Sonntag, 12. August 2007

Definition:

fic·tion·eer
n.
One who writes fiction, especially a prolific creator of commercial or pulp fiction.

Wortschatz

Ein neues Wort, das ich heute gelernt habe:

fictioneer

Gibt es das auch außerhalb des Buches, in dem ich es gefunden habe? Die deutsche Entsprechung wäre auf jeden Fall ein Neologismus, auf den ich schon einmal Urheberrecht erhebe.

Fictioneur

Vielleicht mit einem leicht näselnden französischen Akzent auszusprechen. Ein gnostischer Ingenieur von Fiction. Halb Phantast, halb Techniker und ein Viertel Alligator - ein Hai im großen Ozean der Schreiberlinge. Der Fictioneur ist der schnell schreibende Autor und Konstrukteur von Belletristik, Genreliteratur, Alpräumen und Parallelwelten. Die Visitenkarten sind schon im Druck.

(via Don Hutchinson "The Great Pulp Heroes")

Freitag, 10. August 2007

Die neuen Leiden

Feuer! Sturm! Haltet die Pressen an! Die neuesten Nachrichten verkünden, dass der Theater- und Filmautor Ulrich Plenzdorf im Alter von 72 Jahren verstorben ist! Auch wenn dies natürlich essentiell schon einmal zu Bedauern ist, kann ich mir den Schreckreflex, der mich beim Lesen seiner Traueranzeige durchfährt, kaum erklären - außer, dass die Generation, der ich entstamme, in den höheren Klassen Deutschkurs mit seinen "Neuen Leiden des jungen W." gefoltert wurde. Sie wissen schon, seine Homage an Goethes Werther...
...von denen mir nicht mehr in Erinnerung ist, als dass er dafür gesorgt hat, dass eine ganze Generation von leicht zu beeindruckenden Deutschschülern versucht hat, Bananenfäden zu rauchen. Aber das ist eine längere Geschichte... Die Leiden sind vorbei.

Dienstag, 7. August 2007

Fanboy :: New Frontier

Erster Teaser für die Verfilmung der wundervollen Retro-Silver Age Serie von Darwyn Cooke, The New Frontier, (bennant nach dem Regierungsprogramm von John F. Kennedy)* Erstaunlicherweise scheint man sich sogar recht eng an das Skript zu halten. d.h. alles in sich abgeschlossen und mit eigener Kontinuität.



* Warum das toll ist? Nun, diejenigen, die es verstehen, braucht man es nicht zu erklären, den ekligen Nerds. Vernünftige Menschen müssen nur soviel wissen: Das "Silver Age" der Comics - entlehnt ist diese Terminologie natürlich aus der griechischen Mythologie - war die Zeit (50er/60er), als die Superhelden gefällige Kostüme in Primärfarben trugen, aus dem Vigilatentum zu echten Stützen der Gesellschaft konvertiert waren und eigentümliche Abenteuer in 4 Farben erlebten, die heutzutage in einem fast surrealen Widerspruch zur spießigen & atomängstlichen Gesellschaft ihrer Zeit stehen. Eskapismus in Reinkultur, als ein mann noch ein mann, eine Frau noch eine Frau und ein grünhäutiger Marsianer im Trenchcoat noch ein grünhäutiger Marsianer im Trenchcoat war. Achja, und die bösen Commies waren noch die Bösen. Weltkrieg III, Baby... der Kalte...

Sonntag, 5. August 2007

Publikationen :: Update

Ich habe inzwischen die Pyropunkromane, an denen ich gearbeitet habe, kurzzeitig beiseite gelegt (hoffentlich wird dies nicht ein ungewollter Epitaph!). Der Roman, den ich redigiert habe, ist zwar eigentlich fertig, kommt aber sicher besser, wenn er - wie vor Jahrhunderten geplant - Teil der ursprünglichen Trilogie ist. Das bedeutet natürlich, dass ich die anderen beiden Bände auch schon fertig haben sollte. Das könnte dann aber etwas dauern. Da ich mir aber fest vorgenommen hatte, diesen Monat noch das nächste Buch herauszubringen, habe ich also kurzzeitig ein anderes Manuskript hervorgezogen.

Dies ist "Unter dem Brunnen", ein in sich abgeschlossener Horror-Roman "in der Tradition von H.P.Lovecraft und Clive Barker", d.h. sowohl mit Innereien als auch 'kosmischem Grauen'.) Wenn das Wetter mich nicht noch mehr ausbremsen sollte, brauche ich zur Redaktion dieses Meisterwerkes nur die Rechtschreibung zu prüfen und vielleicht ein oder zwei kurze Szenen nachzutragen, die ich schon seit langem im Kopf hatte, die ich aber bisher vermieden hatte zu schreiben, da das Manuskript ja sowieso nur faul im Archiv rumlag.

Hier als kleiner Teaser das Titelbild, unter dem es wahrscheinlich erscheinen wird:

Samstag, 4. August 2007

Saturn in Da'ath

Der grosse Michael Moorcock führte in den 60ern als polares Prinzip seiner Fantasyserien den ewigen Streit der Mächte des Chaos gegen die der Ordnung ein. Und das war lange vor der Chaostheorie, die so schön poppig daherkam und selbst (warum auch immer) in Jurassic Park zitiert wurde. [Ich bekenne mich schuldig, auch ich habe in den 90ern gerne mit Worten wie "Chaos" und "Entropie" um mich geworfen...]

Chaos gegen Ordnung findet man auch in den Schöpfungsmythen, eine alte Idee, nicht unbedingt eine schlechte Idee. (Auch bei Perry Rhodan haben die Wesenheiten höherer Ordnung inzwischen die Kleider von Chaotarchen und Kosmokraten angenommen - ob dies nun Quanten-SF oder eigentlich Fantasy ist, könnte man gelegentlich mal bei einem Bier unter einer S-Bahn-Brücke diskutieren...)

Manche Ideen sind anscheinend ansteckend... Sprache ist ein Virus, wie schon der große William S. Burroughs anmerkte.

Beim Zusammenstellen von PUNKDAEMONIUM bin ich dann über eine ganz abseitige Version des Chaos/Ordnungs-Mythos gestolpert: Saturn in Da'ath Raucht Dein Kopf, Bruder? Ha! Ich finde das eigentlich recht einleuchtend, auch wenn ich vollkommen anderer Meinung bin.

Da'ath! Warum ist eigentlich jeder so heiß auf Da'ath?

Ich glaube, Da'ath ist die Chaostheorie des 21. Jahrhunderts...

Mittwoch, 1. August 2007

Fanboy :: Gaiman würde für Kirby töten

Bestes Zitat von der Jack Kirby-Runde beim diesjährigen ComiCon: Neil Gaiman äussert seinen definitiven Wunsch, das Drehbuch zu schreiben, wenn Kirbys DEMON (Etrigan der Dämon) jemals verfilmt werden sollte, und definiert ihn noch einmal unmissverständlich:
CBR News: CCI XTRA: The Jack Kirby Tribute Panel: "“I want to write that story and I'll kill anyone else who tries,” said Gaiman."