Samstag, 4. April 2009

Neue Bücher - in Arbeit

Gerade in Arbeit: Neben verschiedenen versprochenen und teilweise überfälligen Aufträgen bin ich gerade dabei REDMASK No. 2 zu setzen. Momentan fehlen noch einige Texte bzw. sind zur Korrektur gerade an die Autoren zurück. Ziel der Ausgabe ist es, die Genre- bzw. Subgenrekonventionen etwas zu pushen. Ich hatte ja schon erwähnt, dass der „hilflose Held“ in lovecraftesker Prosa inwzischen ausgedient haben sollte. Und ich habe es mir auch noch wahnwitzigerweise in den Kopf gesetzt, mal wieder eine meiner zahlreichen literarischen Jugendsünden ins 21. Jahrhundert zu retten. Dass sie dabei komplett umgeschrieben werden muss, ist Ehrensache. Ich suche gerade in meiner Bibliothek nach alten Orientabenteuern von Robert E. Howard, um den Spaßfaktor zu erhöhen und mir noch mehr Arbeit zu machen. Andererseits: Im Original ging es um die erste Begegnung mit Superbären. Ob ich das noch toppen kann?

Item: Wenn ich mit den Superbären :-) nicht weiterkomme, kämpfe ich mit einem weiteren Publikationsprojekt, das sich ergeben hat, indem ich einige halbfertige Manuskripte aus dem Archiv zusammengeworfen habe und versuche wohlfein zu einer mehrbändigen Ausgabe zu verknüpfen. Da heißt es in alten Manuskripten blättern, Sachen einscannen und Kontakt aufnehmen mit Leuten, mit denen ich seit fast 20 Jahren keinen Kontakt mehr habe oder die inzwischen schon auf anderen Existenzebenen wohnen. Mit dem heutigen Tag bin ich bei einem Manuskriptstapel von ca. 450 Seiten, das sind also locker zwei Bände, es wird aber wohl auf drei hinauslaufen. Mehr Infos und ein paar Bilder später an dieser Stelle…

Mittwoch, 1. April 2009

Aua

Russland: "Unbekannte haben in St. Petersburg einen Anschlag auf eine Statue des russischen Revolutionsführers Lenin verübt. Dabei wurde das Hinterteil des Monuments weggesprengt."

Tja, nun kann man wohl mit Fug und Recht sagen, dass der Kommunismus im Arsch ist...

Sonntag, 22. März 2009

Das Web macht mich arbeitslos

Synchronizität... Ach, meine Brüder und Schwestern... Synchronizität! Nicht nur ein feiner Song, und noch ein feiner Song und eine Platte der mächtigen Band Police, sondern auch die feine und mächtige Art, wie das Universum einem zeigen will, dass man mit seiner Zeit sinnvoller umgehen sollte.

Da sitze ich also abends mit meinen Droogs zusammen und plane die Weltherrschaft, so wie immer, und dabei erwähne ich auch noch zwei der eher esoterischen Projekte, die bei mir auf der langen Liste stehen. Bei dem einen geht es um sagen wir einmal "urbane" Magie, genauergesagt Megapolisomantie, ein wundervoller Begriff, den ich bei Fritz Leiber gestohlen habe, in dem grossartigen Roman "Herrin der Dunkelheit" - übrigens auch die geistige Heimat des Ordens der Onyx-Dämmerung, lieber Freund. Eine Kopie dieses Werkes befindet sich somit auch wieder in umlauf, um weitere unschuldige Seelen zu erleuchten.

Das andere Projekt hatte ich auf entspannte Weise schon einmal angefangen als Nebenwebseite unter dem Titel "Pop Media Magick". Vielleicht erinnert sich der eine oder andere ja. Es ging hierbei um die Mythografie des 20. Jahrhunderts, Four Color Magick etc. Der Loa Kinski oder so. Sexmagick übers Telefon, Kabbalistsiche Farbcodes von Superheldenkostümen, Bettie Page als Inkarnation des Scharlachweibes, Superman als Sol Invictus des SF-Kontinuums. Ziemlich flott, aber wie immer hapert so eine gute Idee daran, dass man zu langsam ist. Synchronizität, meine lieben...

Ich blättere also heute Nacht in meinen Lesezeichen und lese in dem frisch zum Äquinoktium veröffentlichten Online-Magazin "Silverstar", bis ich zu den Rezensionen komme. Als erstes fällt mein Auge auf eine Besprechung von "Herrin der Dunkelheit", und das ist schon eigenartig. Immerhin ist das Buch schon recht alt. Und gleich daneben sehe ich die Rezension von etwas, das nennt sich "Pop Culture Magick", von jemanden namens Taylor Ellwood. Es geht wohl so um die Mythografie des 20. Jahrhunderts, kabbalistische Farbcodes von Superheldenkostümen, Superman (oder Xena) als Gottform. Achja. Synchronizität.

Ich werde wohl mal das Material aus der alten Website zusammenkehren und stillschweigend unter den Teppich kehren. Aber es hat auch was gutes: Wenn ch das Buch nicht mehr schreiben muß, spare ich unglaublich viel Zeit, um anderen wirren Ideen anzuhängen, die wahrscheinlich auch jemand anderes eher veröffentlichen wird. Leben auf der Überholspur, Baby!
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Mittwoch, 11. März 2009

Japans Monstermumien

Monster mummies of Japan ::: via Pink Tentacle: "Lurking the halls of Buddhist temples and museums across Japan are a host of monster mummies — the preserved remains of demons, mermaids, kappa, tengu, raijū, and even human monks."

