Donnerstag, 21. September 2006

Was der Leser sucht



Aus den Suchanfragen der letzten Zeit, die zu diesen Seiten führten:
  • Andre Norton Hexenwelt
  • Androiden Wicca
  • Arullu
  • Bal-Sagoth Übersetzungen
  • bildliche Plagiate
  • Conrad Veidt der Mann der lachte
  • Der Clown
  • Die geile Generation
  • Entstehung eines Blitzes
  • Godzilla lebt
  • Immunreaktion Märchen
  • Luftkissenfahrzeug Aale
  • Lustiger Hai
  • Mächtige Children of Gaia
  • Mediaporn
  • Nordlandfahrer
  • Pilzwälder Hamburg
  • Religion der Vorzeit
  • Sack des Reichtums
  • Therapie nach Tantra
  • Werwolf
  • Werwolf-Mythos
  • Wissen um die Entstehung der Welt zu Zeiten der Gebrüder Grimm
Eine deutliche Verbesserung zu früheren Zeiten, als der Leser nur nach "Lazytown" und Sexkostümen aus Lazytown suchte. >>Leser und Gelesenes>> Das lässt hoffen. Dennoch noch zu viele Nachfragen nach den Titeln mittelmässiger Softpornos. Mit allen anderen Dingen kann ich leben. Es gibt natürlich keine Pilzwälder in Hamburg, höchstens in den Geschichten von Clark Ashton Smith und allen Stories, in denen ich ihn imitiert habe. Achja, und auf Planet X. Ich liefere es gerne nach - wo soviel Liebe herrscht, kann man sogar die Google-Suchwörter als Inspiration stehlen.

Und demnächst an diesem Ort: Androiden Wicca

(Ganz ehrlich, wer wäre schon von alleine auf so eine brilliante Idee gekommen?)

Mittwoch, 20. September 2006

Wild Weird Web 06.09.02

Virtuelle Lesezeichen der letzten Woche. Eine Lektion, dass man nicht allen Links folgen sollte, oder dass man bei seinen Googlesuchen ein noch sorgfältiger vorgehen sollte. (Alles löschen!, ruft die Redaktion aus dem Hinterzimmer.) Auf andere Weise betrachtet, finden sich hier die Stilblüten des Informationszeitalters, und ein Kratzen an den Mauern des Deep Web. Für Qualität und Richtigkeit der zusammengestellten Daten wird nicht garantiert.

Heute: Das Weisse Album



Paperback Writer. Gibt es Kunst? Gibt es Stil? Wieviele Bäume mussten sterben, damit Sie das hier lesen konnten? Und: wer stoppt endlich Leute, die ohne vorgehende Reflektion sich an den tasten ihres Keyboards vergreifen. Ist dies der Tod der Grammatik? Haben wir überhaupt noch Zeit für Satzstellung und Kommasetzung? Ist Legasthenie die Volkskrankheit des 21. Jahrhunderts? Warum ist es chic, Buchstabendreher als Symptome eines neuen Jugendvokabulars zu erklären? Teh pain! All diese Fragen werden sicherlich nicht hier beantwortet werden, aber ein Hinweis sollte genügen, dass prätentiöser Wortmüll wie dieser nur eines der fünf Zeichen sind, dass irgendetwas mit diesem Blogeintrag im Argen liegt. Leet. I <3>>

Why Don't We Do It On the Road? Nach klassischem dafürhalten wird das Leben des Menschen und vor allem sein seelisches Empfinden von zwei einander widerstrebenden Trieben geleitet: Dem Eros- und dem Thanatos-Trieb. Während Eros den Genuss und das Verlangen nach Liebe und Leben steuert, oder die leidenschaftliche Vereinigung mit einem anderen lebenden, atmenden Wesen, steht Thanatos für kalte Kippen, Russisch Roulette oder die leidenschaftliche Vereinigung mit Gegenständen. Oder Schlimmeres. Spätestens hier sind wir an dem Punkt angelangt, wo man sich fragen muss, wie wir den dritten wichtigen Trieb nennen müssen,d er den homo sapiens (?) zu steuern scheint: Nämlich denjenigen Trieb, der Menschen dazubringt, jeden Scheiss zu machen, der ihnen gerade einfällt. <>

