Sonntag, 10. August 2008

Redmask 1 :: Das Haus im Walde 1.0

Die Erzählung "Das Haus im Walde", die in der ersten Ausgabe von REDMASK erscheint, ist annähernd 20 Jahre alt. So wie es aussieht, wird es wohl auch ebenso lange dauern, bis ich mit der Redaktion fertig bin...

09.08.2008 07:24:14
Zum Plot:
Georg Claußen soll für die Universität Hamburg eine Forschungsarbeit ablegen, und entscheidet sich für einen bisher unerforschte Abschnitt im Leben eines der Künstler, die in den 20er Jahren den Kreis der so genannten „Goethegesellschaft“ bildeten. Denn irgendetwas geschah in einem Haus in den Wäldern südlich von Hamburg, über das nie wieder gesprochen werden sollte. Und je mehr Claußen über die damaligen Geschehnisse herausbringt, desto tiefer wird er in etwas hineingezogen, das nicht von dieser Welt ist… Eine Weird Fiction-Novelle in der Tradition von „Der Fall Charles Dexter Ward“ und „Träume im Hexenhaus“


07.08.2008 17:46:39
Verdammt heiß heute. Nach stundenlangem Hin- und Herschieben des lästigen an die Arbeit.
Als erstes übersichtlicher Formattieren. Dann die schrägen Bibelzitate (Buch Hiob), die ich in irgendeiner Lovecraft-Geschichte geklaut habe, durch reguläre Zitation ersetzt. Bei der Gelegenheit auch gleich noch etwas umfangreicher. Geschehen. Die Briefe des Franzosen in der Geschichte mit etwas Französischem aufgefrischt (Voltaire für Anfänger, etwas prätentiös – aber er ist schliesslich auch ein Künstler, hein?) Nun über die Namen der einzelnen Figuren meditieren. Habe damals einfach wild ins Regal gegriffen, möchte jetzt bessere Namen, werde alles aufschreiben, da einige Figuren auch in anderen Stories wieder auftauchen. Brauche mehr Kaffee.

07.08.2008 18:49:12
Muss alle Apparate ausstellen, ein unglaubliches Gewitter blitzt gerade herunter. Jean Reliere = Luc Ducasse, nach dem Comte de Lautréamont.
L.N.DUCASSE = D.CLAUSSEN, Heh
Aus dem Schotten O’Donor oder so habe ich einen Iren gemacht, mit dem Namen Kirowan. Das ist eine Hommage an eine Figur von Robert E. Howard. Und anscheinend kannte der gute Mann sich gut aus. Ich dachte nämlich, der Name klänge etwas unecht, im Internet habe ich aber einiges Interessante zu dieser sehr alten Familie gefunden. Dann will ich aus dem Mann auch nicht so einen Weinerling machen, sondern etwas mehr Aktivität verleihen.

08.08.2008 22:53:22
Von der Arbeit nach Hause, ein unmöglicher Tag. Komme nicht an die Tastatur, sondern drösel so vor mich herum und lese die letzten 30 Hefte von Outsiders. Nicht, dass es was mit den anstehenden Themen zu tun hat. Mit den Namen ist wohl alles ok. Vielleicht sollte ich die „realen“ Daten der Geschichte noch realer machen, in dem ich sie mit Fußnoten versehe? Wäre nicht unbedingt der Stil, in dem man so etwas machen würde, aber warum nicht einfach dem Instinkt folgen und das tun, was Spass macht, nämlich Schnörkel und Ösen anbauen?

09.08.2008 07:29:53
Kurz vor der Arbeit schnell noch mal eine Zusammenfassung der Geschichte. Okay, der Blurb klingt auch irgendwie wie „Unter dem Brunnen“. Also ein bisschen darauf achten, dass der Ton und Stil nicht zu sehr in diese Richtung geht. Es gibt halt zu viele Stories von Schreiberlingen und ähnlichem Gezücht, die in lovecraftsche Ortschaften geraten. Eine dritte in der Art schreibe ich aber nicht noch mal. Wenigstens ist in „Unter dem Brunnen“ all dieser ganze psychosexuelle Schmutz drin.

10.08.2008 11:13:25
Na toll. Da wollte ich gestern abend mich weiter an die Tastatur setzen, und was ist, als ich abends von der Arbeit wiederkomme? Unsere Ratten haben die Zeit genutzt, da sie unbeaufsichtigt waren, und haben einen spektakulären Ausbruchsversuch hingelegt. Bis die erste (die gute Ratte) auf mein Rufen kommt, vergeht soviel Zeit, dass ich zum Einkaufen wieder durch das halbe Viertel latschen muss, und eine Stunde später mit ungleich schlechterer Laune versuche, die andere (die böse Ratte) aus der Einlegerwohnung zu locken, die sie sich anscheinend in unserer ehedem roten Familiencouch eingerichtet hat. Da hilft keine Bestechung, kein Reden, Bitten, Betteln, Heulen, ich muss am Schluss die ganze Couch auseinandernehmen und in ihren Eingeweiden nach der kleinen Ratte Speedy angeln. Sagen wir so: Sie ist in meiner persönlichen Achtung sehr gesunken dadurch.
Danach vorerst keine Ambitionen, weiter zu schreiben. War ja klar. Seufz.

Freitag, 8. August 2008

Meine 2 Cents...

...zur Eröffnung der Olympischen Spiele.

