Freitag, 13. Dezember 2013

Happy Wold Newton Day!

Alles Gute zum Gedenken
an das mythische Gründungsdatum
des besten Universums nebenan!
Excelsior!

Samstag, 7. Dezember 2013

3rd Mind :: Die Fahnen hoch (1)

Wider die Vermassung der Kunst kann der Künstler nun bestehen, wenn er laut, auffällig und ordinär ist. Jeder andere versinkt im Ozean der Bedeutungslosigkeit, weil er keine Bedeutung erzwingen kann.

Nun ist es nicht an jedem, sich mit Schweineblut zu übergießen oder mit vorgezogener Waffe einen Kindergarten zu besetzen, damit man ihn bemerkt. Für all diese charakterlosen Langweiler hat irgendwann einmal ein schlauer Mensch die Werbung erfunden, laut, auffällig und ordinär. Damit will natürlich niemand etwas zu tun haben, also hat sich dieser Absatz im Endeffekt selbst ad absurdum geführt.

Der feine Mensch schert sich nicht um die Werbung für das tumbe Volk, aber er hat ein fein entwickeltes Markenbewusstsein.

Nehmen wir einen ganz beliebigen, durchschnittlichen Konsumenten mit einem Arbeitszimmer voller bis unter die Decke gefüllten Bücherregalen. Wie wird er seine Bücher ordnen? Wahrscheinlich thematisch - vielleicht nach Autoren. Nur Geisteskranke ordnen alphabetisch. Irgendein ästhetisches oder taktiles Konzept muss der Ordnung zugrunde liegen. Ich wage zu behaupten, dass all die Bücher, die er nicht thematisch oder nach Autoren ordnen kann, er nach den Verlagen ordnen wird. Wahrscheinlich wird er sogar die Bücher eines bestimmten, geliebten oder verhassten Autoren, die bei einem bestimmten Verlag veröffentlicht wurden, zusammenstellen.

Denn die meisten Verlage haben irgendwann einmal ein Layout und/oder Farbschema entwickelt, nach denen selbst die Buchrücken, die allein noch sichtbar bleiben, zusammenpassen. Und sie haben kleine, feine Erkennungszeichen entwickelt - Verlagssignets, die ihre Titel auch aus einiger Entfernung identifizierbar machen.

Mhhmmm.... Verlagssignets.

Dazu später mehr.

Verlagssignets (TM) und (C) by ihren jeweiligen Eignern
 

Freitag, 6. Dezember 2013

Dunkelheit, am Rand der Stadt

Da ist Dunkelheit am Rand der Stadt
Der Krieg, die Nacht:
    Glasscherbenfinsternis
    & der purpurne Dieselfresser röhrt

Und überall diese kleinen Menschen
mit ihren kleinen Visionen,
    kleine Maschinen
    in Herz und Hirn:
Der Rost schläft nicht.

(Die Indianer auf den Straßen
schlagen die elektrische Trommel.
Sie sagen: Heute ist ein guter Tag zu sterben.
    Aber was ist wirklich gut?
    Und welcher Tod?)

Da ist Dunkelheit am Rand der Stadt

Bushaltestelle, Linie 111 05.12.2013 9:45h

Donnerstag, 21. November 2013

Gerade auf meinem Schreibtisch...



Zwei vollkommen unterschiedliche Bücher, durch Jahrzehnte getrennt, aber ein Aspekt verbindet sie. Etwas, das man in Deutschland anscheinend nur noch selten sieht. Warum eigentlich?

Dienstag, 19. November 2013

Herbstlaub

Der Krawattenträger schreit
in stumpfer Wut & Wahnsinn:
     Herbstlaub
Der Sturm hat es genommen
und ihm ins Gesicht geworfen
     wie eine Exfreundin
die auf offener Bühne Schluss macht
oder ein Ticket für eine Show
die längst abgelaufen ist.

Nun hat er sich entblößt;
die ganze Welt schaut zu
auf seinen nackten Zorn
& sein nacktes Gesicht
    (Sie schlang die Schenkel um ihn,
    aber der Rhythmus änderte sich nicht)

    Herbstlaub
Zwischen den toten Ästen
spottet heiser die Krähe
ganz in Schwarz gehüllt.

Ganz in Schwarz gehüllt
wie ich, die Kapuze in der Stirn
ein Pentagramm auf dem Rücken
    & sanften Mord im Herzen

Montag, 11. November 2013

Ein Blick in die Zukunft...


Momentan auf meinem Schreibtisch...

Work
  • Die Abenteuer von Aphrodite Semla, einer schlagfertigen Geschichtensammlerin auf der Spur der letzten Geheimnisse einer Sterbenden Erde... Arullu is back!
  • Unheimliche und eigenwillige Geschichten aus den letzten 150 Jahren, wohlfeil ausgewählt für mehrere Anthologien, die danach lechzen, veröffentlicht zu werden... warte noch auf die letzten Manuskripte, meine Herren!
  • Nachts meditiere ich über das Titeldesign der großartigen alten Penguin-Taschenbücher. Das Marber-Raster... kann es ein Äquivalent hierfür geben, das sich harmonisch der Deutschen Industrienorm anpasst? Meine grünste Single, wo bist Du?

Fun
  • "The Adventures of Lazarus Gray", von Barry Reese: Neuer Pulp, wie er sein sollte. nachts, im mystischen Licht eines Kindle Fire Bildschirmes...
  • "Der Zyklus von der flachen Erde", von Tanith Le:Stilvolle Fantasy von einer Grand Dame, die ich fast schon wieder vergessen hatte. Ein verruchtes Vorbild für verruchte Schreiberlinge.