Montag, 16. Oktober 2006

Was Sie über Halloween wissen sollten... [2]



Gut, wir wissen alle, was Halloween ist. Gespenstermasken, nervige Kinder, die an der Haustür nach Plombenziehern betteln, schlechte Splatterfilme ab 21:15, und ein Haufen Plastikfledermäuse, die so aussehen, als ob sie mit bleiartiger Eleganz zu Boden schmettern werden, sobald man sie nur loslassen würde. Ach ja, und irgendwas mit den alten Kelten, äh Druiden. Diese Typen waren echt unheimlich. Kennt man ja aus Asterix. Und dass die Splatetrfilme und Plastikfledermäuse erfunden haben, macht sie auch nicht vertrauenswürdiger, eh? Ein Glück, dass die Römer mit diesen unheimlichen Typen kurzen Prozess gemacht haben.

Aber wissen Sie eigentlich, warum man Halloween feiert?

Nun, wie Sie aus dem vorhergehenden Bild einer aufrecht christlichen Aufklärungsschrift ersehen können, ist Halloween vor allem der Geburtstag einer fragwürdigen Gestalt mit einem Kürbis auf dem Kopf, der immer seine Kettensäge vergisst, wenn er seine Natter spazierenführt. ("Natter spazierenführen" ist in diesem Zusammenhang kein Euphemismus für andere Tätigkeiten, ihr kleinen Perversen!)
Es handelt sich natürlich um niemand anderen als Lord Pumpkin!



Es könnte sich natürlich aber auch um den Grossen Kürbis handeln. Sie wissen schon, der auf den Linus von den Peanuts immer wartet. Wahrscheinlich ist er nie gekommen, weil er auch hier seine Kettensäge vergessen hatte.

Oder seine Natter spazierenführte.

Freitag, 13. Oktober 2006

Taschen aus Dunkelheit

"Pockets of Darkness": Aus Richard Norton: Feral Cities. Naval War College Review, Autumn 2003, Vol. LVI, No. 4):

Stellen Sie sich eine große Metropole vor, die Hunderte von Quadratkilometern bedeckt. Dieses wachsende urbane Gebiet, das einst in einer Nationalökonomie ein wichtiger Bestandteil war, ist nun eine riesige Ansammlung von heruntergekommenen Gebäuden, eine gewaltige Petrischale für alte und neue Krankheiten, ein Territorium, in dem die Herrschaft des Gesetzes schon längst durch eine weitgehende Anarchie ersetzt wurde, in der die einzige vorhandene Sicherheit durch brutale Macht erreicht wird. Solche Städte hat man sich schon oft in apokalyptischen Filmen und in manchen Science-Fiction-Gattungen vorgestellt, wo sie oft als gigantische Versionen von T.S.Eliots Rat's Alley dargestellt wurden. Aber diese Stadt würde weiterhin global vernetzt bleiben. Sie würde zumindest eine kleine Anzahl von wirtschaftlichen Verbindungen besitzen, und einige ihrer Einwohner würden Zugang zu modernsten Kommunikations- und Computertechnologien besitzen.

Norton sieht sein Konzept einer 'wilden Stadt' nur als Möglichkeit, aber als eine Möglichkeit, die zu den 'schwierigsten Sicherheitsproblemen des neuen Jahrhunderts' werden könnte. Man habe, so sagt er zu Recht, bislang zu sehr auf das Konzept der failed cities geachtet und dabei die Entstehung von scheiternden Städten oder Stadtvierteln zu wenig beachtet.

Eine 'wilde Stadt', wie Norton sie sich vorstellt, wäre eine Metropole mit einer Bevölkerung von mehr als einer Million Menschen. Je größer eine Stadt, desto schwieriger ist zu kontrollieren, wenn die Ordnung zerfällt und sich die Schwarzen Löcher ausbreiten, die von der staatlichen Macht nicht mehr oder allenfalls kurzfristig etwa in Form von Razzien mit Sondereinheiten der Polizei erreicht werden."

Mittwoch, 11. Oktober 2006

11: Ogham



Passend zur dunkelnden Jahreszeit, die mit Halloween wirklich beginnen wird, habe ich einen kleinen Artikel aus dem Archiv gegraben, den ich vor einiger Zeit in der letzten Ausgabe von SCHWERT+STAB veröffentlicht hatte: Eine kleine Übersicht über das altirische Schriftsystem des OGHAM.

Stimmen wir uns also auf ein wenig keltisches Dunkel ein, und ein paar tolkieneske Phrasen, die den Wortfluss würzen. Es ist vielleicht ein Ent, der diese Geschichte erzählt...