Ich habe ja auch selber einen Haufen Monstermumien bei mir in der Nachbarschafz - jeden Sonntag, wenn Busladungen voller alter Damen zur nekrophilen Teestunde am Heidefriedhof hochkutschiert werden. Aber mal eine Frage an unsere Buddhisten hier um die Ecke: Ist die in dem avisierten Artikel beschriebene Selbstmummifizierung Teil der empfohlenen Praktiken für Höhereingeweihte? Was will uns der Mönch sagen, wenn er seinen eigenplastinierten Kadaver der Nachwelt vermacht? Und überhaupt: Was hätte der Buddha dazu gesagt?

Immerhin, eine schöne Sache, wenn man mal ein paar Jahre übrig hat. da weiß man wenigstens, wofür man gelebt hat.

Samstag, 7. März 2009

Schon Watchmen gesehen?



Auch wenn es in Deutschland nicht so bemerkenswert daherkommt wie in den Staaten, erfreut es doch, wieviel liebevolles und skurriles Zusatzmaterial aus der Welt von "Watchmen" inzwischen "nebenher" produziert wurde. Kontext, Baby. Sehr gelungen die Cartoonversion - mit mehr als einem Augenzwinkern zur Story, aber auch den grotesken Cartoonshows der 70er Jahre...

Donnerstag, 26. Februar 2009

R.I.P., Mr. Farmer

News : "PEORIA ~ February 25, 2009: Science fiction author Philip Jose Farmer died this morning at his home. He was 91."

Sonntag, 22. Februar 2009

Shortcuts Februar

Mit Erstaunen und Entzücken sehe ich im Netz eine profunde Kritik meines Nemed Book-Erstlings "Unter dem Brunnen". Nein, keine Angst, keine weichlutschige Lobeshymne, sondern eine wirklich treffsichere Kritik an den Klischees und Genrekonventionen, die ich in diesem Roman verwurstet habe. Immerhin, es nimmt mir ein wenig den Druck aus meinem Bedürfnis, "Der ohnmächtige Held in Lovecrafts Werk" zu schreiben. (Und als Gegenreaktion das neue Genre "Cthulhupunk" zu erfinden...)

Endlich mal jemand, der gemerkt hat, was der Held von "Unter dem Brunnen" für ein abgefucktes Wrack ist - und das eine solche Persona für das lovecraftsche Subgenre recht untypisch ist. Merde, wahrscheinlich werde ich wegen dieser rezension aus den ganzen Lovecraft-Listen herausfliegen. (Aber ich möchte dennoch darauf hinweisen, dass "Das Haus im Walde" in REDMASK No.1 auch ein letztes Mal den klischeehaften Schreiberling vorweist, aber trotz der eigenen Elemente irgendwo ganz hinten ein paar wohlfeile versteckte Anspielungen auf den Mythos hat. Ich kann schon lovecraftisch sein, wenn ich will, echt...!




Während einer kleineren Studie zum Gnostizismus, die ich gerade zu meiner Erbauung verfasse, bin ich beim Googlen über ein interessantes Zitat gestolpert. Neben Weltverschwörungstheorien gibt es nichts geileres als Esoforen....:

"...ich halte nicht viel von Satan, denn das ist an sich eine Erfindung der Christen um die Leute durch Angst bei der Stange zu halten.
Satan ergibt sich wenn man Natas rückwärts liest.
Das ist der infantile Gedanke der infantilen Satanisten, die denken das wenn man etwas rückwärts liest es sich umkehrt.
(etwa die Bibel)"

Ja, die Geheimnisse der Invertierung liegen hier ganz tief am Boden magischen Denkens. Wer denkt da nicht an das gniklat sdrawkcab der großen Magier, oder dass selbst Hyperentitäten wieder gebannt werden, wenn man sie dazu bringt, ihren Namen rückwärts auszusprechen? ich denke mit einem warmen Gefühl im Bauch (oder etwas tiefer) an Zatanna Zatara und überlege, ob man da nicht eine Kurzgeschichte draus machen kann. Mag ja ein infantiler Gedanke sein, aber was ist das nicht? Schon mal in der Lebib nachgelesen?

Mhhhhmmm, Zatanna Zatara....



"Die Kernaussage des Christentums ist JESUS NATAS EST und bedeutet Jesus ist tatsächlich zu Fleisch gewordener Sohn Gottes."

1. Das Dictum ist Jesus natus est, und steht in einer Reihe mit Deus est Homo - "Gott ist Mensch (geworden)", was in bestimmten Kreisen ein eigentlich ganz populäres Motto geworden ist.
2. "Jesus natas est" kann alles mögliches heissen, nur nichts, was Sinn macht, oder wofür man selbst in Zeiten des schlimmsten Küchenlateins nicht vor Gericht gelandet wäre. Ein Blick in ein Lateinlexikon genügt. Mein Favorit wäre hier natas als Acc.Pl.fem - "Jesus ist den Frauen". (Das hatte ich immer vermutet!) Was nur? Klingt ein bischen wie die versteckte Kritik eines Neoplatonisten an der Zielgruppe eines aufstrebenden Kultes. Herr D., übernehmen Sie...




Noch egobezogener und selbstverliebter: ich schalt' jetzt mal den Schneeeffekt für den Blog aus. Es soll ja schließlich auch irgendwann mal Frühling werden....