Run For Your Life. Was ist niederer als das niederste Tier? Die Amöbe! Und dennoch hat auch die Amöbe Fähigkeiten, die sie sympathisch machen. Ein mutiger kleiner Bursche, diese Amöbe - selbstsicher, selbstgenügsam und dennoch mit einer Art protochemischen Familiensinn. Und natürlich, ohne die Amöbe würden wir alle nicht existieren. All das kann man über andere Lebensformen nicht sagen. Sie torkeln stattdessen vollkommen ohne Existenzberechtigung durch den Kosmos und versuchen, im Dasein zu dilettieren - oder Platten zu besingen. Glücklicherweise nichts, was man nicht mit Phantasie oder einer Kettensäge wieder hinkriegen könnte (Man nennt es Evolution, meine Lieben, also Respekt vor unserer Cousine, der mächtigen Amöbe.) <>

Montag, 11. September 2006

Richtig schön evil…

Ich mag Montage. Ein neuer Anfang, jedenfalls für die kommende Woche, das macht einen doch immer ein wenig optimistisch. Wird ja auch Zeit.

Ausserdem, wer mag Montage nicht? Nur fettsüchtige Katzen und kleine Mädchen, die keinen besseren Grund finden können, um ein Massaker anzurichten. Da haben wir doch viel mehr Phantasie, oder?

Die letzte Augustwoche war ich damit beschäftigt, meine damalige Tätigkeit einigermassen elegant abzuwickeln. Wie gut mir dies gelungen ist, sieht man daran, dass an dem Mittwoch, als ich meine Amtsgänge machte und alles für den Nordlandthing zusammenpackte, meine Telefonleitung fast unter den panischen Anrufen meiner Ex-Kollegen zusammenbrach.

„Ich find die Datei nicht…“ „Geht das überhaupt…“ „Was haben die sich eigentlich dabei gedacht…“ und „Bitte, bitte nimm mich mit, ich dreh’ hier durch.“

Aber ich bin grausam.

Also bin ich allein in den Norden gefahren.

Heh.

***

Für die erste Septemberwoche hatte ich ganz professionell einen Arbeitsplan ausgeheckt. Immerhin, am Sonntagnachmittag war ich aus den Weiten der friesischen Steppe zurück. Pünktlich zum Montagmorgen hatte ich eine minderwertige Mittelohrentzündung, die ich nur durch rhythmisches Trommelfelllüften in den Griff bekam und eine Zecke an der Wade. Natürlich hatte ich während des Nordlandthinges keinerlei Probleme mit sowas. Wo kam also die Zecke her? Wahrscheinlich aus den Hamburger S-Bahnen.( Sicherlich eine neue Form des Terrorismus.) Meine arme Frau musste also an mir rumzwackeln, kurz bevor sie zur Arbeit musste, morgens um 6 Uhr, und den perfiden Parasiten entfernen. Abends hatte sich der Biss dann entzündet, und sie musste eine halbe Stunde in meinem Bein herumstochern, um den Restteil der Zecke zu finden. Unerquicklich. Irgendwann bin ich der Sache dann mit der Schere meines Schweizer Minioffiziermessers auf den Grund gegangen. Einmal rein, und gut war’s.

Meine arme Frau war danach etwas grünlich im Gesicht.

Aber ich bin böse. Ich hab nur gegrinst.

Heh.

Dafür lag ich den ganzen Dienstag mit Bauchschmerzen auf der Seite.

Und am Mittwoch haben die tolldreisten Techniker der Telekom uns ohne Vorankündigung den Internetzugang gekappt. Da hab’ ich mich gefreut.

Heh.

***

Inzwischen hat uns unser neuer Provider freigeschaltet, wir haben also wieder einen ganz neuen ganz tollen ganz schnellen Internetzugang. Super, was? Abgesehen davon, dass die mitgelieferte Software so vertrauenserweckend war, dass mein grosser Computer sich gleich komplett geweigert hat, da mitzumachen.

Selbst die Profis verstehen nicht, wie sowas passieren kann. Ich bin mir ganz sicher: Entweder ist mein Rechner doch homosexuell, oder er hat sich bei Alice eine Geschlechtskrankheit geholt.

Beim Laptop haben wir die Software gar nicht erst probiert, sondern einen Direktzugang eingerichtet. da geht’s jetzt. Natürlich blöd, wenn man zu zweit ist und die Daten des einen auf einem anderen Rechner liegen.

