Mittwoch, 11. Januar 2006

Verkehrszeichen

Eine der seltenen Freuden, die man als wissenschaftlicher Betrachter der Spezies Homo sapiens (?) hat, ist immer wieder, auf was für bizarre, bemerkenswerte oder schlicht blöde Ideen sie manchmal kommen. Die Befriedigung, die der einsame Wissenschaftler beim Entdecken eines weiteren Phänomens verspürt, die seine Theorie bestätigt oder sogar noch bereichert, gehört wahrscheinlich zu den bisher ungenügend dokumentierten Abarten des Fetischismus. Ideen-Fetischismus. Die psychosexuelle Variante der Semiotik, die sich als Wissenschaft vom Zeichen ja vor allem mit Ideen beschäftigt. All das, und Kartoffelchips.

Und werfen wir all diese schönen Worte zusammen, kommen wir zu einer neuen MArketingidee, die sich höchstwahrscheinlich durchsetzen wird, jedoch nicht lange. Stylische und vor allem echt persönliche Guy und Girl Wear, die in einem putzigen, aber allgemein verständlichen Code die sexuellen Präferenzen des so modisch ausgestatteten dokumentiert.

Stehst Du auf Christen, Juden, Moslems, Heiden?
Anal, oral, mit Olive, mit Schuss?
Kein Problem, mit diesen formschönen Acessoires weiss es gleich jeder und seine Grossmutter. Wenn er den Code kennt, nach dem die amerikanische Firma KODESEX das komplexe Gefüge sexueller Vorlieben und Perversionen in ein Zeichensystem umgesetzt hat.

Könnt ihr alle "Verkehrszeichen" sagen, Mädchen und Jungs?

"Read our coded sexual compatibility icons like a sentence without words. kodesex™ may look innocently like funky art on your gear, but these pix speak volumes about the wearer. Those in the know will zero in on their heart's desire, while the rest will walk by clueless. It's smarter than the old hanky codes and more grown up than jelly or sex bracelets. And it's the next best thing to mind-reading.
Know the kode."


Früher gab's ja bunte Taschentücher in der Gesässtasche. Die konnte man wenigstens schnell verschwinden lassen.
Aber ein T-Shirt?
Ob man da noch rechtzeitig flüchten kann?

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