Freitag, 18. April 2025

Flash Fiction :: Das Hohle Ei

Jenny biss in das bemalte Ei. Es knackte – nicht aus Schokolade, sondern aus sprödem Knochen. Darin: ein winziger, mumifizierter Finger.
Ihre Mutter schnappte nach Luft. „Schon wieder“, flüsterte sie und starrte in den Korb.
Ein Ei pochte. Ein anderes zuckte.
Draußen ächzte die alte Weide im Wind.
Oma hatte immer gesagt, der Baum trage jedes Ostern Früchte – Kindheitslügen, geerntet von gierigen Wurzeln.
Jenny ließ das Ei fallen. Aus der Schale drang ein Wispern: „Du hast gesagt, du hast ihn nicht gestoßen.“
Hat sie ja auch nicht. Nicht richtig.
Die Wurzeln hörten zu.
Sie wussten es.

Dienstag, 4. Februar 2025

Lyrics :: Great Lover Man

 Valentine's Day, Gran Ololufe

Noch zehn Tage bis zum Tag von Gran Ololufe!

open the door
open the window
let me in
let me in

i bring fresh flowers
love and lots of sweets
let me in
let me in

great saint of love
teacher of love
martyr of love
great ololufe
let me in
let me in

every man is a star
every woman is a star
now let the kisses of the stars
rain hard upon thy body

sheikh valentine
sheikh yerbootie

Sonntag, 2. Februar 2025

La Chandeleur

Valentine's Day, Gran Ololufe
Das Fest der Reinigung! Das Licht der Welt erscheint! Ein schönes Lichtmess (oder Candlemas für unsere Druidenfreunde in Übersee). Dieses Jahr beginnen wir auch traditionell die 12 Tage bis zum Fest von Gran Ololufe!

Dienstag, 31. Dezember 2024

Nachtmusick :: Der letzte Song dies Jahr

40 Jahre in der Mache (oder so) - gerade noch rechtzeitig fertig. Der interessierte leser dieses und anderer Kanäle hat sicher bemerkt, mit welcher Energie (und Verzweiflung) ich während des laufenden Jahres einige alte Songtexte, für die ich nie die richtige Musik (und die richtigen Musiker) gefunden habe, hardcore überarbeitet und softporn veröffentlicht habe.  Die meisten ganz alten Songs, noch aus dem letzten Jahrhundert, sind ganz nett geworden, so 80s Wave und ähnliches, aber einige gehen gar nicht mehr. Der folgende Song hat am längsten gedauert, und ich habe ihn nur noch retten können, indem ich den Text etwas gekürzt  und umgestellt habe, was übrigbleibt ist aber erfrischend surreal.

Also, eine musikalischer Trip zurück ins letzte Jahrhundert, Porträt des Künstlers als junger Mann, der sich gerade aus dem Kaiserkeller ins kalte Licht des Morgens quält. Keine Ahnung, ob schon eine S-Bahn fährt.

 

Montag, 30. Dezember 2024

Zusammenfassung 2024-12-30

"Im Dezember 2024 verschmolzen Realität und Fantasie zu einer surrealen Collage: Eine düstere Legende aus den Werken Robert E. Howards wurde in die pulsierende Moderne katapultiert, wo Nebelschwaden dunkler Geheimnisse sich mit der grellen Künstlichkeit von Großstadtlichtern vermischten. Gleichzeitig schwang die Erinnerung an ferne Inselträume mit – eine Utopie zwischen sanften Küsten und frivoler Freiheit, die von italienischer Eleganz und britischem Understatement getragen wurde. Die Songs dieser Zeit erzählten von Widersprüchen: ein Mann auf einer kleinen Insel, der die besten Seiten zweier Welten genießt, während ironische Melodien und unterschwellige Andeutungen die Grenzen zwischen Sehnsucht und Spott verwischten. Zwischen einem "gentle shore" und "Sailing to Utopia" entstand eine Hymne der Freiheit und des Genusses, in der Orte und Menschen zu Symbolen einer hedonistischen Dualität wurden. Parallel dazu wurden Essays über Ägypten, Geheimnisse und die uralte Weisheit der Wüste umgeschrieben, mit einem hypnotischen Fokus auf verschüttete Mythen und die Magie vergessener Zeiten. Diese Texte und Lieder verbanden sich zu einem Mosaik aus Sinnlichkeit, Mystik und kritischer Reflektion – ein Kaleidoskop aus Schatten, Licht und ironischem Sehnsuchtslachen."

Aus der monatlichen Zusammenfassung der Arbeitsspeicher 

Montag, 16. Dezember 2024

#GoodBye ist das neue FuckOff

 ...als das Vögelchen noch klein, süß und blau war, klang es irgendwie netter.

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Tut uns leid, dass du gehst. #GoodBye

Sonntag, 3. November 2024

Zusammenfassung 2024-11-03

"Im Hintergrund zieht der schwarze Hund des Todes seine Spur, ein Symbol der Vergänglichkeit, das die Zivilisationen heimsucht. Wie eine Schattenfigur erscheint er, ewig auf der Jagd nach unserer Angst vor dem Unausweichlichen. Wir sehen uns selbst in ihm, die Hülle unserer Kulturen, die Ruinen unserer großen Ideen. Die Pyramiden stehen, aber ihre Bedeutung ist längst in den Sand vergraben. Was war einst Stolz und Macht, ist nun ein stummer Vorwurf an eine Menschheit, die nicht lernt, nur besitzt, nicht bewahrt, nur beansprucht."

Aus der monatlichen Zusammenfassung der Arbeitsspeicher