht plärrend in das Blickfeld drängt, das sich langsam zu verengen droht...)
Das ist schon fast so lustig wie ein Glas EBOLA COLA.
Und es inspiriert mich spontan zu einem Haiku...
Heute genügt es schon, einmal einem Klick zu folgen und zu staunen.
Unter www.titanic.de findet man nicht - wie man vielleicht annehmen - sollte, irreale Satire bösartiger Medienverbrecher :-), sondern die Realsatire anscheinend merkbefreiter... ähja, was denn?
Achso...
Der schnellste Weg zum Ticket - Titanic Reisen
..damit das Reisen zu einem unvergeßlichen Erlebnis wird...
Warum nur, WARUM, kommt einem spontan in den Sinn "Der schnellste Weg in den Tod"?
Bei einer Firma, die 1988 in Berlin-Kreuzberg gegründet wurde?
Es ist immer ratsam (auch und gerade bei Last-Minute-Reisen) eine Reiseversicherung abzuschließen.
Das glaube ich...
Schon mal was von NOMEN EST OMEN gehört?
Ganz ehrlich, würden Sie mit TITANIC reisen?
(Nicht, dass da noch Leonardo di Caprio auftaucht und den Weg in den Untergang mit seichtem Geschwafel erschwert... oder Celine Dion ihr Eulengesicht plärrend in das Blickfeld drängt, das sich langsam zu verengen droht...)
Das ist schon fast so lustig wie ein Glas EBOLA COLA.
Und es inspiriert mich spontan zu einem Haiku...
Kreuzberg-Geruch brennender Reifen
Seit 88 kann man mit Titanic reisen
Ein guter Rat: Versicher Dich
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