Freedom for the PeopleJo, normalerweise verliere ich keinerlei Wort zu politischen Dingen oder ähnlichen Belanglosigkeiten, die in 10 Monaten wieder vergessen sein werden. Das ist ja auch der Grund, warum ich nur unregelmässig diesen Blog update: Die Zeit rennt, und ganz ehrlich, ich will doch auch nicht klingen wie ein anderer dieser alten Säcke, die sich immer wieder künstlich über die Dummheit und die Verderbtheit der Welt aufregen, oder? Das ist nicht witzig, wie einer meiner treuen Leser vor etwa einem Jahr anmerkte, als ich mich hier künstlich über die Dummheit eines Menschen echauffierte, auf den ich in der hiesigen Videothek traf. Ja, und witzig sollte es schon sein, wenn ich hier was schreibe.

Das heisst natürlich, dass ich über die meisten Tage wenig zu schreiben habe, denn seien wir ehrlich: Das Leben im 21. Jahrhundert ist nicht witzig.

Ich könnte jetzt also es genauso machen wie die feigen Politicos und Journalistas und mich an der bunten, echt tollen Party freuen, die sie gerade in Peking schmeissen, und - da uninteressant - kein Wort mehr über diese Affäre verlieren. Ist nicht wirklich aufregend, ist nicht wirklich witzig, kann keinen Steptanz, verstehste. Ich könnte es auch so machen wie all die anderen, die diese künstliche Aufregung nicht verstehen und auch anfangen zu schwafeln von "Aufruhr im südchinesischen Hochland" oder "Störungen am Rande der Eröffnungsfeierlichkeiten." Ja, manche Leute müssen einfach jede Party versauen.

Das könnte ich wohl, und schün die Klappe halten. Weil, is' ja nicht wirklich witzig.
Mach ich aber nicht. Nö.

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Mittwoch, 6. August 2008

Update :: Busfahrt

SPIEGEL ONLINE - Nachrichten:
"Dann enthauptete er sein Opfer und schwenkte den Kopf vor den Augen der entsetzten Mitreisenden hin und her. Später soll er vor den Augen der Polizei Fleischstücke aus der Leiche geschnitten und sie verspeist haben."

Tja, ich weiss ja nicht, wie es Euch geht, aber da, wo ich herkomme, gehört das nicht unbedingt zum normalen sozial akzeptierten Verhalten. Was will uns diese Horrorgeschichte lehren? Wo ist eine solche Verachtung von Menschenleben überhaupt möglich? Ach, Moment... der "mutmassliche" (mutmasslich???) ist ein Einwanderer aus China.

Na, hoffen wir mal, dass er nicht so viele Verwandte in der Nähe des Olympischen Dorfes hinterlassen hat.

Lasst die Spiele beginnen!

Montag, 4. August 2008

Fanboy :: Bessere Cover

Man kann's auch mal anders machen... (Zucker für die Augen nach'm Link...)

1997 stehen die einmal jährlich veröffentlichten Sonderausgaben mit Mehrumfang (deswegen Annuals geheissen) von DC Comics unter dem Titel "Pulp Heroes" und zeigen gemalte Titelbilder im Stil der blutigen Pulps aus den 30er und 40er Jahren. Seltsam, wie gut Clark"Superman" kent in die Posen von Clark "Doc" Savage passt, mein Junge.

2001
veröffentlicht DC Comics alle Titel ohne reguläres Logo, statdessen sind die Titelbildkünstler angehalten, den Namen des Heftes in die Titelillustration einzubauen - einige gehen den einfachen Weg, während einige recht originell oder hintergründig sind. Schaut mal, man kann einen Titel auch in Zeichensprache buchstabieren!

Es gibt hierzu ähnliche Ideen, bei der man die Illustratoren anhielt, auf allen Titelbildern eines bestimmten Monats "nur" ein Porträtfoto des Titelhelden zu veröffentlichen.

Aber sagen wir mal so... das wirkt nicht so hübsch.
Ansonsten könnte man soetwas wirklich mal öfter machen.

Sonntag, 3. August 2008

Watching the Watchmen

Warner Bros. hat inzwischen hochauflösende Versionen der Promotionposter für den kommenden Watchmen-Film veröffentlicht. Diejenigen, die Alan Moores Watchmen zu seiner Erstveröffentlichung verfolgt haben, werden in den Bildern vielleicht Neuversionen der hausinternen Promo-Anzeigen von DC Comics erkennen. Aber ziemlich scharf, dies.


(c) 2008 by Warner Bros./DC Comics. Vorschau und Link via Major Spoilers

Freitag, 1. August 2008

CTHULHU - der Film


Da krieg ich eine Mail... woher eigentlich? Aus R'lyeh? Schon eigentümlich, dass die Verantwortlichen von CTHULHU - the movie meine Mailadresse kennen. Im Trailer sehe ich einen Haufen Leute, die mir vage vertraut vorkommen... Küstenbewohner anscheinend, die ein besonders enges Verhältnis zur Meeresfauna haben. (Meine Mutter war ein Kabeljau...)
"Cthulhu is an equally enigmatic though affectionate and masterfully macabre nod to H.P. Lovecraft flights of freakish fantasy on the page." Das heisst wohl im Grunde, ein Film mit lovecraft'schen elementen. Einen außeriridischen Hypergott mit Tentakeln konnte ich bis jetzt noch nicht in den Vorschauen erkennen, stattdessen sehen wir hier wohl eine modernisierte Adaption von Schatten über Innsmouth. Na mal schauen, zu Fischköppen haben wir hier in hamburg ja eigentlich ein ganz gutes Verhältnis...