Also werde ich auch mit diesem Text den langen, mühevollen Weg gehen…

Den Mp3-Player an den Rechner koppeln, die Datei rüberziehen und dann warten, bis ich den Mp3-Player mit dem Laptop verkuppeln kann.

Hoffentlich lade ich die richtige Datei hoch…

Und nicht die Musik, die wir gerade hören…

So richtig schön evil…

Heh.

Mensch, was bin ich böse.

Sonntag, 10. September 2006

Nordland Thing (2): Sumbal

Am Freitag, den 01.09..2006 hatte ich die Ehre, an einem steinzeitlichen Monument in der Nähe des Nordland Things eine altgermanische Zeremonie zu veranstalten – oder jedenfalls das, was man aus den bestehenden Quellen und etwas Inspiration rekonstruieren kann. Folgendes Handout hatte ich zur Information für alle Interessenten an dieser Art experimenteller Ärchäologie bereitgestellt:

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Der Bunsoher Schalenstein wird seit 15 Jahren für magische Zeremonien genutzt und ist mit einer gewaltigen Ladung versehen. Wir weisen darauf hin, daß die Teilnahme an Ritualen an diesem Platz für sensitive Menschen u.U. mit extremen psychosomatischen Effekten einhergehen kann. Die Teilnahme erfolgt grundsätzlich auf eigene Gefahr hin.

Der Schalenstein, der über einen von Buchen und Eichen überwachsenen Weg zu erreichen ist, strahlt seine Kraft in einem weiten Umkreis aus. Er verbirgt sich in dem geöffneten Grabhügel, und erst im letzten Moment vor dem Erreichen des Steins offenbart er sich in seiner ganzen Pracht. Dieser magische Ort hat über die Jahrtausende nichts von seinem zauberhaften Flair verloren, und er ist ein Quell unendlicher irdener Kraft.

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1874 wurde dieser vorgeschichtliche Grabhügel ausgegraben. Dabei wurde ein vollständig erhaltenes Großsteingrab der Jungsteinzeit (ca. 3.500 v.Chr.) freigelegt. Drei riesige Decksteine liegen auf acht Trägersteinen, die Zwischenräume waren mit Steinplatten, sogenannten Zwickel, abgedichtet, der Boden der Kammer mit knopfgroßen Steinen gepflastert und durch neun senkrecht in den Boden gestellte Steinplatten in vier Bereiche unterteilt. Keramik und Flintgeräte wurden als Grabbeigaben gefunden. Der westliche Deckstein ist der interessanteste Schalenstein in Schleswig-Holstein und gilt als größter Kultstein Europas. Auf ihm sind über zweihundert von Menschenhand geschaffene Motive und Vertiefungen zu entdecken, wie ein vierspeichiges Rad (frühe Form der Swastika), flache Rillen, paarweise angebrachte Handbilder, die Darstellung eines Fußes und viele Schälchen.

(von der offiziellen Webseite des Nordlandthing 2006)

Das am Bunsoher Schalenstein veranstaltete Ritual basiert zu weiten Teilen auf einem alten nordeuropäischen Brauch, den man Sumbel nennt. Für diese Form eines auch für Gruppen geeigneten Rituales haben wir uns entschieden, um dem Ort und seiner langen Geschichte, aber auch dem gesamten norddeutschen Raum mit seinen heutzutage fast vergessenen Traditionen Respekt zu erweisen. Das Sumbel (altnordisch sumbl; altenglisch symbel, altsächsisch sumbal) ist vereinfacht gesprochen ein ritueller Umtrunk bzw. ein rituelles Trinkgelage einer Gemeinschaft. Natürlich werden wir am Schalenstein uns weder hinlegen („Gelage“) noch bis zur Besinnungslosigkeit vollaufen lassen. Das Sumbel ist ein ritueller Umtrunk, vor allem eine symbolische Handlung – er ist ein „Toast“ auf die übernatürliche Welt, Götter, Ahnen und Zwischenwesen. Die Wortwurzel, aus denen das Wort Sumbel entstanden ist, verweisen ebenfalls auf das griechische Symposium, bei denen Philosophen wie Plato ihre philosophischen und metaphysischen Ideen im Dialog entwickelt haben.