"Schrift der Bäume ist Ogham genannt worden, das Schriftsystem, das von den keltischen Stämmen benutzt wurde, bevor das römische Alphabet, und später das Christentum eingeführt wurde. Schrift der Bäume nennt man es, und nennt jedes der Zeichen mit dem Namen eines Baumes. "Baum" (fidh) nennt man ein jedes der Zeichen, und wie ein Baum sind diese Zeichen, mit Ästen, die von einem Stamm (flesc) ausgehen. Wie anders als Schrift der Bäume sollte man sie nennen?"

Für den vollständigen Text folgen Sie bitte dem allseits beliebten...

Dienstag, 10. Oktober 2006

Cthulhu and Lovecraft were Lovers

Weitere Ergebnisse zur Demoskopie des typischen Lesers von NEMED HOUSE.
Ein Gefühl von Entsetzen und Angst, das uns in einer konkreten Situation ergreift und Panik sowie Schrecken verursacht. Abscheu, Grauen, Schauder. Die Suchanfragen der letzten Zeit, die Suchende auf diese Seiten verwiesen haben, sind gleichermassen delikat und vielversprechend:
  • Ausrottung von Ungeziefer Maden in Müll
  • Bleistiftzeichnungen
  • Cthulhu and Lovecraft
  • Kirche Satans + Freimaurer + Comicgeschichte
  • Geheime Freimaurerzeichen
  • Gothicmädchen
  • Handel von Seehunden
  • Heuboden Comic
  • „Ihre Oberweite wuchs“
  • Kataklymus Berechnungen
  • Klingonenporno
  • Kosmische Initiation
  • „Ludwig Erhard“ Weisskohl
  • Märchen – Die Rübe
  • Nippon Schönheiten
  • Pilzwälder
  • Pilzwälder Hamburg
  • Riesen Urkrokodil
  • Scarlet Pimpernelle
  • Scharlachhexe Vision
  • Scharlachrote Pimpernelle
  • Sportakus Kostüm
  • „Stimme in der Nacht“
Was können wir aus diesen Suchanfragen schliessen? Wer verweilt freiwillig auf diesen Seiten? Es sind sicherlich zum einen Menschen mit einem Hang zum Bizarren und Geheimnisvollen, Anhänger der eher düsteren Phantastik (Hodgson wird nicht vergessen!), aber auch mit einem Interesse an biologsichen und ökologischen Themen (Risenkrokodil, Handel von Seehunden, Klingonenporno). Auf jeden Fall bietet NEMED HOUSE dem Freund der Farbe Scharlach ein sicheres Heim, auch wenn wir wiederum darauf hinweisen müssen, dass es keine PILZWÄLDER IN HAMBURG gibt, höchstens Wälder, in denen Pilze wachsen.
Etwas beklommen macht uns der junge Mensch, der den Kataklysmus berechnen will. Kataklysmus im Sinne von kontinentweiter Katastrophe? Untergang von Atlantis?
Ist es schon wieder so weit?

Freitag, 6. Oktober 2006

Was Sie über Halloween wissen sollten... [1]


Beachten Sie den stechenden Blick, die riesige Nase und den gepflegten Ziegenbart. Beachten Sie die unheimliche Gewandung, die irritierenderweise einer Mönchsrobe ähnelt. Noch schlimmer, beachten Sie das düstere Symbol in seiner Hand. Das Crux Ansata, das Symbol des Lebens und des koptischen Christentums. In Irland! Wow! Diese Typen waren echt unheimlich...

Donnerstag, 5. Oktober 2006

Nemed House Online :: Schwarzer Herbst (1)

My-Lands - Parallel City Magazine: Kapitel 1 (Oktober 2006): "Draussen auf der Straße arbeiteten rastlos die Verkehrsampeln, Stadtomnibusse donnerten vorbei, und in dem Anwaltsbüro nebenan klapperte unablässig die Schreibmaschine. Wie es aussah, hatte die Welt genug zu tun, auch ohne mich. Ich saß hinter einer Tür am Ende eines staubigen Korridors in einem Gebäude, das auch schon mal bessere Tage gesehen hatte. Die Tür ist zugeschlossen, aber die Tür nebenan steht immer offen."

Vom Wildwerden der Städte

Vom Wildwerden der Städte - Architekturgeschichte und -theorie: "Wir glauben nicht mehr an die Zukunft der Stadt. Im Gegenteil: Wir sehen sie gefährdet durch neue Technologien. Wir sehen sie bedroht durch eine Entwicklung, die alles Private öffentlich werden lässt. Umfang und Reichweite des Umbaus von Stadt und Urbanität, in dem wir uns durch die Vernetzung beenden, begreifen wir kaum. Städte entwickeln sich zu Megacities, die alle Dimensionen herkömmlicher städtischer Räume und deren Kontrolle sprengen, andere schrumpfen und hinterlassen in ihren Zentren Orte der Leere. Sie werden zu Schauplätzen neuer asymmetrischer Konfikte und damit auch wachsender Überwachung. Zugleich beobachten wir einen Rückzug in sichere, mit dem virtuellen Raum verbundene 'Inseln' im Stadtraum. "