Grob umrissen läuft ein Sumbel wie folgt ab: Es wird im allgemeinem von einem Sumbelgeber (altsächsich symbelgifa) eröffnet, geleitet und beendet die Zeremonie. Für die Teilnehmer bereitgestellt befindet sich ein Kessel, welcher mit Met oder Äl gefüllt ist, den traditionellen Getränken Nordeuropas, also Honigbier/wein und Starkbier. Für das Ritual am Schalenstein wird ein äquivalenter Trank von den Veranstaltern bereitgestellt.

Nach der Weihe des Kessels wird ein Trinkhorn mit dem Trank aus diesem Kessel gefüllt. Anschließend kreist dieses Trinkhorn unter den Teilnehmern des Sumbels wobei es vom sogenannten ealubor (Äl-Träger) weitergereicht und bei Bedarf aufgefüllt wird. Der Äl-Träger darf nicht mit einem Schankknecht verwechselt werden. Er ist dem Symbelgifa an Würden gleichgestellt und hat eine vielleicht noch wichtigere Aufgabe. Während der Symbelgifa nur die äußere Form des Rituals bewacht und ordnet, sorgt der Ealubor für die innere Form und lenkt, sorgt und pflegt den heiligen Frieden und die Ruhe, in der das Sumbel zelebriert wird. (Also auch hier keine Gelegenheit für Orgien im niederen Sinne.)

Ich bin die Schlange, die Wissen & Entzücken und strahlende Pracht schenkt und die Herzen der Menschen mit Trunkenheit schürt. (Al II:21)

In der ersten Runde des Trunkes erfolgt durch das Äußern von Trinksprüchen ein Minnetrinken auf die Götter. Dies ist gleichermaßen ein Zeichen des Respekts, aber auch ein spielerisch-leichtes Wieder-Ein-Finden in eine gedachte mythologische und kosmische Ordnung. Hier wird im Sumbel der Raum erschaffen. In der zweiten Runde gedenkt man den Ahnen, den verstorbenen Vorfahren und Angehörigen, aber auch Freunden und anderen Persönlichkeiten, die als Prüfer, Helfer und Vorbilder am Leben der Teilnehmer Anteil hatten und haben. Hier wird im Sumbel die Zeit erschaffen.

Während der dritten und den folgenden Runden werden von den Teilnehmern Eide geschworen, Gelübde abgelegt und Lieder oder Gedichte zum Besten gegeben. Dies sollte man jedoch nicht mit betrunkenem Prahlen verwechseln. Eide sind bindend, Gelübde zwingend. Im Sumbel wird der Geschichte und dem Schicksal gedacht, damit kommendes Geschick ebenfalls ruhmreich und erinnerungswert ausfällt. Der Legende nach ist die Entdeckung Amerikas durch einen Wikinger auch als Folge eines Sumbel-Gelübdes erfolgt. Man könnte auch sagen, dass an diesem Punkte die Teilnehmer jeder für sich die durch die ersten beiden Runden erschaffenen mythischen Raum und Zeit in Besitz nehmen und mit ihren eigenen schöpferischen Impulsen erfüllen können.

Der Sumbeltrunk wird durch eine alte Binderune „aufgeladen“ oder seiner Bestimmung geweiht. es handelt sich hierbei um eine Verbindung des Runenwortes ALU, das auf der einen Seite eine Verwandtschaft mit dem Wort Äl aufweist (also dem Trunk selbst), aber auch als Zauberwort verstanden werden kann, das das Einströmen eines geistigen Elementes in das materielle Getränk symbolisiert. Der leichte Rausch, der sich während des Sumbels einstellen könnte, sollte also weniger eine tatsächliche Trunkenheit darstellen als vielmehr eine Art „Trunkenheit des innersten Sinnes“.

In diesem Sinne mag das Sumbel trotz seines Alters auch uns heute dienen, Gemeinschaft herzustellen und zu feiern, und aus dem Innersten schöpfend inspiriert zu werden – und selbst zu inspirieren.

(Axel M. Gruner für den Nordlandthing 2006)

Nordland Thing (1): In der Steinzeit

Abendliches Gespräch am Lagerfeuer, irgendwann im 21. jahrhundert:

"Weisst Du, was ich denke?"

"Nö."

"Ich denke, die Welt wäre schöner, wenn es noch Mammuts gäbe."

"Wieso das denn?"

"Na, die waren schon ziemlich cool."

"Ja, aber cool reicht nicht."

"Nee, aber ich glaube, die Menschen wären einfach viel entspannter und würden sich nicht so an ihren Besitz klammern, wenn es noch Mammuts gäbe."

"Watt?"

"Naja, was für ein Sinn würde es machen, alles zu verplanen und zu verbauen, wenn man wüsste, dass irgendwann eine Herde Mammuts kommt und sowieso wieder alles plattmacht?"

"Ah - Ganesha, der Brecher der Widerstände, was?"

"Genauuuu..."

Dienstag, 5. September 2006

Wild Weird Web 06.09.01

Virtuelle Lesezeichen der letzten Woche. Eine Lektion, dass man nicht allen Links folgen sollte, oder dass man bei seinen Googlesuchen ein noch sorgfältiger vorgehen sollte. (Alles löschen!, ruft die Redaktion aus dem Hinterzimmer.) Auf andere Weise betrachtet, finden sich hier die Stilblüten des Informationszeitalters. Für Qualität und Richtigkeit der zusammengestellten Daten wird nicht garantiert.

Crying In The Discotheque



White Punks on Dope. Das Wunder der Geburt, anschaulich dargestellt durch die plastischen Künste eines revolutionären Künstlers… am Beispiel einer revolutionären Künstlerin. Bevor man diese Worte glauben mag, schliessen sich schon die optischen Nerven. Immerhin, wer sich vorstellen mag, sich das abgehalfterte Teenie-Idol Britney Spears in Vollbronze auf einem Bärenfell kniend beim Herauspressen ihres Erstgeborenen in den Vorgarten zu stellen, hat hier schon einmal einen heissen Tip für die Weihnachtswunschliste. Aber können wir das toppen? Wird Frau Spears bei ihrer zweiten Geburt noch abgehalfterter den Mount Rushmore kreissen? <>

Fear Factory. Die Angst des Tormannes vor dem Elfmeter kann kaum größer sein als die Angst des Bloggers vor dem, was esoterische Kreise „Schreibblockade“ nennen. Was schreiben? Was sagen? Am besten einmal im Netz herumwandern, um Ideen zu borgen. das macht vielleicht nicht weise oder glücklich, schafft aber die Illusion von Inhalt. Aber muss man jetzt nicht Angst haben, erwischt zu werden? Egal. Schlimmstenfalls füllen wir ein paar Zeilen mit selbstreflektivem Wortmüll und würzen es mit einem Link, um wenigstens unsere schlimmsten Ängste ruhig zu stellen. Solange wir schreiben, müssen wir wenigstens nicht befürchten, beim Rennen um einen Tisch auszurutschen und von Wölfen gerissen zu werden. Oder Schlimmeres. <>

Like A Virgin. Wie schön, daß es in zerrütteten Zeiten wie diesen noch Eltern geht, die sich um das Wohlergehen ihrer Kinder Sorgen machen. Väter, die im Namen Gottes als „Hohepriester ihres Heimes“ ihre Töchter wie Prinzessinnen behandeln und niemand anderen an sie heranlassen. Beim Tanzen. Beim nochmaligen Lesen dieses Satzes schleicht sich jedoch ein gewisses Unbehagen herein. Waren Highschool-Bälle nicht eigentlich für die ersten Erfahrungen mit Alkohol, Drogen und Defloration gedacht? Übelkeit stellt sich ein. Hat Gott das wirklich gewollt? <>

Freitag, 1. September 2006

September 2006: Pilzwälder und Androiden Wicca



Nach einer längeren Tätigkeit im unbezahlten freischaffenden Teil des Arbeitsmarktes, die mich zuletzt (mit allen anderen Verpflichtungen) sogar dazu brachte, meinen Schreiber eine Zeit lang beiseite zu legen, dauert es eine Weile, bis ich wieder eine gewisse Routine und Effizienz im Schreiben bekomme. NEMEDHOUSE BLOG kommt langsam aus einer Phase der Lethargie heraus, andere Projekte stellen sich vor. Und irgendwo verborgen, eine Meme, die sich in meinem Kopf festsetzt.

Und bald auch in Deinem.